Shanghai: Falun-Dafa-Praktizierende erhält Stunden vor Freilassung krankmachende Toxine

(Minghui.org) Einer 72-jährigen Frau in Shanghai wurden unbekannte Medikamente verabreicht, Stunden, bevor sie auf Kaution entlassen wurde. Nicht lange nachdem sie nach Hause zurückgekehrt war, hatte sie Atembeschwerden, Blasen an den Waden und ein generalisiertes Ödem.

Zhou Xianwen wurde 2019 zweimal wegen ihres Glaubens an Falun Dafa [1] verhaftet, am 22. Februar und am 24. Juni.

Bei der ersten Verhaftung wurde ihre Wohnung durchsucht und sie wurde einen Monat lang im Untersuchungsgefängnis in Zhangjiang festgehalten. Auch nach ihrer zweiten Verhaftung hielt die Polizei sie in derselben Haftanstalt fest. Infolge wiederholter Verhöre, Nötigung und anderer Misshandlungen bekam sie nach mehr als zwei Monaten Haft ein Herzleiden und konnte nicht mehr schlafen. Außerdem hatte sie hohen Blutdruck und verlor einige Male das Bewusstsein.

Gewaltsam verabreichte Toxine machen den Alltag zur Hölle

Zwei Stunden bevor sie am 23. September auf Kaution freigelassen wurde, fesselten Polizisten Zhou auf ein Bett und verabreichten ihr gewaltsam Infusionen. Als Zhou fragte, welches Medikament ihr verabreicht wurde, schwiegen die Beamten.

Als Zhou zu Hause war, fühlte sie sich am ganzen Körper unwohl, egal ob sie stand oder lag. Sie hatte Schwierigkeiten beim Atmen und hatte das Gefühl, als ob sie demnächst nicht mehr atmen könnte. Schon bei der kleinsten Bewegung, wie beispielsweise beim Öffnen der Tür, beim Telefonieren oder auf der Toilette, bekam sie fast keine Luft. Gleichzeitig hatte sie das Gefühl, als ob ihr Gehirn leer sei. Sie befand sich in einer Art Delirium und konnte ihre Sprache nicht mehr ordnen. In den darauffolgenden Wochen konnte sie manchmal die ganze Nacht nicht einschlafen. Sie verlor ihren Appetit und wollte sich nicht mehr bewegen. Erst dann wurde ihr klar, dass die Polizei ihr giftige Substanzen gespritzt hatte.

Zhou machte wieder die Falun-Dafa-Übungen. Nachdem sie zwei Monate lang intensiv die Meditation und Stehübungen gemacht hatte, wurde ihr Zustand ein wenig besser. Aber inzwischen hatte sie auch Ganzkörperödeme bekommen, sogar ihre Augenlider waren geschwollen. Sie konnte nicht mehr in die Hocke gehen oder sich bücken. Ihr Körper war starr und sie fühlte sich beim Gehen wie eine Marionette.

Nicht lange danach bekam sie viele Blasen an den Waden. Flüssigkeit, Blut und Eiter traten nach dem Platzen der Blasen oder unter den Narben hervor. Sie hatte unerträgliche Schmerzen in ihren Beinen, als ob diese abfallen würden. Ihr Zustand ist zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts immer noch derselbe.

Weitere Schikanen durch die Polizei

Vier Polizeibeamte halten sich rund um die Uhr vor Zhous Wohnung auf und überwachen ihr tägliches Leben. Auch Mitarbeiter des Wohnungskomitees gehen hin und wieder zu ihr und schikanieren sie.

Zwei Tage vor Zhous Entlassung übergab die Polizei ihren Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Pudongxin. Zhou beauftragte einen Anwalt, nachdem sie die oben genannten Symptome verspürt hatte. Am 19. November ging ihr Anwalt zur Staatsanwaltschaft und zeigte dem Staatsanwalt Fotos von ihren Beinen. Der Anwalt berichtete, dass der Staatsanwalt zugestimmt habe, ihren Fall abzuweisen, nachdem er die Fotos gesehen hatte.

Frühere Berichte:

Neunmal wegen ihres Glaubens verhaftet: 72-jähriger Praktizierender droht jetzt erneute Anklage

Frau Zhou Xianwen reicht wegen rechtswidriger Haft beim lokalen Gericht Beschwerdebriefe ein


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.