Helsinki: Kerzenlicht-Mahnwache macht auf Falun Dafas Verfolgung aufmerksam

(Minghui.org) Falun-Dafa-Praktizierende im finnischen Helsinki hielten am 23. Januar von neun bis elf Uhr einen friedlichen Protest vor der chinesischen Botschaft ab. Danach fanden sie sich zu einer Mahnwache bei Kerzenlicht in einem Einkaufszentrum in der Innenstadt ein.

Die Veranstaltungen wurden anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar abgehalten. Jedes Jahr zu dieser Zeit gedenkt die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) der Opfer des Holocausts und bekräftigt ihre Entschlossenheit gegen Rassismus und jegliche Intoleranz, die zu Gewalt gegen eine Gruppe von Menschen führen kann.

Die Falun-Dafa-Praktizierenden machten an diesem Tag auf die anhaltende Verfolgung der spirituellen Praxis durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) aufmerksam. Viele Passanten, die von der Verfolgung in China erfuhren, unterzeichneten eine Petition, die die Brutalität verurteilt.

Friedlicher Protest vor der chinesischen Botschaft in Finnland am 27. Januar 2021

Kerzenlicht-Mahnwache in der Innenstadt von Helsinki

Die Menschen unterschreiben die Petition zur Verurteilung der Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh.

Passanten nehmen Flyer und Origami-Lotusblumen von Falun-Dafa-Praktizierenden entgegen.

Hannele Lohiniva, eine Einwohnerin von Helsinki, äußerte gegenüber den Praktizierenden, dass die Menschen Meinungsfreiheit haben sollten. Die eigene Kultur und der eigene Glaube sollten nicht unterdrückt werden. Sie empfinde es als ihre Verantwortung, auf der Seite der Gerechtigkeit zu stehen. „Jeder sollte es unterschreiben. Als Finnin war mir nicht klar, wie kostbar die Freiheit ist, die wir haben. Für mich ist Chinas Menschenrechtsmisere schwer zu verstehen“, sagte sie.

Hannelle sagte, dass die KPCh eine Bedrohung darstelle, da sie Propagandaorganisationen benutze, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. „Wir müssen auf die Gefahr achten, die von der mächtigen KPCh ausgeht“, sagte sie.

Hannele Lohiniva hat eine Origami-Lotusblume von den Praktizierenden bekommen.

Linda Aura, die bei Amnesty International arbeitet, und ihre Schwester Lotta Aura kamen, um die Petition zu unterschreiben. Linda sagte, sie habe sich mit einem Vertreter von Amnesty International in Schweden getroffen und sich für die Rettung des Praktizierenden Chen Zhenping eingesetzt. Sie sagte, sie wisse um die harten Bedingungen, unter denen Falun-Dafa-Praktizierende in China leben.

Linda sagte: „Wir kämpfen außerhalb von China. Wir müssen es tun. Die Menschen sollten diese Informationen kennen. Außerhalb Chinas wird das Sammeln von persönlichen Informationen zu kommerziellen Zwecken genutzt. Die Menschen spüren keine Gefahr. Aber in China werden sie für die Politik benutzt.“

Sie sagte, dass Menschenrechtsaktivitäten, einschließlich Unterschriftenaktionen, sehr wichtig seien. Sie verwies auf die Rettung von Chen Zhenping – eine Erfolgsgeschichte einer Unterschriftensammlung.

Linda und Lotta Aura nehmen Flyer von Falun-Dafa-Praktizierenden entgegen.

Eine Schülerin namens Oona sagte: „Ich wünschte, wir würden in einer besseren Welt leben. Ich möchte helfen. Diese Verfolgung ist schrecklich. Menschen sollten besser behandelt werden.“

Oona unterschreibt die Petition.

„Ich möchte Menschenrechtsaktionen unterstützen“, so Teija Vallius, eine weitere Passantin. „Verfolgung ist falsch. Der Organraub bei lebendigem Leib macht mich traurig und empört mich. Das ist furchtbar.“

Teija Vallius nimmt Informationsmaterialien über Falun Dafa entgegen.

Eine andere Einwohnerin von Helsinki namens Lotta ist Mitglied von Amnesty International. Sie erfuhr durch Amnesty von der Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh und sagte, sie unterstütze die Bemühungen der Praktizierenden. „Der Organraub an lebenden Menschen ist schrecklich und ekelhaft“, betonte sie und fügte hinzu, dass die internationale Gemeinschaft mehr tun sollte, um Chinas Menschenrechtssituation zu verbessern.

Ein Mann namens Niko kam gegen Ende der Veranstaltung, um die Petition zu unterschreiben. Er meinte: „Die KPCh ist ein autoritäres Regime. Eine Person [trifft Entscheidungen für] das ganze Land. Das ist inakzeptabel.“

Er bedankte sich bei den Praktizierenden und fragte sie, wann sie wiederkommen würden. Er wollte seine Freunde mitbringen, um dann noch mehr zu erfahren.


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.