Methoden eines „modernen zivilisierten Gefängnisses“ – das Gefängnis Suzhou

(Minghui.org) Das Gefängnis von Suzhou befindet sich im Gemeindebereich Huangdai der Stadt Suzhou, Provinz Jiangsu. Das Gefängnis wird wegen seiner an einen Erholungsort erinnernden Umgebung als „modernes zivilisiertes Gefängnis“ bezeichnet. In den letzten zwanzig Jahren wurden dort jedoch viele Falun-Dafa-Praktizierende [1] gefoltert und eine Reihe von ihnen starb an den Folgen der Verfolgung.

Im Jahr 2012 war ich einmal im Gefängnis von Suzhou inhaftiert. Ich war verurteilt worden, weil ich auf die Verfolgung aufmerksam gemacht hatte. Daher weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die Gefängniswärter dort finanzielle Anreize erhielten und oft zu körperlicher Gewalt griffen, um Praktizierende zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben.

Die dort inhaftierten Falun-Dafa-Praktizierenden, zu denen auch ich gehörte, waren verschiedenen Formen körperlicher Gewalt ausgesetzt: Sie wurden auf den Boden gedrückt und mit mehreren Elektrostöcken geschockt; sie wurden bedroht und geschlagen; sie mussten über lange Zeit auf kleinen Hockern sitzen; sie wurden in qualvolle Positionen gezwungen, zum Beispiel in einen Spagat. Den Praktizierenden wurde auch Schlaf und Nahrung vorenthalten.

Darstellung der Foltermethode: Beine zum Spagat gedrückt

Die Falun-Dafa-Praktizierenden wurden auch zu unbezahlter Arbeit im Gefängnis gezwungen. Wer sich weigerte, wurde auf einer Bahre gefesselt und in lärmende Werkstätten getragen. Er wurde nur dann von der Trage befreit, wenn er sich zur Arbeit bereit erklärte. Diejenigen, die sich im Hungerstreik befanden, wurden von den Gefängniswärtern oft zwangsernährt. Dabei fügten sie ihnen absichtlich unerträgliche Schmerzen zu, indem sie ihnen gewaltsam Ernährungsschläuche einführten.

Darstellung der Foltermethode: Zwangsernährung

Die Gefängnisbehörden zwangen die Praktizierenden auch, Artikel zu schreiben, die Falun Dafa und seinen Begründer verleumdeten. Manchmal zwangen die Wärter die Praktizierenden, Artikel abzuschreiben und mit ihrem Namen zu unterschreiben. Die Wärter erhielten für die Einreichung dieser verleumderischen Artikel finanzielle Belohnungen.

Darüber hinaus mussten die Falun-Dafa-Praktizierenden regelmäßig „Gedankenberichte“ vorlegen. Wer sich weigerte, wurde gemaßregelt. Außerdem wurden sie häufig einer Gehirnwäsche unterzogen und mussten sich Videos ansehen, die Falun Dafa verleumdeten.


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschheit an Falun-Dafa-Praktizierenden.