Anrufe nach China auf der RTC-Plattform

(Minghui.org) Die globale RTC-Plattform ist eine Website, auf der Falun-Dafa-Praktizierende zusammenarbeiten, um Menschen in China anrufen. Sie erklären ihnen die wahren Umstände über Falun Dafa und dessen Verfolgung. Dabei ermutigen sie die Chinesen, aus der Kommunistischen Partei Chinas und deren Jugendorganisationen auszutreten.

Im Oktober letzten Jahres begann ich, Anrufe auf der Plattform zu tätigen. Davor hatte ich die wahren Umstände an Touristenorten erklärt. Für meine Tätigkeit auf dieser Plattform musste ich zunächst lernen, wie man einen Computer benutzt. Also nahm ich an Schulungen teil und rief schließlich Leute in China an. Nur durch die Ermutigung der Mitpraktizierenden und die barmherzige Anleitung des Meisters schaffte ich den Durchbruch. Diese Erfahrung half mir außerdem, mich in meiner Kultivierung zu erhöhen.

Kampfgeist beseitigen

Als ich früher an Touristenorten mit Leuten aus China sprach, waren einige von ihnen unhöflich und respektlos. Oft stritt ich mit ihnen und ging sogar so weit, sie zu beschimpfen.

Wenn mich ein Mitpraktizierender auf meinen Mangel an Mitgefühl und Toleranz hinwies, nahm ich es mir nicht zu Herzen. Manchmal, wenn ich nach innen schaute, erkannte ich zwar, dass ich die Menschen freundlich behandeln sollte. Aber wann immer ich auf unvernünftige Personen traf, war ich im Inneren noch bewegt.

Seitdem ich auf der RTC-Plattform Anrufe tätigte, verhielten sich die Menschen, denen ich begegnete, noch schlimmer. Einige beschimpften mich, manche sagten, sie würden mich bei der Polizei anzeigen und andere verlangten sogar Geld von mir. Es gab alle Arten von Szenarien.

Ich erinnere mich an einen Anruf. Als ich die Person am anderen Ende des Telefons begrüßte, beschimpfte sie mich sofort. Augenblicklich löste dies bei mir Kampfgeist aus, und ich schimpfte zurück.

Als wir Praktizierenden uns danach über unsere Erfahrungen mit den Anrufen austauschten, stellte ich fest, dass andere Praktizierende großes Mitgefühl gegenüber den Menschen am Telefon zeigten. Beim Vergleich mit ihnen erkannte ich meinen Kultivierungsabstand. Daher nahm ich mir vor, meinen Kampfgeist zu beseitigen.

Sobald mein Anruf ein anderes Mal durchging, beschimpfte mich das Gegenüber. Ich ließ mich nicht bewegen und sprach mit der Person weiter über Falun Dafa und die Verfolgung. Dann wählte ich die nächste Nummer. Diesmal war der Empfänger höflich und empfänglich für meine Worte. Als ich ihm ein Pseudonym zum Austritt aus der Partei gab, war er sehr dankbar. Nachdem ich aufgelegt hatte, bedankte ich mich beim Meister für seine Ermutigung.

Der Meister erklärt:

„ ‚Shan‘ (Barmherzigkeit) ist sowohl die Manifestation der kosmischen Eigenschaften auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Räumen, als auch die grundlegende Natur der großen Erleuchteten. Deswegen muss ein Kultivierender unbedingt ‚Shan‘ kultivieren, um sich den kosmischen Eigenschaften ‚Zhen, Shan, Ren‘ zu assimilieren.“ (Kurze Erklärung über „Shan“)

Dank der Lehre des Meisters verstand ich, wie es ist, freundlich zu sein. Als ich mich auf meine Unzulänglichkeiten konzentrierte, konnte ich allmählich meinen Kampfgeist ablegen und Freundlichkeit herauskultivieren. Wenn ich jetzt auf Chinesen stoße, die mich beschimpfen, kann ich unberührt bleiben.

Die Anhaftung des Strebens

Als ich bemerkte, dass Mitpraktizierende auf der RTC-Plattform mehr Menschen geholfen hatten, aus der Partei auszutreten als ich, machte ich mir Sorgen. Je öfter ich die Parteiaustritte nachzählte, desto weniger erfolgreich war ich. Als ich nach innen schaute, erkannte ich, dass ich nach Erfolg strebte.

Der Meister sagt:

„Ich sage dir eine Wahrheit: Der gesamte Kultivierungsvorgang eines Menschen ist ein Prozess, bei dem seine Anhaftungen ständig beseitigt werden.“ (Zhuan Falun 2019, S. 3)

Von da an fügte ich jedes Mal, wenn ich aufrichtige Gedanken aussandte, noch einen Gedanken hinzu. Dabei bat ich den Meister um Hilfe, Menschen mit Schicksalsverbindung zu mir zu bringen. Ich achtete nicht mehr darauf, wievielen Menschen ich geholfen hatte, aus der Partei auszutreten. Vielmehr legte ich nun Wert darauf, wie ich das Bewusstsein der Menschen wecken konnte. Ich lernte auf eine Weise zu sprechen, die die Menschen leichter akzeptieren konnten und die ihre Güte erweckte. Bei guten Interaktionen entschieden sich die Leute oft, aus der Partei auszutreten.

Einmal rief ich eine Nummer in der Stadt Shenzhen an. Als ich den Mann am anderen Ende der Leitung begrüßte, fragte er mich: „Sind Sie eine Falun-Dafa-Praktizierende?“ Ich bejahte und erzählte ihm von Falun Dafa. Aufmerksam hörte er mir zu und sagte: „Ich verstehe Sie. Ich bin auf Ihrer Seite!“ Dann willigte er ein, aus der Partei auszutreten.

Ich fuhr fort: „Mein Herr, Sie sind ein Mensch mit Gewissen und haben für sich eine gute Zukunft gewählt. Buddhas und Gottheiten schauen auf die Herzen der Menschen. Ich wünsche Ihnen das Beste!“ Zum Schluss bedankte er sich bei mir.

Noch eine Chance geben

Ein anderes Mal legte der Empfänger nach einer Minute des Gesprächs den Hörer auf. Ich wollte ihm noch eine Chance geben, so rief ich ihn am nächsten Tag nochmals an. Dieses Mal nahm er den Anruf entgegen, und ich fuhr fort ihm die wahren Umstände zu erklären. Ich sprach über die Gründe für den derzeitigen Verfall der menschlichen Moral. „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind universelle Werte, wenn man ein guter Mensch sein will. Sie haben mir nun eine Weile zugehört. Darf ich Sie fragen, ob meine Erklärung für Sie Sinn ergibt?“

Er gab mir zur Antwort: „Nein, überhaupt nicht! Ich muss arbeiten und meinen Lebensunterhalt verdienen. Deshalb muss ich der Partei folgen.“

Daraufhin entgegnete ich ihm: „Das ist verständlich, sie sind noch jung. Aber wissen Sie darüber Bescheid, was mit anderen Regierungsbeamten passiert ist, die auch der Partei gefolgt sind? Kennen Sie den ehemaligen Vorsitzenden Liu Shaoqi (des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses) und andere hohe kommunistische Funktionäre? Wer von ihnen ist nicht der Partei gefolgt? Aber schauen Sie, was mit ihnen passiert ist. Sie wurden trotzdem alle von der Partei verfolgt. Bedenken Sie, was mit Zhou Yongkang und Li Dongsheng geschah, die auch der Partei gefolgt waren und die Falun-Dafa-Praktizierende verfolgten: Sie sind alle im Gefängnis. Bitte denken Sie darüber nach. Wie wäre es, wenn ich Ihnen für den Parteiaustritt ein Pseudonym gebe, damit Ihre Sicherheit gewährleistet ist?“ Er hielt eine Weile inne – und sagte dann: „Okay.“

Dann erzählte er mir, warum er am Vortag aufgelegt hatte und entschuldigte sich. Ich sagte: „Ich verstehe, ich mache Ihnen deshalb keinen Vorwürf. Sie sind ein zuvorkommender Mensch, deswegen waren die Buddhas und Gottheiten barmherzig mit Ihnen und haben mich zu Ihnen geführt.“ Ich ermutigte ihn auch, den Satz zu rezitieren: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“. Damit war er einverstanden.

Es gab noch eine andere Person, mit der ich 15 Minuten lang sprach. Anfangs drohte mir der Mann: „Ich zeige Sie bei der Polizei an!“ Allmählich war er für meine Botschaft empfänglich. Ich war mir nicht sicher, ob er von meinen Worten berührt war. Aber er weinte, als er mir von seinem Leid seit der Kindheit erzählte. Seine Familie war so arm gewesen, dass sie es sich nicht leisten konnten, die Kinder zur Schule zu schicken. Er war nie der Partei beigetreten.

Ich tröstete den Mann: „Junger Mann, bitte weinen Sie nicht. Die Gottheiten und Buddhas haben Erbarmen mit Ihnen. Sie haben mich geschickt, damit ich Ihnen die wahren Umstände und die Prinzipien, wie man ein guter Mensch sein kann, erkläre. Wenn Sie von nun an aufrichtig den Satz 'Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut' rezitieren und ein guter Mensch sein können, dann kann sich Ihr Schicksal wenden.“ Er bedankte sich aufrichtig bei mir.

Durch diesen Anruf entwickelte ich eine erhöhte Wertschätzung sowohl für alle Lebenbewesen als auch für unser Umfeld der globalen RTC-Plattform.

Falun-Dafa-Praktizierende sind die Hoffnung

Was mich bei der Arbeit auf der RTC-Plattform am meisten bewegte, waren die Barmherzigkeit des Meisters, die Wunder des Dafa und die Freude der Menschen, nachdem ihr Gewissen geweckt wurde. Tatsächlich spürte ich die Barmherzigkeit des Meisters für alle Lebewesen und dass er deshalb die Zeit der Fa-Berichtigung immer wieder verlängert hat.

Die Falun-Dafa-Praktizierenden sind die Hoffnung für die Errettung der Menschen. Es gibt noch so viele Menschen auf der Welt, die darauf warten, errettet zu werden. Nur wenn wir uns solide kultivieren, können wir noch mehr Menschen erlösen und uns der unermesslichen rettenden Gnade des Meisters würdig erweisen.

Meinen Vortrag möchte ich mit den Worten des Meisters beenden:

„Bei eurer Erklärung der wahren Umstände stehen euch auch Menschen mit unterschiedlicher Größe von Gutherzigkeit oder Bösartigkeit gegenüber. Auf alle Fälle soll die menschliche Gesellschaft durch die Güte bewahrt werden, obwohl das Gute und das Böse zur gleichen Zeit in der Welt existieren. Obwohl es bei der Menschheit keine aufrichtigen Grundsätze gibt, befindet sie sich in einem universellen Zustand, der von allen anerkannt und durch das Gute gewahrt wird. Deshalb sollt ihr bei der Erklärung der wahren Umstände auch mit klarem Kopf und mit Vernunft handeln. Du darfst die negativen Elemente der Menschen nicht anrühren, wenn du als Dafa-Jünger bei der Erklärung der wahren Umstände die Menschen ändern und erretten willst. Seid auf jeden Fall gutherzig. Nur so können die Probleme gelöst werden und die Menschen errettet werden.“ (Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz in Washington, D.C. 2009)