Der Meister ist an meiner Seite, das ist mir bewusst

(Minghui.org) Als ich klein war, las ich gerne Märchen, zum Beispiel „die Reise in den Westen“. Eine Stelle ist mir stets in lebhafter Erinnerung. Es ist die Stelle, als der Affenkönig Sun Wukong ruft: „Ich habe einen Meister!“ Tränen bedeckten mein Gesicht, als ich dies damals las, aber ich wusste nicht, warum ich weinte.

Im Handumdrehen wurde dieses naive kleine Mädchen, das ich damals war, erwachsen. Aber immer noch fragte ich mich, warum wir auf diese Erde gekommen sind, und träumte davon, einen Meister zu treffen, der mich erleuchten könnte. Im April 1998 hatte ich das Glück, das Buch Zhuan Falun zu lesen. Es war wie ein Märchen. Seitdem habe ich einen Meister. Damals war ich 23 Jahre alt.

In einem Traum schwor ich, mich weiterhin im Falun Dafa zu kultivieren und es niemals aufzugeben, selbst wenn ich der einzige Mensch auf der Erde wäre. Glückliche Zeiten gehen immer schnell vorbei.

Am 20. Juli 1999 begannen Jiang Zemin, der damalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas und sein Regime mit der Verfolgung von Falun Dafa. Selbst unsere abgelegene Region wurde nicht verschont. Die lokale Polizei schikanierte und bedrohte mich und nahm mich rechtswidrig fest. Im Gefängnis war es uns nicht erlaubt, die Übungen zu machen oder das Fa zu lernen. So rezitierten wir immer wieder die Gedichte des Meisters, die in Hong Yin und in Essentielles für weitere Fortschritte veröffentlicht wurden.

Einmal sah ein Wärter, wie ich mit einer älteren Praktizierenden zusammen die Übungen machte. Er sagte: „Du bist dafür verantwortlich!“ Dann legte er mir Fuß- und Handschellen an. Ich spürte jedoch keine Schmerzen und konnte trotzdem noch im Lotussitz bleiben.

In jener Nacht träumte ich, dass mir der Meister einen Löffel weißen Puderzucker gab. Er schmeckte köstlich. Dieser Traum blieb für mich stets in frischer Erinnerung. Damals befreite ich mich von der Esslust. Selbst wenn ich nichts oder nur eine Mahlzeit am Tag aß, fühlte ich mich nicht hungrig. Den ganzen Tag über war ich voller Energie.

Falun Dafa auf dem Platz des Himmlischen Friedens bestätigt

In den Jahren 2000 und 2001 ging ich mehrmals auf den Platz des Himmlischen Friedens, um für Falun Dafa einzustehen. Ich rief: „Mein Meister ist unschuldig“ und „Falun Dafa ist das aufrichtige Fa.“

Am 1. Oktober 2001 fertigte ich zwei Transparente an, auf denen stand: „Falun Dafa ist gut“ und „Falun Dafa ist das aufrichtige Fa“. Zusammen mit einem Praktizierenden nahm ich den Zug nach Peking und ging zum Platz des Himmlischen Friedens. Ich wartete darauf, dass der Praktizierende seine Spruchband zuerst öffnete. Doch obwohl ich um den riesigen Platz herumging, konnte ich ihn nicht finden.

Immer mehr Menschen kamen auf den Platz. So beschloss ich, den ersten Schritt zu tun. Ich war dort, um dem Meister bei der Fa-Berichtigung zu helfen, und sollte mich nicht auf jemand anderen verlassen. Daher ging ich an einen Ort, wo viele ausländische Touristen herumstanden, und holte das Transparent aus dem Ärmel. Während ich auf dem Platz herumging, hielt ich es hoch über meinen Kopf und rief mit lauter Stimme: „Der Meister ist unschuldig! Falun Dafa ist gut! Falun Dafa ist das aufrichtige Fa! Falun Dafa zu verfolgen ist eine Sünde! “

Viele Falun-Dafa-Praktizierende schlossen sich mir an. Die kräftigen Stimmen der Praktizierenden schallten aus allen Richtungen in den Himmel: „Falun Dafa ist das aufrichtige Fa! Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut!“ Die Sirenen hörte ich gar nicht mehr. Plötzlich rissen Polizisten unsere Transparente an sich und schlugen und traten uns – so als würde sich ein Rudel wilder Wölfe auf wehrlose Lämmer stürzen. Dann zerrten sie uns in einen Polizeiwagen.

Mit einem Bus brachten sie uns zum Untersuchungsgefängnis Changping in Peking, wo wir am frühen Abend ankamen. Das Gefängnis war hell erleuchtet, jeder Zellblock bestand aus mehreren Käfigen mit geschweißten Stahlstäben. Eine ältere Praktizierende und ich waren in derselben Zelle eingesperrt, aber in getrennten Käfigen. Wir kannten uns nicht.

Diese freundliche Praktizierende war etwa 50 Jahre alt. Wir beide verständigten uns im Flüsterton und waren uns einig, dass wir da rausmussten. Ich sagte dem Wärter, dass ich auf die Toilette gehen müsse. Aber er beschimpfte mich und erlaubte es mir nicht. Dann sagte die Mitpraktizierende, dass sie zuerst gehen werde. Sie gab mir ihre Weste. Mit leiser Stimme sagte ich zu ihr: „Lass dir viel Zeit.“ Wissend nickte sie.

Als der Wärter die Praktizierende auf die Toilette begleitete, bat ich den Meister im Stillen: „Meister, bitte helfen Sie mir, den Eisenkäfig zu öffnen. Ich muss hinausgehen, das Fa bestätigen und die Menschen über die Fakten aufklären.“ Mit aller Kraft versuchte ich die Stahlstäbe auseinanderzubiegen. Allmählich schienen sich die Stahlstäbe ein wenig zu lockern.

Dann fiel mir ein, was der Meister über „Kampfkunst Qigong“ gesagt hat:

„Wenn man diese Kultivierungsfähigkeiten richtig einsetzt, lässt sich sogar ein Stein mit der Hand zerdrücken. Ist das nicht gerade das Hart-Qigong?“ (Zhuan Falun 2019, Seite 319)

Weiterhin bat ich den Meister, mir zu helfen, die Stahlstangen mit Hilfe meiner übernatürlichen Fähigkeit zu biegen. Wie erwartet konnte ich dann aus dem Eisenkäfig heraussteigen.

Danach legte ich die Weste der Mitpraktizierenden auf den Schemel, öffnete die Holztür und ging in den Hof. Die Mauer war sehr hoch. Das Hoftor war verschlossen und es war kein Wärter anwesend. Ich hörte Stimmen aus den Zimmern, in denen das Licht brannte, hatte aber keine Angst. In diesem Moment glaubte ich fest daran, dass ich unter dem Schutz des Meisters entfliehen konnte.

Ich begab mich an den Rand des Hofs und entdeckte dort einen großen Bus, der an der Mauer geparkt war. Schnell kletterte ich auf das Dach des Busses, konnte aber den oberen Rand der Mauer immer noch nicht erreichen. So musste ich wieder hinuntersteigen. Dabei bat ich immer wieder um den Segen des Meisters. Dann stellte ich einen Stuhl, den jemand im Hof zurückgelassen hatte, auf das Dach des Busses und kletterte auf den Stuhl, um den Mauerrand zu erreichen. Zwar gelang es mir den oberen Rand der Wand zu berühren, aber wie konnte ich die Mauer überwinden? So bat ich den Meister, meinen Himmelskreis zu öffnen. Augenblicklich wurde ich sehr leicht und sprang mühelos auf die Mauer. Ich dankte dem verehrten Meister.

Verbüfft schauten mir einige Passanten zu, wie ich auf der anderen Seite von der Mauer heruntersprang. Unter dem Schutz des Meisters verließ ich das Changping-Gefängnis in Peking. Danach arbeitete ich an Projekten zur Bestätigung des Dafa weiter.

Immer,wenn ich daran denke, bin ich Falun Dafa und dem Meister für seinen Schutz unendlich dankbar.

Eine weitere Erfahrung 

Einige Tage, bevor ich diesen Artikel schrieb, entdeckte ich in einer belebten Innenstadt ein Propagandaplakat, das von der bösartigen Partei aufgehängt worden war, um die Lebewesen gegen Falun Dafa aufzubringen. Als ich nach Hause kam, sandte ich aufrichtige Gedanken aus. Dadurch hoffte ich eine Lösung zu finden, dieses Plakat zu entfernen. Darum bat ich den Meister um Hilfe. Ich hoffte, dass es in dieser Nacht stark regnen würde. Aber es war ein sonniger Tag und in der Nacht gab es keine Anzeichen von Regen.

Nachdem ich um Mitternacht aufrichtige Gedanken ausgesandt hatte, überlegte ich, ob ich hingehen und das Plakat herunterreißen sollte. Nach einiger Zeit hörte ich es regnen. Es wurde lauter und lauter. Ich dankte dem Meister, holte meine Regenkleidung hervor und verließ das Haus. Als ich gerade zu dem Plakat eilen wollte, sah ich einen Mann, der neben dem Plakat mit seinem Handy spielte. Neben ihm war sein Motorrad geparkt. Einen Moment lang war ich verdutzt. Dann ging ich langsam und ruhig in die entgegengesetzte Richtung, wobei mich der Mann von Zeit zu Zeit beobachtete.

Deshalb bat ich den Meister um Hilfe. Sofort sandte ich aufrichtige Gedanken aus, damit der Mann schnell wegging und ich das Plakat entfernen konnte. Ich musste doch den Lebewesen helfen. Plötzlich hörte der Regen auf, aber es gab keine Anzeichen, dass der Mann gehen würde. In diesem Moment tauchte in meinen Gedanken ein Satz des Fa auf:

„Das Gehirn eines gewöhnlichen Menschen zu steuern, ist ziemlich einfach.“ (ebenda, Seite 152)

Der Meister war an meiner Seite, das war mir bewusst. So sandte ich einen starken Gedanken aus, um den Mann, der sich auf sein Handy konzentrierte, anzuweisen: „Geh schnell weg! Ich muss das Plakat beseitigen, niemand darf sich dabei einmischen!“ Als ob er einen Befehl erhalten hätte, legte der Mann sein Handy weg und fuhr eilig mit seinem Motorrad davon.

Als niemand mehr in der Nähe war, nahm ich das Plakat ab und warf es in den Mülleimer.