Gedanken über den Hinweis zum Aussenden von aufrichtigen Gedanken

(Minghui.org) Vor kurzem wurden mehrere Falun-Dafa-Praktizierende in der Region Dalian in der Provinz Liaoning verhaftet. Als Gruppe haben wir uns über diese Vorfälle ausgetauscht und gemeinsam nach innen geschaut, um zu verstehen, was zu diesem Umstand geführt haben könnte.

Als ich vor kurzem meine E-Mails öffnete, fiel mir plötzlich eine Mail mit dem Hinweis zum Aussenden der aufrichtigen Gedanken ins Auge. Ich musste mir innerlich einen Ruck geben, aber dann beschloss ich, mein Verständnis und meine Erfahrung bezüglich dieser Angelegenheit mitzuteilen. Das Folgende sind Erkenntnisse auf meiner gegenwärtigen Kultivierungsebene. Es kann sein, dass nicht alles richtig ist.

Im Jahr 2005 veröffentlichte die Minghui-Redaktion den Beitrag „Das Wesentliche beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken und die festgelegten Zeiten zum weltweiten gemeinsamen Aussenden der aufrichtigen Gedanken“, der nach meinem Verständnis von jedem Falun-Dafa-Praktizierenden befolgt werden sollte.

In der oben genannten Mail wurde von Praktizierenden unserer Region vorgeschlagen, das chinesische Schriftzeichen für Mie (auf Deutsch: „gereinigt“, „beseitigt“ oder „vernichtet“) dreimal in den Versen zu rezitieren, anstatt nur einmal. Nach meinem Verständnis bedeutet das vermehrte Hinzufügen des Wortes „Mie“, dass man menschliche Vorstellungen in die vorgeschriebenen Verse einbringt.

Der Meister sagt:

„ … sollen nachdem sie die Mantras rezitiert haben, die Kraft der Gedanken konzentrieren und einmal das Wort „mie“[1] rezitieren.“ (Aufrichtige Gedanken, 13.10.2002, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)

Da das Aussenden der aufrichtigen Gedanken nicht nur eine individuelle Handlung eines jeden Praktizierenden ist, sollten alle Dafa-Praktizierenden im selben Boot sitzen und folglich dieselben Verse rezitieren. Anderenfalls würden wir störend auf die Kraft des Fa einwirken.

Der Meister sagt:

„Überlegt doch mal, wenn heute ein Wort hinzugefügt wird und übermorgen ein anderes, werden die Schüler der nächsten Generation im Laufe der Zeit nicht mehr erkennen können, wer was gesagt hat. So würde Dafa allmählich verändert.“ (In der Buddha-Natur wird nichts ausgelassen, 13.02.1997, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Die Praktizierenden in unserem Gebiet haben immer wieder Mitteilungen über das Aussenden der aufrichtigen Gedanken erhalten. Zum Beispiel wurden die Praktizierenden während der US-Wahl 2020 in einer Mitteilung aufgefordert, außerhalb der vier vorgesehenen Zeiten für die Wahl aufrichtige Gedanken auszusenden und mit den Dafa-Praktizierenden im Ausland zusammenzuarbeiten, da die Ergebnisse sonst verheerend sein würden.

Einige Praktizierende, die nicht fleißig waren, gerieten durch die Mitteilungen gedanklich auf Abwege, während andere Praktizierende damit prahlten, Verbindungen zu Praktizierenden im Ausland zu haben.

Der Meister sagt:

„Es gibt viele Formen der Störung, von denen die unbeabsichtigte Störung durch die Schüler selbst am schwierigsten zu erkennen ist. So hat das Ende des Buddhismus von Shakyamuni begonnen, und die Lehre ist tiefgründig.“ (Aufwachen, 27.05.1996, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

In der Regel erhalten wir jeden zweiten Tag lokale Mitteilungen, in denen wir aufgefordert werden, aufrichtige Gedanken zu bestimmten Anliegen auszusenden. Auch werden wir gebeten, diese Mitteilungen an die Praktizierenden in den ländlichen Gebieten weiterzuleiten.

Die Praktizierenden in den ländlichen Gebieten vertrauen auf die Informationen der Praktizierenden aus der Stadt, da sie sich in der Regel auf die Hilfe bei technischen Fragen und die Koordinierung bestimmter Projekte auf sie verlassen. Daher werden sie den Anweisungen folgen, die ihnen gegeben wurden. Oft habe ich jedoch gesehen, dass die Mitteilungen nicht klar waren und widersprüchliche Anweisungen enthielten.

Der Meister sagt:

„In Spezialfällen soll natürlich so gehandelt werden, dass ihr aufrichtige Gedanken alleine oder in der Gruppe gezielt auf ein böses Wesen oder mehrere aussendet. Außerdem ist die konzentrierte Kraft auch sehr stark. Aber normalerweise wenn ihr jeden Tag zusammen die aufrichtigen Gedanken aussendet, sollt ihr in größerem Rahmen nach dem Bösen fahnden und es finden. Es ist nicht so, dass ihr jedes Mal ein böses Wesen oder mehrere zum Ziel nehmt.“ (Aufrichtige Gedanken, 13.10.2002, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)

Wenn wir den Inhalt des Aussendens der aufrichtigen Gedanken ständig ändern und uns weiterhin nur auf ein oder ein paar böse Ziele konzentrieren, folgen wir nicht den Anforderungen des Fa.

Wir haben auch E-Mails aus anderen Städten erhalten, die das Wort „Dringend“ oder „Hinweis“ im Titel trugen. Diese wurden umgehend an die Praktizierenden in den umliegenden Gebieten weitergeleitet.

Obwohl das dazu beigetragen hat, böse Elemente in der Gegend zu beseitigen, stellt sich mir die Frage, ob nicht die Praktizierenden, die entweder die E-Mail weitergeleitet oder die Anweisungen darin befolgt haben, vom Fa abweichen?

Wenn Praktizierende verhaftet oder vom Bösen verfolgt werden, sollten wir diese Informationen einfach weitergeben, anstatt die Praktizierenden aufzufordern, aufrichtige Gedanken auszusenden. Wir müssen bedenken, wie sich das auf andere auswirken kann.

In dem oben genannten Artikel der Minghui-Redaktion heißt es: „Bevor die Mantras und das Wort Mie in Gedanken rezitiert werden, kann man je nach lokalen Bedingungen in Ruhe einen weiteren Gedanken hinzufügen. Zum Beispiel: Vernichte das Böse im XX-Arbeitslager oder in der XX-Gehirnwäschestation, lasse den oder denjenigen bösartigen Menschen sofortige karmische Vergeltung erhalten, usw. Aber eins muss unbedingt beachtet werden: Es ist nicht angebracht, zu viele oder zu detaillierte Ziele zu nehmen …“

Ich möchte noch ein weiteres Anliegen ansprechen. Diejenigen Praktizierenden in unserer Gegend, die Verbindungen zu jemandem im Ausland haben, sind in der Regel recht beliebt, und viele Praktizierende arbeiten gerne mit ihnen zusammen. Wenn andere von ihren Verbindungen erfahren, geraten sie in unserer Gruppe zum gemeinsamen Lernen des Fa in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und verhalten sich wie wichtige Persönlichkeiten.

Es spielt keine Rolle, ob ein Praktizierender in China oder im Ausland ist – wir alle müssen die drei Dinge tun und uns gut kultivieren.

Manche Praktizierende werden von Neugier und Bewunderung getrieben. Auch wenn wir mit den Praktizierenden im Ausland zusammenarbeiten, sollten wir nicht tratschen und darüber sprechen, dass dieser oder jener Praktizierende an einem bestimmten Dafa-Projekt teilnimmt oder ob er den Meister getroffen hat. Wir müssen darauf achten, was wir sagen, und uns darauf konzentrieren, uns stetig zu verbessern.

Es kann sein, dass in meinen Gedanken auch eigensinnige Anteile enthalten sind und meine Erkenntnisse dadurch nicht richtig sind. Wenn es etwas Unangemessenes gibt, bitte ich euch, mich darauf hinzuweisen.