Mit Geschwüren eine karmische Schuld begleichen

(Minghui.org) Krankheiten gehören zum Leben dazu, aber wir wissen oft nicht, wo sie herkommen. Die moderne Medizin macht für nicht-infektiöse Krankheiten Faktoren wie Genetik, Umwelt und Lebensstil verantwortlich, während Infektionskrankheiten dann erscheinen, wenn Krankheitserreger wie Viren und Bakterien in unseren Körper eindringen. Aber es gibt auch alternative Erklärungsversuche. Insbesondere im alten China sah man die Dinge noch anders. Hier einige Beispiele. 

Lu, ein alter Taoist, tötete im Alter von 17 Jahren versehentlich einen älteren Diener. Später wuchs an seinem Fuß ein Geschwür mit einer Öffnung wie ein Mund und einer Zunge darin. Jedes Mal, wenn das Geschwür seinen Mund öffnete, um zu sprechen, verspürte Lu unerträgliche Schmerzen.

Eines Tages sagte das Geschwür, es sei der Diener gewesen, den Lu vor Jahren getötet habe. Es verlangte Nahrung und konnte Fett oder Alkohol schlucken, womit Lu es fütterte. Wenn das Geschwür Alkohol getrunken hatte, färbte sich sein „Mund“ rot.

Es war ein Jahr vergangen, und das Geschwür sagte Lu, dass es sich nun verabschiede. „Du hast deine karmische Schuld abbezahlt“, betonte es. „Morgen kannst du einen Holzfäller aufsuchen, der kann diese Krankheit behandeln.“

Am nächsten Tag befolgte Lu den Rat und ging zu einem Holzfäller.

„Wie kannst du es wagen, zu mir zu kommen?!“, schrie der Holzfäller das Geschwür an, „heute Nacht werde ich dir dein Ende bereiten.“

Dann ging er.

In dieser Nacht träumte Lu von einer Gottheit in goldener Rüstung, die ihm Medizin brachte und ihm sagte, wie er sie einnehmen sollte. Lu tat, wie ihm geheißen, und kurz darauf war das Geschwür geheilt.

Versuchungen durch Ruhm und materielle Vorteile

Chen Wuda, auch bekannt unter dem Namen Zhi Xuan, war ein berühmter Mönch in der Tang-Dynastie. Einmal traf er einen anderen Mönch, dessen ganzer Körper mit Geschwüren übersät war. Weil die eitrigen Wunden an seinem Körper einen üblen Geruch absonderten, wurde er von den Menschen gemieden und nur Chen kümmerte sich unermüdlich um ihn. Nachdem Chen genesen war, warnte der Mönch ihn und sagte, dass er zu einem späteren Zeitpunkt Schwierigkeiten erleben würde, aber er könne nach Pengzhou (in der heutigen Provinz Sichuan) reisen und dort Abhilfe neben zwei Kiefern in einem Tempel auf dem Berg Chalong finden.

Später genoss Chen unter Kaiser Yizong (der von 859 – 873 regierte) hohes Ansehen. Der Kaiser besuchte ihn oft und ehrte ihn mit einem kostbaren Adlerholzsitz. 

Mit der Zeit bildete sich auf Chens Knie ein Geschwür, das so aussah wie ein Gesicht mit Augenbrauen, Augen, Mund und Zähnen. Das Geschwür „aß“ sogar alles, was Chen ihm gab. Nachdem ihm kein Medikament Linderung verschafft hatte, stieg Chen auf den Berg Chalong und fand die zwei Kiefern in einem Tempel. Dann sah er den Mönch, dem er zuvor geholfen hatte. Der Mönch sagte ihm, er solle das Geschwür mit Quellwasser vom Berg reinigen.

Am nächsten Morgen besuchte Chen die Bergquelle nicht weit vom Tempel entfernt. Kurz bevor er Wasser schöpfen wollte, um das Geschwür zu reinigen, sprach das Geschwür: „Warte noch! Hast du schon  Han Shu  (Das Buch der Han) gelesen?“

„Ja, das habe ich“, antwortete Chen.

„Dann hast du sicher gelesen, wie Cao Cuo zu Unrecht von Yuan Ang getötet wurde“, fuhr das Geschwür fort. „Du warst damals Yuan Ang und ich Cao Cuo.“ Cao Cuo (200 – 154 v. Chr.) zählte zu den treuen Beratern von Kaiser Jing aus der Han-Dynastie. Beamte überzeugten Kaiser Jing, ihn hinzurichten, wobei Yuan Ang eine führende Rolle dabei einnahm.

Nachdem Cao zu Unrecht getötet worden war, suchte er bei den Wiedergeburten Möglichkeiten, wie er sich rächen könnte. „Aber in den letzten zehn Generationen bist du Mönch gewesen, der die Gebote gewissenhaft befolgt hat, und ich konnte dir nichts anhaben“, so das Geschwür. „In diesem Leben hast du dich nicht mehr an die hohen moralischen Maßstäbe gehalten. Weil du die Gunst des Kaisers genossen hast, gewöhntest du dich an Ruhm und materielle Interessen. Das bot mir die Gelegenheit, mich endlich an dir zu rächen. Jetzt wird mich der Ehrwürdige Kanaka mit Samadhi-Wasser reinigen und unsere karmische Schuld ist ein für alle Mal beglichen. Ich werde dich nicht mehr belästigen“, so das Geschwür.

Chen reinigte daraufhin die Stelle rund um das Geschwür mit Quellwasser. Es war so schmerzhaft, dass er dabei in Ohnmacht fiel. Als er das Bewusstsein wiedererlangte, war das Geschwür verschwunden. Als er sich umsah, war kein Tempel mehr zu sehen.

Von da an kultivierte sich Chen auf dem Berg und verließ ihn nie wieder. Er schrieb diese Geschichte auch mehrmals nieder und dankte dem Ehrwürdigen Kanaka.

Nachdem er vom Ehrwürdigen Kanaka gereinigt worden war, empfand Cao keinen Groll mehr und er begann ebenfalls mit der Kultivierung.

Universelle Werte

Lin, einem Falun-Dafa-Praktizierenden in China, ist vor zwei Jahren etwas Ähnliches passiert. Falun Dafa ist ein Doppelkultivierungsweg für Körper und Geist, der auf den Werten Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert.

Eines Tages bemerkte Lin einen münzgroßen Knoten in ihrer linken Achselhöhle. Er fühlte sich ein wenig hart an, war in der Mitte erhöht und sah weißlich aus. Nach einiger Zeit sah sie einen schwarzen Punkt in der Mitte der weißen Fläche. Als sie einmal das Zhuan Falun, das Hauptwerk von Falun Dafa, las, ging Lin auf, dass dieser Knoten die karmische Vergeltung für etwas sein könnte, das sie einmal im Laufe der Geschichte getan hatte.

Freundlich sagte sie zu dem Knoten: „Ich praktiziere Falun Dafa und all meine Zellen haben sich den universellen Werten von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht angeglichen.“

Zwei Tage später bemerkte Li einen eirunden roten Kreis um die hervorgetretene Stelle. Die Haut in diesem roten Gebiet begann anzuschwellen. „Du hast es dir hier schon viel zu lange gemütlich gemacht. In drei Tagen solltest du bitte verschwinden“, so Lin und fügte hinzu: „Wenn du gehst, nimm bitte auch alle schlechten Substanzen mit. Und nun wollen wir einmal gemeinsam rezitieren: ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.‘“

Um Mitternacht trat Eiter aus der Wunde aus. Auch am nächsten Morgen konnte man noch gelben Eiter sehen. Außerdem zog Lin noch etwas drei Zentimeter Langes vom Durchmesser eines Essstäbchens aus der Wunde. Die Oberfläche fühlte sich glatt an wie die Haut eines Fisches. Danach schrumpfte der Knoten. Einen Tag später hatte sich die Wunde geschlossen und Grind gebildet. Eine Woche später sah alles wieder normal aus.

„Die Barmherzigkeit ist eine riesige Kraft. Sie kann alle Konflikte auflösen“, erklärte Lin. „Sie schenkt uns Freundlichkeit, Herzlichkeit und Frieden. Deshalb kann ich jedem Falun Dafa nur empfehlen.“