Neues im Fall von Ding Yuande: Berufung gegen dreijährige Haftstrafe verloren

(Minghui.org) Das Mittlere Gericht der Stadt Rizhao in der Provinz Shandong entschied am 29. Januar 2024, die dreijährige Haftstrafe eines örtlichen Teebauern wegen seines Glaubens an Falun Dafa aufrechtzuerhalten.

Die 82-jährige Mutter von Ding Yuande war so erschüttert, dass sie am 5. Februar 2024, fünf Tage vor dem chinesischen Neujahrsfest, starb. Seine Frau Ma Ruimei, ebenfalls Falun-Dafa-Praktizierende, steht derzeit unter strenger Überwachung.

Einzelheiten zu Verhaftung und Verurteilung

Ding und seine Frau leben im Dorf Yanjiazhuang, Gemeinde Kouguan, Kreis Wulian, Stadt Rizhao. Xia Jingde, der Parteisekretär des Dorfes, kam zusammen mit Polizisten, um das Ehepaar am 12. Mai 2023 gegen 5 Uhr morgens zu verhaften, während sie auf ihrer Teeplantage arbeiteten.

Die Beamten waren von der Polizeiwache der Stadt Kouguan, der Polizeibehörde des Bezirks Wulian und der Polizeibehörde des Bezirks Donggang in der Stadt Rizhao. Sie beschlagnahmten die Handys des Paares und schalteten Dings Telefon aus.

Die Polizisten durchsuchten die Wohnung des Ehepaars bis 10 Uhr vormittags. Dabei beschlagnahmten sie zahlreiche Falun-Dafa-Bücher und Informationsmaterialien. Anschließend wurde das Ehepaar zum Polizeirevier des Bezirks Donggang gebracht.

Ma wurde am 24. Mai 2023 gegen Kaution freigelassen, aber ihr Mann blieb in Haft. Ihr Sohn setzt sich seitdem unermüdlich für die Freilassung seines Vaters ein. Die Polizei weigert sich jedoch, Ding freizulassen. Er wurde am 13. Juni in die Haftanstalt der Stadt Rizhao verlegt und schon am nächsten Tag schikanierten zwei Beamte Ma und drohten, ihren Mann wegen der Rettungsbemühungen ihres Sohnes im Ausland ins Gefängnis zu werfen.

Gegen Ding wurde am 20. Juli ein förmlicher Haftbefehl ausgestellt, am 28. November wurde ihm im Bezirk Wulian der Prozess gemacht, am 15. Dezember 2023 wurde er verurteilt. Die Staatsanwaltschaft und das Gericht des Kreises Wulian sind für alle Falun-Dafa-Fälle im Großraum Rizhao zuständig.

Das Mittlere Gericht der Stadt Rizhao hielt keine Anhörung ab, wie beantragt, bevor es am 29. Januar 2024 sein Urteil verkündete, in dem es die Verurteilung von Ding bestätigte. Ding befindet sich wahrscheinlich immer noch in der Haftanstalt in Rizhao.

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments (MEP) haben die Resolution 2024/2504 (RSP) am 18. Januar 2024 im französischen Straßburg mit Stimmenmehrheit angenommen. Die Resolution fordert „die sofortige und bedingungslose Freilassung von Ding Yuande und allen anderen Falun-Gong-Anhängern in China“. Außerdem werden Sanktionen gegen alle Täter und Einrichtungen gefordert, die zur Verfolgung von Falun Gong beigetragen haben.

Die portugiesische Abgeordnete Isabel Santos von den Sozialdemokraten im Europäischen Parlament erklärte: „Ding Yuandes Fall ist einer von vielen Fällen von Falun-Gong-Praktizierenden, die im Laufe der Jahre in China vertuscht wurden. Falun Gong ist eine völlig harmlose Praxis, die keinerlei Interessen schadet. Die Europäische Union kann angesichts solcher Fälle nicht durch Schweigen oder Selbstgefälligkeit zum Komplizen werden.“

Ihre Forderung: „Deshalb fordern wir die bedingungslose und sofortige Freilassung von (Ding Yuande) sowie aller Falun-Gong-Praktizierenden und anderen Opfern willkürlicher Inhaftierungen ... wir dürfen diese Art von Praktiken nicht tolerieren.

Darüber hinaus müssen die Europäische Union und die Mitgliedstaaten eine internationale Untersuchung von Fällen von Organraub sowie Fällen von Folter und unmenschlicher und erniedrigender Behandlung in China unterstützen.“