Verspätete Nachricht: Frau aus Heilongjiang stirbt nach wiederholter Verhaftung wegen Falun Dafa

(Minghui.org) Minghui.org bestätigte kürzlich den Tod einer Einwohnerin von Jiansanjiang, Provinz Heilongjiang, am 30. Juli 2023, nachdem sie jahrzehntelang wegen des Praktizierens von Falun Dafa verfolgt worden war. Sie war 60 Jahre alt.

Han Shujuan arbeitete in der zur Qixing-Farm gehörenden Ziegelfabrik. Nachdem sie und ihr Mann, Shi Mengchang, im Mai 1996 anfingen, Falun Dafa zu praktizieren, hörten sie auf, sich zu streiten, und ihr Familienleben harmonisierte sich. Nachdem sie ihre Veränderungen miterlebt hatten, begannen mehr als 30 Angehörige ebenfalls, Falun Dafa zu praktizieren. Dazu zählten Hans Vater, Han Zhenkui; ihr Schwiegervater, Shi Dianli; ihre Schwiegermutter, Wang Qingrong; ihre Schwägerin, Shi Xiuying und ihr Schwager, Shi Mengwen.

Die Straße vor der Ziegelei war stark beschädigt. An regnerischen Tagen war sie nur sehr schwer passierbar. Da sie keine Hilfe von der Regierung erhalten konnten, reparierten Han und mehrere lokale Praktizierende die Straße selbst. Von ihren Bemühungen berührt, schlossen sich ihnen auch einige Anwohner an.

Nachdem das kommunistische Regime Chinas 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte, wurden Han und ihr Mann mehrfach verhaftet und inhaftiert. Han wurde 183 Tage lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten. Sie wurde auch drei Jahre in einem Arbeitslager eingesperrt und einmal verurteilt. Shi wurde zweimal in einem Arbeitslager inhaftiert mit einer Gesamtdauer von fünf Jahren; sie saß eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren ab und wurde weitere zehn Monate in verschiedenen Einrichtungen festgehalten. Ihr Sohn, Shi Qilei, musste im Alter von 16 Jahren die Oberschule verlassen und begann zu arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Neben dem Ehepaar wurde auch Shis Bruder, Shi Mengwen, im November 2000 zu zwei Jahren Arbeitslager und 2008 zu fünfeinhalb Jahren und 2014 zu drei Jahren verurteilt. Als er im Gefängnis, lebte seine zehnjährige Tochter allein und hatte oft nur Instantnudeln zu essen, da ihre Mutter außerhalb der Stadt arbeitete. Die Großmutter des Mädchens, die schon über 70 ist, musste zwischen drei Orten hin- und herreisen, da sie sich um ihren Mann, ihren Enkel und ihre Enkelin kümmern musste.

Bei Shi Xiuying, der Schwester der Shi-Brüder, wurde die Wohnung mehrfach durchsucht. Sie erkrankte an Magenkrebs, als sie im Oktober 2010 in der Gehirnwäsche-Einrichtung Qinglongshan eingesperrt war. Als sie sich in Lebensgefahr befand, wurde sie freigelassen und musste sich einer Gastrektomie unterziehen, bei der drei Viertel ihres Magens entfernt wurden.

Am Boden zerstört durch die wiederholte Verfolgung der Großfamilie, verstarb Hans Vater im Januar 2012, ihr Schwiegervater 2015 und ihre Schwiegermutter im Januar 2023, sechs Monate vor Hans Tod.

Vordere Reihe, v.l.n.r.: Shi Qilei (m), Shi Dianli (m), Wang Qingrong (w), Liu Limin (die Ehefrau von Shi Qilei). Hintere Reihe, v.l.n.r.: Shi Mengwen (m), Shi Mengchang (m), Han Shujuan (w), Shi Xiuying (w)

Hans Verfolgung

Han ging am 26. Dezember 1999 zusammen mit ihrem damals 13-jährigen Sohn nach Peking, um sich für das Recht auf das Praktizieren von Falun Dafa einzusetzen. Beide wurden verhaftet und zurück in ihre Heimatstadt gebracht. Shi wurde fünf Tage lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten. Han wurde über 70 Tage lang im Gefängnis Qixing festgehalten und um 10.000 Yuan (etwa 1.400 Euro) erpresst.

Han kehrte im Januar 2001 nach Peking zurück, um erneut zu appellieren. In den nächsten Tagen fuhren über 30 Praktizierende aus Jiansanjiang ebenfalls nach Peking, um zu appellieren. Die Behörden verhafteten sie alle, brachten sie zurück und hielten sie fast einen Monat lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung fest. Sie wurden nicht einmal während des chinesischen Neujahrsfestes am 24. Januar 2001 vorübergehend freigelassen.

Han trat in den Hungerstreik, um gegen die Verfolgung zu protestieren, und wurde fünf Tage später freigelassen. Die Polizei veranlasste jedoch, dass Beamte bei ihr zu Hause blieben, um sie zu überwachen. Einen Tag später wurde sie erneut in Gewahrsam genommen und drei Jahre lang im Zwangsarbeitslager Xigemu in Jiamusi eingesperrt.

Am 10. Januar 2010 wurde sie erneut festgenommen. Der Polizeichef, Di Changkun, schlug und beleidigte sie. Sie wurde in das Polizeiauto getragen, während ihr arbeitsunfähiger über 70-jährige Vater allein zu Hause blieb. Nach über 40 Tagen Haft wurde sie freigelassen.

Han und ihr Mann wurden am 19. April 2010 erneut verhaftet. Shi wurde später in die Gehirnwäsche-Einrichtung der Stadt Wuchang gebracht und Han wurde aufgrund des starken Protests ihrer Familie noch am selben Abend freigelassen.

Ende September 2013 wurde das Paar ein weiteres Mal verhaftet und in die Gehirnwäsche-Einrichtung Qinglongshan gebracht. Han wurde gezwungen, Falun Dafa aufzugeben, und dann freigelassen. Als sie wieder zuhause war, erlitt sie einen Nervenzusammenbruch. Shi wurde dort 186 Tage lang festgehalten und brutal gefoltert, weil er sich nicht von Falun Dafa lossagte.

Am 21. März 2014 wurden vier prominente Menschenrechtsanwälte und sieben Falun-Dafa-Praktizierende festgenommen, weil sie sich für die Freilassung von Falun-Dafa-Praktizierenden eingesetzt hatten, die in der Gehirnwäsche-Einrichtung Qinglongshan inhaftiert waren. Obwohl die Anwälte und drei der Praktizierenden später freigelassen wurden, blieben vier Praktizierende, darunter der jüngere Bruder von Shi, Shi Mengwen, in Haft und wurden später zu Gefängnis verurteilt.

Aufgrund der beharrlichen Bemühungen der Familie, die Verfolgung aufzudecken, brach eine Gruppe von Beamten am 13. März 2015 in den Computerladen von Shi Qilei ein. Sie durchsuchten den Laden und beschlagnahmten vier Laptops, zwei Desktops, zehn Mobiltelefone, sieben Flash-Laufwerke und 16 Handy-Speicherkarten. Shi Mengchang und Han eilten herbei, um sich ein Bild von der Lage zu machen, und wurden dann zusammen mit ihrem Sohn auf die Polizeiwache gebracht. Nach heftigem Protest wurde das Paar vier Stunden später freigelassen; ihr Sohn kehrte gegen Mitternacht nach Hause zurück.

Shi Mengchangs Mantel wird bei der Verhaftung durch die Polizei zerrissen

Am 24. Dezember 2015 wurden Shi Mengchang, Han und ihr Sohn erneut verhaftet. Shi Qilei wurde mehr als zwei Monate lang festgehalten. Shi Mengchang wurde später zu zweieinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.800 Euro) verurteilt. Han wurde zu zwei Jahren mit vier Jahren Bewährung und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan verurteilt.

Han konnte die jahrelange Verfolgung nicht mehr verkraften, zudem trauerte sie stark um ihre verstorbenen Angehörigen. Sie starb am 30. Juli 2023.

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