Aus New York: Kultivierung – der Schlüssel bei Projektkoordination und Errettung der Menschen

(Minghui.org) Ich praktiziere Falun Dafa seit 1997, habe im Laufe der Jahre an einer Reihe von Projekten teilgenommen und bin auch als Koordinator tätig. Einige Ereignisse der letzten Zeit haben mich dazu gebracht, über eine grundlegende Frage nachzudenken: Warum sind wir wirklich hier?

Viele Praktizierende würden sagen, dass wir hierhergekommen sind, um den Meister bei der Berichtigung des Fa und der Rettung der Lebewesen zu unterstützen. Aber wenn wir darüber nachdenken, dann ist es der Meister, der das Fa berichtigt und die Menschen rettet. Unsere Priorität ist es, uns gut zu kultivieren, damit wir dem Meister besser helfen können. Als Dafa-Praktizierende in der Zeit der Fa-Berichtigung haben wir die Aufgabe, die Wahrheit zu erklären und dem Meister bei der Rettung der Menschen zu helfen. Wie gut wir unsere Aufgabe erfüllen, hängt eng mit unserem Kultivierungszustand zusammen.

Nachdem die Verfolgung in China im Jahr 1999 begonnen hatte, initiierten Dafa-Praktizierende zahlreiche Projekte, um die Brutalität der Geschehnisse offenzulegen. Im Laufe der Zeit begannen einige von ihnen, die Mitarbeit an diesen Projekten mit Kultivierung gleichzusetzen. Manche waren der Ansicht, dass die Arbeit an einem bestimmten Projekt – das sie für wichtiger hielten als andere – sie zu besseren Kultivierenden mache. Andere wiederum glaubten, dass sie sich nicht wirklich kultivieren würden, wenn sie nicht aktiv an einer Initiative für Dafa beteiligt wären.

Einige Praktizierende, die für Projekte verantwortlich sind, arbeiten sehr hart, haben es jedoch versäumt, den Projektmitgliedern ein gutes Umfeld für die Kultivierung zu bieten. Es ist zwar nicht falsch, sich den gesellschaftlichen Normen anzupassen, um die Unternehmen wettbewerbsfähiger und einflussreicher zu machen, aber fast alle Mitarbeiter der Projekte für Dafa sind Praktizierende. Die Verantwortlichen sollten die Mitarbeiter anleiten und daran erinnern, bei der Ausübung ihrer Arbeit wie Kultivierende zu denken und zu handeln – sonst kann es zu Problemen kommen. Wenn das Unternehmen zum Beispiel nur mehr Geld verdienen will, wird es Probleme mit dem Geld geben; wenn das Unternehmen nur den Verkehr und die Besucherzahlen erhöhen will, wird das nicht passieren.

Einige unserer Projekte sind mit jungen, kompetenten Praktizierenden besetzt, die die lokale Sprache gut sprechen und die Kultur besser verstehen als Praktizierende aus China. Diese jungen Leute würden bei einer Anstellung in gewöhnlichen Unternehmen mehr verdienen. Sie haben sich für die Arbeit in den Projekten entschieden, weil sie sich in ihrer Kultivierung erhöhen und ihre Mission erfüllen wollen. Wenn das Umfeld in dem Projekt ihnen jedoch bei der Kultivierung nicht helfen kann, verlassen sie vielleicht das Projekt, um einen besser bezahlten Job oder ein anderes Projekt zu finden.

Ein weiteres Problem: Ich sehe, dass Praktizierende, die an Projekten für Dafa beteiligt sind, nur selten an öffentlichen Aktivitäten teilnehmen, die Falun Dafa bekannt machen. Diese Aktivitäten werden meist von Praktizierenden durchgeführt, die erst vor Kurzem aus China gekommen sind, die westliche Kultur nicht verstehen und die lokale Sprache schlecht sprechen. Sie treten oft aggressiv auf, wenn sie Flugblätter verteilen oder für Initiativen für Dafa werben, was in der Öffentlichkeit einen schlechten Eindruck hinterlässt. Infolgedessen weigern sich manche Menschen sogar, Praktizierende an lokalen Aktivitäten teilnehmen zu lassen. Wenn das passiert, sind die Praktizierenden, die Koordinatoren sowie die Verantwortlichen für die Projekte dafür verantwortlich.

Als ich Koordinator wurde, erwartete ich, dass sich alle an die Regeln halten, und war sehr streng mit den Praktizierenden, die sich nicht an die Regeln hielten. Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass ich meinen Mitkultivierenden gegenüber nicht barmherzig und nachsichtig war.

Allmählich erkannte ich, dass die Koordination ein Weg ist, um die eigene Nachsicht zu stärken. Wenn ich ein Team von zehn Personen koordinieren will, muss ich für alle zehn tolerant sein, und wenn ich ein noch größeres Team koordinieren will, muss meine Toleranz entsprechend größer werden. Jeder Kultivierende hat seinen eigenen Weg, seinen individuellen Zustand, ein persönliches Verständnis der Prinzipien des Dafa – und steht vor unterschiedlichen Herausforderungen in der Gesellschaft. Jetzt bemühe ich mich, andere besser zu verstehen, ihnen zuzuhören – auch in Bezug auf ihre Probleme und Schwierigkeiten – und sie in der Arbeit für Dafa zu unterstützen, damit sie ihr volles Potenzial entfalten können. Ich spüre, wie sich dabei mein Geist erweitert. Das verdanke ich der Kraft des Dafa.

Mit zunehmender Verantwortung für die Koordination wächst auch mein Pflichtbewusstsein und ich weiß, dass der Meister mich nach vorne schiebt. Ich schätze diese Gelegenheiten und bin dankbar. Gleichzeitig ist mein Geist ruhiger geworden, weil ich fest an die Kraft des Dafa glaube. Ich spüre wirklich, wie großartig die anderen Praktizierenden sind. Es ist mir wirklich eine Ehre, ihnen dienen zu können.

Die Praktizierenden, die Verantwortung für Projekte tragen, stehen vor einer großen Aufgabe: Sie sollen ihre Projekte gut führen und zugleich ein positives Kultivierungsumfeld schaffen. Ich wünsche mir von Herzen, dass alle Koordinatoren die Praktizierenden gut anleiten, Herausforderungen aus der Perspektive der Kultivierung betrachten und sowohl sich selbst als auch ihre Teams an den Maßstäben eines Kultivierenden ausrichten. Sie sollten ihre Teammitglieder auch dazu ermutigen, am lokalen Fa-Lernen und an Aktivitäten teilzunehmen, damit die Praktizierenden vor Ort wirklich einen gemeinsamen Körper bilden können.

Die Welt ist in diesen letzten Tagen von viel Bösem erfüllt und wir können nicht erwarten, dass unser Kultivierungsweg ohne Hindernisse verläuft. Würden uns keine Schwierigkeiten begegnen, wie könnten wir uns dann geistig erhöhen? Wenn alle Menschen auf der Welt Dafa loben würden – worin bestünde dann noch unser Potenzial zur Erleuchtung? Und wenn es keine Störungen oder Unterdrückung gäbe, wie könnten sich dann wahre Kultivierende auszeichnen – jene, die an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht festhalten?

Die Zeit vergeht wie im Flug. Wir sollten diese Gelegenheit nutzen, indem wir das Fa mit einem ruhigen Herzen lernen und uns solide kultivieren. Wir können uns glücklich schätzen, weil wir Dafa-Praktizierende sind und dem Großen Weg folgen!

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch.