Tokio: Dokumentarfilm „State Organs“ deckt Chinas Völkermordkampagne auf

(Minghui.org) Der Dokumentarfilm „State Organs“ (Staatsorgane) wurde am 26. März 2025 in Tokio gezeigt. Mit der Vorführung dieses Films sollen die Menschenrechtsverletzungen in China aufgedeckt werden. Um die Öffentlichkeit auf das Thema der Zwangsentnahme von Organen aufmerksam zu machen, hielt zudem der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas an diesem Abend einem Vortrag zur Zwangsentnahme von Organen an politischen Gefangenen. Ziel der gesamten Veranstaltung war auch, die Zusammenarbeit innerhalb der internationalen Gemeinschaft zu fördern, damit diese Gräueltaten beendet und das Leben und die Würde der Menschen geschützt werden.

Die Produktion des Films hat etwa sieben Jahre gedauert. Der Film dokumentiert die Zwangsentnahme von Organen an Falun-Dafa-Praktizierenden durch das Regime der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh). Seit 1999 werden in China Falun-Dafa-Praktizierende brutal von der KPCh verfolgt. Der Film, der auch Augenzeugenberichte enthält, beginnt mit der schockierenden Zeugenaussage des ehemaligen Chirurgen Zheng Zhi zum Organraub an Lebenden. Darüber hinaus zeigt der Film Aufnahmen von ausländischen Menschenrechtsaktivisten, die sich als Patienten ausgaben und chinesische Krankenhäuser anriefen, um sich nach der Wartezeit für Organtransplantationen und der Frage zu erkundigen, ob die Organe von Falun-Dafa-Praktizierenden stammen.

Der Dokumentarfilm schildert auch den Schmerz der Familien vermisster Falun-Dafa-Praktizierender: Ein Vater versucht mit allen Mitteln, seinen Sohn zu retten; ein Bruder bereitet sich mental auf die Nachricht vom Tod seines Bruders vor. Das Publikum war von diesen Geschichten tief berührt.

Der Direktor von „State Organs“, Zhang Yongjin, erklärte, dass die erzwungene Organentnahme nur eine Facette der Völkermordkampagne der KPCh gegen Falun Dafa sei. Solange das totalitäre Regime bestehe, würden Menschenrechtsverletzungen vertuscht und die Zahl der Opfer weiter steigen.

Menschenrechtanwalt David Matas

David Matas spricht bei der Filmvorführung zum Publikum

Auf ihre Frage, was getan werden könne, um die Zwangsentnahme von Organen zu stoppen, bekamen die Zuhörer im Verlauf der Rede von David Matas einige Hinweise. Matas stellte in seiner Rede dar, dass Medizintechnik entwickelt worden sei, um die Gesundheit und den Lebensstandard der Menschen zu verbessern. In China werde diese Technik jedoch missbraucht und als Instrument für massive Menschenrechtsverletzungen und Massentötungen eingesetzt. Er betonte, dass die Medizinindustrie und Menschen aus allen Gesellschaftsschichten als Reaktion auf dieses Problem begonnen hätten, aktiv zu werden.

Matas referierte weiter, dass in Japan ein neues Gesetz zum Verbot des Organtransplantationstourismus gefordert worden sei und sich dort viele Menschen durch die Verbreitung von Informationen über die Gräueltaten in China engagieren würden. Die Filmvorführung unterstreiche, dass es wichtig sei, dem Problem der Zwangsentnahme von Organen nicht gleichgültig gegenüberzustehen. Jeder solle seinen Beitrag leisten. Er betonte, es sei entscheidend, dass noch mehr Menschen auf das Problem aufmerksam und durch Informationsverbreitung und Unterschriftensammlungen aktiv werden, um eine Lösung des Problems herbeizuführen.

Der durch die KPCh orchestrierte Organraub sei erstmals von aus China geflohenen Zeugen aufgedeckt worden. Auf Grundlage ihrer Aussagen seien daraufhin Ermittlungen eingeleitet worden. Um diese ungeheuerlichen Menschenrechtsverletzungen aufzudecken, seien anschließend mehrere Filme produziert worden. Obwohl es nur wenige Zeugen gebe und Beweise schwer zu beschaffen seien, hätten sich viele Menschen sehr bemüht, dieses Thema nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

David Matas

Während des Films und der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es sich bei der Zwangsorganentnahme in China um ein organisiertes Verbrechen handelt, an dem Chinas Regime beteiligt ist. Die Zwangsorganentnahme richtet sich gegen politische Gefangene und Gefangene aus Gewissensgründen – hauptsächlich gegen Falun-Dafa-Praktizierende. 

Die Aussagen von Falun-Dafa-Praktizierenden spielen eine wichtige Rolle bei der Aufdeckung der damit verbundenen Verbrechen. Sie bestätigen, dass Falun-Dafa-Praktizierende im Gefängnis Bluttests unterzogen werden und viele von ihnen danach spurlos verschwinden. 

Die Hinweise zeigen: Die Tests zur Organtransplantationsverträglichkeit werden fortlaufend durchgeführt, die Biodaten der Praktizierenden in einer riesigen Datenbank erfasst. Die als Organspender Ausgewählten werden im Zuge der Organtransplantation getötet.

Ehemaliges Mitglied des Repräsentantenhauses: Gerechtigkeit wird siegen

Hirosato Nakatugawa, ehemaliges Mitglied des Repräsentantenhauses

Jahrelang war in Japan das Thema „Organraub in China“ unbekannt. Der ehemalige Abgeordnete Hirosato Nakatsugawa beschäftigt sich seit 20 Jahren mit diesem Thema und war der Erste, der im japanischen Parlament aktiv wurde. Gemeinsam mit dem ehemaligen kanadischen Abgeordneten David Kilgour und dem Menschenrechtsanwalt David Matas führte er die Ermittlungen fort und machte die Informationen bekannt.

Aufgrund der wirtschaftlichen Beziehungen Japans zu China ist es sehr schwierig, das Thema Organraub öffentlich zu diskutieren. Daher berichten die Medien nur selten darüber. In den letzten Jahren haben jedoch die japanische Zeitung Sankei Shimbun und bestimmte Fernsehprogramme begonnen, sich dem Thema zu widmen, sodass die Öffentlichkeit zunehmend auf die Situation aufmerksam wird.

Nakatsugawa rief die Bevölkerung von Shibuya und Yokohama dazu auf, die Ernsthaftigkeit des Problems des Organraubs zu erkennen. Er warnte davor, dass in China auch Kindern Organe entnommen würden und sich dieses Problem in Zukunft noch verschärfen könnte.

Er appellierte an die japanische Regierung und forderte die Verabschiedung einer Resolution gegen China und die Verabschiedung eines Gesetzes zum Schutz der Falun-Dafa-Praktizierenden. Seine feste Überzeugung ist, dass die Gerechtigkeit siegen wird. Er werde sich weiterhin mit Nachdruck für die Lösung des Problems der erzwungenen Organentnahme einsetzen, versprach er.

Unterstützung für eine Ende der erzwungenen Organentnahme

Fumitaka Nihei, Mitglied des Bezirksrates von Koto

Yoshiaki Harada, ehemaliger Umweltminister

Die bei der Filmvorführung anwesenden japanischen Regierungsvertreter bekundeten ihre Unterstützung für ein Ende des Organraubs in China.

Nach dem Film äußerte sich der ehemalige Umweltminister Yoshiaki Harada über die Schwierigkeiten bei der Produktion eines solchen Films. Er sagte: „Nachdem ich den Film gesehen habe, finde ich, dass alle großartige Arbeit geleistet haben. Die Japaner wussten vorher nicht viel darüber.“

Filmregisseur lobt den Dokumentarfilm

Shun Coney

Shun Coney, ein Filmregisseur, lobte die herausragende Qualität und gesellschaftliche Bedeutung des Dokumentarfilms. Er sagte: „Der Dokumentarfilm fußt auf jahrelanger Recherche. Dieses herausragende Werk beleuchtet unmittelbar das erschütternde Thema der Zwangsorganentnahme in China. Es ist sehr mutig, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, die im Dunkel Chinas verborgen ist, und den Schmerz derer zu vermitteln, die nicht sprechen können.

Dieser Film lehrt uns, wie wichtig es ist, angesichts von Dingen, die menschlich und ethisch unerträglich sind, unsere Stimme zu erheben. Wir müssen uns weiterhin gegen diese Ungerechtigkeit aussprechen.“

Veranstalterin fordert die Chinas Regime eindringlich auf, die Menschenrechte zu achten

Die Organisatorin der Veranstaltung, Frau Suda

Die Organisatorin der Veranstaltung, Frau Suda, sagte: „Organtransplantationen erfordern ein hohes Maß an moralischen und ethischen Überlegungen. Insbesondere aus medizinethischer Sicht müssen die Würde und die Rechte der Organspender in höchstem Maße geachtet werden. Die chinesische Regierung scheint jedoch die Körper ihrer Bürger als Staatseigentum zu betrachten und glaubt, dass auch Organe Staatseigentum sind. Das stellt eine völlige Missachtung der Menschenrechte ihrer Bürger dar und ist absolut untragbar. Wir müssen dieses Problem gründlich verstehen und die chinesische Regierung dringend auffordern, die Menschenrechte ihrer Bürger zu respektieren.“