(Minghui.org) Weil ein Ehepaar um die 60 aus Peking an seinem Glauben an Falun Gong festhielt, wurden beide zu insgesamt 15,5 Jahren Haft verurteilt. Die Rente der Frau, ihre einzige Einkommensquelle, wurde im November 2025 eingestellt. Denn die Behörden begannen, ihre zukünftigen Rentenleistungen zur Begleichung der „Schulden“ zu verwenden, die sie bei den ihnen habe.
Kurz nachdem die Kommunistische Partei Chinas 1999 die Verfolgung von Falun Gong angeordnet hatte, wurde Wang Zicheng, ein ehemaliger Angestellter des Panfeng Hotels, entlassen und durfte keine Altersrente beantragen. Er und seine Frau, Zhang Aiping, wurden beide 2003 verhaftet und zu fünf beziehungsweise vier Jahren Haft verurteilt. Ihre beiden kleinen Kinder mussten sich während der Haft der Eltern selbst versorgen.
Wang wurde am 29. November 2009 wieder verhaftet und zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Das Paar wurde am 29. Oktober 2013 festgenommen, als es Informationsmaterialien über Falun Gong verteilte. Wang wurde im August 2014 zu fünfeinhalb Jahren und Zhang zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Nur ein Jahr nach seiner Freilassung wurde Wang am 8. Juni 2020 erneut verhaftet und zu weiteren fünfeinhalb Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von 11.000 Yuan (ca. 1.570 Euro) verurteilt.
Während Wang inhaftiert war, schikanierten die Behörden seine Frau weiterhin und forderten sie auf, die 161.886,84 Yuan (ca. 19.631 Euro) Rente zurückzuzahlen, die ihr zwischen 2014 und 2018 (dem Großteil ihrer Haftzeit) ausgezahlt worden waren. Die Behörden strichen auch die Anpassung ihrer Rente an die Lebenshaltungskosten und reduzierten ihre monatliche Rente von über 3.000 Yuan (ca. 364 Euro) auf über 2.000 Yuan (ca. 243 Euro).
Aus Angst vor weiterer Verfolgung war Zhang gezwungen, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, wonach sie die „Schulden“ in Höhe von 161.886,84 Yuan an das Sozialversicherungsamt des Bezirks Pinggu zurückzahlen musste. Sie lieh sich von ihrer Familie 56.000 Yuan (ca. 6.762 Euro) als erste Zahlung, hatte jedoch aufgrund finanzieller Engpässe Schwierigkeiten, weitere Zahlungen zu leisten.
Anfang November 2025 erhielt Zhang einen Anruf vom örtlichen Gericht, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass das Sozialversicherungsamt des Bezirks Pinggu eine Klage gegen sie eingereicht habe, in der es die Begleichung der verbleibenden „Schulden“ forderte. Sie erklärte, dass sie aufgrund der jahrelangen Verfolgung keine Zahlungen leisten könne. Das Sozialversicherungsamt stellte wenige Tage später ihre Rentenzahlungen ein. Das Gericht behauptete, dass es diese Entscheidung nach einer Anhörung getroffen habe, aber Zhang erklärte, dass sie nicht über eine Anhörung informiert worden sei.
Wang, der gerade am 7. Dezember 2025 freigelassen worden war, beantragte eine Sozialhilfe für Geringverdiener, was jedoch ebenfalls aufgrund seines Glaubens abgelehnt wurde.
Frühere Berichte:
Renten von Falun-Dafa-Praktizierenden ausgesetzt, während sie unrechtmäßig inhaftiert waren