(Minghui.org) Wang Jinfeng beendet ihre vierjährige Haftstrafe am 18. Februar 2026 (dem Tag nach dem chinesischen Neujahrsfest). Doch kann sie das Fest nicht mit ihrem Mann und ihrer Mutter feiern, da diese nacheinander im Abstand von fünf Monaten verstarben, während sie inhaftiert war.
Wang, 67, ist aus Shenyang in der Provinz Liaoning. Sie wurde am 19. Februar 2022 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verhaftet. Am 19. September 2022 wurde sie zu vier Jahren Haft verurteilt und am 30. März 2023 in das zweite Frauengefängnis der Provinz Liaoning eingeliefert. Ihre Familie wurde über den Stand ihres Falles im Unklaren gelassen. Erst am 28. April 2023 erfuhren sie von ihrer Verlegung ins Gefängnis.
Wang hielt an ihrem Glauben fest, deswegen wurde sie Folter und strenger Überwachung ausgesetzt und ihr wurden seit ihrer Inhaftierung Familienbesuche verweigert.
Im April 2023, als Wang noch in der Aufnahmeabteilung des Gefängnisses (Zweite Abteilung) inhaftiert war, wurde ihr einen ganzen Tag lang der Toilettengang verweigert. Nach ihrer Verlegung in die Zehnte Abteilung wiesen die Wärter die Mithäftlinge an, ihr den Mund zuzukleben, woraufhin sie beinahe erstickt wäre.
Im September 2023 weigerte sich Wang, nach der Zwangsarbeit ihr Gesicht scannen zu lassen. Daraufhin hielten zwei Mithäftlinge ihre Arme fest und zogen sie an den Haaren nach hinten, um ihr Gesicht für den Scan in die richtige Position zu bringen.
Die Wärter reduzierten ihre Essensrationen vier Monate lang drastisch, wodurch sie stark abmagerte.
Die Wärter und Mithäftlinge schlugen Wang nach Belieben. Sie reichte Beschwerden gegen sie ein, jedoch ohne Erfolg.
Wangs Mann Zhang You und ihre Mutter Lu Shulan
Wangs Mann Zhang You unterstützte sie beim Praktizieren von Falun Dafa, nachdem er die positiven Auswirkungen auf ihre Gesundheit miterlebt hatte. Doch nach der vom chinesischen Regime im Juli 1999 angeordneten Verfolgung geriet auch er unter enormen Druck, da Wang wiederholt wegen ihres Glaubens festgenommen und inhaftiert wurde.
Zhang war am Boden zerstört, als seine Frau im Februar 2010 zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde. Er versuchte, seinen Kummer im Alkohol zu ertränken, und stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Von seiner Familie ermutigt, überwand er seine Depression und besuchte Wang jeden Monat im Gefängnis.
Nach Wangs erneuter Verhaftung im Februar 2022 setzte sich Zhang unermüdlich für ihre Freilassung ein. Doch musste er mitansehen, wie sie zu einer weiteren vierjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Die Angst und die seelische Belastung zehrten an seiner Gesundheit. Sein Blutdruck erhöhte sich und er erlitt einen Schlaganfall.
Im September 2024 stürzte Zhang. Er verbrachte fast zwei Monate auf der Intensivstation und verstarb am 28. Oktober 2024 im Alter von 62 Jahren.
Auch Wangs Mutter, Lu Shulan, war nach der Verhaftung ihrer Tochter zutiefst besorgt. Die alte Frau erkrankte schwer und verweigerte während des chinesischen Neujahrsfestes 2023 sieben Tage lang die Nahrungsaufnahme. Als Wang von dem Zustand ihrer Mutter erfuhr, ließ sie ihr eine Nachricht zukommen und bat sie, auf ihre Rückkehr zu warten. Daraufhin erholte sich Lu wie durch ein Wunder. Sie murmelte oft: „Wann kann Jinfeng endlich nach Hause kommen?“ Am 14. März 2025, weniger als fünf Monate nach Zhangs Tod, verstarb auch Lu im Alter von 93 Jahren.
Wang wurde aufgrund des verweigerten Familienbesuchs nicht über den Tod ihres Mannes und ihrer Mutter informiert. Ihre Familie macht sich Sorgen, wie sie die Nachricht verkraften wird, wenn sie am 18. Februar 2026 entlassen wird.
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