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Einwohnerin Hebeis nach drei Jahren Zwangsarbeitslager erneut zu drei Jahren Gefängnishaft verurteilt

21. März 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Hebei

(Minghui.org) Minghui.org berichtete bereits über die rechtswidrige Verurteilung von sechs Einwohnern der Provinz Hebei durch ein Gericht in der benachbarten Provinz Shandong. Dieser Bericht liefert weitere Informationen über eine der Praktizierenden, Cheng Guijun. Sie wurde am 5. Februar 2026 in das Frauengefängnis der Provinz Shandong eingeliefert, wo sie eine dreijährige Haftstrafe verbüßen soll, die voraussichtlich im Juni 2027 endet.

Vor ihrer jüngsten Verurteilung war Cheng mehrfach festgenommen worden und verbrachte bereits drei Jahre in zwei Zwangsarbeitslagern.

Cheng Guijun

Früheste Festnahmen

Cheng Guijun aus dem Landkreis Dongguang in der Provinz Hebei begann 1998 Falun Dafa zu praktizieren. Kurz darauf erholte sie sich von häufigen Erkältungen, chronischem Durchfall sowie Bein- und Rückenschmerzen und weiteren Beschwerden. Als das kommunistische Regime im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Dafa begann, hielt sie an ihrem Glauben fest und wurde wiederholt festgenommen.

Am 15. Oktober 1999 reiste Cheng nach Peking, um für das Recht zu appellieren, Falun Dafa praktizieren zu dürfen. Sie wurde verhaftet und über Nacht im Petitionsbüro festgehalten. Am nächsten Tag holte Wang Xijie vom Polizeiamt des Landkreises Dongguang sie ab und brachte sie zurück nach Hebei. Er ließ sie im Untersuchungsgefängnis des Kreises Dongguang einsperren, wo sie geschlagen und ihr der Schlaf entzogen wurde und sie über längere Zeit stehen und Runden laufen musste. Aus Protest trat sie in den Hungerstreik, woraufhin sie gefesselt und über eine durch die Nase eingeführte Sonde zwangsernährt wurde.

Bevor ihre Familienangehörigen sie 45 Tage später nach Hause holen durften, mussten sie 8.000 Yuan (ca. 1.024 Euro) bezahlen. Am 14. Februar 2000 ging Cheng erneut nach Peking und wurde wieder festgenommen. Beamte der Polizeibehörde des Bezirks Dongcheng beschlagnahmten die 200 Yuan (ca. 26 Euro) Bargeld, die sie bei sich hatte und misshandelten sie körperlich: Sie schlugen ihr ins Gesicht und mit Schlagstöcken auf den Kopf; außerdem zwanen sie die Praktizierende, lange Zeit zu stehen.

Am nächsten Tag wurde sie zurück nach Hebei gebracht und in die Haftanstalt des Landkreises Dongguang gesperrt. Als der Wärter Li Guoying ein Falun-Dafa-Buch bei ihr fand, wurde er wütend und schlug und trat sie. Anschließend wurde sie in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Botou verlegt, wo sie täglich mehr als 17 Stunden schwere Arbeit verrichten musste.

Nach insgesamt 30 Tagen Haft wurde Cheng freigelassen, jedoch erst, als ihre Familie mehr als 400 Yuan (ca. 51 Euro) bezahlt hatte.

Im Juli 2000 wies Zhang Zhensheng, stellvertretender Leiter der Großgemeinde Dongguang, Wang Lujun und drei weitere Personen an, Cheng festzunehmen. Sie brachten sie in eine Gehirnwäsche-Einrichtung, die sich in einem Pflegeheim befand. Nach einem fünftägigen Hungerstreik wurde sie freigelassen.

Erste Haft im Zwangsarbeitslager (Januar 2001 bis Januar 2002)

Am 1. Januar 2001 reiste Cheng nach Peking und entrollte auf dem Platz des Himmlischen Friedens ein Spruchband mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut“. Die Polizei stieß sie zu Boden und schleifte sie mehr als zehn Meter über den Boden. Anschließend brachten die Beamten sie in eine Einrichtung im Bezirk Chongwen in Peking. Am nächsten Tag holte Wang von der Landkreispolizei Dongguang sie ab und brachte sie in das Untersuchungsgefängnis Dongguang zurück, wo sie täglich Streichholzschachteln bekleben musste.

Eines Morgens vor Tagesanbruch wies der Wärter Qiu Guozhang Cheng sowie weitere Praktizierende, darunter Xu Shucheng, Liu Xingrong und Xu Wenli, an, barfuß im Schnee zu stehen. Sie mussten dort drei Stunden lang mit seitlich ausgestreckten Armen verharren.

Später wurde Cheng zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt und am 11. April 2001 in das Zwangsarbeitslager Kaiping verlegt. Bei ihrer Aufnahme wurde sie durchsucht und gezwungen zu stehen. Die Wärter setzten sie weiteren Misshandlungen aus, darunter langes Stehen, Schlafentzug, Einzelhaft, Einschränkungen beim Toilettengang, begrenzte Duschmöglichkeiten sowie ein Sprechverbot.

Im Juni 2001 wurde Cheng in das Zwangsarbeitslager Gaoyang verlegt. Bei der Aufnahme wurde sie gezwungen, sich vollständig auszuziehen und durchsuchen zu lassen. In der folgenden Nacht brachten die Wärter sie in einen Raum. Sie zogen ihr Schuhe und Socken aus und fesselten ihre Füße an einen im Boden verankerten Ring. Eine Wärterin namens Liu Yamin sowie ein männlicher Wärter mit dem Nachnamen Li setzten Elektroschockstäbe ein und schockten Chengs Fußsohlen, Fußrücken und Zehen. Zudem schlugen und traten sie sie und drohten, die Folter am nächsten Tag zu wiederholen, falls sie sich weigere, Falun Dafa aufzugeben. Erst nach Mitternacht wurde sie in ihre Zelle zurück geschleift.

Anfang Juli 2001 wurde Cheng gezwungen, an einer Gehirnwäsche im Zwangsarbeitslager teilzunehmen. Der Raum war dunkel und feucht. Täglich von 5 Uhr morgens bis Mitternacht musste sie regungslos auf einem kleinen Hocker sitzen und Videos ansehen, die Falun Dafa verleumdeten. Jede noch so kleine Bewegung wurde mit Schlägen bestraft.

In einer Nacht im August 2001 befahl Hauptmann Wang Yajie acht Wärtern Cheng Guijun gleichzeitig mit mehreren Elektroschockstäben an Fußsohlen, Fußrücken und Zehen zu schocken. Zudem schlugen sie ihr ins Gesicht und traten und schlugen sie so lange, bis sie das Bewusstsein verlor.

Drei Monate später wurde Cheng aus der Gehirnwäsche entlassen und musste anschließend täglich viele Stunden schwere Arbeit verrichten. Am 1. Januar 2002 wurde sie freigelassen.

Zweite Haft im Zwangsarbeitslager (November 2002 bis November 2004)

Am 1. November 2002 wurde Cheng Guijun gemeinsam mit den Praktizierenden Dong Jianmin und Fan Zongxin von den Polizeibeamten Gong Jingwen und Guo Rui von der Landkreispolizei Dongguang festgenommen. Die 11.800 Yuan (ca. 1.511 Euro) Bargeld, die Cheng bei sich hatte, wurden beschlagnahmt.

Die drei Praktizierenden wurden zur Verkehrspolizei Landkreispolizei Dongguang gebracht. Dort wurden sie jeweils auf einem Metallstuhl fixiert, wobei ihre Hände hinter den Rücken der Stühle gefesselt wurden. Fünf Tage lang wurde ihnen der Schlaf entzogen. Sobald sie die Augen schlossen, wurden sie geschlagen.

Am 5. November 2002 brachte die Polizei die Praktizierenden in die Haftanstalt des Landkreises Dongguang. Fünfzehn Tage später wurde Cheng erneut zur Verkehrspolizei gebracht. Gong und Guo folterten sie gemeinsam mit vier Beamten der Staatssicherheit der Stadt Cangzhou, darunter Che Li, Jia und Wang Yixin. Sie fixierten sie erneut auf einem Metallstuhl und entzogen ihr den Schlaf. Wang verbrannte ihr die Finger mit einem Feuerzeug, goss Wasser über ihr Gesicht und stach ihr mit einem Schlüssel in die Rippen.

Fünf Tage später wurde Cheng zur Anti-Aufruhr-Abteilung der Staatssicherheit der Stadt Cangzhou gebracht. Am folgenden Tag wurde sie wieder in das Untersuchungsgefängnis des Kreises Dongguang zurückgebracht.

Im Dezember 2002 wurde Cheng zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in das Arbeitslager Kaiping verlegt. Dort war sie verschiedenen Misshandlungen ausgesetzt, darunter Schläge, Schlafentzug, Zwangsernährung, Elektroschocks sowie Seilfesseln.

Als sie aus Protest in den Hungerstreik trat, wurde sie von ihrem Bett auf den Boden geworfen. Die Wärter schlugen ihr ins Gesicht und zerrten sie in ein Büro. Dort banden sie sie an einen Stuhl und verweigerten ihr die Toilettennutzung. Zweimal täglich wurde sie zwangsernährt. Der Ernährungsschlauch wurde wiederholt grob durch ihre Nase oder ihren Mund eingeführt und herausgezogen, was starke Blutungen verursachte.

Am 1. November 2004 wurde Cheng Guijun freigelassen.

Frühere Bereichte:

Six Hebei Residents Jailed in Shandong Province for Their Faith in Falun Gong

Sechs Einwohner der Provinz Hebei verurteilt, nur weil sie Falun Dafa praktizieren

Mindestens 13 Falun-Dafa-Praktizierende werden weiterhin im Untersuchungsgefängnis der Stadt Dezhou festgehalten (Provinz Shandong)

Sechs Einwohner in Shandong vor Gericht gestellt – Verteidiger und Anwalt werden Zutritt verwehrt

Sechs Praktizierende strafrechtlich verfolgt, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatten