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Zwangsarbeit während dreijähriger Internierung

13. April 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der chinesischen Provinz Hebei

(Minghui.org) Ein Mann aus der Stadt Baoding in der Provinz Hebei wurde während einer dreijährigen Haftstrafe wegen seines Glaubens an Falun Dafa gefoltert.

Shi Zongxi wurde erstmals am 13. Februar 2020 festgenommen. Es gelang ihm, aus dem Polizeigewahrsam zu fliehen und unterzutauchen. In den darauffolgenden Monaten wurde er noch zweimal verhaftet und jedes Mal wieder freigelassen.

Im Mai 2021 rief die Polizei Shis Sohn an und versprach, seinen Vater von der Strafverfolgung freizusprechen, wenn er sich melden würde, „um seinen Fall vom letzten Jahr abzuschließen“. Sein Sohn glaubte der Polizei und forderte seinen Vater nachdrücklich auf, der Anordnung nachzukommen. Shi begab sich daraufhin am 27. Mai auf die Polizeiwache, wurde jedoch verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis des Bezirks Mancheng gesperrt.

Die Lebensbedingungen in der Haftanstalt waren sehr schlecht. Es gab kein warmes Wasser zum Duschen und das Essen bestand hauptsächlich aus gedämpften Brötchen und eingelegtem Gemüse. Die Bettlaken waren dünn und schmutzig und die Holzbetten nur spärlich gepolstert.

Shi stand am 17. Februar 2023 vor dem Bezirksgericht Shunping. Seine Frau war die einzige Angehörige, die den Gerichtssaal betreten durfte. Die beiden Anwälte plädierten in seinem Namen auf nicht schuldig. Sie waren schockiert, als sie feststellten, dass der Staatsanwalt den bereits 2018 verstorbenen Dorfbewohner Shi Lianyou (nicht mit ihm verwandt) als Zeugen gegen ihren Mandanten aufführte. Es ist unklar, ob dessen „Zeugenaussage“ als zulässiges Beweismittel gewertet wurde, als der Richter Monate später das Urteil verkündete und Shi zu drei Jahren Haft verurteilte.

Shi legte Berufung beim Mittleren Gericht der Stadt Baoding ein, welches jedoch das ursprüngliche Urteil bestätigte.

Am 3. Juli 2023 wurde Shi ins Gefängnis Dingzhou gebracht, das ihn jedoch nicht aufnahm. Daraufhin fuhr die Polizei mit ihm zurück in die Haftanstalt. Am 18. Juli 2023, wenige Tage bevor die Wärter ihn in die vierte Abteilung des Gefängnisses Jidong verlegten, verlangte Shi, seine Familie zu sehen. Die Wärter lehnten seine Bitte mit der Begründung ab, er habe sich nicht von Falun Dafa losgesagt.

Auf dem Weg zum Gefängnis legten die Wärter der Haftanstalt Shi die schwersten Handschellen und Fußfesseln an. In den zwei Monaten seiner Inhaftierung in der Haftanstalt hatten ihn mehrere Wärter aufgefordert, Falun Dafa aufzugeben, aber Shi weigerte sich. Außerdem stellte er fest, dass die Haftanstalt über 800 Yuan von seinem Kantinenkonto einbehalten und den Betrag seiner Familie – wie versprochen – nie zurückerstattet hatte.

Zwangsarbeit

Später wurde Shi in die fünfte Abteilung des Gefängnisses Jidong verlegt. Dort musste er jeden Tag mehr als zehn Stunden unentgeltliche Arbeit verrichten. Außerdem musste er nach dem Mittagessen sowie nachts mehrere Stunden Wache halten. Das Essen bestand aus gedämpften Brötchen sowie gekochtem und eingelegtem Gemüse.

Da Shi standhaft an seinem Glauben festhielt, wurden ihm Familienbesuche und Bareinzahlungen auf sein Gefängniskonto verweigert. Einmal reisten seine Frau und sein Sohn einen weiten Weg, um ihn zu besuchen, doch die Wärter wiesen sie ab.

Die Wärter übten abwechselnd Druck auf Shi aus, aber er blieb seinem Glauben treu. Im Februar 2024 versuchte Peng Sun, der Leiter der Zweiten Abteilung, Shi dazu zu bringen, mehrere Erklärungen zu unterzeichnen, in denen er auf Falun Dafa verzichten und es anprangern sollte. Shi kooperierte nicht. Zur Strafe reduzierte Peng seine Essensrationen um die Hälfte und wies den Zellenleiter Hou Jinsuo an, ihn zu überwachen.

Auf Shis Frage, warum er ihn verfolge, antwortete Hou, dass er nicht mehr Zellenleiter sein könne, wenn er den Befehlen der Wärter nicht Folge leiste.

Shi wurde am 11. Mai 2024 freigelassen.

Frühere Berichte:

60-Jähriger wegen seines Glaubens zu drei Jahren Haft verurteilt (Provinz Hebei)

Staatsanwalt führt längst verstorbenen Dorfbewohner als Zeugen gegen Falun-Dafa-Praktizierenden an