(Minghui.org) Minghui.org berichtete zuvor bereits über die vierjährige Haftstrafe einer 67-jährigen Frau in der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning, zu der sie wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verurteilt worden war. Die Haftstrafe von Wang Jinfeng endete am 18. Februar 2026, doch das Zweite Frauengefängnis der Provinz Liaoning stellte ihre Entlassungsbescheinigung nicht wie gesetzlich vorgeschrieben aus, weil sie sich weigerte, Falun Dafa aufzugeben.
Darüber hinaus entsandte das Gefängnis Sun Lele und Shi Wanzhu, zwei Beamte der zehnten Abteilung, um Wang zurück zur Polizeistation der Stadt Xiaochengzi im Kreis Kangping zu begleiten, wo ihr Haushalt registriert war. Die Polizeistation hatte angeboten, jemanden zum Gefängnis fahren zu lassen, um ihr die unterschriebenen Papiere zu übergeben, damit ihre Familie sie direkt vom Gefängnis abholen konnte. Das Gefängnis erhob Einspruch.
Die Fahrt dauerte über zwei Stunden und schließlich kamen sie gegen 11 Uhr auf der Polizeiwache an. Eine Beamtin befahl Wang, eine Garantieerklärung zu unterschreiben, in der sie auf Falun Dafa verzichtet. Sie weigerte sich, dem nachzukommen. Jemand von ihrer Familie, die dem Gefängnisfahrzeug zur Polizeistation gefolgt war, unterschrieb in ihrem Namen, weil sie sie unbedingt nach Hause bringen wollten.
Als Wang nach Hause zurückkehrte, erfuhr sie, dass ihr Mann und ihre Mutter im Abstand von Monaten zwischen Ende 2024 und Anfang 2025 gestorben waren.
Die Tortur, die Wang durchleben musste, war auf ihre Verhaftung am 18. Februar 2022 zurückzuführen. Am 19. September desselben Jahres wurde sie zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt und am 30. März 2023 in das Zweite Frauengefängnis der Provinz Liaoning überstellt. Nachfolgend finden Sie ihren persönlichen Bericht über die Misshandlungen, denen sie während ihrer Haft ausgesetzt war.
Am 30. März 2023 wurde ich in das Zweite Frauengefängnis der Provinz Liaoning verlegt. Im hauseigenen Krankenhaus Xinkang wurde mein Blutdruck zweimal gemessen und man stellte fest, dass die systolischen Druckwerte 182 und 179 mmHg betrugen. Auch andere Gesundheitsindikatoren waren abnormal.
Die Gefängniswärter forderten mich auf, eine Erklärung zu unterschreiben, wonach ich auf eigene Verantwortung auf die Einnahme von Medikamenten verzichtete. Auf diese Weise wollte sich das Gefängnis von jeglicher Haftung befreien, falls mir etwas zustoßen würde. Ich weigerte mich zu unterschreiben. Daraufhin setzte der Wärter Han Wanming vom ersten Untersuchungsgefängnis der Stadt Shenyang ohne meine Zustimmung meinen Namen unter die Erklärung. Anschließend wurde ich offiziell ins Gefängnis überstellt.
Nachdem ich das Aufnahmeverfahren durchlaufen hatte, wurde ich in die zweite Abteilung für neu aufgenommene Häftlinge eingeteilt. Am nächsten Tag befahlen die Wärter den über 100 neuen Insassen, auf einem Bein zu knien und die Gefängnisregeln aufzusagen. Ich weigerte mich, dem nachzukommen und wurde in eine Wachstube gebracht.
Drei Insassen, darunter eine Frau namens Xu Mengmeng, wurden in die Wachstube gerufen und angewiesen, mich zu misshandeln. Sie hielten mich fest, zogen mir die Socken aus und stopften sie mir in den Mund. Sofort bekam ich kaum noch Luft. Die Wärter beschwerten sich immer wieder über meinen „Ungehorsam“.
Ungefähr eine halbe Stunde später wiesen die Wärter die Insassen an, mir die Socken aus dem Mund zu nehmen, und ich wurde in meine Zelle gebracht. In den nächsten zwei Tagen durfte ich die Toilette nicht benutzen. Mein Bauch war extrem aufgebläht und ich ließ vier Mahlzeiten aus. Die Teamleiterin dachte, ich befände mich im Hungerstreik, erlaubte mir aber später, die Toilette zu benutzen, als ich erklärte, wie ich gezwungen wurde, meinen Urin zurückzuhalten.
In der fünften Nacht nach meiner Überstellung ins Gefängnis weigerte ich mich, einen Fragebogen auszufüllen, der lauter Fragen enthielt, die Falun Dafa verleumdeten.
Der Ausbilder Chu Jiajia versetzte mich am 6. April 2023 in Team vier der zehnten Abteilung. Die Gruppenleiterin Li Xiaoyi, die in der Wachstube auf mich wartete, befahl mir, in die Hocke zu gehen und die Gefängnisregeln aufzusagen. Ich weigerte mich. Chu und Li drückten mich zu Boden und befahlen mir, eine Erklärung zu schreiben, in der ich Falun Dafa abschwöre. Ich blieb standhaft. Li drückte mir einen Stift in die Hand, konnte mich aber auch nach einer halben Stunde nicht zur Gefügigkeit bewegen.
An diesem Tag musste ich Zwangsarbeit leisten. Danach wies Gruppenleiterin Yong Yi die Gefangene Li Hui an, mich in die Wachstube zu bringen, wo ich bis 21.30 Uhr stehen musste. Zurück in meiner Zelle bekam ich weder Abendessen noch durfte ich mich waschen oder die Toilette benutzen. Am nächsten Tag musste ich wieder stehen und durfte erneut nicht auf die Toilette.
Diese Routine wiederholte sich über ein Jahr lang täglich. Das lange Stehen (über 15 Stunden täglich) führte zu extremen Schwellungen in meinen Beinen und Knöcheln. Ich hatte oft Schmerzen und Taubheitsgefühle und konnte kaum gehen.
Am 7. April 2023 wurde ich um 6 Uhr morgens ins Werkstattbüro gerufen. Gruppenleiterin Li Xiaoyi und Abteilungsleiterin Lu Wei befahlen mir, in die Hocke zu gehen und die Gefängnisregeln aufzusagen. Ich weigerte mich, woraufhin Lu mich zu Boden stieß, sodass mein Kopf auf den Ziegelboden aufschlug. Lu befahl mir aufzustehen. Sie kniff mich mit ihren langen Fingernägeln, was mir unerträgliche Schmerzen bereitete. Schließlich riss sie mich hoch und warf meine Maske in den Mülleimer. Immer wieder forderte sie mich auf, eine Erklärung zu schreiben, in der ich Falun Dafa abschwöre. Ich weigerte mich, und sie befahl mir, ihr Büro zu verlassen.
Lange Zeit bekam ich kaum etwas zu essen. Manchmal waren nur wenige Reiskörner in meiner Schüssel. Das Ei, das mir gegeben wurde, nahm mir immer die Gefangene Li Hui weg.
Am 19. Juli 2023 gegen 20 Uhr zeigte die Gruppenleiterin Cheng Xi mit dem Finger auf mich und schrie: „Gebt ihr nur die Hälfte der Essensportion!“ Ich protestierte gegen die Schikane, woraufhin sie die Gefangenen Li Hui, Li Lihua, Wang Ying und Wang Xiaoxi anwies, mich in ihr Büro zu zerren. Sie rissen mir drei Knöpfe vom Hemd, und an meinen Armen bildeten sich viele große, violette Blasen.
Ein anderes Mal zerrte mich Li Hui wiederholt vom Hocker und schleifte mich über den Boden bis in die Lobby. Viele Wärter sahen das, aber keiner unternahm etwas, auch nicht der Gefängnisdirektor und der Abteilungsleiter. Weil ich mich weigerte, die Karte am Bett und die Inventarliste an die Wand zu hängen, legte Li sie auf mein Bett. Ich riss sie herunter, und sie schlug mich. Teamleiterin Yong Yi beschimpfte mich.
Fast zwei Jahre lang durfte ich keine Dinge des täglichen Bedarfs kaufen. Am 3. Oktober 2024 willigte ich schließlich ein, dass mein Name und meine Gefangenennummer auf den Rücken meiner Gefängnisuniform geklebt wurden. Erst dann durfte ich Dinge des täglichen Bedarfs im Wert von bis zu 180 Yuan (etwa 22 Euro) pro Einkauf erwerben. Manchmal erlaubte mir Lin Xue nicht einmal, einen Cent auszugeben.
Eines Tages zerrten mich mehrere Häftlinge in das Büro der Gruppenleiterin Cheng Xi. Sie fesselte meine Handgelenke mit Klebeband und versuchte, mich daran aufzuhängen. Doch das Klebeband löste sich, sodass sie davon abließ. Anschließend klebte sie mir Nase und Mund zu. Ich bekam keine Luft mehr und verlor das Bewusstsein. Daraufhin entfernte sie das Klebeband und wies die Gefangene Wang Ying an, meine Augenlider gewaltsam auseinanderzuziehen.
Als ich keine Reaktion zeigte, kam Cheng selbst und versuchte, mir gewaltsam die Augen zu öffnen. Dabei kam ich wieder zu mir. Sie riss mich hoch und schlug mir wiederholt ins Gesicht.
Cheng trat mir mit ihren Lederschuhen auf die Knie und die Innenseiten meiner Arme. Außerdem trat sie mir über eine halbe Stunde lang gegen die Beine und kniff mich mit ihren Fingernägeln in die Arme. Ich war am ganzen Körper mit blauen Flecken übersät.
Nach den Schlägen ordnete Cheng an, dass ich weder Essen noch andere Vergünstigungen für Gefangene erhalten dürfe. Eine Mitgefangene hatte Mitleid und bat eine andere Gruppenleiterin um Erlaubnis, mir etwas zu essen zu geben. Als Cheng davon erfuhr, geriet sie in Wut und sagte, dass mir ohne ihre Anweisung niemand mehr etwas zu essen geben dürfe. So bekam ich sechs Tage lang nichts zu essen. Danach befahl mir Cheng, Videos anzusehen, die Falun Dafa verunglimpften, was ich entschieden ablehnte.
Später befahlen mir die Wärterinnen, stundenlang zu stehen, was ich verweigerte. Gruppenleiterin Yong Yi wies die Mitgefangene Li Hui und andere an, mich in ihr Büro zu tragen. Ich blieb auf dem Boden liegen und weigerte mich aufzustehen.
Am 6. Juli 2024 verweigerte ich die Zwangsarbeit, woraufhin Cheng mich in ihr Büro zerrte. Sie kratzte mir mit ihren scharfen Fingernägeln die Arme, bis ich blutete. Ich habe noch heute vier sichtbare Narben.
Am 7. Juni 2024 verweigerte ich wie üblich den Appell. Abteilungsleiterin Meng Xiangyu befahl allen, den Appell wiederholt durchzuführen, um ihren Hass auf mich zu schüren.
Die Gefangene Pan Na beschimpfte mich und schlug mir mit der Faust ins Gesicht und auf den Kopf. Sie ohrfeigte mich und zog mich an den Haaren. Meng sah alles, unternahm aber nichts, um Pan aufzuhalten. Gruppenleiterin Cheng und Abteilungsleiterin Zhou gingen einfach weg. Eine andere Gruppenleiterin, Heng Shuai, lief in der Nähe herum. Ich fragte Meng und Heng, warum sie Pan nicht dafür bestraft hatten, dass sie mich geschlagen hatte. Sie schwiegen.
Am 8. November 2025 beschimpfte mich die Gefangene Li Xue wüst, als ich in der Werkstatt die Toilette benutzte. Nachdem ich fertig war, schlug sie mir plötzlich mit der Faust heftig in den Rücken. Ich wehrte mich, woraufhin sie mich am Kragen packte und einen Hocker über einen Meter weit wegstieß. Sie schrie: „Nimm den Hocker weg, sonst lasse ich Wen Yuhan dich totschlagen!“
Ich ging zurück zur Toilette, um meine Wasserflasche zu holen, die ich dort gelassen hatte. Die Gefangene Wen kam herüber und kniff mir so fest in die Wangen, dass mir ein Backenzahn ausgeschlagen wurde und mein Mund voller Blut war. Während Ausbilderin Li Shuying einer Gefangenen Medikamente verabreichte, schritt sie nicht ein, sondern schrie mich an: „Was machst du da?“ Ich spuckte Blut auf den Boden, und sie schrie erneut: „Wer hat dir gesagt, dass du auf den Boden spucken sollst?“
Später packte Wen mich wieder am Kragen und schlug mich. Viele Insassinnen hielten es nicht mehr aus und griffen ein. Erst dann hörte sie mit der Gewalt auf. Von da an stiftete Lin Xue Li Ziqi an, mir täglich von der Insassin Gong Yumei Essen bringen zu lassen, wobei sie mir jedes Mal nur eine kleine Portion gab und mich weiterhin quälte, indem sie mich hungern ließ. Lin Xue nutzte ihre Position als Produktionsleiterin in Team vier aus, um zu tun, was sie wollte, und erpresste und forderte Dinge von den anderen Insassinnen. Jeder, der einkaufen ging, musste ihr Obst, Würstchen, Brathähnchen usw. kaufen. Auch diejenigen, die entlassen werden sollten, wurden gezwungen, Dinge für sie zu kaufen, sonst würde sie ihre Entlassung verhindern.
Einmal, an einem Wintertag, erlaubte mir die Insassin Li Hui nicht, eine Jacke anzuziehen. Gruppenleiterin Sun Jinhui fragte mich, warum ich mich weigerte, in die Werkstatt zu gehen. Ich sagte, Li habe meine gesamte Kleidung versteckt. Sun meinte, ich könne später mit der Gruppenleiterin Cheng sprechen, und lockte mich so in die Werkstatt. Cheng war jedoch nicht da. Am Ende zitterte ich den ganzen Tag vor Kälte.
Ein anderes Mal rollte Li Hui absichtlich die gesamte Bettwäsche auf meinem Bett zusammen und warf sie unter das Bett, sodass ich eine halbe Stunde lang auf der Bettlatte schlafen musste, bevor sie mir erlaubte, die Bettwäsche herauszuholen und wieder auf das Bett zu legen.
Manchmal wurde ich bestraft, indem man mir eine Woche lang das Waschen verweigerte. Selbst an den heißesten Sommertagen, wenn ich stark roch, durfte ich nicht duschen. Die längste Zeit ohne Waschen dauerte zwei Monate, mitten im Sommer.
Durch körperliche Folter und jahrelangen Hunger war ich nur noch Haut und Knochen. Drei Monate und zwanzig Tage vor meiner Entlassung planten die Mithäftlinge Lin Xue und andere, mich in eine Wachstube zu zerren und zu verprügeln. Ich meldete dies sofort der Aufseherin Li Shuying, die gerade Medikamente austeilte. Sie ließ die Teamleiterin Zhang Rui mit mir sprechen. Ich erzählte ihr von der Brutalität, die mir Lin Xue und Wen Yuhan angetan hatten, unter anderem, dass mir ein Backenzahn ausgeschlagen worden war. Ich forderte, dass das Gefängnis für meine Sicherheit sorge und solche Vorfälle künftig verhindere. Das Gefängnis gab nie öffentlich bekannt, dass gegen die Täter Disziplinarmaßnahmen ergriffen wurden.
Während meiner fast dreijährigen Haftzeit wurde mir nur ein einziger Familienbesuch (von meinem Sohn) gestattet, und monatliche Telefonate mit meiner Familie wurden mir gänzlich verweigert.
Ich sollte am 18. Februar 2026 um 9.30 Uhr entlassen werden, doch die Ausbilder Sun Lele und Shi Wanzhu brachten mich zusammen mit einem Fahrer dorthin, wo ich gemeldet war. Meine Familie folgte dem Gefängnisfahrzeug und unterzeichnete eine Erklärung, dass ich Falun Dafa abschwor, da sie mich unbedingt nach Hause holen wollten.
Nach meiner Rückkehr erfuhr ich, dass meine Mutter und mein Mann am 28. Oktober 2024 bzw. am 14. März 2025 gestorben waren. Beide waren durch meine Haftstrafe traumatisiert. Dass sie mich im Gefängnis nicht besuchen durften, verschlimmerte ihren ohnehin schon angeschlagenen Gesundheitszustand noch mehr. Mein Mann erlitt einen Schlaganfall und starb zwei Monate später.
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