Verbrechen im Masanjia Arbeitslager machen erneut international Schlagzeilen

(Minghui.org) Auf den Titelseiten internationaler Tageszeitungen wurde kürzlich über einen SOS-Brief berichtet, der in einer Packung mit Dekorationsartikeln für Halloween versteckt war, die im Masanjia Arbeitslager im Nordost-China hergestellt worden waren.

Dieser SOS-Brief wurde in einer Packung mit Dekorationsartikeln für Halloween gefunden

CNN veröffentlichte die Geschichte am 6. November auf der Homepage. Dieses Mal wurde Herr Zhang, der Falun Gong-Praktizierende, der den SOS-Brief geschrieben hatte, identifiziert und in Peking befragt.

Der Brief machte im Dezember 2012 zum ersten Mal international Schlagzeilen, als Frau Julie Keith von Oregon ihn auf ihrer Facebook-Seite postete. Dies führte zu einem Artikel auf der Titelseite in einer lokalen Zeitung von Oregon. Frau Keith entdeckte in einer Packung mit Dekorationsartikeln für Halloween den SOS-Brief. Der Brief enthüllte den Ursprung der Artikel und beinhaltete einen Hilferuf. Viele große Medien, einschließlich die New York Times, veröffentlichten den Bericht.

Infolge des SOS-Briefes wurde Masanjia, das berüchtigte Arbeitslager in China, bei vielen Amerikanern bekannt. Das brutale Zwangsarbeitslager-System in China wurde in den Köpfen der Menschen anschaulich und real, anstatt ein fernes Konzept oder eine nebelhafte, unklare Information zu sein.

Sklaverei in Masanjia

Das Masanjia Arbeitslager steht an der Spitze der Verfolgung von Falun Gong in China, seit sie vor 14 Jahren begann.

Frau Wang Chunying, eine Falun Gong-Praktizierende, die jetzt im Stadtgebiet von Washington DC wohnt, wurde zweimal im Masanjia-Arbeitslager festgehalten, insgesamt über fünf Jahre.

Frau Wang Chunying demonstriert bei einer Kundgebung in Long Beach, Kalifornien, die Folterungen, die sie im Masanjia Zwangsarbeitslager ertragen musste

Als Frau Wang die Geschichte von Herrn Zhang, der den SOS-Brief geschrieben hatte, hörte, erinnerte sie sich an ihr eigenes Leiden in Masanjia:

„Als ich 2002 und 2005 in Masanjia inhaftiert war, sperrte man mich mit vielen Menschen in einen kleinen Raum. Er war total überfüllt. Über 26 Personen wurden in einem Zimmer festgehalten, indem ein Etagenbett neben dem andern stand. Die Wärter im Arbeitslager teilten drei Personen für zwei nebeneinanderstehende Betten ein. Einige mussten daher im Zwischenraum, also zwischen den zwei Betten schlafen. Ich war eine davon. Ich konnte überhaupt nicht richtig schlafen“, sagte Frau Wang.

„Anders, als normale Insassen, gingen wir Falun Gong-Praktizierende nicht in eine Werkstatt, um Zwangsarbeit zu verrichten. Stattdessen wurde das Zimmer, in dem wir festgehalten wurden, also unser Schlafraum, als Werkstatt und Abstellraum benutzt. Wir mussten Arrangements aus Plastikblumen für den Export herstellen. Der Klebstoff, den wir benutzten war sehr giftig. Wir mussten uns an zwei Seiten der Kartons aufstellen und an den Produkten arbeiten.“

„Wir durften nicht miteinander sprechen. Täglich mussten wir 11 Stunden arbeiten und oft Überstunden machen, wenn ein Auftrag nicht schnell genug fertig wurde. Zusätzlich zur hohen Arbeitsintensität, liefen im Zimmer zum Zwecke der Gehirnwäsche ständig Falun Gong verleumdende Informationen.“

„Die Produkte wurden in einer Ecke des Raumes gelagert. Die Luft im Zimmer war erfüllt vom Geruch des giftigen Klebstoffs. Viele von uns waren auf diesen giftigen Kleber allergisch. Bei einigen Praktizierenden bildeten sich dadurch blaue Flecken auf der Haut. Ich musste sehr stark husten und manchmal hustete ich sogar Blut.“

Gewalt und Folter

Zwangsarbeit ist nur eine Methode der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), um Falun Gong-Praktizierende zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben.

Herr Zhang, der den SOS-Brief geschrieben hatte, wurde zweieinhalb Jahre im Arbeitslager festgehalten. In seinem Interview mit CNN beschrieb er die Sklavenarbeit in Masanjia als „eine Flucht aus der schrecklichen Gewalt“. Das Masanjia Arbeitslager ist berüchtigt für seine Foltermethoden, die es an den Falun Gong-Praktizierenden anwendet.

Einmal wurde Frau Wang Chunying 16 Stunden lang mit Handschellen zwischen zwei Etagenbetten gefesselt. Die Wärter verstärkten ihren Schmerz, indem sie die Betten auseinander traten und die Handschellen strafften, die ihr bereits in die Haut schnitten.

Folternachstellung: Streckfolter zwischen zwei Etagenbetten

In einem früheren Interview berichtete sie Einzelheiten über die Folter: „Weil ich mich im Dezember 2007 weigerte, ein Formular für Häftlinge zu unterschreiben, fesselten mich die Wärter mit Handschellen zwischen zwei Etagenbetten mit Metallrahmen. Meine rechte Hand wurde am oberen Bettgestell befestigt und meine linke Hand an der unteren Schlafkoje eines anderen Stockbettes.“

„Ich konnte weder stehen noch hocken. Die Handschellen waren sehr eng um meine Handgelenke angelegt. Obwohl es in Winter in Shenyang sehr kalt ist, ca. minus 17-18 °C, hatte ich so große Schmerzen, dass ich schwitzte. Meine Hände waren bald angeschwollen und verletzt.“

„Sie wollten mich zwingen eine Garantieerklärung zu unterschreiben, ( Falun Gong nicht mehr zu praktizieren) aber ich weigerte mich. So setzen sie die Folter fort. Sie gaben mir weder etwas zu essen, noch etwas zu trinken und ich durfte auch nicht zur Toilette gehen. Wie oben beschrieben, wurde ich 16 Stunden lang gestreckt. Ich hatte an über einem Dutzend Stellen meines Körpers Schnittwunden, einschließlich an meinen Handgelenken, die mit Krusten bedeckt waren.“

Die Streckfolter wurde auch an einem einzelnen Stockbett durchgeführt. Frau Wang war einer ähnlichen Folter ausgesetzt, wie unten illustriert wird.

Folternachstellung von Masanjia: Streckfolter an einen einzelnen Etagenbett

Sexueller Missbrauch und Folter

Wenn die Streckfolter in Verbindung mit sexuellem Missbrauch stattfindet, sind die Demütigungen, der Schmerz und das Leid des Opfers überwältigend.

Herr Niu Jinping, ein Falun Gong-Praktizierender aus Peking enthüllte am 21. Mai 2006, der internationalen Gemeinschaft, die Verfolgung seiner Ehefrau Frau Zhang Lianying, als er mit dem Vizepräsidenten des europäischen Parlaments Herr Edward McMillan-Scott sprach. Herr McMillan-Scott war nach China gegangen, um die Verfolgung von Falun Gong zu untersuchen. 2008 wurde Frau Zhang Lianying wieder verhaftet und im Masanjia Arbeitslager festgehalten.

Frau Zhang berichtete später über die Folterungen, denen sie ausgesetzt war: „Wegen meines beharrlichen Glaubens an Falun Gong wurde ich über 20 Mal einer Streckfolter ausgesetzt. Sie ließen mich einige Tage lang an Handschellen hängen und streckten mich. Meine Kleidung war schweißdurchnässt und durch die langanhaltende, qualvolle Folter fielen meine Haare aus.“

„Manchmal zerrissen sie meine Kleidung und ich hing halbnackt dort. Die Leiterin des ‚Spezial-Überwachungsteams‘ riss an meinen Brustwarzen und schlug mich mit einem Holzbrett, bis ich bewusstlos wurde. Eine Wärterin mit Nachnamen Pan, nahm mich auf Video auf und sagte: ‚Ich filme dich nackt. Ich werde den Film zur Minghui-Webseite schicken, damit ihn alle sehen können.‘“

Im Oktober 2013 veröffentlichte Minghui.org einen persönlichen Bericht von Frau Yin Liping, in dem sie den schweren sexuellen Missbrauch, den sie in Masanjia erlitt, schilderte: „Ich zittere noch heute, wenn ich daran zurückdenke, wie ich im Arbeitslager in eine Zelle mit Männern gesperrt wurde“ http://de.minghui.org/artikel/75890.html

Frau Cai Guoxian aus der Stadt Songyuan, Provinz Jilin, wurde im Frauen-Zwangsarbeitslager in Jilin festgehalten. Sie erinnerte sich, wie der Leiter des Arbeitslagers sie anschrie: „Wir haben 108 Foltermethoden! Glauben Sie, dass Sie hier lebendig rauskommen?“

Der Betrieb von Zwangsarbeitslagern ist nur eine von vielen Methoden, die bei der Verfolgung von Falun Gong genutzt werden. Auch wenn die Zwangsarbeitslager in China geschlossen werden, geht die Verfolgung von Falun Gong weiter. Falun Gong-Praktizierende werden unter der brutalen Verfolgungspolitik der KPCh weiterhin in Gefängnissen, Gehirnwäsche-Einrichtungen und psychiatrischen Kliniken gefoltert und misshandelt.