Familienbesuch im Gefängnis verboten, weil Praktizierende keine „Gedankenberichte“ schreibt (Provinz Liaoning)

(Minghui.org) Die Falun Gong-Praktizierende Niu Guifeng wird derzeit in der Abteilung Nr. 2 des Frauengefängnisses der Provinz Liaoning festgehalten. Ihre Familie besuchte sie vor kurzem und man erklärte ihr, dass sie sie in Zukunft nicht mehr sehen würde, wenn sie sich weiterhin weigere, einen monatlichen „Gedankenbericht“ zu schreiben.

Frau Niu wird täglich gezwungen, Sklavenarbeit zu verrichten. Es ist eine große Qual für sie, da sie durch die brutalen Schläge von Polizisten starke Schmerzen im Arm hat und beide Beine geschwollen sind.

Frau Niu Guifeng

Verhaftet und heimlich verurteilt

Am 19. Juli 2012 war Frau Niu von Beamten der Polizeiwache der Straße Xinchengzi festgenommen worden. Am Morgen des 17. Januar 2013 wurde sie vom Bezirksgericht Shenbei verurteilt. Während des Verfahrens offenbarte Frau Niu, dass die Polizisten in der Polizeiwache sie im September 2012 in einen Raum gebracht, die Jalousien heruntergelassen, ihr den Mund bedeckt und sie geschlagen hätten, um ihr ein Geständnis zu entlocken.

Frau Niu wurde am 27. Februar 2013 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Weder ihre Anwälte noch ihre Familie waren über die Strafe informiert worden. Die beiden Anwälte aus Peking, die Frau Niu vertraten, erklärten, dass das Praktizieren von Falun Gong von der chinesischen Verfassung geschützt sei und dass die Verfolgung das Gesetz verletze.

Die Anwälte schrieben einen Brief an die Staatsanwaltschaft der Stadt Shenyang, an die Staatsanwaltschaft der Provinz Liaoning, an die Volkskonferenz der Provinz Liaoning, an die Polizeibehörde der Provinz Liaoning, an das Komitee für Politik und Recht und an 30 weitere Stellen, um das Personal zu melden, das sich an der Verfolgung von Frau Niu beteiligt hat. Zu diesen Personen zählen Jin Weimin, Direktor der Polizeibehörde des Bezirks Shenbeixin, Hu Ghengshan, Direktor der Staatsanwaltschaft des Bezirks Shenbeixin, Feng Yan, Direktor des Bezirksgerichts Shenbeixin und die Beamten Hao Lianfeng und Wu Peihui.

Ins Gefängnis gebracht

Am 19. November 2013 kam Frau Niu in das Frauengefängnis der Stadt Shenyang und wurde erneut in die Abteilung Nr. 2 des Gefängnisbezirks Masanjia verlegt.

Nach vielen Versuchen, sie zu besuchen, konnte ihre Familie sie schließlich am 20. Januar 2014 sehen. Sie war sehr schwach, ihre Haare waren weiß geworden und sie konnte ihren Arm nicht heben, der verletzt worden war, als sie in der Polizeiwache Xinchengzijie geschlagen worden war. Auch ihre Sicht war eingeschränkt und sie benötigte eine Brille zum Lesen.

Der Familie durfte sie lediglich zehn Minuten lang zu sehen und ihr Gespräch wurde überwacht. Frau Niu weinte, als sie ihre Angehörigen sah und erwähnte, dass sie nicht gut essen könne und dass sie sie nichts bezüglich der Zwangsarbeit fragen sollten.

Weitere Berichte zu dem Fall von Frau Niu:
Persönlicher Bericht: Tochter schildert die Verhaftung ihrer Mutter
http://www.minghui.de/artikel/77395.html
Das Zwischengericht Shenyang hält die Urteile von Falun Gong-Praktizierenden bei
http://en.minghui.org/html/articles/2013/12/28/143837.html
Gericht des Neuen Bezirks Shenbei in der Stadt Shenyang verurteilt heimlich Frau Niu Guifang, ihr Anwalt legt Berufung ein
http://de.minghui.org/artikel/72927.html
Provinz Liaoning: Frau Niu Guifang aus Shenyang von Polizisten brutal geschlagen
http://de.clearharmony.net/articles/a111675-print-Provinz-Liaoning-Frau-Niu-Guifang-aus-Shenyang-von-Polizisten-brutal-geschlagen.html