(Minghui.org) Kanadische Bürger drängen auf die Freilassung ihrer Tochter, gegen die am 21. August in China eine rechtswidrige Verhandlung geführt wurde, weil sie sich für die Rettung einer inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden eingesetzt hatte. Die Gefahr, rechtswidrig zu einer Gefängnisstrafe verurteilt zu werden, ist real, obwohl die Verhandlung ohne Urteil vertagt wurde.

Frau Chen Yinghua

Frau Chen Yinghua ist 40 Jahre alt. Sie hatte eine Mitpraktizierende begleitet, die vor dem Gefängnis Shijiazhuang die Freilassung ihres dort inhaftierten Vaters gefordert hatte. Am 12. März waren beide Frauen festgenommen worden.

Frau Chens Eltern, beide kanadische Bürger, bemühen sich mit der Unterstützung von kanadischen Abgeordneten um die Rettung ihrer Tochter indem sie den Fall in der kanadischen Öffentlichkeit publik machen. Mehrere große Medien berichteten über die Situation.

Frau Huang gab in Calgary mehrere Pressekonferenzen, um die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) wegen der rechtswidrigen Verhandlung vom 21. August zu veruteilen. Die letzte Pressekonferenz fand am 19. August statt.

James Lunney und Joan Crockatt, zwei Mitglieder des Parlaments, nahmen zwischenzeitlich Kontakt mit chinesischen Konsulatsangestellten auf und forderten von ihnen, sich dringend für die Freilassung von Frau Chen einzusetzen.

In den vergangenen fünf Monaten war Frau Chen dreimal in Hungerstreik getreten, um gegen ihre rechtswidrige Inhaftierung zu protestieren.

„Die Behörden unterzogen meine Tochter einer Zwangsernährung und folterten sie auf einer Streckbank. Sie musste sich außerdem Blut abnehmen lassen und einen DNA-Test durchführen lassen. Wegen ihres Glaubens an Falun Gong wurde sie viele Male verfolgt“, so Frau Huang Jinling, Frau Chens Mutter.

Bian Xiaohui entrollt ein Transparent gegenüber dem Gefängnis Shijiazhuang. Auf dem Transparent steht: „Ich möchte meinen Vater sehen.“ Frau Chen und Frau Bian wurden am 12. März verhaftet

Rechtswidrige Festnahme von Frau Chen

Frau Chens Vater kehrte nach China zurück, um der Verhandlung beizuwohnen. Er war der einzige unmittelbare Familienangehörige, der dort anwesend war. Als er bei Gericht mit zwei Angestellten des kanadischen Konsulats eintraf, die in Vertretung für Frau Chens Mutter und Bruder gekommen waren, wurde ihnen der Zugang verweigert, obwohl sie vor der Verhandlung mit dem chinesischen Außenminister gesprochen hatten.

Herr Chen erhielt schließlich die Erlaubnis den Gerichtssaal zu betreten. Die beiden kanadischen Konsulatsangestellten fanden keine Möglichkeit, in den Saal zu gelangen. Auch mehr als zehn andere Familienmitglieder, die gekommen waren, um das Verfahren mit zu verfolgen, mussten draußen bleiben.

Zwei Fahrzeuge der Staatssicherheit patrouillierten in der Nähe des Gebäudes. Mehr als zehn Polizisten überwachten die Umgebung und filmten alles.

Laut Verteidigern konnte Frau Chen nicht alleine gehen und sie betrat mit Unterstützung von Gerichtspolizei den Gerichtssaal über einen Geheimgang. Während der Verhandlung konnte sie nur mit Mühe sprechen.

Als sich Frau Chen übergeben musste, wurde die Verhandlung unterbrochen. Ein Mediziner maß ihren Blutdruck, doch der Richter setzte die Verhandlung fort.

Die drei Verteidiger erhoben gegen das Gericht den Vorwurf der Fahrlässigkeit bezogen auf die Rechte der Angeklagten und verließen den Gerichtssaal. Sie wollten bei der Staatsanwaltschaft Shijiazhuang Anklage gegen das Gericht erheben. Kurz nach dem Weggehen der Anwälte wurde die Verhandlung vertagt.

Nachdem die Anwälte gegangen waren, hatte Herr Chen Gelegenheit mit den anderen Personen zu reden, die auf den Zuhörersitzen saßen. Viele sagten, dass sie nichts über die beiden Angeklagten und den Fall wussten. Ein paar äußerten gegenüber Herrn Chen sogar, dass sie bezahlt worden seien, um dort „ein Drama anzusehen“.

Herr Chen ging aus dem Gerichtsgebäude und sah, dass die beiden kanadischen Konsulatsangestellten noch dort warteten. Er berichtete ihnen kurz von der Verhandlung. Polizisten in Zivil kamen näher, hörten bei ihrem Gespräch zu, machten Fotos und filmten sie.

Der derzeitige Gesundheitszustand der Frau ist schlecht, wie von ihrem Vater und ihren Verteidigern während der Gerichtsverhandlung wahrgenommen wurde. Es wurde eine Online-Petition eingerichtet, mit der die Haftanstalt Nr. 2 Shijiazhuang dringend aufgefordert wird, sie freizulassen.