(Minghui.org) Ich begann im Frühjahr 1996, Falun Dafa zu praktizieren. Mein Ehemann, der Leiter auf einer Baustelle war, starb 2006 bei einem Arbeitsunfall.

Mühsal

Ich war über 30 als mein Mann plötzlich starb und hatte nur einige hundert Yuan (umgerechnet weniger als 150 EUR) an Ersparnissen. Meine Töchter waren zwölf und fünf Jahre alt.

Der jüngere Bruder und die ältere Schwester meines Mannes brachen in das Büro meines Mannes ein und nahmen alle Geschäftsbücher mit. Sie meinten, dass ich sowieso wieder heiraten würde, weil ich so jung und hübsch sei und keinen Sohn hätte. Sie behaupteten, dass mein Haus seiner Schwester gehören würde, und dass sie auch mit dem Arbeitgeber meines Mannes gesprochen hätten, mir keinen Pfennig zu geben.

Ein Rechtsanwalt erklärte mir, dass ich keine Klage gegen die Familie meines Mannes gewinnen könne, weil sie alle Dokumente genommen hatten. Alle meine Verwandten und Freunde blieben mir fern, damit sie mir kein Geld leihen oder mir helfen mussten.

Der plötzliche Wechsel in der Einstellung der Familienmitglieder meines Mannes ließ mich erkennen, dass die weltlichen Gefühle nicht verlässlich sind. Als mein Mann noch lebte, waren alle gut zu mir gewesen, weil sie von meiner Familie viele Vorteile und viel Geld erhielten.

Der Meister sagte:

„Hundert Bitternisse gleichzeitig herabfallen,Dann sehen, wie er lebt.“(Li Hongzhi, Das Herz leiden lassen, 17.12.1976, in: Hong Yin I)

Falun Dafa löste meine Verbitterung auf

Falun Dafa hat sich in meinem Herz verankert, weil ich wusste, dass es mir helfen würde, meine Verbitterung zu beseitigen. Außerdem wusste ich, dass einem Praktizierenden nichts zufällig geschieht.

Ich beschloss, an nichts außer an das Praktizieren von Falun Dafa zu denken. Ich lernte fleißig das Fa und lernte die Lehre auswendig. Ich wollte vollkommen im Fa aufgehen. Das war eine große Hilfe dabei, mich zu beruhigen!

Von Mitpraktizierenden ermutigt, trat ich einer Falun-Dafa-Lerngruppe bei. Ich verteilte auch Dafa-Broschüren, sprach mit Menschen über die Verfolgung und stellte bei mir zuhause Material zur Erklärung der wahren Umstände der Verfolgung her.

Als ich die restlichen Besitztümer meines Mannes durchging, fand ich eine ausstehende Rechnung für seine Arbeit, die mehrere hunderttausend Yuan (ca. mehrere zehntausend Euro) wert war. Ich wusste, dass dies vom Meister arrangiert war. Der Vertragspartner erklärte sich bereit, über die nächsten Jahre das Geld auszuzahlen, wodurch ich mich auf Dafa-Projekte und die persönliche Kultivierung konzentrieren konnte.

Das Leben meistern

Mein Körper und mein Geist veränderten sich, während ich in das Fa eintauchte. Allmählich ließ ich die Trauer um meinen Mann los. Ich hasste seine Familie auch nicht mehr wegen der Immobilien, die sie mir genommen hatten.

Aber ich hatte finanzielle Probleme, sodass ich verschiedene Arbeitsstellen annahm: als Hausmädchen, als Köchin für gedampfte Teigbällchen in einem Supermarkt und andere. Aber ich ließ nie mit dem Praktizieren von Falun Dafa nach.

Unter dem Schutz von Meister Li und mit Hilfe meiner Mitpraktizierenden produzierte ich zehn Jahre lang Informationsmaterialien bei mir zuhause.

Jedes Jahr produzierte ich über 10000 DVDs, druckte die Minghui Weekly für andere Praktizierende; tätigte Telefonanrufe, bei denen ich Menschen die wahren Umstände der Verfolgung erklärte; kooperierte mit anderen Praktizierenden bei Dafa-Projekten und lernte das Fa in der Gruppe bei mir zuhause.

Groll und Hass loslassen

Falun Dafa half mir allmählich, die Schicksalsverbindung zwischen den Familienmitgliedern meines Mannes und mir zu erkennen.

Der Meister sagte:

„Wenn du während der Kultivierung auf konkrete Konflikte stößt oder wenn dich andere schlecht behandeln, kann es zwei Möglichkeiten geben: Erstens, du hast vielleicht in deinen Vorleben andere schlecht behandelt. Du fühlst dich im Herzen nicht ausgeglichen: „Warum werde ich so behandelt?“ Aber warum hast du andere früher so behandelt? Du würdest sagen: „Damals wusste ich das nicht, in diesem Leben kümmere ich mich nicht um die Dinge aus jenem Leben.“Das geht aber nicht. Es gibt noch eins: Bei den Konflikten ist die Frage der Umwandlung des Karmas betroffen. Wenn wir also konkret damit umgehen, sollen wir eine großzügige Haltung einnehmen und nicht so handeln wie alltägliche Menschen.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, S. 231)

Immer wenn ich Hass verspürte, sagte ich mir, dass ich eine Dafa-Praktizierende war. Deswegen sollte ich mich nicht wie Nichtpraktizierende verhalten. Nach und nach ließ ich meinen Hass los. Manchmal dachte ich, ohne die harten Zeiten, die die Familie meines Mannes mir bescherten, hätte ich die Situation als Dafa-Praktizierende nicht in den Griff bekommen.

Der Meister sagte:

„Werden Gottheiten die Menschen als Feinde betrachten? Diejenigen, die auf höheren Ebenen sind, als auf denen der gewöhnlichen Menschen, können die gewöhnlichen Menschen nicht als Feinde betrachten. Deshalb sage ich euch: Wenn du deine Feinde nicht lieben kannst, kannst du nicht zur Vollendung kommen“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Kanada, 23.05.1999)

„Nicht nur, dass du dich nicht über ihn ärgern sollst, sondern du sollst ihm auch noch von Herzen danken, ihm wirklich danken.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, S. 234)

Mein moralischer Maßstab verbesserte sich, als ich den Hass auf die Familie meines Mannes losließ. Ich behandelte sie gut und brachte Geschenke, wenn ich sie besuchte. Meine Töchter besuchten auch ihre Großeltern, wenn sie Ferien hatten.

Während meine Güte wuchs, veränderten sich auch meine Schwiegereltern und die Geschwister meines Mannes. Sie machten einige der Maßnahmen rückgängig, die sie gegen mich ergriffen hatten. Sogar meine Mitpraktizierenden waren über die Veränderungen der Familie meines Mannes sehr erstaunt.

Meine Schwägerin trat sogar aus den Jugendorganisationen der Kommunistischen Partei aus, nachdem ein Mitpraktizierender mit ihr gesprochen hatte. Auch mein Schwager bekam eine positive Einstellung zu Dafa.

Meine Schwägerin betrachtete mich mit Bewunderung und sagte: „Du hast dich sehr verändert. Zwischen uns sind viele Fehler geschehen.“

Ich sagte ihr, dass es daran liege, dass ich Falun Dafa praktizierte. Dafa verlange von den Praktizierenden, andere auch in Konflikten gut zu behandeln. Praktizierende müssten zuallererst die Fehler bei sich suchen!