Egoismus, der sich hinter der Redensart „Zum Wohle Anderer“ verbirgt

(Minghui.org) Auf unserem Kultivierungsweg verlassen wir das alte Universum, das auf Egoismus basiert, und machen uns auf zum neuen, auf Altruismus basierenden Universum. Die verbliebenen Anschauungen des alten Universums in unseren Köpfen werden unsere Gedanken und Taten jedoch beeinflussen.

Ein Beispiel dafür ist, wenn wir „das Wohl anderer“ erwägen und sich dahinter Egoismus und menschliche Anschauungen verbergen.

Meine Frau ist auch eine Praktizierende. Sie bat mich, an einer Familienparty teilzunehmen um die Beziehung zu ihrer Seite der Familie zu verbessern. Die Zusammenkunft fand in einem privaten Karaoke-Raum statt.

Ich wollte lieber zu Hause essen und mit ihren Familienangehörigen chatten. Ich fand, dass der Karaoke-Raum kein guter Platz für einen Praktizierenden war, denn die Kellnerinnen tragen oft knappe Kleidung, und die Umgebung ist voller Lust und Begierde. Wieso sollte ich Geld bezahlen, um in dieser Art Umgebung zu sein?

Meine Frau sagte, ich sei altmodisch und sollte doch mal am modernen Leben teilnehmen. Sie sagte auch, es würde mich nichts kosten, da ihre Geschwister die Rechnung übernehmen würden.

Wir konnten uns nicht einigen. Meine Frau war bereits in der Defensive, also würde ein Streit das Problem nicht lösen. Ich erklärte mich einverstanden hinzugehen und plante, nur ein wenig mit ihrer Familie zu sprechen.

Ich sandte aufrichtige Gedanken aus, um die Umgebung zu reinigen, bevor ich eintrat. Sie fingen an, zu singen und zu tanzen, aber ich schlief ein, denn ich hatte einen anstrengenden Arbeitstag hinter mir.

Deshalb forderte die Familie meiner Frau mich auf zu gehen. Meine Frau war nicht erfreut und fragte mich: „Wieso konntest Du nicht etwas Energie aufbringen und etwas Spaß mit ihnen haben?“ Ich war zu müde, um es zu erklären und schlief ein.

Am nächsten Tag tauschten wir uns über diese Sache aus. Obwohl meine Frau fand, die Party sei „zu meinem Besten“, hatte sie mich eigentlich bei der Kultivierung gestört. Als Praktizierende sollte sie nicht zu solchen Orten gehen. Sie verstand und ließ das Thema fallen.

Einmal kaufte meine Schwester mir teures Obst. Aber mein Körper tolerierte es nicht und ich fühlte mich krank. Also sagte ich zu meiner Schwester: „Wenn Du das zu meinem Wohl tust, musst Du etwas finden, das zu mir passt. Sonst hat es vielleicht den gegenteiligen Effekt.“ Sie stimmte zu.

Unbewusst betrachten wir oft unsere eigenen Meinungen als richtig und besser als die der anderen. Wenn eine Angelegenheit andere Praktizierende betrifft, stülpen wir ihnen oft unsere Meinung über und behaupten, dass sie „zum Wohl der anderen“ sei.

Wenn Praktizierende, die uns nahe stehen, unsere Meinung nicht akzeptieren, betrachten wir sie womöglich als dumm oder stur und werden ungehalten.

Ich verstehe es so, dass der „Empfänger“ den guten Willen in dem Angebot anerkennen sollte, und dass der „Anbieter“ anderen nicht zu sehr seine eigene Meinung aufzwingen sollte.

Wieso also sollten wir ungehalten werden, wenn andere unseren gut gemeinten Ratschlag nicht annehmen? Ich habe bemerkt, dass wir oft etwas Egoistisches mit einbringen, wenn wir versuchen, fürsorglich zu sein. Wenn wir wollen, dass andere etwas auf unsere Art erledigen, ist das eine Manifestation des Egoismus`.

Wenn man vollkommen selbstlos ist, wird man die Meinungen der anderen respektieren.

Wenn Du andererseits eine andere Meinung hörst, wirst Du sie fair berücksichtigen? Wirst Du die andere Meinung des Mitpraktizierenden wertschätzen? Ein Praktizierender sollte alle Sichtweisen auf der Grundlage des Fa betrachten, auch wenn sie nicht seiner eigenen entsprechen.

Verschiedene Leben haben verschiedene Eigenschaften, unterschiedliche Umgebungen und verschiedene Arten, das Fa zu bestätigen. Sie könnten sogar anderer Meinung sein, wenn es um triviale Alltagsangelegenheiten geht.

Das Ego und die menschlichen Anschauungen sind oft die Faktoren, die uns davon abhalten, bei Projekten zur „Wahrheitserklärung“ gut miteinander zu kooperieren. Im Prozess der Kultivierung reinigt man sein Leben. Wir sollten Ego, menschliche Anschauungen und Meinungen loslassen und ein reineres, aufrichtigeres Leben werden.