(Minghui.org) An einer Pressekonferenz in Ottawa nahmen mehrere Abgeordnete und Menschenrechtsorganisationen teil: Sie forderten von Kanadas Premier Justin Trudeau die Freilassung von kanadischen Falun-Dafa-Praktizierenden.

Teilnehmer an der Pressekonferenz, von links nach rechts: Grace Wollensak und Xun Li vom Falun-Dafa-Verein in Kanada; der ehemalige Justizminister Irwin Cotler; Cheryl Hardcastle, Abgeordnete der New Democratic Party; Michael Cooper, Abgeordneter der Konservativen Partei; Elizabeth May, Abgeordnete der Grünen Partei; Miss World Kanada Anastasia Lin; Peter Kent, Abgeordneter der Konservativen Partei. Sie fordern die Freilassung der in China eingesperrten kanadischen Staatsbürgerin Sun Qian.

Ehemaliger Justizminister: Die KP Chinas verfolgt unschuldige Falun-Dafa-Praktizierende

Der Abgeordnete und ehemalige Justizminister Irwin Cotler fungiert als Rechtsbeistand für die kanadische Staatsbürgerin Sun Qian, die in Peking wegen ihres Glaubens an Falun Gong (auch als Falun Dafa bekannt) festgenommen wurde. Er erklärte: „Qian Sun wurde willkürlich festgenommen und rechtswidrig inhaftiert; sie wird in der Haft gefoltert und wurde ihrer Grundrechte auf Religions- und Versammlungsfreiheit und auf freie Meinungsäußerung beraubt.

Wir fordern die chinesischen Behörden auf, ihre eigene Rechtsstaatlichkeit zu achten, Verfolgung und Strafverfolgung einzustellen und zu unterlassen, Qian Sun bedingungslos freizulassen und ihr die Rückkehr zu ihrer Familie in Kanada zu gestatten.“

Er betonte, dass Sun ein weiteres Opfer der Verfolgung von unschuldigen Falun-Gong-Praktizierenden durch die Kommunistische Partei Chinas sei.

Bereits Anfang der 2000er Jahre nahm Cotler den Fall eines anderen Falun-Gong-Praktizierenden und Gefangenen aus Gewissensgründen auf – Zhang Kunlun, ein ehemaliger Kollege von ihm an der McGill Universität, wo beide Professoren waren. Als Zhang im Jahr 2000 nach China gereist war, wurde er festgenommen und in ein Zwangsarbeitslager gesperrt.

Dank Cotlers Bemühungen und der starken Stimmen anderer Politiker und Gruppen wurde Zhang schließlich im Januar 2001 freigelassen, kurz vor einer Handelsmission des damaligen Premierministers Jean Chrétien in China.

Die Freilassung von Sun Qian mit Nachdruck fordern

Der konservative Abgeordnete und ehemalige Kabinettsminister Peter Kent, Ko-Vorsitzender der parlamentarischen Freunde von Falun Gong, sagte, dass Premier Trudeau in China „mit Nachdruck für kanadische Staatsbürger und die Familien kanadischer Staatsbürger auftreten müsse, die von chinesischen Behörden inhaftiert und misshandelt wurden“.

Derzeit sind zwölf Angehörige von kanadischen Staatsbürgern wegen des Praktizierens von Falun Gong in China in Haft – gegen das Gesetz des Landes.

Peter Kent, Abgeordneter der Konservativen Partei

Kent sagte: „Der Premierminister muss öffentlich über die fortschreitende Verschlechterung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit sprechen. Und ich hoffe, dass jedes eventuelle Handelsabkommen mit China ein starkes Kapitel für Menschenrechte haben wird.“

Elizabeth May, Abgeordnete der Grünen

Die Abgeordnete Elizabeth May sagte: „Die Antragsteller fordern das Abgeordnetenhaus angemessen auf, der Notlage der Falun-Gong-Praktizierenden in China, insbesondere der kanadischen Staatsbürgerin Qian Sun, die illegal entführt wurde, Beachtung zu schenken. Ich hoffe, dass der Premierminister bei seinem bevorstehenden Besuch die Menschenrechtsprobleme tatsächlich zur Sprache bringen wird.“

David Anderson, Abgeordneter der Konservativen Partei

David Anderson, Abgeordneter der Konservativen Partei, sagte: „Wir haben eine Reihe von Kanadiern, die in China festgehalten werden. [Trudeau] muss sicherstellen, dass er zuerst die kanadischen Interessen vertritt, und zwar vor allem anderen.“

Den Menschenrechtsanliegen Vorrang geben

Die Canadian Coalition on Human Rights in China, eine Gruppe von 15 Organisationen, zu der auch Amnesty International gehört, veröffentlichte am Donnerstag, den 30. November, einen offenen Brief an Premierminister Trudeau. Darin forderte sie den Premierminister auf, bei allen Treffen und Gesprächen während seines Besuchs in Chinas den Menschenrechtsanliegen Vorrang einzuräumen.

Die Koalition stellte eine Liste von Häftlingen bereit, die „zu Unrecht in China festgehalten werden, mit der Forderung, dass [Trudeau] Druck auf die Behörden ausübt, sie freizulassen“. 13 Personen stehen auf der Liste, „deren Notlage symbolisch für die Verfolgung von Minderheiten und Menschenrechtsverteidigern in China ist“. Sun wurde als 13. genannt.

Xun Li, der Sprecher des Falun-Dafa-Vereins von Kanada, schrieb an Trudeau: „Die Verfolgung von Falun Gong ist ein Verbrechen gegen die Menschheit, gegen Millionen von Menschen wegen ihres spirituellen Glaubens an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.

Ich hoffe, dass sich der Premierminister für Sun Qian und für alle verfolgten Falun-Gong-Praktizierenden, darunter zwölf Familienangehörige von kanadischen Staatsbürgern, einsetzen wird.“