(Minghui.org) Am 21. Februar 2017 veröffentlichte Amnesty International ein Update zu einem Urgent Action Aufruf. Der Aufruf macht auf die Falun Gong-Praktizierende Chen Huixia aufmerksam. Ihr stehen drei Jahre bis lebenslängliche Haft wegen ihres Glaubens an Falun Gong bevor. Amnesty International fordert vom chinesischen Regime Chens sofortige Freilassung. Außerdem soll jegliche weitere Verfolgung von Chen unterlassen werden.

Urgent Action Aufruf von Amnesty International bezüglich der Falun Gong-Praktizierenden Chen Huixia

„Chen Huixia wurde am 3. Juni 2016 von Polizisten mitgenommen und über einen Monat lang an einem inoffiziellen Ort eingesperrt, wo sie an einen Eisenstuhl gefesselt war. Am 15. Juli 2016 brachte man sie in das Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in Shijiazhuang im Nordosten der Provinz Hebei“, berichtet Amnesty International.

Seit ihrer Verhaftung durften ihre Familienangehörigen sie noch nicht besuchen. Erst im November 2016 übernahm ein Anwalt das Mandat für Chen, „da viele Anwälte, die ihre Familie gefragt hatte, abgelehnt hatten, den Fall zu übernehmen. Denn sie waren überzeugt, dass die Behörden ihnen nicht erlauben würden, eine Falun Gong-Praktizierende zu verteidigen.“

Der Aufruf bittet die Menschen einen Brief, eine E-Mail oder ein Fax zu schicken oder Twitter zu nutzen, um die zuständigen Beamten aufzufordern, dass sie „Chen Huixia sofort und bedingungslos freilassen und bis zu ihrer Freilassung ihrer Familie unverzüglich regelmäßigen und uneingeschränkten Besuch gestatten. Außerdem soll sie einen Anwalt ihrer Wahl erhalten.“

Amnesty International fordert auch, dass Chen vor Folter oder anderen Misshandlungen während der Haft geschützt wird.

Folternachstellung: An einen Eisenstuhl gefesselt

„Laut ihrer Tochter begann Chen Huixia 1998 Falun Gong zu praktizieren und alle ihre chronischen Krankheiten heilten. Im Jahr 2003 war sie ungefähr drei Monate lang eingesperrt. Nach ihrer Freilassung war ihre Familie ständigen Schikanen und Einschüchterungen durch die Behörden ausgesetzt“, steht in dem Aufruf.

Des Weiteren werden darin auch die Folterungen, Verhaftungen und Inhaftierung von hunderttausenden Falun Gong-Praktizierenden durch die KP Chinas beschrieben.

Hintergrund

Falun Gong wurde 1992 zum ersten Mal in der Öffentlichkeit vorgestellt. Aufgrund seiner positiven Auswirkung auf Gesundheit und Moral verbreitete es sich rasch in ganz China. 1999 praktizierten fast 100 Millionen Menschen Falun Gong. Aus Neid und Angst, die Kontrolle über die Bevölkerung zu verlieren, befahl am 20. Juli 1999 Jiang Zemin, der damalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, die Verfolgung des Kultivierungsweges.

Sie hat in den vergangenen fast 18 Jahren zum Tod vieler Praktizierender geführt. Noch mehr sind wegen ihres Glaubens gefoltert und sogar getötet worden.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies Jiang Zemin die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Die Kampagne der KPCh gegen Falun Gong reicht sogar bis zum staatlich geförderten Töten von Praktizierenden und zur Entnahme ihrer Organe für Transplantationen. Aufgrund der strengen Zensur ist die genaue Anzahl der bisher durch die Verfolgung getöteten Praktizierenden unbekannt.

Chen Huixias Tochter, Lu Hongyan, ist ebenfalls eine Praktizierende und lebt in Kanada. Letztes Jahr auf einer Pressekonferenz sagte sie : „Meine Mutter ist im Untersuchungsgefängnis gefoltert worden. Sie war lange Zeit an einen Stuhl gefesselt und durfte sich nicht bewegen. Das hat ihre Muskeln geschädigt und sie hat jetzt Schwierigkeiten beim Stehen und Gehen.“

Lu macht sich Sorgen wegen der Notlage und langen Inhaftierung ihrer Mutter. „Ich habe Angst, dass meine Mutter Opfer des Organraubs werden könnte.“

Um bei der Rettung ihrer Mutter Unterstützung und Hilfe zu erhalten, organisierten Lu und ihr Mann eine Autotour von Edmonton aus quer durch das östliche Kanada.