(Minghui.org) Eine lange Zeit war ich ständig müde. Wenn ich das Fa lernte oder die Übungen ausführte, schlief ich immer beinahe ein. Nachdem ich das Fa gelernt hatte, konnte ich mich nicht mehr daran erinnern, was ich gelesen hatte. Es kam sogar schon zweimal vor, dass ich während des Fa-Lernens das Buch aus der Hand fallen ließ, weil ich weggenickt war.

Als ich einmal Fotos von unserer Übungsgruppe sah und mich auf diesen schlafend vorfand, während ich mit den anderen zusammen die Übungen machte oder aufrichtige Gedanken aussendete, schämte ich mich sehr.

Eine lange Zeit über schaute ich nicht wirklich bei mir selbst nach der Ursache dieses unrichtigen Zustandes, sondern wies die Schuld von mir, indem ich sagte, dass ich von den alten Mächten und schlechten Faktoren gestört werden würde.

Normalerweise gehe ich nach dem Aussenden der aufrichtigen Gedanken um Mitternacht ins Bett. Dann stehe ich um 3.30 Uhr auf und mache die Übungen. Als meine Mitpraktizierenden mich lobten und sagten, wie fleißig ich sei, freute ich mich.

Als ich noch in China lebte, machte ich mittags oft ein Schläfchen nach dem Essen. Als ich nach Amerika kam, konnte ich das nicht mehr. Neben meiner Arbeit, dem Sprachkurs und der Teilnahme an dem Projekt für Anrufe nach China habe ich schlichtweg keine Zeit mehr dazu.

Heute ist die Zeit ein Luxusgut geworden, das ich mir nicht leisten kann, willkürlich zu verschwenden. Oftmals esse ich etwas direkt aus dem Kühlschrank, ohne es aufzubereiten, um wertvolle Minuten für die Dinge auf meinem Zeitplan zu gewinnen.

Eine ganze Zeit lang war es so, dass ich nachts im Sitzen einschlief, während ich nach China anrief, um den Menschen dort die wahren Begebenheiten über Falun Dafa zu erklären.

Ich versuchte viele Dinge, um der Müdigkeit entgegenzuwirken: eine Dusche nehmen, auf den Balkon an die frische Luft gehen, etwas essen – doch nichts von alledem konnte die Müdigkeit besiegen.

Einige Mitpraktizierende wiesen mich daraufhin, auf meine Gesundheit zu achten, da wir noch immer in einem menschlichen Körper stecken.

Der Meister sagt:

„Wir reden davon, uns so gut wie möglich dem Zustand der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen entsprechend zu kultivieren. Es soll nicht geschehen, dass wegen unserer Kultivierung alle Formen der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen geändert werden. Das geht nicht.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in der Schweiz, 04.- 05.09.1998)

Endlich erkannte ich, dass ich ins Extrem gegangen und die Art und Weise des Umgangs mit der Zeit und meinen Aufgaben nicht den Grundsätzen der alltäglichen Menschen entsprach.

Zu jener Zeit kam eine Praktizierende von außerhalb in meine Stadt und blieb eine Zeit lang bei mir. Als sie mich darauf hinwies, dass meine Übungsbewegungen nicht korrekt seien, war ich zunächst niedergeschlagen.

Zusammen schauten wir uns die Übungsvideos an und sie korrigierte meine Bewegungen eine nach der anderen. Als sie mit meinen Bewegungen zufrieden war, konnte ich den Energiefluss um meinen Körper spüren. Es war ein sehr angenehmes Gefühl.

Der Meister hat die Anforderungen für die sitzende Meditationsübung genau festgelegt:

„Rücken und Hals bleiben gerade. Das Kinn wird leicht zurückgezogen. Die Zunge berührt den oberen Gaumen, und die beiden Zahnreihen beißen nicht aufeinander. Der Mund bleibt geschlossen. Der Körper ist entspannt, ohne zu erschlaffen. Die Augen sind leicht geschlossen. Im Herzen entsteht Barmherzigkeit. Das Gesicht strahlt Ruhe und Harmonie aus.“ (Li Hongzhi, Falun Gong - Der Weg zur Vollendung 2002, S. 108)

Vorher hatte ich nicht wirklich an die Worte des Meisters geglaubt. Der Meister sagt:

„Habt ihr nicht darüber nachgedacht, dass die Kultivierungdie beste Erholung ist?“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der ersten Fa-Konferenz in Nordamerika, 29.-30.03.1986)

Seitdem die Praktizierende meine Bewegungen und Haltungen beim Praktizieren der Übungen korrigiert hat, kann ich diese in einem sehr klaren Zustand ausführen. Auch beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken bin ich viel klarer.

Wenn ich früher müde war, legte ich mich hin und ruhte mich aus oder schlief.

Heute jedoch spüre ich am eigenen Leib, dass die beste Form zur Erholung tatsächlich das Praktizieren der Falun-Dafa-Übungen ist.

Aber nicht nur die Hinweise bezüglich meiner Übungsbewegungen haben mir aufgezeigt, wie ich die Dinge auf eine ernsthafte und aufrichtige Weise erledigen sollte, sondern auch die Taten dieser Praktizierenden zeigten mir meinen Abstand zu ihr auf. Wenn sie das Geschirr spülte, wusch sie es sehr sorgfältig ab und stellte es in Reih und Glied zum Trocknen auf. Jedes Utensil, das sie in Gebrauch hatte, reinigte sie sehr sorgsam. Wenn sie die Küche aufgeräumt hatte, wirkte sie viel größer und heller.

Im Vergleich zu ihr konnte ich erkennen, in wie vielerlei Hinsicht ich mich selbst täuschte, wie zum Beispiel beim Lernen des Fa, ohne danach zu wissen, was ich gelesen hatte; beim Aussenden aufrichtiger Gedanken, während ich dabei einschlief; oder bei den Anrufen nach China, während ich müde und dösig war.

Oberflächlich schien es so, als ob ich fleißig war. Schließlich nutzte ich alle mir zur Verfügung stehende Zeit, um das Fa zu bestätigen und schlief dafür sehr wenig. Tatsächlich war es aber so, dass ich die drei Dinge nicht korrekt oder gut erledigte.

Die Dinge nur halbherzig zu erledigen, ist eine Widerspiegelung der Parteikultur. Diese Vorgehensweise beeinträchtigte sowohl die Wirksamkeit der eigenen Kultivierung als auch die Bemühungen zur Errettung der Lebewesen.

Wir sollten die Worte des Meisters beherzigen, die er zum einem halbherzigen Einsatz sagt.

Der Meister sagt:

„Manchmal werdet ihr für die Medien eingesetzt, manchmal für andere Projekte. Eure Gedanken und eure Handlungsweisen, die von der Partei-Kultur durchtränkt sind und ins Extrem gehen; eure Lügen und euren Arbeitsstil, alles flüchtig zu erledigen, das alles können die anderen Jünger wirklich nicht ertragen.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Konferenz in San Francisco 2014, 16.10.2014)

„Menschen mit hohen Zielen lernen das orthodoxe Fa, erzielen echten Erfolg bei der Kultivierung und erhöhen die Xinxing. Erst wenn alle Arten von Eigensinn beseitigt sind, kommt man zur Vollendung.“ (Li Hongzhi, Falun Gong - Der Weg zur Vollendung 2002)

Wir befinden uns im letzten Stadium der Fa-Berichtigung und sollten alle unseren menschlichen Anschauungen loslassen. Wir sollten uns wahrlich kultivieren und noch mehr Lebewesen erretten.