Friedliche Aktionen von Hamburg bis Kanada zum 25. April 1999

(Minghui.org) Zurzeit erhält die Minghui-Website laufend Berichte über weltweite Aktionen zum 19. Jahrestag des friedlichen Appells vom 25. April in Peking. Nachfolgend finden Sie Berichte über vier Veranstaltungen, die in Deutschland und Rumänien sowie in Kanada stattgefunden haben.

Deutschland: Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart

Praktizierende in Hamburg, Deutschland, hielten am Mittwoch, den 25. April, von 5 bis 24 Uhr einen 19-stündigen Protest vor dem chinesischen Konsulat ab.


Friedlicher Protest vor dem chinesischen Konsulat in Hamburg

Silvia schätzt die traditionelle chinesische Kultur und hofft, dass das chinesische Volk erfährt, was Falun Gong wirklich ist.

Silvia: „Ich weiß, dass Falun Gong sehr gut ist!“

Silvia hat 2001 angefangen, Falun Gong zu praktizieren. „Ich fühle mich den Chinesen sehr nah und verbunden und habe die traditionelle chinesische Kultur schon immer bewundert und geschätzt“, sagte sie. „Durch das Praktizieren von Falun Gong habe ich mich noch tiefgehender darüber informiert und kann so das Land, die Menschen und die wahre Kultur noch mehr schätzen. Und durch Falun Gong habe ich so viel gewonnen: Alle meine Fragen über das Leben wurden mir beantwortet. Das fand ich unglaublich! Außerdem hat es mir innere Stärke, einen Weg sowie körperliche Vorteile gebracht.

Ich hoffe, dass die Mitarbeiter der chinesischen Konsulate und Botschaften uns Nicht-Chinesen sehen und darüber nachdenken: Warum gibt es so viele Falun-Gong-Praktizierende weltweit? Wollen die deutschen Praktizierenden etwa auch die Regierung stürzen? Warum dürfen die Menschen weltweit ihre Hobbies, Interessen und Glaubensauffassungen ausleben und praktizieren – nur nicht in China und anderen kommunistischen Ländern? Ich weiß, dass Falun Gong sehr gut ist!

Falun-Gong-Praktizierende wenden sich wegen der bösartigen Verfolgung weltweit an die Menschen, nur deswegen. Wenn es die Verfolgung nicht gäbe oder sie endlich beendet wäre, würde jeder, der möchte, Falun Gong praktizieren, und wer nicht will, halt nicht.

Durch das Praktizieren von Falun Gong habe ich gelernt, dass mein sehnlichster Wunsch meines wahren Selbst nicht der ist, nach einer hohen Position zu streben. Das ist es auch nicht wert. Ich glaube daran, dass wir einen Schöpfer haben, der alles erschaffen hat und alles lenkt. Meine Aufgabe besteht darin, mein Leben hier gut zu nutzen und zu meistern, um eines Tages wieder zurück in den Himmel zu kommen. Es geht nur darum, ein möglichst gutes Herz zu haben und den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Nachsicht zu folgen. Dann wird man Glück haben.“

Alex: "Die Verfolgung von Falun Gong in China ist Unrecht und bösartig"

Alex: „Wenn ich mir vorstelle, dass ich für das Meditieren in der Öffentlichkeit und dafür, dass ich mein Handeln nach den Prinzipien Zhen, Shan, Ren ausrichte, in Deutschland grausam verfolgt werden würde, obwohl ich niemandem schade, so empfinde ich das als nicht richtig. Ich fühle mich sehr betroffen, wenn Praktizierende in China grausam verfolgt, gefoltert, ihnen ihre Organe geraubt und sie sogar getötet werden. Ich frage mich, warum dies in China weiter anhält, während Praktizierende in Deutschland und in der ganzen anderen Welt friedlich und ohne Verfolgung leben können. Um auszudrücken, dass ich diese nur in China herrschende Verfolgung als Unrecht und bösartig empfinde, stelle ich mich vor das chinesische Konsulat und mache dort die Falun-Gong-Übungen.“

Düsseldorf

In Düsseldorf gab es am 25. April 2018 ebenfalls eine Gedenkveranstaltung vor dem chinesischen Konsulat.


Birgit vor dem chinesischen Konsulat in Düsseldorf am 25. April 2018

Birgit: „Die KP Chinas verbreitet Lügen über Falun Gong“

Birgit erklärte: „Dieser angebliche damalige „Aufstand“ und die Behauptung „Politik zu betreiben“ sind eine Erfindung der Kommunistischen Partei, um Lügen über Falun Gong zu verbreiten.“

Sie wusste über den Hintergrund der Ereignisse vom 25. April 1999 gut Bescheid und berichtete: „Die Kommunistische Partei Chinas fördert den Atheismus, die Chinesen sollen nicht an das Göttliche glauben, sondern nur an die Partei. Die Falun-Gong-Praktizierenden haben einen buddhistischen Glauben, sie möchten nach Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Toleranz leben“, erklärte sie. „Der ehemalige Staatspräsident Jiang Zemin sah, wie beliebt Falun Gong bei den Chinesen war, das erzeugte seinen Neid. Er beschloss Falun Gong zu vernichten und startete eine Lügenpropaganda, um Falun Gong zu verleumden und eine Rechtfertigung zu schaffen, Falun Gong zu verfolgen. Im April 1999 wurden dann die ersten Falun-Gong-Praktizierenden verhaftet.

Die Angst der Praktizierenden vor einem Verbot war groß, sie gingen nach Peking, um beim nationalen Petitionsbüro darum zu bitten, dass die verhafteten Praktizierenden freigelassen werden und Falun Gong nicht verboten wird. Das heißt, sie wollten eine Petition einreichen, was nach chinesischem Recht jedem Bürger erlaubt ist. Es handelte sich hierbei also nicht um einen Aufstand und es war auch keine Belagerung des Zentralregierungskomplexes, um die Partei zu bedrohen.

Falun Gong hat mich gelehrt, mein Leben nach Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Toleranz auszurichten. Mein Leben hat sich dadurch sehr positiv verändert. Ich litt früher unter allergischem Asthma und war sehr ängstlich. Warum sollte ich eine solche gute Praxis aufgeben, nur weil die Regierung das will? Ich habe nichts gegen die chinesische Regierung, aber ich bin hier, um die chinesische Regierung aufzufordern, die Verfolgung von Falun Gong endlich zu beenden. Ich möchte, dass meine Freunde in China dasselbe Recht haben wie ich, ihren friedlichen Glauben zu leben.“

Stuttgart

Auch in Stuttgart gedachten die Praktizierenden der Ereignisse vor 19 Jahren – mit einer Kundgebung in der Innenstadt am 28.04.2018. Von 10 - 18 Uhr informierten sie die Passanten über den Organraub, den die KP Chinas im Zuge der Verfolgung an Falun-Dafa Praktizierenden begeht. Sie baten um Unterstützung, diese Verfolgung zu beenden. Während der Kundgebung sammelten sie 77 Unterschriften für eine Petition der DAFOH an das UN Hochkommissariat für Menschenrechte. Inhalt der Petition ist die Aufforderung an die UNO, gegen die andauernden Verstöße der chinesischen Regierung gegen die Menschenrechte vorzugehen.

Falun-Gong-Praktizierende im Gespräch mit Passanten in Stuttgarts Innenstadt

Bukarest, Rumänien

Praktizierende in Bukarest, Rumänien, protestierten ebenfalls am Mittwoch, den 25. April, friedlich vor der chinesischen Botschaft.

Der friedliche Protest in Bukarest macht auf die Verfolgung von Falun Gong in China aufmerksam.

Die Praktizierenden demonstrierten die Übungen und stellten Schautafeln auf, auf denen die brutale Verfolgung in China dargestellt wurde. Viele Leute kamen vorbei, sprachen mit den Praktizierenden, sahen sich die Materialien an und nahmen Flyer mit. Einige von ihnen wollten auch die Falun-Gong-Übungen lernen.

Kanada: Toronto 

Eine ganztägige Veranstaltung vor dem chinesischen Konsulat in Toronto am Mittwoch, dem 25. April, beinhaltete eine Pressekonferenz am Vormittag, eine „lebende Wand“ aus Transparenten am Nachmittag und eine Kerzenlichtmahnwache am Abend.

Eine „lebende Wand“ aus Transparenten vor dem chinesischen Konsulat in Toronto fordert das Ende der Verfolgung von Falun Gong in China.

Die Kerzenlichtmahnwache in Toronto erinnert an jene Praktizierenden, die bei der 19-jährigen Verfolgung von Falun Gong ihr Leben verloren haben.

Kanadischer Ex-Senator überzeugt: „Die Verfolgung von Falun Gong ist illegal und unmenschlich“

Der ehemalige kanadische Senator Con Di Nino nahm an der Pressekonferenz im Regen teil und hielt eine Rede. Di Nino hatte vor etwa zehn Jahren die „Parlamentarische Freunde von Falun Gong“ gemeinsam mit mehreren anderen Parlamentariern ins Leben gerufen.

Auf der Pressekonferenz sagte der ehemalige Senator, die Motivation für die Gründung der Parlamentarischen Freunde von Falun Gong sei gewesen, dass er und seine Mitarbeiter überzeugt davon seien, dass die Verfolgung in China illegal und unmenschlich ist.

Der ehemalige Senator Con Di Nino verurteilt den staatlich geförderten Organraub in China. Er glaubt, dass China wegen seiner schweren Menschenrechtsverletzungen nicht an die Weltspitze gelangen kann.

Di Nino nannte die Verfolgung von Falun Gong schamlos und erklärte, dass er Falun Gong weiterhin unterstützen werde, so wie er es in den letzten zehn Jahren getan habe.

Unterstützung durch Ortsansässige

Die Veranstaltung wurde auch von Ortsansässigen stark unterstützt.

Sam Kass und Max Lastman (Mitte), zwei Studenten, zeigen ihre Unterstützung, indem sie mit Falun-Gong-Praktizierenden zusammen ein Transparent halten.

Sam Kass und Max Lastman, zwei Studenten, dankten den Praktizierenden dafür, dass sie die Öffentlichkeit trotz des Regens über die Verfolgung informieren. Kass sagte, sie bewundere den Geist der Praktizierenden.

Terri Phillips verurteilt den Organraub an lebenden Falun-Gong-Praktizierenden und anderen Gefangenen aus Gewissensgründen in China. Sie hofft, dass die Kommunistische Partei bald untergehen wird.

Ein Passant unterschreibt die Petition und unterstützt damit den friedlichen Widerstand der Praktizierenden.

Zeugen der historischen Ereignisse vor 19 Jahren berichten

Bei einer Kundgebung berichteten mehrere Praktizierende der Öffentlichkeit von ihren persönlichen Erfahrungen bei den historischen Ereignis am 25. April 1999. Sie hatten persönlich den friedlichen Widerstand in Peking miterlebt.

Der 79-jährige Liu Zhichun berichtet, dass er bei dem Protest am 25. April 1999 Passanten hörte, die die Demonstranten als eine Gruppe friedlicher Menschen mit hohen moralischen Standards lobten.

Bian Jianwu nahm vor 19 Jahren an dem friedlichen Protest teil. Er erinnert sich, dass der Protest ruhig und diszipliniert ablief. Die Praktizierenden hätten den Verkehr nicht behindert und es habe „keinen physischen Konflikt“ gegeben, berichtete er.

Kanada, Edmonton 

Die Gedenkfeier zum 25. April in Edmonton fand am 21. April im Dr. Wilbert Mclntyre Park statt. Praktizierende demonstrierten die Übungen, verteilten Flyer und sammelten Unterschriften auf einer Petition, in der der staatlich geförderte Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden und anderen Gefangenen aus Gewissensgründen verurteilt wurde.

Passanten sprechen mit Praktizierenden und sehen sich die Materialien an, um mehr über Falun Gong und die Verfolgung in China zu erfahren.

Eine Krankenschwester vom Kinderkrankenhaus Stollery und ihre Freundin unterzeichnen die Petition, die die Zwangsentnahme von Organen verurteilt.