Verspätete Todesmeldung: Frau stirbt drei Jahre nach Injektion unbekannter Medikamente

(Minghui.org) Eine Einwohnerin des Kreises Jidong wurde im August 2011 verhaftet, weil sie sich weigerte, Falun Gong [1] aufzugeben. Aus Protest gegen die Verfolgung trat Yang Fenglian in einen Hungerstreik und bekam unbekannte Medikamente gespritzt.

An der Injektionsstelle trat eine große Beule auf, die zu eitern begann. Kurz darauf konnte Yang nicht mehr laufen, erst dann wurde sie freigelassen. Ihr Sohn war untröstlich, als er im Untersuchungsgefängnis ankam und sah, wie sie auf dem Boden lag und sich keiner um sie kümmerte. Er rief ein Taxi, um sie zum Krankenhaus der Kohlengruben Jixi zu fahren. Dort wollte man sie wegen ihres kritischen Zustandes jedoch nicht aufnehmen.

Yang Fenglian

Der junge Mann brachte seine Mutter dann ins Krankenhaus Weixiao in Jixi, wo bei ihr eine Hirnblutung diagnostiziert wurde. Als die Ärzte nach 20 Tagen keine Besserung feststellen konnten, sagten sie, dass Yang unter einer Depression leide, und überwiesen sie in eine psychiatrische Klinik.

Sobald Yang in die Nervenklinik gebracht worden war, wurde sie an ein Bett gefesselt. Zwei Tage später holte ihr Mann sie dort raus, da sie keine psychischen Probleme hatte. Bis dahin hatte Yangs Familie insgesamt mehr als 20.000 Yuan (ca. 2.600 Euro) [2] für ihre Behandlungen ausgegeben. Danach probierten sie kein weiteres Krankenhaus mehr aus, weil sie kein Geld mehr hatten.

Yang hatte Probleme, Essen oder Wasser bei sich zu behalten. Die Injektionsstelle eiterte und es sickerte Flüssigkeit heraus. Die letzten drei Jahre ihres Lebens lebte sie mit extremen Schmerzen.

Am 24. Dezember 2014 verstarb Yang Fenglian im Alter von nur 59 Jahren.

Frühere Verfolgung

Yangs Tod war das tragische Ende eines jahrelangen Leidens, das ihr angetan wurde, weil sie an ihrem Glauben an Falun Gong festhielt. Erstmals hatte man sie im Dezember 1999 verhaftet, als sie auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking für Falun Gong appellierte. Die Polizei verprügelte sie so heftig, dass sie ohnmächtig wurde. Später wurde sie zu Zwangsarbeit verurteilt und in ein Arbeitslager in einer südlichen Provinz überführt. Die Polizei ihrer Heimatstadt zwang ihre Familie, 5.300 Yuan (ca. 690 Euro) [2] zu zahlen, nachdem sie in die Provinz Heilongjiang zurückgebracht worden war.

In den folgenden Jahren setzte Yang ihre Bemühungen fort, auf die Verfolgung von Falun Gong aufmerksam zu machen. Nachdem sie wegen der Verteilung von Informationsmaterial über Falun Gong angezeigt worden war, nahm die Polizei sie im August 2011 in Haft. 


[1] Falun Gong ist ein traditioneller Doppelkultivierungsweg für Körper und Geist, dessen Praktizierende seit 1999 durch die Kommunistische Partei Chinas grausam verfolgt werden.

[2] Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- Euro.