Tochter in großer Sorge: Nach Verhaftung der Eltern keine Besuchserlaubnis

(Minghui.org) Die Eltern der Studentin Zhao Qingqing wurden vor dreieinhalb Jahren wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verurteilt. Seitdem durfte Qingqing ihren Vater, der für sieben Jahre im Gefängnis in Jiazhou in der Stadt Leshan eingesperrt ist, nie besuchen.

Ihre Mutter, Li Changqiu, ist ebenfalls zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Sie ist im Frauengefängnis von Chengdu eingesperrt. Besucher darf sie nur einmal im Jahr empfangen, ihre Familie anrufen einmal im Monat.

Behörden schikanieren

Die Gefängniswärter forderten von Qingqing, dass sie eine Bescheinigung von der Staatssicherheitsabteilung der Heimatstadt ihres Vater Zhao Banghai im Kreis Pingchang besorgen sollte. Mit dieser Bescheinigung sollte sie nachweisen, dass sie seine Tochter ist, bevor ihr ein Besuch gewährt würde.

Doch ein Mitarbeiter der Staatssicherheitsabteilung weigerte sich, ihr die Bescheinigung auszustellen. Der Grund sei, dass ihr Vater sich weigere, auf seinen Glauben zu verzichten, sagte er.

Das junge Mädchen ist sehr besorgt um ihren Vater, da sie in den letzten 4,5 Jahren seit seiner Verhaftung über seinen Zustand im Unklaren gelassen wurde.

Das Leben einer 18-Jährigen heute: Seelische Belastung und finanzielle Not

Qingqing war früher der Liebling ihrer Eltern. Sie war brillant, aufgeweckt und konnte sehr gut Zither spielen.

Aber alles änderte sich, als die Polizei am 8. Juli 2014 vor ihren Augen ihre Eltern verhaftete. Qingqing war damals 14 Jahre alt und weinte laut. Sie sagt, sie könne nicht verstehen, warum die Polizei ihre Eltern verhaftet hätten. Diese hätten sich doch nur bemüht, gute Menschen zu sein, indem sie Falun Dafa praktizierten und den Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“ folgten.

Unter extremer Verzweiflung zog sie sich zurück. Seitdem fügte sie sich oft selbst Schnittwunden zu und schloss sich in ihrem Zimmer ein.

Einst ein gesundes Mädchen, leidet sie nun an akuten Bauchschmerzen. Sie hat schon mehrmals das Bewusstsein verloren. Ihr Arzt sagt, dass sie an einer post-traumatischen Belastungsstörung leide.

Nach einjähriger Haft hatten ihre Eltern am 21. Juli 2015 vor Gericht gestanden. Beide wurden zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Qingqings Großeltern mütterlicherseits waren verzweifelt und starben weniger als zwei Jahre nach der Verhaftung des Paares.

Qingqing besucht nun die Hochschule in der Stadt Dujiangyan und ist in finanziellen Schwierigkeiten, da ihre Eltern inhaftiert sind.

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