Polizei: „Wenn du immer noch nicht mit uns kooperierst, werden wir dich einfach lebendig begraben“​

(Minghui.org) Eine 57-jährige Frau wurde von der Polizei geschlagen, als sie sich weigerte, eine gefälschte Verhörakte zu unterschreiben. Die Polizei versuchte, sie anzuklagen, weil sie Falun Dafa praktiziert. [1]

Zhou Minglan wird seit ihrer Verhaftung am 10. März 2019 im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 der Stadt Qingdao festgehalten. Sie wurde gemeldet, als sie in einem Dorf der Stadt Jiaozhou, Provinz Shandong Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Ihr Mann macht sich große Sorgen um sie.

Geschlagen und bedroht

Zhou stammt aus der Provinz Sichuan. Sie zog 2017 in die Stadt Jiaozhou, Provinz Shandong, um einer Verhaftung wegen ihres Glaubens zu entgehen. Zwei Jahre später wurde sie dann doch verhaftet, weil sie sich weiter bemüht hatte, über die Verfolgung zu informieren.

Als die Polizei sie zur örtlichen Polizeistation brachte, schlug einer der Beamten ihr ins Gesicht. Sie hatte ihn aufgefordert, sich nicht an der Verfolgung zu beteiligen.

Auf der Polizeistation versuchten Beamte, sie zu zwingen, ein vorbereitetes Verhörprotokoll zu unterschreiben. Als Zhou sich weigerte, wickelten sie sie in einen Fenstervorhang und einer der Beamten schlug ihren Kopf mehrmals gegen die Wand. Vier Tage Schmerzen waren die Folge. Immer wieder sagten die Polizisten zu ihr: „Wenn du immer noch nicht mit uns kooperierst, werden wir dich einfach lebendig begraben.“

Am Abend brachten sie Zhou in einen Raum ohne Überwachungskameras und befahlen ihr niederzuknien. Sie weigerte sich, woraufhin sie sie zu Boden stießen. Dabei wurde ihr linkes Knie schwer verletzt.

Falun Dafa sei in China legitim und es lehre die Menschen, gut zu sein, sagte Zhou. Ein Beamter schlug ihr daraufhin mit seinem Schuh ins Gesicht. Er und einige andere drückten mit Gewalt ihre Fingerabdrücke auf das von ihnen vorbereitete Verhörprotokoll.

Seit ihrer Verhaftung am 10. März um 9:00 Uhr bis zu ihrer Einlieferung in das Untersuchungsgefängnis am Abend des 11. März hatte Zhou weder etwas zu essen noch zu trinken bekommen. Vor lauter Durst konnte sie nicht mehr sprechen, als sie ärztlich untersucht wurde. Auch da bekam sie nur ein wenig Wasser, bevor sie ins Gefängnis eingesperrt wurde.

Bitteres Leben

Zhou wurde in einer armen Familie geboren. Sie ist das vierte Kind von sieben Geschwistern. Ihre Eltern konnten es sich nicht leisten, sie zur Schule zu schicken. Sie heiratete noch vor dem 20. Lebensjahr. Ihr Mann hatte ein hitziges Temperament, schrie sie oft an und schlug sie.

Ihre Schwiegereltern und die Großfamilie schikanierten sie und nutzten sie aus. Dieses bittere Leben brachte Zhou dazu, mehrere Selbstmordversuche zu unternehmen. Aber jedes Mal wurde sie gerettet.

Später ließ sie sich scheiden und zog ihren Sohn alleine auf.

Einige unglückliche Ereignisse in ihrem Leben beeinträchtigten ihre Gesundheit. Neben vielen anderen Krankheiten litt sie unter Magen- und Leberproblemen. Im Oktober 2008 brach sie sich bei der Arbeit ein Bein. Sie musste sieben Monate lang im Krankenhaus verbringen, was all ihre Ersparnisse aufbrauchte, ohne dass sich ihr Zustand verbesserte.

Durch das Praktizieren von Falun Dafa – ein neues Leben erhalten

Zhou wurde im Dezember 2009 mit Falun Dafa bekannt gemacht. Nachdem sie einen Monat lang die Übungen gemachte hatte, wurde sie vollständig gesund.

Sie wurde auch mitfühlender und rücksichtsvoller. Sie und ihr Ex-Mann heirateten wieder und Zhou kümmerte sich ab dato um ihre Schwiegereltern.

Verfolgung

Zhou fand Mittel und Wege, um ihren Mitmenschen ihre Geschichte zu erzählen. Auch erklärte sie ihnen, dass die dämonisierende Propaganda gegen Falun Dafa durch das kommunistische Regime nicht wahr sei. Als die Polizei das herausfand, brachen Beamte am 2. August 2017 in ihr Haus ein und beschlagnahmten ihren Computer, Drucker und Materialien zu Falun Dafa. Ihr Sohn war allein zu Hause. Da die Polizei Zhou nicht verhaften konnten, nahm sie ihren Sohn mit und hielt ihn einen Tag lang auf der Polizeiwache fest.

Mehrere Beamte warteten vor ihrem Haus und wollten Zhou verhaften, sobald sie zurückkommen würde. Daher sah sich Zhou gezwungen, in die Provinz Shandong zu ziehen, wurde aber zwei Jahre später in ihrer Wahlheimat verhaftet.


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.