[Europäische Fa-Konferenz 2019] Über die wahren Umstände aufklären – am Beispiel Londoner British Museum

Vorgetragen auf der Europäischen Fa-Konferenz 2019 in London

(Minghui.org)

1. Dafa erhalten

Ich konnte mich glücklich schätzen, als ich im Alter von zehn Jahren das Fa erhielt. Bis heute kann ich mich noch lebhaft an die Szenen der Kultivierung in einer Gruppe in China erinnern.

Damals nahm ich regelmäßig an den abendlichen Veranstaltungen zur Fa-Verbreitung und am Wochenende jeweils morgens an den Gruppenübungen teil. Von Zeit zu Zeit gab es sogar große Informationsveranstaltungen in der ganzen Stadt, ob in großen Parks, an Sehenswürdigkeiten oder in den umliegenden Bezirken. Als ich jung war, war ich aktiv und verspielt. Einmal gab mir der Meister einen Hinweis, um mich die Lücke sehen zu lassen. Dies geschah während der morgendlichen Übungen, die in einer Sporthalle durchgeführt wurden, zu einem Zeitpunkt als es noch dunkel war. Ich setzte mich hin und machte die Meditationsübung nur 40 Minuten lang, dann nahm ich einen Fußball und ging zum Spielen auf das Spielfeld. Als ich mittags nach Hause ging, sah ich einen jungen Mitpraktizierenden im Alter von 20-30 Jahren, der weiterhin an derselben Stelle meditierte!

Ich saß an einem Ende der Sporthalle, während er sich auf der anderen Seite befand. Ich sah ihn dort sitzen von der Morgendämmerung bis zum Mittag. In der Hochsommerhitze blieb er sitzen und meditierte im doppelten Lotussitz mit den Händen in der Jieyin-Position. Er hielt einen tiefen, ruhigen Zustand aufrecht, als wäre die gesamte Sporthalle eingefroren. Ich hatte ein unbeschreibliches Gefühl. Das ruhige und friedliche Feld dieses Augenblicks erinnert mich immer an den Zustand, den ein Praktizierender haben sollte und an den Abstand in der Kultivierung zwischen diesem Praktizierenden und mir.

Inspiriert davon begann ich, mich mehr mit den Übungen zu beschäftigen. Später bemühte ich mich, den Anforderungen des Meisters bestmöglich zu folgen: „Meditiere, solange du kannst.“ Ich habe mir auch angewöhnt, die Übungszeit zu verlängern. Eines Nachts übte ich mit meinen Eltern gemeinsam zu Hause. Als sie fertig waren und ins Bett gingen, saß ich immer noch. Mein Vater bat mich, die Meditation zu beenden und ins Bett zu gehen. Ich sagte: „Üben ist besser als schlafen.“ Dann fuhr ich fort.

Zu dieser Zeit befand sich unser Zuhause im Zentrum der Innenstadt und war ein Ort zum gemeinsamen Fa-Lernen. Am Abend lasen ein Dutzend bis zu zwanzig Mitpraktizierende abwechselnd das Buch „Zhuan Falun“ und „Essentielles für weitere Fortschritte“ und wir sahen uns regelmäßig das Video des Meisters an. Nach dem Fa-Lernen teilten alle ihre neuesten Kultivierungserfahrungen mit. Einige sprachen über ihre neuen Erkenntnisse und Fragen in Bezug auf das Gelesene; andere über die magische Szene, die sie während der Übungen in anderen Räumen sahen; manche sprachen über die Xinxing-Probleme, denen sie bei ihrer Arbeit begegneten.

Die Lehre des Meisters ist einfach und geradeheraus und zielt auf das Herz der Menschen. Dies empfand ich als besonders real und nah. Dazu kam der Austausch mit den Mitpraktizierenden. Das atheistische Denken und andere postnatale Vorstellungen, die ich in meinem Leben hatte, schienen sich im Umfeld der Gruppenkultivierung aufzulösen. Ich veränderte grundlegend meine Einstellung, übernatürliche Kräfte zu leugnen, und plötzlich glaubte ich alles, was der Meister uns lehrte. Meine Großmutter, meine Eltern und andere Verwandte und Freunde in meiner Umgebung waren die lebenden Beispiele für Verbesserungen. Sie hatten alle sehr schlechte Gesundheitszustände gehabt, bevor sie mit dem Praktizierten von Falun Dafa begonnen hatten, aber nach nur wenigen Tagen Kultivierung verbesserte sich ihr Zustand oder sie waren vollständig geheilt.

Nachdem ich das Fa erhalten hatte, war es vielleicht dieser brennende Wunsch und diese Hoffnung aus der Tiefe meiner Seele, die einen Praktizierenden wie mich, der nicht viel Fa lernte und Dinge nur emotional verstand, dazu brachte, wirklich am Fa-Lernen der Gruppe teilnehmen zu wollen. In den Sommerferien wurde einmal eine neue Fa-Erklärung des Meisters veröffentlicht. Meine Mutter organisierte ein regionales Fa-Lernen in einem Auditorium in ihrer Firma. Zu dieser Zeit gab es eine Dürre und es war extrem heiß, aber als die Mitpraktizierenden die Nachricht von der neuen Fa-Erklärung hörten, kamen sie alle zum gemeinsamen Fa-Lernen. Ich war jung und hatte keine Nachricht zu dem Fa-Lernen erhalten. Unser Haus befand sich auf der anderen Seite der Stadt und es dauert eine Stunde, um mit dem Bus dorthin zu gelangen. Ich war allein zu Hause und beschloss, an diesem Fa-Lernen in der Gruppe teilzunehmen. Also rief ich die jungen Mitpraktizierenden in unserer Gemeinde an, dann ging ich zu Fuß durch die ganze Stadt und beeilte mich, um am Fa-Lernen teilnehmen zu können. Als ich am Veranstaltungsort ankam, öffnete ich die Tür und sah, dass der Raum voller Praktizierender war. Alle saßen aufrecht. Die Hauptkoordinatorin saß in der Mitte. Ich sah, dass sie die neue Fa-Erklärung in einer Hand hielt und ihre Brille in einer anderen Hand, wobei sie die Lehre des Meisters Wort für Wort vorlas. Alle saßen um sie herum und hörten aufmerksam zu. Der Veranstaltungsort war feierlich und ruhig und alle hörten der Lehre zu.

Der Meister sagt:

„Ich habe euch das gemeinsame Fa-Lernen hinterlassen, das gemeinsame Üben auch.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in New York 2016, 15.05. 2016)

Der unermüdliche Wunsch der Mitpraktizierenden, Dafa zu lernen, und die Szenen, in denen Mitpraktizierende im Umfeld des Fa-Lernens in der Gruppe voneinander lernten, erinnern mich für immer an die Bedeutung des Fa-Lernens in der Gruppe. Als ein neuer Praktizierender, der das Fa erhalten hatte, habe ich ganz besonders von der Kultivierungsumgebung der Gruppe profitiert. Die Grundlage und der Eindruck, die in dieser kurzen Zeit entstanden sind, haben eine entscheidende Rolle bei meiner zukünftigen Kultivierung gespielt. Danke sehr, verehrter Meister!

2. Zunehmende Sensibilisierung für die Verfolgung

Im Juni 1999 war ich auf dem Heimweg und freute mich auf das Fa-Lernen in der Gruppe. Ich war noch nicht im Haus angekommen, als die Nachbarn auf der anderen Seite des Hofes das Fenster öffneten und mich anschrien: „Schau dir die Bilder im Fernsehen an. Willst du immer noch Falun Gong praktizieren?!“ Ich schaltete sofort den Fernseher ein und sah viele schreckliche, blutige Szenen. Dafa wurde durch fortwährende, intensive Sendungen angegriffen. Auf diese Weise hat seit Juli 1999 die Verfolgung durch die alten Mächte stattgefunden.

Um den Menschen und den Behörden die wahren Umstände über Dafa zu erklären und die Wiederherstellung der ordnungsgemäßen und friedlichen Kultivierungsumgebung von Falun Dafa zu fordern, akzeptierten viele Mitpraktizierende eine solch unfaire Behandlung nicht. Und noch weniger akzeptierten sie die Angriffe auf Dafa und den Meister. Sie ließen die Vorstellung von einem ruhigen Familienleben los und stellten sich der Verfolgung entgegen.

Nachdem mein Vater im Jahre 1999 zu einer friedlichen Petition nach Peking gereist war, erhielten wir lange Zeit keine Nachricht von ihm. Der Wunsch meiner Mutter, das Fa zu schützen, war ebenfalls sehr stark, doch aufgrund der Verantwortung gegenüber ihrer Familie stand sie vor schwierigen Entscheidungen. Zu dieser Zeit gab es zu Hause 80-jährige Personen, die versorgt werden mussten. Ich war noch jung und musste zur Schule. Einmal hatten wir einen Austausch nach dem Fa-Lernen. Sollten wir nach Peking gehen? Ich brachte mein Verständnis zum Ausdruck und teilte es meiner Mutter auf der Grundlage des Fa mit. Ich erinnere mich, dass ich ein Gedicht des Meisters vor ihr rezitierte:

„Wer wagt, das Herz des gewöhnlichen Menschen zu lassenGewöhnliche Menschen, nur Gottheiten sein wollen,Mysterium dahinter, Herz in Bitternis;Kultivieren das Herz, mit Begierden brechen, Eigensinn beseitigen,Verirrt in Schwierigkeiten, dem blauen Himmel klagen.“(Li Hongzhi, Wer wagt, das Herz des gewöhnlichen Menschen zu lassen, 09.08.1988, in: Hong Yin)

Später beschlossen wir gemeinsam, das menschliche Denken loszulassen, und gingen nach Peking, um das Fa zu schützen. Unter dem Schutz des Meisters fuhren wir zweimal nach Peking und kehrten jedes Mal sicher zurück. Die Arbeit meiner Mutter war nicht beeinträchtigt und sie erfüllte ihre Verantwortung, für die Familie zu sorgen. Auch mein Studium wurde nicht beeinträchtigt.

Der Meister sagt:

„Wenn ein Dafa-Jünger es nicht geschafft hat, dazu beizutragen, das Dafa zu beschützen, kann er nicht zur Vollendung kommen, denn bei euch ist es anders als bei der früheren und bei der zukünftigen Kultivierung, die Großartigkeit eines Dafa-Jüngers liegt eben darin.“ (Li Hongzhi, Dafa-Jünger in der Zeit der Fa-Berichtigung, 15.08.2001)

Wir ermutigten uns gegenseitig, dass Fa zu bestätigen und das Bewusstsein für die Verfolgung zu schärfen.

Seit Beginn der Verfolgung im Juli 1999 waren meine Eltern aufgrund ihres Glaubens einer sehr gezielten Verfolgung ausgesetzt. Innerhalb von zwei Jahren nach Beginn der Verfolgung mussten sie mehr als drei illegale Lösegeldzahlungen tätigen und mussten mehr als fünf illegale Entführungen, Inhaftierungen und illegale Verhöre ertragen. Aus Gründen der persönlichen Sicherheit mussten sie ihr Zuhause verlassen und umziehen. Als zwölfjähriger Jugendlicher musste ich oft bei meinen Mitschülern bleiben, um nicht verfolgt zu werden und den Aufenthaltsort meiner Eltern nicht zu verraten.

Die bösartige Verfolgung ist voller Hässlichkeit und wird von der Welt ignoriert. Als ein aufrichtiger Kultivierender erinnere ich mich an die Lehre des Meisters und würde niemals die Verfolgung anerkennen. Als Schüler habe ich mich immer auf den Abschluss meiner Schule konzentriert und ein gutes Verhältnis zu meinen Lehrern und Mitschülern gepflegt.

In der Zeit, als ich die Mittelstufe besuchte, wurden die Schulleitung, der Schulleiter und der Klassenlehrer schikaniert. Einmal baten zwei Polizisten die Schulleitung, ihnen bei der Ermittlung gegen meine Eltern zu helfen, indem sie mich beobachteten. Sie warteten vor dem Schultor, um mir zu folgen und meine Eltern zu finden. Ich wurde von einem freundlichen Lehrer gewarnt, dass meine Situation enttarnt sei. Als ich hinausging, bemerkte ich tatsächlich zwei Beamte in Zivil, einen links und einen rechts vom Schultor, die mich heimlich beobachteten und ein Getränk derselben Marke zu sich nahmen. Ich akzeptierte ihre heimtückische Vorgehensweise, Praktizierenden zu verfolgen, natürlich nicht. Also erzählte ich dies sofort allen Mitschülern um mich herum und stieg dann in einen Bus, der gerade dabei war loszufahren. So schaffte ich es, sie abzuschütteln.

Später kamen sie, um ihre Belästigungen in der Schule fortzuführen und gingen direkt zum Büro des Schulleiters, um ihn zu zwingen, ihnen zu helfen. Die Schulleitung zeigte ihnen die kalte Schulter und sagte streng zu ihnen: „Kümmert euch selber darum, kommt nicht zu uns!“

Ich hatte während meiner Schulzeit viel zu tun. Um mehr Zeit zum Lernen zu haben, wohnte ich in der Schule. Ich ging oft zu den Lehrern, die die Abendkurse beaufsichtigten, um sie über die Schönheit von Dafa und die wahren Umstände über die Verfolgung zu informieren. Die Lehrer konnten das gut annehmen und erzählten mir auch, was sie über die wahren Umstände und über die traditionellen Geschichten über die Tugenden der Lehrer gehört hatten. Gelegentlich gab ich ihnen auch die Informationen über die Hintergründe der Verfolgung, die ich erhalten hatte, in Form eines Briefes oder einer Wochenbroschüre mit. Gemeinsam mit meinen Mitschülern umgingen wir oft die chinesische Internet-Firewall, um uns in unserer Freizeit von Praktizierenden aus dem Ausland produzierte Videos zur Aufklärung der wahren Umstände anzusehen. Das war sehr kraftvoll und nützlich. Selbst während des Unterrichts diskutierten alle über die Hintergründe der Verfolgung und äußerten ihren Argwohn gegenüber den Inhalten der Nachrichtensendungen. Bei mehreren Gelegenheiten wurden die Sendungen durch den Projektor im Klassenzimmer ausgestrahlt und die Schüler sahen sie sich mit ernsten Mienen an.

Einmal missverstanden mich die Eltern eines Mitschülers. Sein Vater ist ein erfolgreicher Unternehmer, sozial sehr einflussreich, aber in einem Moment der unklaren Gedanken meldete er mich dem Bildungsbüro. Die ganze Schule war in Aufruhr. Unsere Schule ist eine renommierte Schule und eine der Schulen, die direkt als sogenannte rechtsstaatliche Bildungseinrichtung von der KP verwaltet werden. Eine Zeit lang war der Skandal so enorm, dass der Druck einem Berg glich.

Die ganze Schulleitung war nervös. Aufgrund des Drucks sprachen sie ständig mit mir. Zuerst das Schülerbüro, dann die Direktorin des Büros für Akademische Angelegenheiten und dann der Schulleiter. Sie rieten mir, meine Kultivierung aufzugeben und eine Garantieerklärung zu schreiben. Ich erinnere mich, dass die Direktorin mir von ihren schwierigen Entscheidungen erzählte. Sie sagte: „Meine Familie ist katholisch, aber wegen meiner Arbeit und weil ich Parteimitglied bin, kann ich nicht so sein wie sie …“ Ich konterte, indem ich ihr die Wahrheit über die Verfolgung von Falun Dafa durch die bösartige Partei und die Verfolgung des religiösen Glaubens in der Geschichte erklärte. Jedes Mal, wenn sie zu mir kam, um zu diskutieren, bekam ich eine gute Gelegenheit, ihr zu erklären, wie es sich in Wirklichkeit mit Falun Dafa verhielt. Sie nickte dann und übte keinen Druck mehr auf mich aus.

Später bat mich der Schulleiter, zum Büro des Schulleiters zu gehen. Er stand unter dem Druck der Verfolgungsbehörde. Als er sah, dass ich nicht kooperieren wollte, begann er, mich einzuschüchtern: Wenn ich nicht bereit wäre, die Kultivierung aufzugeben und eine Garantieerklärung zu schreiben, würde ich ausgeschlossen, hieß es. Ich ließ mich nicht davon bewegen und erklärte ihm weiterhin die Fakten.

Was später passierte, beeindruckte mich.

Eines Tages kamen Polizisten in die Schule und bereiteten sich darauf vor, mich festzunehmen. Sie versammelten sich im Büro des Direktors und wollten unbedingt etwas unternehmen. Der Campus war bemerkenswert ruhig. Unser Klassenlehrer erschien nicht. Später erfuhr ich, dass der diensthabende Lehrer von der Verschwörung gehört hatte und gegangen war, um sie zu aufzuhalten. Als die Polizisten im Begriff waren zu handeln, zeigte er öffentlich auf sie und rief: „Li Zhenbai ist ein guter Schüler! Sie dürfen ihn nicht berühren!“ Die Polizisten waren fassungslos und schlichen sich davon. Später kamen der Mitschüler und seine Eltern zu mir, um sich bei mir zu entschuldigen. Sie lösten das Missverständnis auf und verstanden die Wahrheit.

Ich weiß, dass dies die Manifestation der Macht der Gerechtigkeit ist, nachdem die Menschen von der Wahrheit erfahren haben. Und die konkrete Manifestation der Kraft von Dafa, das Böse in der Welt zu unterdrücken und des barmherzigen Schutzes des Meisters für seine Jünger. Einige ähnliche Situationen ereigneten sich während der Universitätszeit, aber alle wurden mit der Ermutigung durch den Meister überwunden. Die Universitätsleitung, die Lehrer und die Studenten, die die Wahrheit kannten, waren sehr hilfsbereit und unterstützend. Dies war ein großer Schock für das Böse – ein solch unglaublicher Schock, dass es ihnen nicht gelang, mich zu verfolgen.

Ich erinnere mich immer an die Lehre des Meisters:

„… wenn du ein Schüler bist, hast du die Pflicht, gut zu lernen, dich den Eltern, der Schule und den Lehrern gegenüber aufrichtig zu verhalten.“ (Li Hongzhi, Antworten auf die Fragen bei der Erklärung des Fa in Guangzhou, in: Fa-Erläuterung des Zhuan Falun, 1997)

Während meiner Schulzeit entwickelte sich mein Sinn für Moral, Intelligenz, Fitness und Ästhetik auf ganzheitliche Weise. Bei den Campus-Sportveranstaltungen gewann ich mehrmals verschiedene Gruppen- und Einzelmedaillen in Gold, Silber und Bronze und wurde wiederholt eingeladen, an der Hauptaufführung des alljährlichen Musikkonzerts auf dem Campus teilzunehmen. Bei akademischen Wettbewerben gewann ich zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und sammelte Erfahrungen bei führenden Unternehmen. Nach meinem Abschluss erhielt ich ein Angebot von einer weltberühmten Universität und kam schließlich nach Großbritannien, um hier mein Studium fortzusetzen.

3. Sich fleißig verbessern

Als ich zum ersten Mal in Großbritannien ankam, war alles so neu. Meine Freunde um mich herum diskutierten, wohin sie gehen sollten, um Spaß zu haben. Die Verfolgung in China hielt jedoch noch an und die Welt war in Gefahr, durch die giftigen Lügen zerstört zu werden. Der Auslandsaufenthalt befreite mich nicht von meiner Last. Ich wusste, dass ich mich der großen Zahl von Lebewesen stellen musste, besonders den Chinesen – ich konnte nicht nachlassen bei der Arbeit, die Menschen aufzuklären.

Ich sehe oft Berichte auf der Minghui-Webseite, in denen ältere Mitpraktizierende eilig allein auf der Straße hin- und hergehen – bei Wind und Regen. Nachdem ich darüber nachgedacht hatte, beschloss ich, rauszugehen und die Wahrheit zu sagen. Ich ging zum Übungsplatz, um an der Gruppenübung teilzunehmen. Als ich mich hinsetzte, musste ich unwillkürlich weinen. Ich wusste, dass meine klare Seite glücklich war.

Der Meister sagt:

„In der letzten Zeit kamen viele Praktizierende von Festlandchina ins Ausland. Wie auch immer sie herkamen, von vielen weiß ich, dass sie es in China sehr gut gemacht haben; von vielen weiß ich aber auch, dass sie es sehr schlecht gemacht haben. Aber als sie ins Ausland kamen, sahen sie, dass die Umgebung hier locker ist und es keine Verfolgung mehr gibt, so wollten sie ein gemütliches Leben führen. Es ist sehr gefährlich, die Gelübde nicht einzulösen! Warum? Du hast Verpflichtungen! Du bist ein Dafa-Jünger in der Fa-Berichtigung! Die Dafa-Jünger in dieser Zeit haben dem Meister zu helfen und die Verpflichtung der Errettung der Menschen auf sich zu nehmen – und du tust das nicht! Sogar die Dinge, die in China durch das Bösartige in deinen Kopf hineingefüllt wurden, hast du nach so langer Zeit noch nicht beseitigt. Nur wenn du die drei Dinge gut machst, kannst du erst die verschiedenen Gedanken der Parteikultur, einschließlich der Angst, beseitigen und verändern.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz im Westen der USA 2013, 19.10.2013)

Dieser Absatz hat mich sehr inspiriert. So beteiligte ich mich in den nächsten fünf Jahren fast jedes Wochenende daran, neben dem Fa-Lernen die wahren Umstände zu erklären. In meiner persönlichen Kultivierung konnte ich viel hinzugewinnen. Und was noch wichtiger ist: Diese Erfahrungen haben mir deutlich gemacht, wie dringend es ist, die Wahrheit zu sagen und Menschen zu erretten. Ich habe hier meine persönlichen Erfahrungen zusammengefasst und einige Beispiele aus der Aufklärungsarbeit im Londoner British Museum entnommen, die ich mit euch teilen möchte.

Als eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Großbritannien und der Welt hat das British Museum einen sehr großen Zustrom von Menschen. Fast jeder chinesische Tourist besucht Großbritannien; zusammengerechnet mit den Touristen aus der ganzen Welt sind es Millionen Besucher. Das Museum zeigt Artefakte aus alten Zivilisationen vieler Länder der Welt. Unter ihnen gibt es zahlreiche schöne Werke, die von den vielen vergangenen Kulturen der menschlichen Gesellschaft, der göttlichen Kultur, übrig geblieben sind. Die Besucher tauchen darin ein und werden gereinigt. Sie haben dann die Möglichkeit, die Wahrheit zu verstehen. Vor dem Museum stehen große Reisegruppen. Am Morgen warten die Touristen in der Schlange, um das Museum zu betreten. In der Spitzenzeit erstreckt sich die Schlange über Hunderte von Metern. Dafa-Praktizierende erklären am Ein- und Ausgang oft die Hintergründe der Verfolgung, doch gibt es viel mehr Besucher, als es Praktizierende gibt.

Dies ist ein guter Ort für die persönliche Kultivierung und eine gute Gelegenheit, der Welt die Wahrheit zu sagen. Ich fand heraus, dass ich bei den persönlichen Gesprächen eine kämpferische Mentalität hatte und einen sehr starken Wunsch, mich selbst zu bestätigen. Diese zeigten sich, als ich sprach. Ich wollte nur meine eigenen Ansichten zum Ausdruck bringen und hatte Angst, abgelehnt zu werden, sodass ich nicht gewillt war, anderen zuzuhören. Es gibt Leute, die oft etwas über die Falun Dafa wissen wollen. Sie treten vor und hoffen, mit mir sprechen und ihre Ideen auszutauschen zu können, aber sie werden von mir blockiert, weil ich einfach weiterspreche. Menschen aus westlichen Ländern äußerten häufig ihre Unzufriedenheit, wenn ich ihnen die Hintergründe über die Verfolgung im Zusammenhang mit der Petition erklärte. Früher dachte ich, dass sie meine aufrichtigen Gedanken erschüttern würden und gleichzeitig sich das negative Gift bei ihnen verstärken würde, wenn ich auf ihre schlechten Gedanken hören würde. Diese Einstellung war kontraproduktiv und konnte Menschen nicht erretten. Nach Selbstreflexion und mehr Verständnis für die westliche Gesellschaft veränderte ich mich. Ich erkannte, dass ich der anderen Person mehr Raum geben sollte, wenn ich ihr die wahren Umstände erkläre. Einerseits ist dies ein Weg, Respekt zu zeigen, und andererseits sind die anderen Menschen dann eher bereit, die Wahrheit zu akzeptieren.

Der Meister hat in seiner Lehre einen klaren Hinweis dazu gegeben:

„Ihr sollt es unbedingt mit Vernunft und einem klaren Kopf machen. Bei der Erklärung der wahren Umstände sollt ihr das Auffassungsvermögen der anderen berücksichtigen.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Atlanta 2003, 29.11.2003)

Mir wurde auch klar, dass ich eine starke Qing-Sentimentalität hatte. Ich lebe im Ausland, weit weg von meiner Heimat. Tatsächlich mache ich mir Sorgen um viele Verwandte und Freunde in China. Ich weiß, dass Qing eine Art Dämon ist. Wenn ich jedoch an die vielen Menschen denke, die durch mich die Wahrheit nicht erfahren haben, bin ich traurig und komme in einen negativen Zustand. Manchmal hoffte ich wirklich, dass ich ein bisschen mehr Zeit hätte, um mit ihnen nacheinander zu sprechen und dann unsere Schicksalsverbindung fortzusetzen. Während ich mich in diesem unruhigen Zustand befand, erinnerte mich ein Mitpraktizierender daran, dass es in Festlandchina immer noch Dafa-Jünger gibt und ich daran glauben sollte, dass der Meister die besten Arrangements trifft.

Als mir das klar wurde, ging ich im ersten Sommer seit meiner Abreise aus China raus, um im Museum vier bis sechs Stunden am Tag die wahren Umstände zu erklären. In ungefähr drei Monaten traf ich mehr als 30 ehemalige Mitschüler, Freunde und Verwandte und diejenigen, die in deren Begleitung waren. Ich hatte die Gelegenheit, die wahren Umstände über Falun Dafa an sie weiterzugeben. Dies hat mein großes Bedauern gemildert. Die Schicksalsverbindung hatte uns aus vielen Kilometern Entfernung zusammengeführt. Ich war erstaunt!

Als junger Mann hatte ich immer stark nach Ruhm gestrebt. Es war so, wie der Meister im Zhuan Falun sagt:

„Er denkt, er habe in seinem Leben noch einen langen Weg vor sich; er will sich noch bemühen und kämpfen, um irgendein menschliches Ziel zu erreichen.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun, Online-Version 2019, Seite 143)

Als ich gerade meinen Abschluss gemacht hatte, war es eine Zeit lang für mich das Wichtigste, eine Arbeit zu finden. In der Regel müssen internationale Studenten viel Zeit und Energie in die Arbeitssuche investieren. Sie können erst nach langer Zeit eine Stelle finden und haben dann keine große Wahl. Weil ich Informationsveranstaltungen machen wollte, hatte ich sehr wenig Zeit, um jeden Tag nach einer Arbeit zu suchen. Deshalb war mein Herz oft unruhig. Ich wünschte mir mehr Zeit.

Zu dieser Zeit verschickte ich viele Lebensläufe. Die Bewerbungen bei einem Unternehmen, bei dem ich zuvor ein Praktikum absolviert hatte, wurden nicht beantwortet. Die Situation wurde immer hoffnungsloser. Doch dann besuchte der Geschäftsführer des Unternehmens das Museum und ich traf auf ihn. Wir sprachen über Falun Dafa und die Verfolgung. Bald darauf erhielt ich eine Antwort von seiner Abteilung und wurde eingestellt. Diese Chance erhielt ich auch deshalb, weil ich bei meiner Aufklärungsarbeit über die wahren Umstände der Verfolgung unerschütterlich geblieben war.

Unter den Besuchern gibt es viele Menschen aus der britischen Mainstream-Gesellschaft. Diejenigen, die ich getroffen habe, haben auch eine Schicksalsverbindung mit mir.

Einmal traf ich einen Ordensträger des britischen Empire, der die Entwicklung von London nach dem Zweiten Weltkrieg geleitet hatte. Ich hatte einmal die Gelegenheit gehabt, ihm an der Universität von London zuzuhören, hatte ihm aber noch nicht die wahren Umstände erklären können. Die Winterabende waren dunkel und nur die Lichter der Straßenlaternen beleuchteten die Menschen in der Nähe. Ich stand allein vor dem Museumstor und verteilte Flugblätter an die Leute, die reingingen und rauskamen. Da sah ich eine große Gestalt aus der Tür kommen, die mir das Flugblatt aus der Hand nahm und es respektvoll in die Brusttasche ihres Anzugs steckte. Erst als er direkt in meiner Nähe war, erkannte ich, dass der Mann ein Ordensträger war.

Ein anderes Mal unterschrieb ein in Schottland lebender Universitätsprofessor, der vor mir stand, die Petition. Da stand eine Chinesin, die mich lange von der Seite beobachtete. Schließlich konnte sie es nicht mehr ertragen und ging zu dem Professor, unterbrach ihn und rief, dass ich die Leute täuschen würde. Überraschenderweise blieb der Professor nicht nur unberührt, sondern wies sie zurück: „Das hier ist kein Lügner, er ist mein Schüler, ich glaube seinen Worten“, und fuhr entschlossen fort, die Petition zu unterschreiben. Die Chinesin war fassungslos und sprachlos. Sie musste von ihren Freunden fortgezerrt werden.

Der Abgeordnete aus meinem Wahlkreis weiß, dass Falun Dafa verfolgt und das Verbrechen des Organraubs durch die KP begangen wird und möchte helfen. Er ergriff die Initiative, um ein Schreiben an das Außenministerium zu senden, in dem er eine Untersuchung des Organraubs und die Beendigung der Verfolgung forderte. Kurz darauf schickte er mir die Antwort des Außenministeriums.

An einem Wochenende informierte ich vor dem Museum. Dort sah ich ihn, seine Frau und seine vier Kinder beim Besuch des Museums. Als er an mir vorbeiging, sagte ich ihm, dass ich seinen Brief und den des Außenministeriums erhalten hätte. Ich hatte also die Gelegenheit, ihm vor Ort für seine aufrichtige Unterstützung zu danken.

Obwohl es mir manchmal so vorkommt, als verginge die Zeit langsam, habe ich Tag für Tag das Gefühl, dass der Meister immer da ist und dies alles sorgfältig arrangiert:

„Was die Fashen des Meisters, die rechtschaffenen Gottheiten angeht und das riesige Feld angeht, das das Dafa in der Menschenwelt ausgebreitet hat, sie können alle möglichen Umgebungen nutzen, um die Menschen mit Schicksalsverbindung und die zu errettenden Menschen zu dir zu führen, um ihnen eine Chance anzubieten, sich über die wahren Umstände zu informieren. Jedoch müsst ihr es tun. Es funktioniert auch nicht, wenn ihr es nicht tut. Die Situation hat sich zwar sehr verändert, jedoch ist der Druck, der auf euch lastet, nicht geringer geworden. Die Errettung der Menschen ist sehr dringend, und es gibt noch viele Menschen, die die wahren Umstände nicht kennen.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in der Hauptstadt der USA, 22.07.2006)

4. Fazit

Nachdem ich zum ersten Mal in Peking appelliert hatte, sah ich im Flugzeug beim Rückflug in meine Heimatstadt das einzige Mal in meinem Leben klare Szenen aus einer anderen Dimension: Ein riesiger schneebedeckter Berg erschien am fernen blauen Himmel und stand auf einem riesigen Falun. Zwischen den Bergen und den weißen Wolken waren die drei goldenen Schriftzeichen „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“ zu sehen. Diese Szene war außergewöhnlich klar und unvergleichlich großartig und heilig.

Vor Hunderten von Millionen von Jahren folgten wir dem Meister in die menschliche Welt. Wir haben geschworen, bei der Fa-Berichtigung zu helfen und Lebewesen zu erretten.

In naher Zukunft wird es mir egal sein, ob ich ein reicher oder berühmter und erfolgreicher Mann bin, ob ich viele Enkel habe oder nicht. Ich werde mich nur darum sorgen, wie viele Wesen um mich herum nicht gerettet wurden, weil ich es nicht gut gemacht habe.

In dieser kurzen Zeit der Fa-Berichtigung strebe ich nichts anderes an. Ich möchte nur mit Mitpraktizierenden zusammenarbeiten, um mich stetig im Dafa zu verbessern, das Böse auszurotten und viele weitere Lebewesen zu erretten.

Bitte geben Sie mir dafür die Kraft, Meister. Danke, Meister.