Eine 7-Jährige – wie sie sich fleißig im Falun Dafa kultiviert

(Minghui.org) 

Diesen Erfahrungsbericht hat eine 7-Jährige ihren Eltern mündlich vorgetragen, die ihn anschließend niedergeschrieben haben.

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Ich bin erst sieben Jahre alt und bin schon eine Dafa-Praktizierende. Auch in meiner Familie kultivieren sich viele. Deshalb weiß ich, dass Falun Dafa [1] gut ist. Ich war fünf Jahre alt, als ich mit der Kultivierung so richtig anfing. Das war der Moment, als meine Familie in die Staaten auswandern wollte. Meine Familie hat mich oft daran erinnert, dass auch junge Dafa-Praktizierende ihr Gelübde einhalten und die drei Dinge [2] tun müssen. Meine Mutter fragte mich oft: „Der Meister fordert uns auf, die drei Dinge zu tun. Wie lauten sie?“ Ich sagte dann immer: „Das Fa lernen und die Übungen machen, aufrichtige Gedanken aussenden und die Lebewesen erretten, indem ich über Falun Dafa und die Verfolgung aufkläre.“

Ich möchte gerne davon erzählen, wie ich mit den „drei Dingen“ in meiner Kultivierung bisher umgegangen bin.

Das Fa lernen und die Übungen machen

Als ich nach Amerika kam, war ich erst fünf Jahre alt und mein Chinesisch war nicht besonders gut. Anfangs war auch mein Englisch nicht sehr gut, aber ich schaffte es nach einer Weile, mich zu verbessern. Nur die chinesischen Schriftzeichen konnte ich immer noch nicht lesen und schreiben. Meine beiden Schwestern sind auch Dafa-Praktizierende und lachten mich deswegen immer wieder aus. Eine von ihnen sagte: „Als ich so alt war wie du, konnte ich bereits das Zhuan Falun lesen, obwohl ich damals noch nicht einmal auf der Grundschule war.“ Die andere Schwester sagte: „Ich konnte schon mit drei Jahren die 72 Verse aus Hong Yin I auswendig. Und Hong Yin II konnte ich, bevor ich auf die Grundschule kam.“ Als ich das hörte, wollte ich die chinesische Sprache wirklich schnell lernen. Schon bald darauf konnte ich Über Dafa, das Vorwort aus dem Zhuan Falun, Hong Yin I und teilweise Hong Yin II auswendig aufsagen. Im letzten Sommer fand meine Mutter eine sehr gute Lehrerin, die mir Chinesisch beibrachte. Sie lehrte uns auch viele traditionelle Geschichten und wie man das Zhuan Falun liest.

Jetzt bin ich in der Lage, viele chinesische Schriftzeichen zu schreiben und kann zu Hause mit jedem in unserer Fa-Lerngruppe mithalten. Aber ich lese sehr langsam, muss dabei mit dem Finger auf die Schriftzeichen zeigen und kann die Worte nur im Stillen aussprechen, aber noch nicht laut vorlesen.

Als ich jünger war, wollte ich die Übungen immer zusammen mit den Erwachsenen machen. Jetzt bin ich sieben Jahre alt und kann die Übungen alleine machen. Meine Mutter macht die Musik an und dann mache ich die Übungen alleine. Normalerweise muss ich an den Wochentagen Hausaufgaben machen und Klavier üben. Deshalb kann ich nicht garantieren, die Übungen jeden Tag machen zu können. Doch an den Wochenenden sind die Übungen Pflicht. Manchmal gehe ich mit meiner Großmutter nach Chinatown, um dort die Übungen zu machen. Dort machen viele Leute Fotos von mir, wenn ich dort die Übungen mache. Einmal war ein westlicher Junge da, der meine Bewegungen nachmachte. Wenn ich die Meditationsübung mache, sitze ich im doppelten Lotossitz und kann eine ganze Stunde in Ruhe durchhalten. Für mich ist es so, als ob ich im Inneren einer Lotosblume sitzen würde, deswegen mag ich die Meditation besonders gern.

Meine Xinxing bewahren

Ich gehe jetzt in die zweite Klasse und habe nur westliche Mitschüler. Als ich noch in die erste Klasse ging, hatte ich eine Mitschülerin, die ein Jahr älter war als ich. Sie folgte mir überall hin. Manchmal schikanierte sie mich, indem sie auf meine Hausaufgaben trat. Einmal trampelte sie sogar auf meinen Füßen herum. Wenn ich ein Spielzeug aus meiner Tasche holte, schnappte sie es sich und behauptete, es gehöre ihr. Jeden Tag dachte sie sich aus, wie sie mich ärgern konnte, und brachte mich zum Weinen. Meine Lehrerin sah, dass ich oft weinte. Sie erzählte meiner Mutter, dass ich in der Schule nicht glücklich sei. Ich hatte wirklich große Angst vor diesem Mädchen.

Ich weiß, dass ich eine junge Dafa-Praktizierende bin und der Meister sagt:

„Was ist nun das ,Herz der großen Nachsicht‘? Was du als Praktizierender zuerst erreichen sollst, ist, nicht zurückzuschlagen, wenn du geschlagen wirst, und nicht zurückzuschimpfen, wenn du beschimpft wirst. Du musst Nachsicht üben.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2019, S. 471)

Aus diesem Grund weinte ich immer heimlich, ohne meiner Lehrerin oder meiner Mutter davon zu erzählen. Meine Schwester fand es später aber heraus und ging zu meiner Lehrerin, um mir zu helfen, die Klasse zu wechseln. Meine Mutter sagte zu mir: „Alle Dinge, denen ein Kultivierender begegnet, sind gut. Der Meister ist dabei, dich zu prüfen.“

Meine Tante ließ mich Folgendes aus „Essentielles für weitere Fortschritte“ lesen. Dort sagt der Meister:

„Nachsicht ist der Schlüssel für die Erhöhung der Xinxing. Wut, sich ungerecht behandelt fühlen und Nachsicht üben unter Tränen gehört zur Nachsicht eines gewöhnlichen Menschen, der an Bedenken festhält. Überhaupt keine Wut entstehen lassen und sich nicht ungerecht behandelt fühlen, das ist die Nachsicht eines Kultivierenden.“ (Li Hongzhi, Was bedeutet Nachsicht, 21.01.1996, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Ich denke, dass ich die Anforderung an die Nachsicht nicht erfüllte habe, als ich heimlich weinte. Deswegen hoffe ich, dass ich nächstes Mal nicht mehr weine, sondern lerne, nachsichtig zu sein.

Am ersten Schultag dieses Jahres nahm eben dieses Mädchen meine Tasse während des Mittagessens in der Cafeteria. Sie öffnete den Deckel und spielte mit dem Strohhalm in meiner Tasse. Die Tasse wurde ganz schmutzig. Ich sagte zu ihr: „Deine Hände sind sehr schmutzig und du hast den Strohhalm ganz dreckig gemacht.“ Sie lachte nur und gab mir die Tasse zurück. Während ich zu Mittag aß, dachte ich: „Ich habe keine Angst vor dem Schmutz, ich bin eine Falun-Dafa-Praktizierende. Auch wenn ich das jetzt trinke, werde ich davon nicht sterben.“ Folglich trank ich mit dem verschmutzten Strohhalm das Wasser. Dieses Mal weinte ich nicht und erzählte auch meiner Lehrerin oder meiner Mutter nichts davon.

Das Komische ist, dass dieses Mädchen mich seit Anfang der zweiten Klasse nicht mehr schikaniert hat. Sie folgt mir nun jeden Tag mit einem Lächeln im Gesicht, wir sind jetzt die besten Freundinnen. Sie machte mich sogar mit ihren beiden Brüdern bekannt und stellte mich ihrer Großmutter vor. Ich erzählte ihr von Shen Yun und sagte, sie solle sich die Aufführung mit ihrer Familie ansehen.

Die wahren Umstände erklären

Letztes Jahr in der Weihnachtszeit überreichte ich jedem meiner Mitschüler ein Geschenk. Das waren ein kleiner Radierer, ein Spielzeug und eine Shen-Yun-Broschüre. Meine Mutter überreichte meiner Lehrerin einen Shen-Yun-Kalender. Die Lehrerin hängte ihn im Klassenzimmer auf. Manchmal ließ uns unsere Lehrerin in der Klasse Videos anschauen und dabei wurde oft die Shen-Yun-Werbung ausgestrahlt. Wenn die Werbung zu sehen war, sagte unsere Lehrerin: „Seht mal! Die Kostüme sind so wunderschön!“ Die ganze Klasse wiederholte den Shen-Yun-Werbespruch und alle riefen zusammen „Shen Yun!“ Das ist in unserer Klasse schon oft vorgekommen.

Als die Schule wieder anfing, erzählte ich einem Mitschüler, der hinter mir saß, von der Verfolgung von Falun Dafa. Ich gab ihm einen Flyer. Als er ihn durchgelesen hatte, verstand er die wahren Umstände und sagte zu mir: „Ich bin traurig, dass solche Dinge passieren. Ich habe Glück, zum Glück bin ich nicht nach China gegangen.“

Während der Osterferien im letzten Jahr fuhren wir mit der gesamten Familie nach San Diego. Wir wohnten in einem Hotel, zu dem ein Pool mit einer Thermalquelle gehörte. Da ich sehr gerne schwimme, ging ich dort jeden Tag hin. Als Shen Yun in Süd-Kalifornien auftrat, sahen wir überall die Shen Yun Werbung. Im Schwimmbad hatte ich die Gelegenheit, mit einigen Erwachsenen und jungen Westlern zu sprechen. Wann immer ich sie sah, kam in meinem Kopf der Gedanke auf: „Erzähle ihnen von Shen Yun! Sie kommen von so weit her, verpass nicht diese Gelegenheit!“ Deswegen erinnerte ich meine Mutter daran, ihnen von Shen Yun zu erzählen. Meine Mutter meinte jedoch, dass ihr Englisch nicht so gut sei. Sie wisse nicht, wie sie es ihnen sagen solle. Deshalb sprach ich sie selber auf Englisch an. Die nächsten drei Tage sprach ich jeden an, den ich im Schwimmbad sah. Ich sprach insgesamt mit fünf oder sechs Familien und sie alle sagten, dass sie sich Shen Yun anschauen wollten.

Letzten Sommer sind wir in ein neues Haus gezogen. Am ersten Tag nach unserem Umzug ging ich zu meinem Nachbarn und stellte einem älteren Mann Shen Yun vor. Ich wusste, dass meine Mutter und meine Tante nicht so gut Englisch sprechen konnten wie ich, und sprach die westlichen Nachbarn selber an, wenn ich sie sah. Immer wenn wir chinesische Gäste bei uns hatten, erinnerte ich meine Mutter daran, ihnen vom Austritt aus der Partei zu erzählen.

Neujahrswunsch

Mein Wunsch in diesem Jahr ist es, mein Chinesisch zu verbessern, noch mehr chinesische Schriftzeichen zu lernen und in der Lage zu sein, das Zhuan Falun mit meiner Familie zu lesen. 

Ich fing mit fünf Jahren an, klassischen chinesischen Tanz zu lernen. Ich hoffe, dass ich schnell größer werde und in die Fußstapfen meiner Schwestern trete, um auf der Shen Yun Bühne die Lebewesen durch Tanz zu erretten. Manchmal kann ich den Meister in meinen Träumen sehen. Deswegen muss ich mich fleißig kultivieren und dem Meister nach Hause folgen.

Ich danke Ihnen, Meister! Vielen Dank, meine Mitpraktizierenden!


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und verbreitete sich rasant. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit 1999 in China verfolgt.

[2] Die drei Dinge: 1) Die Lehre von Falun Dafa lernen, 2) aufrichtige Gedanken aussenden und 3) die Menschen auf der Welt über die wahren Umstände von Falun Dafa und die Verfolgung aufklären.