Das Schicksal einer Familie – die Folgen der andauernden Verfolgung von Falun Dafa

(Minghui.org) Ein Ehepaar in der Stadt Lanzhou, Provinz Gansu wurde seit Juli 2019 wegen seines Glaubens an Falun Dafa [1] immer wieder von den Behörden schikaniert. Beide verließen ihr Zuhause, um sich vor der Polizei zu verstecken. Danach bekam der Ehemann Gesundheitsprobleme, und später wurde festgestellt, dass er Leberkrebs im Spätstadium hatte.

Nachdem das Krankenhaus ihn wegen der Coronavirus-Epidemie entlassen hatte, verschlechterte sich sein Zustand rapide. Er starb am 28. Februar 2020 im Alter von 56 Jahren.

Monatelange Belästigung

Auf Anordnung des Komitees für Politik und Recht [2] der Stadt Lanzhou belästigten Polizisten und die Mitarbeiter des Wohnkomitees ab Juli 2019 alle paar Wochen Wang Yuqing und seine Frau Zhao Ting. Die Behörden sagten, jemand habe Zhao Ting angezeigt, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen habe. Sie drohten, sie in die Gehirnwäsche-Einrichtung in Gongjiawan bringen zu lassen. die örtliche Polizei und die Mitarbeiter des Wohnkomitees versuchten auch, das Paar zu zwingen, auf ihren Glauben an Falun Dafa zu verzichten, um ihren Jahresbonus nicht zu verlieren.

Zhao forderte die Beamten auf, sich nicht an der Verfolgung zu beteiligen, und klärte sie über Falun Dafa und die Verfolgung auf. Danach sagte Wang, ein Direktor des örtlichen Wohnkomitees, am Telefon zu ihr: „Was Sie über Falun Dafa gesagt haben, ist richtig, aber wir haben keine andere Wahl. Wir befolgen nur die Befehle von oben.“

Die Beamten kamen im September und November 2019 noch einige Male und schikanierten das Paar.

Am 26. November 2019 zeichneten die Beamten ihren Besuch mit einer Kamera auf. Sie sagten, dass sie Zhao vor dem neuen Jahr in die Gehirnwäsche-Einrichtung bringen müssten. Sie erwähnten auch, dass das Komitee für Politik und Recht Mittel zur Verfügung gestellt habe, um zwei Helfer einzustellen. Diese sollten sich um Zhaos Mutter, die um die 80 ist, und um Wang kümmern, der zu dieser Zeit ebenfalls krank war.

Dies sei die letzte Warnung, sagten die Beamten zu Zhao. Sollte sie sich immer noch weigern, die Erklärungen zum Verzicht auf Falun Dafa zu unterschreiben, würden Mitarbeiter des Komitees für Politik und Recht sie verhaften.

Notlage der Familie

Um nicht in die Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht zu werden, begann Zhao am 28. November 2019, ihrem Zuhause fernzubleiben.

Ihr 83-jähriger Vater war so verzweifelt über die Situation, dass sich seine Gesundheit schnell verschlechterte. Er hatte zehn Tage lang Blut im Urin.

Am 16. Dezember kehrte Zhao nach Hause zurück, um ihren Vater zu einer Untersuchung zu bringen. Bei ihm wurde Blasenkrebs diagnostiziert und er musste operiert werden. Während er sich noch erholen musste, schikanierte die Polizei seine Tochter erneut.

Zhao war gezwungen, wieder von ihrem Zuhause wegzuziehen. Doch sowohl ihr Mann als auch ihre Mutter waren krank und nicht in der Lage, für sich selbst zu sorgen. Deshalb kehrte sie zurück, um mit den beiden zusammen zu flüchten. Der psychische Druck forderte seinen Tribut an Wangs Gesundheit. Er begann unter gesundheitlichen Problemen zu leiden und die Drei mussten nach Hause zurückkehren.

Während Zhao sich um ihren Vater kümmerte, suchte sie nach Krankenhäusern, wo ihr Mann behandelt werden konnte. Doch aufgrund der Coronavirus-Epidemie weigerten sich die örtlichen Krankenhäuser, neue Patienten aufzunehmen. Wang wurde erst am 16. Januar 2020 in ein Krankenhaus eingeliefert, wo es hieß, dass er Leberkrebs im Spätstadium habe.

Zwei Tage später befand er sich in einem kritischen Zustand, sodass er wiederbelebt werden musste. Selbst als er im Koma lag, rief er: „Lauf! Lauf! Sie kommen dich holen! Du darfst nicht verhaftet werden!“ Da Zhao wusste, wie sehr er sich um sie sorgte, sagte sie zu ihrem Mann: „Keine Sorge. Sie können mich nicht mitnehmen.“ Und Wangs Sohn versprach: „Papa, bitte sei versichert, ich werde Mama beschützen.“

Am 22. Januar wachte Wang aus dem Koma auf und wurde noch am gleichen Tag aus dem Krankenhaus entlassen, da es sich auf die Aufnahme von Coronavirus-Patienten vorbereitete.

Zuhause verschlechterte sich Wangs Zustand weiter; sechs Tage später war er tot.

Die Verfolgung der Familie in der Vergangenheit

Wang war früher Sportlehrer an einer Mittelschule gewesen. Er begann 1996, Falun Dafa zu praktizieren und schrieb der Praktik die Heilung seiner schweren Leberkrankheit zu. Da sie ihren gemeinsamen Glauben nicht aufgaben, wurden er und seine Frau in den vergangenen 21 Jahren wiederholt schikaniert, festgenommen und inhaftiert. Als ihr Sohn neun Jahre alt war, hielten Polizisten ihn auf dem Polizeirevier fest und schlugen ihn.

Ende 2001 war Zhao gezwungen, außer Haus zu leben, um einer Verhaftung zu entgehen. Im September 2002 verhafteten Behörden Wang und hielten ihn 15 Monate lang fest. Ihr Sohn, damals erst 11 Jahre alt, wurde während dieser Zeit allein zu Hause gelassen. Ohne jemanden, der sich um ihn kümmerte, war der Junge oft ausgehungert und lebte in Angst.

Polizisten verhafteten Zhao während der Verfolgungskampagne „an die Tür klopfen“ im Jahr 2017 erneut und hielten sie mehr als zehn Tage lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung fest.

Früherer Artikel:

Die neunjährige Verfolgung von Zhao Ting und ihrer Familie (Stadt Lanzhou, Provinz Gansu)


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

[2] Das Komitee für Politik und Recht ist eine außergerichtliche Behörde, die mit der Verfolgung von Falun Dafa beauftragt ist.