Als die Pandemie in Hubei ausbrach

(Minghui.org) Das Coronavirus, auch als KPCh-Virus bekannt, breitete sich Anfang 2020 in unserer Stadt aus.

Zuerst glaubte ich nicht, dass es mein eigenes Leben so sehr beeinflussen würde. Ich ging immer noch jeden Tag hinaus, um über die wahren Umstände von Falun Dafa aufzuklären. Außerdem riefen meine Mitpraktizierenden und ich Menschen an und sprachen mit ihnen über dieses Thema. Eines Tages, während ich mit meinem Elektrofahrrad unterwegs war, bemerkte ich plötzlich, dass die Straßen größtenteils menschenleer waren. Ich sah fast nur Krankenwagen und Menschen in Schutzanzügen.

Als ich in meine Wohnanlage zurückkehrte, musste ich an der Pforte meine Körpertemperatur prüfen lassen. Zwei Tage später wurde die Wohnanlage abgeriegelt.

Während dieser Zeit spürte ich wirklich, in welch gefährlicher Situation sich die Menschen befanden. Das belastete mich sehr. Wenn diese Menschen starben, da ich sie nicht erreichen und retten konnte, wäre das dann nicht aufgrund meiner Schuld und meiner Sünde? Das fragte ich mich. Es war ein Gefühl, das ich vorher noch nie gespürt hatte. Infolgedessen hatte ich keinen Appetit mehr und wachte in der Nacht mehrmals auf. Ein unsichtbarer Druck lastete auf mir.

Mit Fa-Lernen und dem Aussenden von aufrichtigen Gedanken korrigierte ich meinen Zustand. Außerdem suchte ich einige Informationsmaterialien über Falun Dafa raus und verbreitete sie per Email. Ich rief auch Bekannte an, die nicht aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und deren angeschlossenen Organisationen ausgetreten waren.

Ich beschloss, mein Handy zu benutzen, das auf meinen richtigen Namen registriert war, um die Menschen über die wahren Umstände aufzuklären. Doch weil ich Angst hatte, zögerte ich noch ein paar Tage. Dann dachte ich an all die Menschen, die noch nicht aus der KPCh ausgetreten waren und gerade in diesem Moment in Gefahr sein könnten. So begann ich mit den ersten Anrufen. Überraschenderweise war ich sofort entspannter. Es schien, als hätte der Meister die Substanz der Angst entfernt, die mich eingeschlossen hatte. Es war so, als ob meine Angst nie da gewesen wäre.

Ich machte diese Anrufe nicht alle nacheinander, sondern dann, wenn ich in einer guten Verfassung war. Diese Tätigkeit veränderte auch meine Denkweise. In der Vergangenheit hatte ich die Verfolgung abgelehnt, da ich Schmerz und Verlust vermeiden wollte. Jetzt lehnte ich die Verfolgung auf selbstlose Weise ab und wollte angesichts der drohenden Katastrophe weitere Menschen erretten.

Als in unserer Wohngegend der „Lockdown“ beendet wurde, gab es immer noch Einschränkungen. Wenn wir den Wohnblock betreten oder verlassen wollten, mussten wir zum Beispiel unseren Gesundheits-Code auf dem Smartphone scannen lassen. Zusätzlich mussten wir zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder zurück sein. Eine Gruppe von Leuten stand Wache am Eingangstor des Wohnblocks und zunächst sah es so aus, als würden sie mich behindern, wenn ich rausgehen wollte.

Aber als ich mich das erste Mal auf den Weg machte, fuhr ich mit meinem Fahrrad hinter einer anderen Person her und niemand fragte mich etwas. Ich war überrascht und ein wenig begeistert. Im Stillen dankte ich dem Meister für seine Hilfe.

Ich fuhr mit dem Fahrrad die Straße entlang und sah, dass die Straßen immer noch menschenleer waren. Die Menschen, denen ich gelegentlich begegnete, trugen alle Gesichtsmasken und waren in Eile.

An einer Apotheke sprach ich mit einem Mann mittleren Alters, der dort Medikamente kaufte. Er war sofort bereit, aus der KPCh auszutreten und freute sich. Ich sagte ihm noch, dass seine Familienangehörigen ihre Austrittserklärung auch auf einen Geldschein schreiben könnten. Das würde ebenfalls funktionieren. Er bedankte sich bei mir.

Anschließend besuchte ich eine Mitpraktizierende. Ich vertraute darauf, dass ich problemlos in die Wohnanlage der Praktizierenden gelangen würde. Tatsächlich kam ich durch das Haupttor, einem Auto folgend, hinein. Wir hatten uns schon lange nicht mehr gesehen. Gutgelaunt unterhielten wir uns eine Weile und machten Pläne, am nächsten Tag gemeinsam loszugehen, um die Menschen über die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden aufzuklären.

Beim Verlassen der Wohnanlage wurde ich am Tor von einem Wachmann aufgehalten. Er bestand darauf, meinen Gesundheitscode zu scannen, obwohl ich ihm mitteilte, dass ich da nicht wohnte. Ich hatte keine andere Wahl, und musste mein Handy zeigen, in dem kein Akku drin war.

„Wie sind Sie hereingekommen? Ihr Telefon hat keinen Akku“, fragte er.

Ich sagte ihm, dass ich durch dieselbe Tür gekommen sei, die er bewachte.

„Sie können jetzt gehen. Sie brauchen den Code nicht zu scannen“, sagte er.

Auf dem Heimweg war ich sehr konzentriert. Ich sagte mir immer wieder: „Kein Scannen für Dafa-Jünger!“ Am Eingangsportal zu meiner Wohnanlage kam dann wirklich niemand, um meinen Code zu scannen.

Wann immer ich mein Wohnviertel betrat oder verließ, rezitierte ich in Gedanken diese Worte. Ich kam jedes Mal durch, ohne gescannt zu werden. Da ich aber fast jeden Tag mit dieser Situation konfrontiert war, wurde ich immer unsicherer. Ich begann mir deswegen Sorgen zu machen.

Die Gedanken ändern die Gegebenheiten. Als ich nämlich eines Tages in die Wohnanlage zurückkehrte, wurde ich von einem Sicherheitsbeamten verfolgt, der mir zurief: „Scannen Sie den Code! Scannen Sie den Code!“ Ich ignorierte ihn, und fuhr mit dem Fahrrad an ihm vorbei. Am nächsten Tag verlangte er erneut von mir, den Code einzuscannen. Eine Beamtin, im Büro am Eingangsportal, sagte mir, dass es ausreiche, wenn ich ihr meinen Gesundheitscode zeigen würde.

Ich dachte, das es eine Art Störung war. Und so fing ich an, aufrichtige Gedanken auszusenden, wobei ich mich darauf konzentrierte, dass Falun-Dafa-Schüler nicht gescannt werden sollten.

Allerdings merkte ich bald, dass hinter meinem Unwillen, den Code zu scannen, ein Eigensinn steckte. Dieser Eigensinn war wiederum mit negativen Gedanken verbunden. Ich hatte Angst, dass meine Bewegungen aufgezeichnet und dadurch das Muster meiner Ausgänge offensichtlich würde. Das bedeutete, dass ich an der Angst festhielt und die alten Mächte anerkannte.

Ich legte meine Angst vor dem Scannen des Codes ab und ließ absichtlich meinen Gesundheitscode ein paar Mal scannen. Das entspannte mich. Meine Gedanken bezüglich des Themas wurden einfach: „Ich werde die Dinge einfach geschehen lassen. Wenn mich jemand zum Scannen auffordert, dann ist das eben so; wenn nicht, ist das auch okay.“

Seitdem machte ich mir keine Gedanken mehr über die Situation. Erstaunlicherweise stehen mir seither die Türen nach draußen weit offen. Seitdem hat niemand mehr versucht, mich zum Scannen des Codes zu zwingen.

Mit dem Auf und Ab der Situation in der Pandemie schwankte auch die Haltung des Wachpersonals zwischen streng und lax. Aber wann immer ich die Wohnanlage betrete oder verlasse, werde ich nie kontrolliert, während die Leute vor oder hinter mir kontrolliert werden. Ich mache mir darüber keine besonderen Gedanken.

Die Pandemie hat meine Kultivierungsumgebung verändert. Während der gesamten Zeit habe ich im tiefsten Innern stets die Barmherzigkeit und Ermutigung durch den Meister gespürt.