Sich nicht vom oberflächlichen Verhalten mitreißen lassen – tun, was wir tun sollen

(Minghui.org) Als ich in den letzten Jahren sah, dass viele Beamte der Polizeibehörden, der Staatsanwaltschaft und der Gerichte sich bei den Gerichtsverfahren mit Falun-Dafa-Praktizierenden nicht an das Gesetz hielten, sondern sich auf die Seite der Kommunistischen Partei Chinas stellten, wurde ich sehr ärgerlich und hielt sie für schlechte Menschen. Falun-Dafa-Praktizierende werden widerrechtlich festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt. Das geschieht, weil solche Beamte die Verhaftungen durchführen. Das ist zwar die Wahrheit, jedoch war mein Problem, dass ich von diesem Bild gefühlsmäßig mitgerissen wurde.

Der Meister hat gesagt, dass wir die Menschen mit Barmherzigkeit erretten sollen und dass es bei der Kultivierung keine Feinde gibt. Durchs Fa-Lernen verstand ich diesen Grundsatz und hatte das Gefühl, dass er mir klar war. Aber sobald ich mit der bösartigen Haltung der Mitarbeiter der Behörden konfrontiert war, nagte Groll an mir, sodass ich nicht mehr barmherzig sein konnte. Ich wollte ihnen nicht begegnen und ihnen schon gar nicht die wahren Umstände erklären. Wenn ich anlässlich unserer Rettungsaktionen, bei denen wir versuchten, Mitpraktizierende aus der Gefangenschaft zu befreien, zu ihnen gehen musste, konnte ich keine innere Ruhe und Barmherzigkeit bewahren. Deswegen waren die Ergebnisse auch nicht gerade ideal. In den letzten Jahren beteiligte ich mich deshalb nur noch selten an diesen Rettungsaktionen.

Ich hatte nicht nur ungern mit der Polizei, den Staatsanwälten und anderen juristischen Institutionen zu tun, auch bei meiner Arbeit als Lehrer wurde ich sehr passiv. Mehrere Jahre lang durfte ich nicht mehr unterrichten. Ich suchte mehrmals den Parteisekretär, den Schulleiter und Mitarbeiter des Büros 610 auf und erklärte ihnen die wahren Hintergründe der Verfolgung. Ich bat sie, mich wieder unterrichten zu lassen. Aber sie redeten entweder nur oberflächlich mit mir oder ignorierten mich. Das brachte alles nichts. Ich war ratlos und gab auf. Zusätzlich wurde ich von meinen Arbeitskollegen ausgegrenzt und litt unter dem Druck der jährlichen Arbeitsbewertung.

Wir wissen zwar, dass wir uns nicht von der Oberfläche einer Sache mitreißen lassen dürfen, trotzdem steckte ich gedanklich fest in diesem Trugbild und wurde gefühlsmäßig mitgerissen.

Erst als ich einen Erfahrungsbericht auf der Minghui-Website las, in dem der Autor einige Verfolgungsfälle nannte und wie Richter diese Fälle beurteilten, wurde mir klar, dass Richter in Festlandchina gar keine Befugnis haben, ein rechtsgültiges Urteil zu sprechen. Sie stehen der Macht der Kommunistischen Partei Chinas rechtlos gegenüber und werden von der KPCh als Instrument zur Unterdrückung der Barmherzigkeit benutzt. Für die daraus entstehenden Probleme müssen sie allerdings trotzdem die Verantwortung tragen. 

Als ich diesen Artikel las, erinnerte ich mich an die telefonische Belästigung durch die Polizei Ende letzten Jahres. Sie fragten mich immer wieder nach meiner Adresse. Ich ging nicht darauf ein und war unfreundlich. Mein Herz war voller Abscheu und Groll. Sie drohten mir, zu meiner Arbeitsstelle zu kommen. Einige Tage lang war ich sehr verärgert und nervös. Ich hatte Angst und wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Darüber musste ich nachdenken.

Wir Kultivierenden bringen die Barmherzigkeit zu allen, die uns begegnen, schrieb der Autor am Ende des Artikels. Das erweiterte meine Sichtweise. Wir sollen alle Wesen mit Barmherzigkeit behandeln, egal wie sie sich verhalten. Wir tun das, was der Meister von uns verlangt, nämlich über die wahren Begebenheiten aufklären und Menschen erretten.

Durch diesen Artikel habe ich erkannt, dass ich mich nicht von dem oberflächlichen Verhalten eines Lebewesens herunterziehen lassen soll, egal ob es gut oder schlecht erscheint. Danach stellte ich fest, dass meine Abneigung gegenüber der Polizei und anderen stark abzunehmen begann. Ich kann ihnen jetzt mit einem gütigen Herzen begegnen. Vielen Dank an den Meister, dass er anhand dieses Artikels meine aufrichtigen Gedanken verstärkt hat. Vielen Dank auch an den Autor dieses Artikels.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch.