Der Moment, in dem ich meine Angst verlor

(Minghui.org) Über 20 Jahre lang lebe ich inzwischen nach Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, den Prinzipien von Falun Dafa. Wenn ich zurückblicke, sehe ich, dass ich auf dem Weg strauchelte und doch jede Hürde überwand – alles unter dem Schutz von Meister Li (dem Begründer von Falun Dafa). Wann immer ich auf das Portrait des Meisters schaue, ruht sein Blick voller Barmherzigkeit und mit Tränen in den Augen auf mir. Dann kann ich nicht anders, als ebenfalls zu weinen.

Ich möchte gerne einige Kultivierungserfahrungen mitteilen und so meine Dankbarkeit gegenüber dem Meister zum Ausdruck bringen.

Die Angst loslassen

Länger als ein Jahr hatte man mich rechtswidrig in einer Haftanstalt festgehalten, weil ich Falun Dafa praktiziere. Nach meiner Rückkehr in den Lehrerberuf hatte ich nicht den Mut, offen über Falun Dafa und die Verfolgung zu sprechen. Durch das beständige Lernen und Abschreiben des Fa, den Erfahrungsberichten auf Minghui.org sowie dem Austausch mit den Praktizierenden vor Ort erkannte ich, dass ich meine Angst durchbrechen und mit meinen Arbeitskollegen über die Verfolgung sprechen und Dafa bestätigen sollte.

Einmal war ich beim Unterrichten meiner Klasse mit dem Lehrstoff durch und hatte noch etwas Zeit übrig. Während ich überlegte, wie ich meinen Schülern die Schönheit von Falun Dafa aufzeigen könnte, flüsterte ein Schüler: „Falun Dafa.“ Das griff ich sofort auf: „Wisst ihr denn über Falun Dafa Bescheid? Aktuell wird es von der Regierung verfolgt. Ist euch bekannt, weshalb die Regierung Falun Dafa unterdrückt?“ Einer der Schüler antwortete: „Weil deren Stimme eine andere ist als die der Regierung.“

Durch diese Antwort schlug mein Herz höher und meine Angst verschwand im Nu. Ich erläuterte, dass die sogenannte Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens ein Komplott der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) war, mit dem Ziel, Falun Dafa zu diffamieren und die Welt zu täuschen. Meine Schüler staunten und hörten aufmerksam zu. Als manche mir hier und da ins Wort fallen wollten, rief ein Schüler: „Seid ruhig und hört der Lehrerin zu!“ So konnte ich der ganzen Klasse erklären, was sich bei der inszenierten Selbstverbrennung wirklich zugetragen hatte.

Ein andermal wurde ich nach dem Unterricht von eine Gruppe Jungs umringt. Sie stellten mir ein paar Fragen zum Lehrstoff, die ich eine nach der anderen geduldig beantwortete. Obwohl die Mittagspause schon längst angebrochen war, machten sie keine Anstalten zu gehen. Da hatte ich den Gedanken, dass sie bei mir blieben, weil sie die Tatsachen über Falun Dafa erfahren und gerettet werden wollten. Ich sendete aufrichtige Gedanken aus, um die bösartigen Faktoren zu beseitigen, die ihre Errettung behinderten, und um meine Angst aufzulösen.

Ich überlegte, wie ich auf Falun Dafa zu sprechen kommen könnte, als ein Schüler mich fragte: „Frau Lehrerin, erzählen Sie uns doch noch etwas, was nichts mit der Schule zu tun hat.“ Also fragte ich: „Habt ihr denn schon von den drei Austritten für eine gute Zukunft gehört?“

„Frau Lehrerin, was sind das für drei Austritte? Ich habe das einmal in Hongkong gesehen, ist das alles wahr?“

Ich sprach mit ihnen über die zahlreichen Verbrechen, die die KPCh über die Jahre hinweg verübte. „Im Geschichtsunterricht habt ihr gelernt, dass alle verschiedenen Dynastien zu Beginn eine Politik der Versöhnung hatten und manchmal sogar Amnestien aussprachen. Die KPCh hingegen hat viele blutige Kampagnen angezettelt, auch das Studentenmassaker am 4. Juni 1989 und die Verfolgung von Falun Dafa sowie zahlreicher anderer Bevölkerungsgruppen. Sie hat den Tod von über 80 Millionen Chinesen verursacht und damit mehr Menschen den Tod gebracht, als beide Weltkriege zusammen.

Ein altes Sprichwort besagt: ,Gutes wird mit Gutem und Böses mit Bösem vergolten.‘ Die KPCh hat so viele Menschen getötet, dass der Himmel sie sicherlich dafür strafen wird. Wenn man durch den Beitritt in die Parteiorganisationen ein Teil von ihr ist, wird man mit ihr leiden. Deshalb sollte man seinen Austritt aus den Parteiorganisationen erklären. Ich kann euch Pseudonyme geben, unter denen ihr austreten könnt.“

Sie ließen mich kaum ausreden und meinten, dass sie bereits welche hätten. Rasch nannten sie mir ihre Pseudonyme für den Austritt und ich schrieb sie alle nacheinander auf. Unterdessen lief vor dem Fenster ein anderer Lehrer vorbei, was mir einen kleinen Schreck versetzte. Aber als ich mich wieder meinen Schülern zuwandte, die gerade die Fakten erfahren hatten, verspürte ich keine Angst mehr, sondern nur noch Dankbarkeit gegenüber dem Meister, der mir geholfen hatte, diese Schüler zu erretten.

Schulabsolventen mit offenen Fragen auf Stippvisite

Zwölf Schulabgänger kamen auf einen Besuch zurück an die Schule. Auch wenn ich ihnen damals im Unterricht einige Fakten dargelegt hatte, waren noch nicht alle aus den Parteiorganisationen ausgetreten.

Sie wollten mit ihren alten Lehrern sprechen und als ich den Flur entlangkam, umringten sie mich. „Frau Lehrerin, kennen Sie uns noch?“ – „Natürlich kenne ich euch!“ Der Reihe nach nannte ich ihre Namen. Sie waren darüber sichtlich erfreut und einer fragte: „Frau Lehrerin, Sie haben uns viel beigebracht. Aber warum haben Sie uns denn im dritten Jahr nicht unterrichtet?“

„Es tut mir sehr leid, dass mir das verwehrt war und ihr euch an einen neuen Lehrer gewöhnen musstet. Bislang hatte ich noch keine Gelegenheit, euch den Grund dafür zu erklären. Weil ich eine Falun-Dafa-Praktizierende bin, hatte mich der Rektor aufgefordert, meinem Glauben zu entsagen. Da ich das ablehnte, ließ er mich nicht mehr unterrichten.“

Einer der Schüler fragte empört: „Frau Lehrerin, nicht ein einziges Mal hat der Rektor uns gefragt, wie ihr Unterricht ist. Wie konnte er einer so guten Lehrerin das nur antun?“ So erläuterte ich ihnen weiter: „Der Rektor stand selbst unter großem Druck. Ich denke, dass die Beamten des Büro 610, das für die Verfolgung von Falun Dafa zuständig ist, ihn bedroht haben.“ Während wir redeten, liefen nacheinander einige Lehrer sowie der Rektor auf dem Weg zum Speisesaal an uns vorbei. Aber es machte mir keine Angst.

Mich besorgte eher, dass die Schüler möglicherweise vergessen hatten, was ich ihnen damals im Unterricht erklärte. Also rief ich ihnen das Grundlegende über Falun Dafa in Erinnerung, sprach mit ihnen über die drei Austritte und weshalb diese notwendig sind und gab jedem von ihnen ein Pseudonym für den Austritt aus der KPCh, dem Kommunistischen Jugendverband und den Jungen Pionieren. Sie wiederholten die Namen, die ich ihnen geben hatte, und zogen lächelnd weiter. Jedoch fiel mir auf, dass ich einen der Schüler übersehen hatte, was ich bedauerte. Ich dachte darüber nach, ob es eine Möglichkeit gebe, ihn zu kontaktieren.

Am nächsten Tag rief mich ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes vom Schuleingang aus an und informierte mich, dass ein Schüler nach mir suchen würde. Als ich dort ankam, erkannte ich den Schüler, mit dem ich tags zuvor nicht geredet hatte. Nachdem ich ihn hereinließ, sagte er zu mir: „Frau Lehrerin, was haben Sie gestern gesagt? Ich habe es nicht mitbekommen.“

Lächelnd fragte ich ihn: „Dann bist du zurückgekommen, um die Wahrheit zu erfahren?“ – „Ja, ich bin hierher gekommen, um zu hören, was wirklich stimmt.“ Ich war gerührt und erzählte ihm, was Falun Dafa ist und was es mit den drei Austritten auf sich hat. Dann gab ich ihm ein Pseudonym für den Austritt aus der KPCh und ihren Parteiorganisationen. Als er ging, schien er sehr zufrieden zu sein.

Es ist wirklich so, dass der Meister alles vorbereitet hat und nur darauf wartet, dass wir Mund und Beine in Bewegung versetzen!

Meiner Furcht entgegentreten, auf einen Agenten der Geheimpolizei zugehen

Während der Welle der Strafanzeigen gegen Jiang Zemin im Jahr 2015 erstatteten viele Praktizierende vor Ort – darunter auch ich – unter Angabe ihrer Namen Anzeige. Viele der mir bekannten Praktizierenden wurden daraufhin verhaftet. Als ich davon erfuhr, hielt mich die Angst fest im Griff. Ich wusste nicht, an wen ich mich wenden oder was ich tun sollte. Vor dem Bild des Meisters brach ich in Tränen aus: „Meister, meine Mitpraktizierenden wurden verhaftet. Ich weiß, dass ich gehen und der Polizei die Fakten erklären sollte, aber ich wage es nicht. Bitte, Meister, helfen Sie bei ihrer Rettung. Danke, Meister!“ Nicht lange danach kehrten einige der verhafteten Praktizierenden nach Hause zurück.

Auch wenn ich selbst nicht verhaftet wurde, bemerkte ich, dass ein Geheimpolizist in Zivil vor meinem Mietshaus stand und es observierte. Er folgte mir, wohin ich auch ging. Mein Ehemann bemerkte ihn ebenfalls und fing deshalb einen Streit mit mir an, was mich noch mehr in Panik versetzte. Ich lernte beständig das Fa und sendete aufrichtige Gedanken aus, um das Böse und meine Furcht zu beseitigen.

Ich sagte zu mir selbst und zu allen Wesen: „Ich bin eine Jüngerin von Meister Li und stehe unter seiner Verantwortung. Wenn ich etwas falsch gemacht habe, werde ich mich selbst korrigieren und dem Fa angleichen; niemand kann eine Ausrede nutzen, um mich zu verfolgen.“ Auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Weg nach Hause rezitierte ich das Fa des Meisters. Langsam legte sich meine Furcht etwas.

Eines Tages kam ich nach Hause und bemerkte den Geheimpolizisten, der auf der anderen Straßenseite hinter einem Baum stand. Meine Furcht war wieder da. Im ersten Moment wollte ich einfach nur so schnell wie möglich verschwinden. Aber anstatt in eine Seitenstraße auszuweichen, hielt ich inne und sagte mir: „Diese Angst gehört nicht zu mir. Ich muss ihm die Tatsachen über Falun Dafa erklären!“ Ich drehte mich um und ging auf ihn zu.

Ohne zu zögern sprach ich ihn an: „Sie sind hier, weil Sie mich beobachten und mir folgen. Aus welchem Grund observieren Sie mich schon so lange?“ Er bestritt, dass er mir folgen würde und behauptete, dass sein Großvater in der Nähe lebte. Seine Lüge störte mich nicht und ich fuhr fort: „Ich praktiziere Falun Dafa. Ich dachte, dass Sie hier sind, um mir zu folgen und mich zu überwachen. Falls dem so ist, dann sollten Sie das nicht machen. Es ist nicht gut für Sie.“

Ich sagte ihm, dass ich bereits seit meiner Jugend unter einer angeschlagenen Gesundheit gelitten hatte. Von der westlichen Medizin über die chinesische Medizin bis hin zu Volksrezepten hatte ich alles versucht, aber nichts konnte mir wirklich helfen. Schließlich fand ich Falun Dafa und nach nicht einmal einem Monat waren meine körperlichen Gebrechen verschwunden. Meine Hautkrankheit, zervikale Spondylose und Rachenentzündung waren geheilt und mein Charakter besserte sich ebenfalls.

Er fragte: „Wenn du denkst, dass es eine gute Sache ist, warum praktizierst du dann nicht zu Hause, sondern redest in der Öffentlichkeit darüber?“ Da wollte ich von ihm wissen: „Wenn Ihre Verwandten, Freunde, Kollegen oder Nachbarn krank wären und Sie wüssten, dass es etwas gibt, was ihnen helfen kann; würden Sie es ihnen sagen wollen?“ „Natürlich würde ich das“, entgegnete er.

„Ja sehen Sie, ich habe sehr von dieser guten Kultivierungspraxis profitiert und daher spreche ich mit meinen Verwandten, Freunden, Kollegen und Nachbarn darüber.“ Er meinte: „Ihr Falun-Dafa-Praktizierende mischt euch in die Politik ein.“ Ich verstand, dass er damit auf unsere Bemühungen anspielte, den Menschen bei den drei Austritten zu helfen. Deshalb beschrieb ich ihm die Verbrechen, die die KPCh über die Jahre begangen hat:

„Seit ihrer Machtergreifung hat die KPCh die Grundbesitzer, Unternehmer und Akademiker terrorisiert. Die studentische Demokratiebewegung hat sie 1989 gewaltsam niedergeschlagen. Später hat sie dann die Verfolgung von Falun Dafa gestartet und Praktizierenden bei lebendigem Leib die Organe geraubt, um diese auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Falun-Dafa-Praktizierende kultivieren Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Wir wollen nicht mit ansehen, wie unschuldige Menschen leiden müssen; deshalb helfen wir den Menschen unter Einsatz unseres Lebens bei den drei Austritten. Dadurch beschützen die Praktizierenden die Menschen, es ist ein Akt der Güte! Finden Sie nicht?“

Ich erklärte ihm auch, dass viele Falun-Dafa-Praktizierende Strafanzeige gegen den früheren Staatspräsidenten Chinas, Jiang Zemin, gestellt haben, weil dieser ohne rechtliche Grundlage die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hat. Und weil er die sogenannte Selbstverbrennung inszenieren ließ, um die Öffentlichkeit zu Hass gegen die Praktizierenden anzustacheln.

Als ich geendet hatte, sagte der Polizist: „Danke, dass du mir davon erzählt hast“, und verschwand, bevor ich die Chance hatte, mit ihm die drei Austritte vorzunehmen. Später sah ich ihn einmal in einer Seitenstraße stehen. Ich lief dorthin, aber er war bereits verschwunden. Danach habe ich ihn nie wieder gesehen.