Gericht in Guangdong verurteilte zwölf Falun-Dafa-Praktizierende zu langen Jahren Haft

(Minghui.org) Seit Beginn der Verfolgung von Falun Dafa durch das kommunistische Regime Chinas im Juli 1999 hat das Bezirksgericht Pengjiang in der Stadt Jiangmen in der Provinz Guangdong ein Dutzend Falun-Dafa-Praktizierende zu hohen Strafen verurteilt. Mindestens zehn von ihnen wurden zu mehr als sieben Jahren Gefängnis und zu Geldstrafen von über 50.000 Yuan (ca. 7.500 Euro) verurteilt.

Nachfolgend finden Sie Informationen über die Verfolgung, der die zwölf Personen ausgesetzt waren:

Zwei Praktizierende gemeinsam verurteilt

Liu Binglin, 53, wurde am 7. Mai 2010 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, weil er mit Menschen über Falun Dafa gesprochen hatte. Er wurde im April 2017 aus dem Gefängnis Sihui entlassen.

Chen Limei, 46, wurde am 7. Mai 2010 zu neun Jahren Haft verurteilt und in das Frauengefängnis von Guangdong gebracht. Sie kam im Februar 2016 frei.

Ehepaar zu insgesamt 17 Jahren verurteilt

Jiang Xiaoming war Angestellter der Abteilung für Vermögenssicherung der China Construction Bank in der Stadt Jiangmen, während seine Frau, Guo Changwei, im Kundendienst derselben Bank tätig war. Das Ehepaar reiste zunächst im Juli 2000 und dann im Oktober 2000 nach Peking, um sich für Falun Dafa einzusetzen. Die beiden wurden zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Guo war im Frauenarbeitslager Sanshui brutaler Folter ausgesetzt.

Am 18. Oktober 2004 sprach das Ehepaar in der Universität Wuyi mit anderen Menschen über Falun Dafa. Dabei wurden sie verhaftet. Nach mehr als einem Jahr im Untersuchungsgefängnis von Jiangmen wurde Jiang zu sieben Jahren und Guo zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Hohe Haftstrafen und Geldstrafen für ein Ehepaar wegen ihres Glaubens

Yu Rongxin wurde am 18. September 2017 und seine Frau Xie Qing drei Tage später verhaftet. Beide wurden im Untersuchungsgefängnis der Stadt Jiangmen festgehalten. Ihr Sohn im Teenageralter blieb allein zu Hause zurück.

Die Polizei übermittelte den Fall des Paares am 28. Juni 2018 an die Staatsanwaltschaft der Stadt Jiangmen. Am 31. Juli ging er dann an das Bezirksgericht Pengjiang weiter.

Am 11. September stand das Paar vor Gericht. Ihr Anwalt verteidigte ihre Unschuld.

Am 28. Dezember verurteilte das Gericht sie insgeheim zu einer Gefängnisstrafe, ohne ihren Anwalt oder ihre Familie zu informieren: Yu zu achteinhalb Jahren und einer Geldstrafe von 30.000 Yuan (ca. 4.200 Euro). Xie wurde zu siebeneinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 25.000 Yuan (ca. 3.500 Euro) verurteilt. Das Ehepaar legte beim Mittleren Gericht von Jiangmen Berufung ein, doch die ursprünglichen Urteile wurden aufrechterhalten. Ihre Familien wurden nicht benachrichtigt.

Yu ist derzeit im Gefängnis von Beijiang inhaftiert, während Xie im Frauengefängnis von Guangdong inhaftiert ist.

48-Jährige wegen ihres Glaubens zu acht Jahren Haft verurteilt

Zeng Weiying, 48, wurde verhaftet, weil sie auf die Verfolgung von Falun Dafa aufmerksam gemacht hatte.

Am 14. Mai 2019 drangen acht Beamte in ihre Wohnung auf dem Land ein und nahmen sie fest. Die Polizisten beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher, Informationsmaterialien sowie ein Tablet. Einen Durchsuchungsbefehl legten sie jedoch nicht vor. Stunden später verschafften sich Beamte noch Zugang zu einer anderen Wohnung der Praktizierenden in der Gemeinde Shaping und durchsuchten auch dort alles.

Am nächsten Tag wurden Zengs Eltern von der Polizei vorgeladen und verhört. Die Beamten versuchten, von ihnen Zehntausende Yuan (10.000 Yuan = ca. 1.400 Euro) zu erpressen. Als die Polizisten feststellten, dass das Geld nicht aufgebracht werden konnte, gaben sie auf.

Später gab die Polizei den Fall an die Bezirksstaatsanwaltschaft Pengjiang ab. Am 4. Dezember 2019 wurde sie vom Bezirksgericht Pengjiang zu acht Jahren Haft und einer Geldstrafe von 30.000 Yuan verurteilt.

Mann zu acht Jahren Haft und 30.000 Yuan Geldstrafe verurteilt

Wang Bin wurde am 22. Mai 2017 verhaftet und im Untersuchungsgefängnis Jiangmeng festgehalten. Im Untersuchungsgefängnis wurde er zu einer körperlichen Untersuchung gezwungen. Man legte ihm mehrere schwere Fußfesseln an, die seine Füße ca. 75 cm auseinander drückten. Die Polizei verlangte von ihm, die Treppe hinaufzusteigen, ohne dass sie ihm die Fesseln entfernten. Infolgedessen bluteten seine Füße und er erlitt schwere Verletzungen.

Seine Verhaftung wurde am 28. Juni 2017 genehmigt. 2018 verurteilte ihn das Gericht zu acht Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 30.000 Yuan, weil er Informationen über Falun Dafa auf Chinas beliebtester Social-Media-Plattform WeChat mit Vivo- und ZTE-Handys geteilt und Software zum Durchbrechen der chinesischen Internetzensur verbreitet hatte.

Wang legte beim Mittleren Gericht von Jiangmen Berufung ein, aber das Urteil wurde am 6. März 2019 bestätigt.

Wang praktiziert Falun Dafa seit 1996. Weil er sich nach Beginn der Verfolgung weigerte, Falun Dafa aufzugeben, wurde er verfolgt, überwacht und schikaniert. Im Jahr 2000 verurteilte ihn ein Gericht zu einer dreijährigen Haftstrafe im Arbeitslager Sanshui, weil er Broschüren verteilt hatte, die über die wahren Hintergründe der Verfolgung von Falun Gong informierten.

2006 wurde er sechs Monate lang in der Gehirnwäsche-Einrichtung Sanshui festgehalten, weil er mit anderen Menschen über Falun Dafa gesprochen hatte.

Frau zu acht Jahren verurteilt, Berufung abgelehnt

Li Aiqun begann 1996 mit dem Praktizieren von Falun Dafa und erholte sich von vielen Krankheiten wie heftigem Nasenkatarrh, Migräne und Schwindelanfällen.

Am 23. Oktober 2012 wurde Li in ihrer Wohnung verhaftet. Eine weitere Praktizierende, Feng Qifeng, wurde ebenfalls verhaftet. Beide Praktizierende erschienen am 31. Juli 2013 mit ihren beiden Anwälten vor Gericht, die ihre Unschuld verteidigten. Die Praktizierenden verteidigten sich auch selbst und beantragten, bedingungslos freigelassen zu werden.

Am 26. November 2013 wurde Li zu acht Jahren und Feng zu drei Jahren Haft verurteilt. Sie legten Berufung ein, aber das Mittlere Gericht von Jiangmen bestätigte das Urteil.

Frau zu 7,5 Jahren und 20.000 Yuan Geldstrafe verurteilt

Im Februar 2018 fanden Polizisten an mehreren Orten im Bezirk Pengjiang Falun-Dafa-DVDs. Sie vermuteten, dass Qu Huaying diese verteilt hatte und nahmen sie am 21. März fest. Ihre Verhaftung wurde am 21. April bestätigt.

Das Bezirksgericht Pengjiang verurteilte Qu zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan. Sie legte gegen das Urteil Berufung ein, die jedoch am 4. März 2019 vom Mittleren Gericht in Jiangmen abgelehnt wurde.

Friseursalon-Besitzerin drei Jahre interniert, jetzt erneut wegen ihres Glaubens verurteilt

Liang Qiuchang, 51, ist Besitzerin eines Friseursalons. Sie wurde am 14. Juli 2020 verhaftet, als sie in einem Wohngebiet Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilt hatte. Polizisten brachten sie am Nachmittag nach Hause und durchsuchten ihre Wohnung ohne Durchsuchungsbefehl. Dabei fanden sie ein Falun-Dafa-Andenken und nahmen es mit. Sie brachten Liang ins Untersuchungsgefängnis des Bezirks Xinhui. Ihre Verhaftung wurde am 21. August bestätigt.

Liang wurde am 28. Mai 2021 im Bezirk Pengjiang vor Gericht gestellt. Der Richter verurteilte sie zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan.

Seit sie im Jahr 2000 angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, wurde Liang mehrfach verhaftet. Die erste Verhaftung erfolgte am Abend des 13. September 2004, weil sie Materialien über Falun Dafa verteilt hatte. Sie wurde zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt.

Am 16. Oktober 2016 erfolgte die nächste Verhaftung. Am 28. September 2017 verurteilte das Bezirksgericht Xinhui sie zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 6.000 Yuan (ca. 809 Euro). Im Oktober 2018 kam sie frei.

Zu fünf Jahren Haft verurteilt, nachdem die Polizei sie verdächtigt hatte, Falun-Dafa-Materialien herzustellen

Tang Yanlan, 49, wurde am 22. April 2019 verhaftet. Anschließend durchsuchten Polizisten ihre Wohnung. Sie verdächtigten die Praktizierende, einen Computer, Drucker und Druckerpapier gekauft zu haben, um zu Hause Informationsmaterialien über Falun Dafa herzustellen. Sie wurde im Untersuchungsgefängnis der Stadt Jiangmen inhaftiert.

Im September 2020 wurde Tang zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan verurteilt. Sie legte gegen das Urteil Berufung ein, aber das Mittlere Gericht von Jiangmen bestätigte es am 24. Dezember 2020.

Tang war bereits am 28. Juni 2015 verhaftet und einen Monat lang festgehalten worden. Am 5. Juli 2017 war sie erneut verhaftet und fünfzehn Tage lang inhaftiert worden.

An der Verfolgung beteiligte Parteien:

Lin Qinwen, stellvertretender Leiter des Strafgerichts am Bezirksgericht Pengjiang: +86-135-34778193Li Lei, stellvertretender Leiter des Strafgerichts am Bezirksgericht Pengjiang: +86-180-26767633Zou Juntao, Leiter der Staatsanwaltschaft: +86-138-22338976

(Kontaktinformationen zu weiteren an der Verfolgung Beteiligten finden Sie im chinesischen Originalartikel)