Nach China telefonieren: Alle Hindernisse überwinden, mich gut kultivieren

(Minghui.org) Über viele Jahre hinweg habe ich an Touristenattraktionen über die Fakten aufklären können. Nach dem Ausbruch der Pandemie fing ich an, Anrufe nach China zu tätigen.

Als ich drei Monate lang den Menschen in China telefonisch die wahren Zusammenhänge erläutert hatte, bat mich ein Mitpraktizierender, dem Team der internationalen Rettungsplattform beizutreten – sie benötigten dringend Unterstützung. Ich wusste, dass über diese Plattform Polizisten, Staatsanwaltschaften, Gerichte, die Rechtsabteilungen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), das Büro 610, höhere Behörden und die breite Gesellschaft angerufen werden. Noch bevor er mit seinen Ausführungen zu Ende war, lehnte ich ab. Meine Begründung war, ich sei alt und manchmal vergesslich, hätte Schwierigkeiten mit der Artikulation und meine Denkweise sei etwas langsam. Außerdem würde ich es vorziehen, reguläre Anrufe zu tätigen.

Obwohl ich abgelehnt hatte, ließ mich der Gedanke nicht los und ich konnte während der Meditation nicht zur Ruhe kommen. Ich dachte darüber nach, wo meine Blockade lag.

Der folgende Absatz aus dem Fa des Meisters unterbrach meine Gedanken:

„Für euch gibt es keine Auswahl. Wenn du bei der Errettung der Menschen eine Auswahl triffst, ist das falsch. Wem auch immer du begegnest, den sollst du erretten, ganz gleich, was für einen Status er hat und zu welcher gesellschaftlichen Schicht er gehört, ganz gleich, ob er ein Staatspräsident oder ein Bettler ist. In den Augen der Gottheiten sind die Lebewesen gleichgestellt, die Aufteilung in Schichten ist in der menschlichen Gesellschaft entstanden.“ (Was ist ein Dafa-Jünger, 29.08.2011)

Unsere Kultivierungswege werden vom Meister arrangiert. Zu alt dafür zu sein oder schlecht zu hören, gehören zu den menschlichen Ausreden. In Wirklichkeit bestand der Hauptgrund meiner Absage darin, dass ich es als sehr mühsam empfand, über die Rettungsplattform zu telefonieren. Die Chance, jemanden am anderen Ende der Leitung zu erreichen, war gering und die Wahrscheinlichkeit, den anderen zum Austritt aus den KPCh-Organisationen zu bewegen, noch geringer.

All diese „Gründe“ entstammten menschlichen Anhaftungen wie Egoismus, Angst, das Gesicht wahren wollen, Bequemlichkeit, sich entspannen wollen, keine Bereitschaft, etwas herzugeben sowie Angst vor Not und Schwierigkeiten. Alle diese menschlichen Anschauungen und Anhaftungen legten mir Hindernisse in den Weg. Als Kultivierender war mir klar, dass ich sie beseitigen musste.

Nach einigem Überlegen erkannte ich, dass das Angebot des Praktizierenden ein Arrangement des Meisters war. Als Falun-Dafa-Praktizierende habe ich die Pflicht, die Lebewesen zu erretten. Ich sollte dorthin gehen, wo der Meister mich hinschickt, ohne irgendwelche Bedingungen zu stellen. Selbst die Praktizierenden in China, die der ständigen Gefahr ausgesetzt sind, verhaftet und verurteilt zu werden und dass ihnen die Organe bei lebendigem Leib entnommen werden, treten hervor und klären auf den Polizeidienststellen und Polizeirevieren mit Güte über die wahren Begebenheiten auf. Wie könnte ich mich also in dieser entspannten Umgebung vor meiner Mission drücken?

Sich dem Kampf anschließen

Als ich das erste Mal die Rettungsplattform betrat, wollte ich mich vor dem ersten Anruf mit der Situation vertraut machen, einige Materialien studieren und notieren, was ich sagen wollte. Da wandte sich der Koordinator an mich: „Du hast Glück. Morgen startet unser wichtigstes Projekt – wir tätigen Anrufe in die Stadt Harbin.“ Ich freute mich, war aber auch etwas nervös. Ich freute mich darüber, dass der Meister meine Teilnahme so sehr beschleunigte. Ohne eine mentale Vorbereitung fehlte mir jedoch die nötige Zuversicht. Zum Glück klärte mich der Koordinator über die Anforderungen und beachtenswerte Dinge auf. Ich verspürte zunehmend mehr Begeisterung.

In jener Nacht konnte ich nicht einschlafen. Mein unterer Rückenbereich schmerzte und ich konnte mich nicht umdrehen. Mir war klar, dass diese Störung des Bösen mich daran hindern wollte, meinen Teil bei den Bemühungen zur Errettung der Menschen beizutragen. Ich sandte aufrichtige Gedanken aus, um die Störung zu beseitigen. „Die Menschen zu retten, ist meine historische Mission und niemand kann mich aufhalten“, sagte ich. Nachdem ich 30 Minuten lang aufrichtige Gedanken ausgesandt hatte, verschwanden die Rückenschmerzen und ich schlief ein.

Am nächsten Morgen sandte ich aufrichtige Gedanken aus und fertigte zwei Listen mit Nummern an. Nach den ersten beiden Anrufen tat mir plötzlich die linke Seite im Brustbereich weh. Es war so schmerzhaft, dass mir das Atmen schwerfiel. Im Stillen sagte ich mit einer gewissen Heiligkeit: „Alte Mächte, ich habe den Meister und das Dafa! Ich fürchte mich nicht vor euch!“ Während ich die Anrufe tätigte, rezitierte ich immer wieder dieses Gedicht des Meisters:

„Wie Wind und Blitz stürmen zu kosmischen HöhenDonnern mit gewaltiger Macht, übersteigen den HimmelÜber den Kosmos fegen, nichts unberührt bleibtAuf einmal alles Entartete und Abweichende beseitigt.“(Aufrichtige Gedanken, 13.02.2014, in: Hong Yin IV)

Als ich mich auf das Telefonieren konzentrierte, verschwand der Schmerz in meiner Brust. Obwohl ich in der Nacht zuvor weniger als drei Stunden geschlafen hatte, ging es mir gut.

Am zweiten Tag trat die Störung noch intensiver auf: Die Menschen in Harbin gingen nicht ans Telefon. Wurde ein Anruf durchgestellt, wurde er sofort unterbrochen. Oder es kam nach dem Wählen einer Nummer die Meldung, die Leitung sei besetzt oder die Nummer ungültig.

Manchmal war ich, sobald der andere Teilnehmer den Hörer abnahm, zu nervös und wusste nicht, was ich sagen sollte. Die Gesinnung, mich zu beschweren und eine kämpferische Haltung einzunehmen, kam zum Vorschein. Auf einmal blitzten die Worte „aufrichtige Gedanken“ in meinem Kopf auf und ich konnte mich beruhigen. Der Meister erleuchtete und ermahnte mich, aufrichtige Gedanken auszusenden.

Ich erinnerte mich daran, dass ich eine Falun-Dafa-Praktizierende bin. Der Meister hat darauf hingewiesen:

„Barmherzigkeit lässt Frühling zwischen Himmel und Erde werdenAufrichtige Gedanken erretten Menschen in der Welt.“ (Fa berichtigt das Universum, 06.04.2002, in: Hong Yin II)

Ich glaubte fest, dass meine Güte mit der klaren Seite meines Gegenübers kommunizieren würde. Irgendwo tief verborgen würde seine Seele dies fühlen können. Ich kommunizierte auch mit dem Wesen, das die Störung verursachte: „Du darfst das nicht tun! Was wird mit dir geschehen, wenn du die Errettung der Menschen störst?“ Ich dachte auch an die übernatürlichen Kräfte, die mir vom Meister verliehen wurden, um alle bösartigen Faktoren zu beseitigen. Ich sandte aufrichtige Gedanken aus und bat den Meister, mich zu stärken.

Nachdem ich aufrichtige Gedanken ausgesandt hatte, tätigte ich weitere Anrufe. Dieses Mal verlief es anders. Ein Mann sagte mit leiser Stimme: „Ich kann Sie nicht klar verstehen. Bitte senden Sie mir die Informationen zu.“

Beim nächsten Anruf meldete die Eingabeaufforderung, dass die Nummer ungültig sei. Nichtsdestotrotz nahm der Angerufene den Hörer ab. Während des Sprechens senkte er seine Stimme: „Eine unserer Vorschriften erlaubt es uns nicht, Anrufe aus dem Ausland anzunehmen. Können Sie mir die Informationen zusenden?“

Ich war so aufgewühlt, dass mir die Tränen kamen. Auf einmal wurde mir klar, dass es nicht daran lag, dass die Menschen die Anrufe nicht entgegennehmen wollten, sondern dass die KPCh sie bedrohte und unter Druck setzte. Die Menschen warten sehnlichst auf ihre Errettung!

Jedes Hindernis überwinden

Nebent den Störungen der KPCh in dieser Dimension traten auch erhebliche Störungen durch die alten Mächte auf. Als ich einmal Anrufe tätigte, funktionierte das Telefon nicht mehr. Ich war dieser Plattform gerade beigetreten und besaß nur dieses eine Gerät. Was war zu machen? Inmitten meiner Ratlosigkeit besorgte mir der Praktizierende Lee schnell ein anderes Telefon. Da ich keine Kreditkarte besaß, übernahm er die Kosten.

Die anderen telefonierten mit ausgeschalteten Lautsprechern und Mikrofonen, wir konnten einander also nicht hören. Ich fragte mich, woher sie wussten, dass mein Telefon nicht mehr funktionierte. Da ging mir auf, dass der Meister sie zu meiner Unterstützung geschickt haben musste. Der Meister war stets an meiner Seite. Tränen der Dankbarkeit strömten mir übers Gesicht. Ich legte die Handflächen gegeneinander, um dem Meister meine Dankbarkeit zu bezeugen. Vielen Dank, Meister!

Die an der Plattform beteiligten Praktizierenden fördern den Erfahrungsaustausch nach speziellen Projekten. Sie teilen ihre Erfahrungen und Lektionen, die sie anhand der Fa-Grundsätze in die Praxis umgesetzt haben wie auch ihren Erfolg und was effektiv war. Jeder hat die Möglichkeit, seinen Beitrag zu leisten und darüber auszutauschen. Dies ist ein wichtiges Element und hilft dem Team, sich als Ganzes zu erhöhen und in der Kultivierung voranzuschreiten. Jeder Erfahrungsaustausch schien mir einem Training gleich, von dem ich sehr profitiert habe.

Während wir die Anrufe tätigen, ermahnen uns die Mitpraktizierenden stets, unsere Erklärungen gründlich durchzuführen. Die Nummern seien nicht leicht zu bekommen und wir sollten die Chance, diese Menschen zu retten, zu schätzen wissen. Es galt also, jeden Anruf gut zu erledigen. Nach meinem Verständnis bedeutet Bodenständigkeit, keine Lücken oder Schlupflöcher aufzuweisen. Wir müssen den Maßstab erfüllen, keine menschlichen Anhaftungen aufkommen lassen und die Menschen aus ganzem Herzen erretten. Auf diese Weise entstehen keine Lücken, die das Böse ausnutzen kann.

Die Geisteshaltung der Praktizierenden, die sich gegenseitig helfen und selbstlos ihren Beitrag leisten, schuf ein positives Umfeld für die Rettung der Lebewesen. Das hat mein Herz geöffnet und meine Gedankenebene erhöht.

Es ist mir zutiefst bewusst geworden, dass ich das Fa mehr lernen, das Fa gut lernen und meine Xinxing kontinuierlich erhöhen muss, um erfolgreich Anrufe zur Erklärung der wahren Umstände führen zu können. Nur mit einem beständigen Geist kann ich aufrichtige Gedanken haben. Nur mit genügend aufrichtigen Gedanken können Störungen überwunden werden. Nur wenn ich mich gut kultiviere, werden meine Worte eine kraftvolle Wirkung erzeugen. Nur wenn wir unsere Kultivierungsebene beständig erhöhen, können die Störungen beseitigt werden. Der Prozess der Errettung der Lebewesen ist in Wirklichkeit der Prozess der Erhöhung meiner eigenen Xinxing und Kultivierungsebene. Warum konnten einige mit der gleichen Nummer durchkommen, während ich gestört wurde? Dadurch erkannte ich den Abstand zwischen mir und meinen Mitpraktizierenden.

Während meiner Mitwirkung an der Plattform in diesem Jahr legte ich meine egoistische Gewohnheit ab, vorsichtig zu sein und dieses oder jenes zu fürchten. Wenn ich mich nicht fleißig kultiviere, kann ich dem Meister nicht wirklich dabei helfen, das Fa zu berichtigen. Dann kann ich die Errettung der Lebewesen nicht an erste Stelle setzen und handele den Menschen und mir selbst gegenüber unverantwortlich.

Ich muss meinen Egoismus beseitigen, meine Wünsche und Ängste und mein Streben nach Bequemlichkeit loslassen. Wenn ich meine Selbstbezogenheit nicht beseitige, werde ich mich nicht erfolgreich kultivieren können!