Als ich meine Anschauung änderte, veränderte sich meine Tochter

(Minghui.org) In den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass meine Tochter nicht mehr so süchtig nach ihrem Handy ist wie früher. Im Moment benutzt sie das Handy nur für ihre Hausaufgaben oder spielt während einer Pause kurz darauf. Manchmal möchte sie gar nicht mehr ins Handy schauen.

Früher war sie nicht so. Meine Tochter besucht die 4. Klasse. Als sie noch klein war, las sie gerne Bücher und lernte alte Gedichte auswendig. Sie lernte auch oft mit mir zusammen das Fa und lernte Hong Yin I auswendig. Als sie die erste Klasse besuchte, konnte sie schon fließend das Zhuan Falun lesen. In der Zeit der Pandemie begann der Online-Unterricht. Jeden Tag war ich mit meiner Arbeit und den Projekten für Dafa beschäftigt. Zu Hause hatte ich keine Zeit, mich um sie zu kümmern. Und so fing sie an, mit dem Handy zu spielen. Zuerst unterhielt sie sich mit ihren Mitschülern in den sozialen Medien. Dann schaute sie die kurzen Videos für Kinder an. Schließlich fiel sie immer tiefer. Wenn ich etwas dagegen sagte, hörte sie nicht auf mich. Sobald sie nicht lernen musste, nahm sie das Handy zur Hand. Sie spielte nicht mehr mit anderem Spielzeug und las auch keine Bücher mehr. 

In diesem Jahr lud ihr älterer Cousin ein kleines Spiel vom Handy ihrer Großmutter herunter. Da wurde sie süchtig und wollte nur noch dieses Handy-Spiel spielen. In den ganzen Sommerferien und den 8-tägigen Ferien Anfang Oktober wollte sie immer zu ihrer Großmutter gehen, sobald sie nichts mehr zu tun hatte. Auch beim Essen spielte sie damit. Sobald sie mit einem Spiel angefangen hatte, konnte sie nicht mehr aufhören. Sie wollte nicht zum Essen kommen und hatte keine Lust, ihre Fehler in den Hausaufgaben zu berichtigen, sondern musste unbedingt ein Spiel fertigspielen. Oft spielte sie bei ihrer Großmutter bis spät in die Nacht hinein. Ich kenne die Gefahr des Handy-Spiels und die Spielsucht. Aber was auch immer ich ihr sagte, nutzte nichts. Mit Zwang konnte ich sie auch nicht davon abhalten. Ich schaffte es nicht einmal, ihr das Handy wegzunehmen. Oft stritten wir deswegen. Ich fühlte mich völlig hilflos.

Vor Kurzem hat der Meister mehrere Jingwen veröffentlicht. Und auch auf Minghui gab es ein paar Artikel darüber. Die Praktizierenden tauschten sich viel aus über menschliche Gesinnungen, menschliche Gedanken und menschliche Gefühle. Über den Artikel „Nimm Abstand von der Gefahr“ haben die Mitpraktizierenden sich viel ausgetauscht. Viele Praktizierende schauten nach innen. Eines Tages dachte ich immer wieder über die Worte „menschliche Gesinnung, menschliche Gedanken und menschliche Gefühle“ nach. „Menschliche Gedanken“ heißt doch menschliche Anschauungen, nicht wahr? Die Kultivierenden sind vom ersten Tag ihrer Kultivierung im Dafa an schon keine gewöhnlichen Menschen mehr und sollen aus dem Menschen heraustreten. Dann soll man die Dinge auch nicht mehr aus der Perspektive der menschlichen Anschauung betrachten, sondern mit den aufrichtigen Gedanken eines Kultivierenden.

Warum betrachte ich die Probleme immer noch mit menschlichen Anschauungen, obwohl ich mich schon seit mehr als zwanzig Jahren kultiviere? Zum Beispiel das Problem mit dem Handy: Ich betrachtete das Handy wie eine schreckliche Bedrohung und wollte, dass meine Tochter nicht mit dem Handy in Berührung kommt. Ich hatte Angst, dass das Handy ihr schaden würde. Aber je mehr ich Angst hatte, desto schlimmer wurde es. Ich konnte meine Tochter auch nicht zügeln. Deshalb machte ich mir noch mehr Sorgen und war unfreundlich zu ihr. Jeden Tag drohte ich ihr: „Das Handy und das Spielen wird dich ruinieren!“ Ich hatte gar keine Geduld und keine Güte. Daraufhin hörte sie nicht mehr auf mich und war oft sogar wütend auf mich.

An jenem Tag kam ich auf die Idee, dass ich wahrscheinlich das Handy und dessen Gefahr zu wichtig nahm. Ich nahm es so schwer, weil ich wusste, dass das Handy von Außerirdischen erfunden worden ist, um die Menschheit zu ruinieren. Das moderne Leben geht nicht mehr ohne Handy. Jeder ist vom Handy abhängig und wird davon gesteuert. Noch schädlicher ist das Handy für Kinder und Schüler. Die Lehrer, die Eltern und die Schulen haben keine Lösung für dieses Problem. Wegen ihrer Handys können die Menschen nicht einmal mehr normal kommunizieren. Das ist ein Problem, das die Menschheit nicht lösen kann. Aber Dafa kann alles. Wie kann ich das Handy-Problem als so wichtig betrachten? Ist das nicht so, dass ich es zu hoch bewerte? Was ist schon ein Handy gegenüber Dafa? Es gibt kein Problem, das nicht von Dafa gelöst werden kann.

Was die Erziehung meiner Tochter anbelangt, bin ich nicht so eigensinnig auf gute schulische Leistung aus. Ich denke, dass die Zukunft und das Schicksal meiner Tochter schon arrangiert sind. Ich nehme diese Sache leicht und folge dem natürlichen Lauf. Ich bin sehr beschäftigt mit meiner Arbeit. Am Abend gehe ich zum Fa-Lernen in die Gruppe. Am Wochenende beteiligte ich mich an Aktionen zur Erklärung der wahren Umstände. So habe ich nicht viel Zeit und Kraft für meine Tochter. Wegen des Problems mit dem Handy hörte meine Tochter nicht auf mich. Ich sollte ja auch nicht immer wütend auf sie losgehen. Und so war ich ziemlich hilflos. An jenem Tag fand ich meine Einstellung nicht richtig. Dem natürlichen Lauf zu folgen sollte aber nicht heißen, dass man Kinder einfach spielen lässt. Wenn mein Kind Probleme hat, ich aber nur hilflos zuschaue, ist es eigentlich ein verantwortungsloses Verhalten von mir und kein aufrichtiges Verhalten einer Kultivierenden. Ich muss die Verantwortung für mein Kind ernstnehmen, denn es ist für das Fa auf die Welt gekommen – es möchte errettet werden. Ich habe die Verantwortung und auch die Verpflichtung, eine kleine Dafa-Jüngerin richtig anzuleiten. Das ist meine Verantwortung als Kultivierende, nicht nur als ihre Mutter.

Als ich mir dies klar überlegt hatte, wollte ich, dass meine Tochter am Abend mit mir zusammen zum Fa-Lernen in der Gruppe gehen sollte. Sie wollte aber nicht. Meine Haltung war sehr streng und bestimmend. Ich wollte nicht mehr zulassen, dass sie einfach so viel spielte, wie sie wollte. Hier ging es nicht um Nachsicht, sondern darum, einen Dämon wegzuschicken. Als sie sah, dass ich so fest entschlossen war, kam sie mit, wenn auch unwillig. Aber dort in der Gruppe hatte sie dann keine schlechte Laune mehr und war plötzlich ein ganz anderer Mensch. Sie las mit anderen zusammen das Fa, und zwar fließend.

Seit jenem Tag veränderte sich meine Tochter, ihre Sucht wurde immer weniger. Früher hatte sie auf dem Handy gespielt, auch wenn sie zur Toilette ging oder auf dem Weg nach Hause war. Jetzt nahm sie ein Buch mit auf die Toilette. Mittags will sie auch nicht mehr unbedingt zu ihrer Großmutter. Und wenn sie in der Lernpause mit dem Handy spielt, kann sie es danach auch sehr schnell wieder weglegen.

Als ich meine Anschauung änderte, veränderte sich auch mein Verhalten zu meiner Tochter. Ich bin nun freundlich und spreche vieles mit ihr ab oder schlage ihr etwas vor. Sie hört mehr auf mich und verhält sich manchmal sogar sehr verständnisvoll. Ich muss mir nicht mehr so viele Sorgen machen. Die Situation hat sich völlig verändert.

Meinem Verständnis nach hat der Meister die schlechten Dinge weggenommen, sobald ich meine Anschauung geändert hatte. Dafa kann alles. Wenn wir schwierigen Problemen begegnen, dann ist die Zeit gekommen, dass wir unsere Anschauung ändern.