Langjährige Haftstrafen für zwei Einwohner von Chongqing

(Minghui.org) Zwei Einwohner von Chongqing wurden am 18. August 2023 zu hohen Haftstrafen verurteilt, weil sie sich weigerten, ihren Glauben an Falun Dafa aufzugeben.

Herr Wang Hong, 48, und Frau Dai Shufang, 71, wurden am 20. September 2022 verhaftet. Wang wurde später zu 9 Jahren und Dai zu 8,5 Jahren verurteilt und zudem zu einer Geldstrafe von jeweils 15.000 Yuan (etwa 2.130 Euro).

Trotz Verfolgung Falun Dafa praktiziert

Wang und Dai begannen beide nach Beginn der Verfolgung, Falun Dafa zu praktizieren. Wang stieß im September 2000 auf das Zhuan Falun. Er fühlte sich sofort von den tiefgründigen Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht angezogen und sah trotz des Chaos und des raschen Verfalls der Moral um ihn herum wieder Hoffnung. Sein Praktizieren wurde jedoch immer wieder von Verfolgungen begleitet.

Er wurde am 6. März 2001 wegen des Verteilens von Flugblättern über Falun Dafa verhaftet und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Während seiner Haftzeit im Untersuchungsgefängnis und im Gefängnis Yongchuan wurde er brutal gefoltert und zu harter Arbeit gezwungen (manchmal bis zu mehr als 20 Stunden pro Tag).

Am 14. Juni 2011 wurde er erneut verhaftet, als er einen anderen Praktizierenden, Wang Jinxiu, besuchte, und erhielt ein Jahr Haft im Zwangsarbeitslager Xishanping. Jahre später wurde er in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gesperrt. Nach seiner Entlassung am 18. Dezember 2017 wurde er zu Hause von den örtlichen Behörden weiter schikaniert. Er musste deshalb sein Zuhause verlassen und wiederholt umziehen.

Dai, eine Weinverkäuferin, begann im Juli 2007, Falun Dafa zu praktizieren und erholte sich bald von ihren zahlreichen gesundheitlichen Problemen. Sie litt unter anderem an Herzerkrankungen, Bronchitis, starken Kopfschmerzen, schwerer Knochenhyperplasie und Darmentzündung. Am 3. September 2009 brachen mehrere Personen, deren Identität sie nie feststellte, in ihren Weinladen ein und versuchten, sie zu verhaften. Sie konnte fliehen, war aber später gezwungen, ihr Geschäft zu schließen und von zu Hause wegzuziehen.

Neueste Festnahme

Wang und Dai lernten sich später kennen und wurden Mitbewohner in einer gemeinsamen Mietwohnung. Am 20. September 2022 brachen Beamte der Polizeibehörde des Bezirks Yubei in ihre Wohnung ein und verhafteten sie. Die Polizisten beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher, Computer, Drucker und mehr als 10.000 Yuan (etwa 1.420 Euro) in bar (darunter einige Geldscheine mit aufgedruckten Falun-Dafa-Botschaften, die auf die Verfolgung aufmerksam machten).

Sie wurden in das Untersuchungsgefängnis des Bezirks Yubei gebracht. Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Yubei stellte im Oktober 2022 formelle Haftbefehle aus und leitete ihre Fälle an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Jiangbei weiter. Kurz darauf wurden Wang und Dai in die Haftanstalt des Bezirks Jiangbei verlegt.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Jiangbei erhob im Januar 2023 Anklage gegen Wang und Dai wegen „Nutzung einer Sektenorganisation zur Untergrabung der Strafverfolgung.“ Dies ist eine Standardanschuldigung, die verwendet wird, um Falun-Dafa-Praktizierende anzuklagen und zu inhaftieren.

Am 19. Mai 2023 fand vor dem Bezirksgericht Jiangbei eine Anhörung statt. Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gerichtsgebäudes war eine starke Polizeipräsenz zu verzeichnen. Alle Zuschauer mussten ihre Ausweise vorzeigen.

Wang und Dai waren jedoch nirgends zu sehen. Ihren Familien und Anwälten wurde mitgeteilt, dass sie von der Haftanstalt aus an der Verhandlung teilnehmen würden. Das Gericht gab keine Erklärung dafür ab, warum der Prozess für die beiden Angeklagten nicht mehr persönlich, sondern aus der Ferne stattfinden sollte. Die Zuschauer im Gerichtssaal sahen auf dem Video der virtuellen Anhörung, dass Dai in einem Rollstuhl in einen Raum der Haftanstalt gebracht wurde.

Als sein Anwalt ihn fragte, warum er Falun Dafa praktiziere, erklärte Wang, wie Falun Dafa seine Gesundheit wiederhergestellt und ihn gelehrt hat, ein guter Mensch zu sein. Er betonte, dass er kein Gesetz gebrochen hat, als er sein verfassungsmäßiges Recht auf Glaubensfreiheit ausgeübt hat. Sein Anwalt pflichtete ihm bei und wies darauf hin, dass es in China kein Gesetz gibt, das Falun Dafa kriminalisiert oder als Sekte bezeichnet.

Dai sagte auch zu ihrer eigenen Verteidigung aus und forderte Freispruch. Das Gericht verwies den Fall später an die Staatsanwaltschaft zurück. Es ist unklar, wann die Staatsanwaltschaft den Fall erneut vorlegte, aber das Gericht verurteilte sowohl Dai als auch Wang am 18. August 2023, ohne eine weitere Anhörung abzuhalten.