Nach fünf Jahren Misshandlung schwerwiegend krank

(Minghui.org) Bai Liyan, 63, aus dem Kreis Bin in der Provinz Heilongjiang überlebte fünf Jahre Misshandlung im Gefängnis. Am Tag ihrer Entlassung wurden bei ihr Grauer Star und andere schwere Krankheiten festgestellt.

Bai war am 9. November 2018 bei einer Polizeirazzia verhaftet worden, weil sie Falun Dafa praktiziert. Sie wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt und am 7. Januar 2020 in das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang gebracht.

Im Gefängnis musste Bai schwere Arbeit ohne Bezahlung verrichten. Eine Aufgabe bestand darin, falsche Wimpern herzustellen. Aufgrund der Misshandlungen verschlechterte sich ihr Sehvermögen und sie hatte Schwierigkeiten, ihr tägliches Arbeitspensum zu erfüllen. Ende August 2023 erblindete ihr rechtes Auge plötzlich. Der Gefängnisarzt empfahl ihr, sich außerhalb des Gefängnisses behandeln zu lassen. Doch sie weigerte sich, weil die Wärter darauf bestanden, dass sie im Krankenhaus Hand- und Fußfesseln trug.

Unmittelbar nach Bais Entlassung am 8. November 2023 begab sie sich in ein Krankenhaus, um sich untersuchen zu lassen. Es wurde festgestellt, dass sie Grauen Star hatte, und der Arzt empfahl eine Operation. Außerdem wurden bei ihr Diabetes, hoher Blutdruck und Hyperlipidämie (eine abnorm hohe Konzentration von Fetten oder Lipiden im Blut) diagnostiziert.

Vor Bais Verhaftung im Jahr 2018 war sie gesund gewesen, nachdem sie 1995 begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren. Sie sagte, ihr Gesundheitszustand sei eine Folge der Misshandlungen, die sie im Gefängnis erlitten habe.

Teenager-Sohn indirektes Opfer der Verfolgung

Bai begann 1995, Falun Dafa zu praktizieren und erlebte bald eine deutliche Verbesserung ihrer Gesundheit. Ihre Haut juckte nicht mehr, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt war, und auch ihre Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit verschwanden.

Sie schreibt Falun Dafa auch zu, dass sie sich charakterlich verbessert hat. Sie war Buchhalterin bei der Zweigstelle der Industrie- und Handelsbank von China im Kreis Bin. Damals war sie sehr wettbewerbsorientiert und verlangte oft, dass alles nach ihren Vorstellungen lief. Seitdem sie nach den Prinzipien von Falun Dafa lebte, wurde sie viel toleranter und aufgeschlossener. Sie verstand sich gut mit ihren Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern.

Nachdem das kommunistische Regime 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte, reiste Bai im Mai 2000 nach Peking, um sie für ihren Glauben einzusetzen. Sie wurde verhaftet, nach Hause gebracht und mehr als 30 Tage lang im Untersuchungsgefängnis des Kreises Bin festgehalten. Ihre Familie wurde gezwungen, mehr als 2.000 Yuan (ca. 284 Euro) zu zahlen, um die Reisekosten der Leute zu decken, die sie verhaftet hatten.

Im Juni 2002 wurde Bai erneut in ihrer Wohnung verhaftet und zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sie wurde in das Zwangsarbeitslager Wanjia gebracht.

Als die Verfolgung eskalierte, war sie gezwungen, ein Übernahmeangebot ihres Arbeitgebers anzunehmen, da ihr Vorgesetzter befürchtete, mit Falun Dafa in Verbindung gebracht zu werden.

Die ständigen Schikanen und die Inhaftierung im Arbeitslager waren für ihren Sohn im Teenageralter zu viel. Er wurde depressiv. Im November 2002, fünf Monate nach der Verhaftung seiner Mutter, wurde bei ihm Nasopharynxkrebs diagnostiziert, eine seltene Krebsart des Nasenrachens.

Bai wurde im Januar 2003 vorzeitig entlassen, damit sie sich um ihren Sohn kümmern konnte. Dennoch erlag er seiner Krankheit und verstarb im September 2005. Er war erst 18 Jahre alt.

Frühere Berichte:

Mutter verlor bereits Sohn durch die Verfolgung – nun steht sie wieder vor einer Anklage

Massenverhaftung in der Provinz Heilongjiang – Zahl auf 119 gestiegen