Am Ende kehrte meine Tochter zu Dafa zurück

(Minghui.org) Im Jahr 2004 fingen meine Tochter und ich an, Falun Dafa zu praktizieren. Meine Tochter war damals fünf Jahre alt. Wir erlebten eine schöne Zeit, denn uns beschützte das aufrichtige Energiefeld unseres großartigen und barmherzigen Meisters.

Obwohl die Praktizierenden damals schon ganz schlimm verfolgt wurden, erledigten meine Tochter und ich voller Freude die drei Dinge, wie Meister Li es verlangte. Meine Tochter war zwar noch jung, kultivierte sich aber fleißig und war zufrieden.

Unsere Familie zerbricht an meiner Zeit im Gefängnis

Im September 2012 brachen plötzlich etwa 30 Polizisten in meine Wohnung ein und verhafteten mich. Ich wurde erst 2016 wieder entlassen.

Als ich nach Hause zurückkehrte, war von meinem einst schönen Familienleben nur noch ein Scherbenhaufen übriggeblieben und ich fühlte mich mutlos. Es war, wie der Meister sagte:

„(…)
Hundert Bitternisse gleichzeitig herabfallen,
Dann sehen, wie er lebt.
(…)“
(Das Herz leiden lassen, 17.12.1976, in: Hong Yin I)

Meine Mutter, die früher mit mir das Fa gelernt hatte, war gestorben. Mein Mann, der 30 Jahre mit mir zusammengelebt hatte, reichte gerade die Scheidung ein, und meine Tochter, mein ganzer Stolz, hatte mit dem Praktizieren von Falun Dafa aufgehört.

Ich brauchte einen Rettungsanker, der mir Halt gab! Früher kannte ich finanzielle Sorgen nur aus der Erzählung anderer, aber jetzt hatte ich riesige Schulden. Mein einst glückliches Zuhause war zerrüttet.

Wie sollte ich das aushalten können? Mir liefen die Tränen. Am meisten beunruhigte mich, dass meine Tochter nichts mehr von Dafa wissen wollte. Als ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand, kamen mir diese Worte des Meisters in den Sinn:

„Große Erleuchtete, keine Furcht vor BitternisWillen diamantfest (...)“(Aufrichtige Gedanken, aufrichtiges Verhalten, 29.05.2002, in: Hong Yin II)

Der Meister half mir schließlich, schnell wieder auf die Beine zu kommen und optimistisch in die Zukunft zu blicken. Ich war dem Meister so dankbar, dass er immer auf mich aufpasste, obwohl ich das Gefühl hatte, seinen Erwartungen nicht gerecht zu werden.

Beim Anblick meiner Tochter wollte ich nur noch weinen, aber ich hatte schon alle Tränen vergossen. Sie trug selbst im Winter Caprihosen, sodass man ihre nackten Knöchel sehen konnte. Trotzdem war sie nett und kümmerte sich gut um mich.

Ich begann mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wie ich meine Tochter dazu bringen könnte, zu Dafa zurückzukehren. Dann fiel mir schließlich eine einfache Lösung ein. Ich beschloss, ihr jeden Tag einen Absatz aus dem Fa des Meisters oder einen Artikel von der Minghui-Website vorzulesen.

Am Anfang wollte sie mir weder zuhören noch wollte sie, dass ich weiterlas. Stattdessen hielt sie mir eine Standpauke. Dadurch ließ ich mich nicht entmutigen. Ich glaubte fest daran, dass sie eines Tages zur Besinnung kommen würde.

Der Meister sagt:

„Du sollst dich wirklich nicht ärgern, sondern sie mit Vernunft erziehen, erst dann kannst du die Kinder wirklich gut erziehen.“ (Zhuan Falun 2019, S. 471)

Ich hörte auf den Meister, lernte seine Lektionen und las die Minghui-Artikel mit ganzer Überzeugung. Danach fand ich einige Schriften oder Minghui-Artikel, die ich meiner Tochter geben konnte.

Obwohl sie nicht mehr mit mir diskutierte, sagte sie währenddessen kein Wort. Ich las ihr weiter vor, denn der Meister hatte auf Folgendes hingewiesen:

„Der Mensch ist wie ein Gefäß; er ist das, was sich in ihm befindet.“ (Im Fa verschmelzen, 03.08.1998, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Nach innen geschaut, dann kam die Wende

Eines Morgens stellte ich fest, dass meine Tochter die ganze Nacht mit ihrem Handy gespielt hatte. Da wurde ich so wütend, dass ich sie einfach ohrfeigte. Auf dem Weg zur Arbeit weinte ich und fragte mich, warum ich mich so benahm.

Dann versuchte ich, mich in ihre Lage zu versetzen. Warum hatte sie das getan?

Der Meister sagt:

„Barmherzigkeit lässt Frühling zwischen Himmel und Erde werdenAufrichtige Gedanken erretten Menschen in der Welt“ (Fa berichtigt das Universum, 06.04.2002, in: Hong Yin II)

Ich fragte mich: „Hatte ich nicht gegen die Grundsätze des Universums verstoßen? Ich war nicht freundlich und tolerant gewesen!“

Erst dann wurde mir klar, dass ich nach innen schauen sollte: Ich sah ganz deutlich, dass ich auf sie herabschaute. Außerdem grollte ich ihr, wollte mein Gesicht nicht verlieren und hielt an meinem Ego fest. Außerdem fand ich, dass sie mich schlecht behandelt hatte – und dann war ich noch unfreundlich gewesen. Bei so vielen Anhaftungen – wie sollte ich sie dazu bringen, zu Dafa zurückzukehren?

Nachdem ich mir meine Anhaftungen bewusst gemacht hatte, sagte ich zum Meister: „Meister, das bin nicht ich. Ich möchte meine Tochter mit Barmherzigkeit wachrütteln.“

Am Abend bat ich meine Tochter in einem sanften und barmherzigen Ton in mein Zimmer. Zuerst entschuldigte ich mich bei ihr: „Ich habe mich dir gegenüber nicht angemessen verhalten. Ich habe dich geschlagen und dich beschimpft. Das war nicht richtig. Mit Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht hat das nichts mehr zu tun. Bitte, vergib mir. Von nun an werde ich dich nicht mehr schlagen oder beschimpfen! Sei gewiss, dass Mama es gut machen wird.“

Ich musste weinen und sie auch. Gleichzeitig entschuldigte auch sie sich bei mir und meinte, sie wolle nicht mehr diskutieren und wolle sich auch ändern.

Ich las ihr weiterhin jeden Tag das Fa oder Artikel des Meisters vor.

Eines Abends las ich eine Kurzgeschichte von der Minghui-Website vor. Während ich las, unterbrach mich meine Tochter plötzlich: „Mama, ist das wahr?“ Das war unglaublich! Nach über einem halben Jahr sprach sie endlich wieder mit mir. Glücklich erwiderte ich: „Natürlich ist das wahr! Bei uns geht es um Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. An erster Stelle steht das Wort Wahrhaftigkeit!“ Sie war ganz erstaunt. Ich war überglücklich. Endlich hatte sie verstanden! Von diesem Tag an gingen wir nicht mehr angespannt miteinander um, sondern lächelten uns an.

Ich lese ihr immer noch das Fa vor, aber mit dem Unterschied, dass ich es nicht mehr nur lese, sondern wir danach darüber austauschen. Für meine Dankbarkeit lassen sich keine Worte finden! Danke, Meister, dass Sie so unglaublich gnädig sind.

Möchtest du ins Krankenhaus oder mit mir zusammen das Fa lernen?“

Eines Nachts übernachtete ich bei einer Freundin. Meine Tochter kam von der Schule nach Hause und schrieb in einer Nachricht, dass sie hohes Fieber habe. Ich schrieb zurück: „Dann nehme ich ein Taxi und komme zu dir.“ Doch meine Tochter sah die Mitteilung zu spät, sodass ich nicht nach Hause fuhr.

Am nächsten Tag eilte ich schnell nach Hause. Als ich ankam, war es schon zehn Uhr und meine Tochter lag noch im Bett. Ich legte meine Hand auf ihre Stirn, die sich sehr warm anfühlte. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Daher fragte ich sie: „Möchtest du ins Krankenhaus oder mit mir zusammen das Fa lernen?“ Putzmunter antwortete sie: „Ich möchte das Fa lernen.“ Also fingen wir an. Nach etwa zehn Minuten sagte sie jedoch, dass sie nicht ruhig auf dem Stuhl sitzen könne und sich benommen fühle. Sie müsse sich wieder hinlegen.

Zwei Stunden später bereitete ich ihr eine Schüssel Nudelsuppe zu. Sie probierte wenige Löffel und meinte, sie bekomme sie nicht hinunter. Daraufhin schlug ich vor: „Dann lass uns weiter das Fa lernen!“ Sie war einverstanden. Wir nahmen das Buch heraus, und bevor wir anfingen zu lesen, sagte sie: „Mama, ich kann wirklich nicht stillsitzen.“

Als ich nochmals ihre Stirn fühlte, machte ich mir wirklich Sorgen. Sie war heißer als am Morgen. Entschlossen erklärte ich ihr: „Ich werde aufrichtige Gedanken aussenden, um herauszufinden, wer es wagt, dich zu verfolgen, dich, eine junge Dafa-Schülerin. Du bleibst bitte hier sitzen und sagst die Mantras für die aufrichtigen Gedanken auf.“

Etwa zehn Minuten später teilte mir meine Tochter mit: „Mama, jetzt ist wieder alles in Ordnung!“ Ich sah, wie sie sich freute, und fragte: „Was ist los?“

„Mama, als du fünf Minuten lang aufrichtige Gedanken ausgesendet hast, spürte ich, wie kalte Energie von meinem Kopf bis zu meinen Füßen strömte, und als ich auf das Thermometer schaute, zeigte es nur noch 36,5 °C. Wie großartig!“ Wir konnten es gar nicht glauben und Tränen der Dankbarkeit liefen uns über die Wangen.

Meine Tochter hat all dies am eigenen Leib erfahren und kehrte schließlich zu Dafa zurück. Der Meister hat sein Bestes gegeben und ich kann ihm nichts zurückgeben. Ich kann mich nur noch fleißiger kultivieren, um dem Meister für seine Freundlichkeit zu danken!

Wenn es in diesem Bericht Unstimmigkeiten geben sollte, teilt es mir bitte freundlich mit.