Die Konflikte zwischen den Praktizierenden enthüllten meine Anhaftungen

(Minghui.org) Als die Verfolgung in unserem Gebiet besonders stark war, kam eine Mitpraktizierende zu mir und sagte: „Wir brauchen Jemanden in unserem Gebiet, der Informationsmaterialien über Falun Dafa und die Verfolgung ausliefern kann. Kannst du uns dabei helfen? Wir sollen den Weg gehen, den der Meister für uns arrangiert hat, und bei der Errettung der Lebewesen helfen.“ Ich freute mich und dachte, dass die Anleitung und der Schutz von Meister Li Hongzhi (dem Begründer von Falun Dafa) mir helfen würden, diese Aufgabe gut zu erledigen. Und so stimmte ich zu und übernahm diese Aufgabe. Dieser aufrichtige Gedanke wurde zu einer soliden Grundlage für meine zukünftige Kultivierung.

Auslieferung der Informationsmaterialien über Falun Dafa

Um die neue Aufgabe gut zu erledigen, verlängerte ich die Zeit meines Fa-Lernens und Auswendiglernens. Ich begann, das Fa in Jahr 2001 auswendig zu lernen. Nachdem ich das Zhuan Falun auswendig gelernt hatte, fing ich an Hong Yin I – III, Essentielles für weitere Fortschritte und weitere Schriften des Meisters auswendig zu lernen. Meine Freizeit nutzte ich immer mehr dafür, das Fa auswendig zu lernen. Jeden Tag fühlte ich mich voller Energie und meine aufrichtigen Gedanken waren stark.

Während der ersten Jahre der brutalen Verfolgung schoben die Praktizierenden nachts die Informationsmaterialien unter den Türen der Häuser durch oder warfen sie in die Höfe. Eines Morgens fand ich einen großen Sack neben meiner Hauswand. Er enthielt Informationsmaterialien über Falun Dafa. Schnell brachte ich ihn ins Haus. Einen Teil davon behielt ich für mich, den Rest teilte ich unter den Mitpraktizierenden auf. 

Am nächsten Morgen stand ein neuer Sack da. Was sollte ich tun? Alle Informationsmaterialien sind dafür gedacht, Lebewesen zu erretten, und sollten nicht verschwendet werden oder zu Hause herumliegen. Andere Praktizierende hatten Schwierigkeiten, die Sachen zu transportieren, deswegen lagerten sie alles bei mir. Über meine Aufgabe und Verantwortung sollte ich mich nicht beschweren. Die Menschen sollen die wahren Umstände über die Verfolgung von Falun Dafa erfahren. Dafür musste ich alle Aufgaben gut erledigen.

Damals verschlechterte sich das Wetter, es wurde kälter und windig. Es war im Begriff zu schneien und ich brachte alle Informationsmaterialien schnell zum Haus meines Verwandten (auch ein Praktizierender), der ca. fünf Meilen entfernt von mir wohnte. Danach verteilten wir zusammen mit vier oder fünf Praktizierenden einen Sack der Dafa-Broschüren in diesem Gebiet.

Allmählich wuchs die Erfahrung der Praktizierenden bei der Verteilung von Materialien und unsere aufrichtigen Gedanken wurden immer stärker. Ich kam direkt in Kontakt mit dem Hersteller der Informationsmaterialien. Danach bekam ich so viel zugeschickt, wie ich verlangte.

Später traf ich immer mehr Praktizierende. Einige brauchten Dafa-Bücher und weitere Schriften des Meisters. Andere verlangten Broschüren, DVDs oder die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei, Aufkleber usw. Die Nachfrage wurde immer größer. Ich verteilte verschiedene Informationsmaterialien, darunter die Neun Kommentare, denn alle Informationen waren für die Menschen wichtig.

Manchmal spürte ich Zeitdruck und oft war ich körperlich und geistig erschöpft, deswegen verlängerte ich die Zeit meines Fa-Lernens und machte die Übungen länger. Mir wurde klar, dass die Praktizierenden ein Körper sind. Meine Kultivierungsumgebung war vom Meister arrangiert und ich trage die Verantwortung dafür. Ich ermahnte mich selbst, meinen Egoismus loszulassen, weil Falun-Dafa-Jünger großmütig, barmherzig und tolerant sein sollten. Gleichzeitig durfte ich keine Angst vor Leid, Ärger und Schwierigkeiten haben. Ich musste alle Nachfragen der Dafa-Jünger bestmöglich befriedigen.

Da ich kein Auto oder Motorrad hatte, musste ich mit dem Fahrrad verteilen fahren. Manchmal fuhr ich zu mehreren Orten. Falls Familienangehörige der Praktizierenden protestierten, kontaktierte ich diese Praktizierenden bereits am Vorabend und lieferte ihnen die Informationsmaterialien dann in der Nacht.

Mehr als sieben  Jahre lang lief alles gut. Die Praktizierenden in unserem Gebiet teilten sich in kleinere Gruppen für das Fa-Lernen auf, und ich lieferte die Informationsmaterialien für zwei Gruppen und an einige Mitpraktizierende, welche sich der Fa-Lerngruppe nicht angeschlossen hatten. Um zu vermeiden dass einige Praktizierende zuviel erhielten oder andere ausgelassen wurden, teilte ich die Aufgaben ein: jeder Praktizierende, der für die Materialienverteilung zuständig war, musste auch für die Verteilung in seinem Gebiet die Veratwortung übernehmen.

Es gab viele Neubauten an einem Ort und die Menschen begannen bereits einzuziehen. Wir besprachen die Angelegenheit gemeinsam und teilten dann einige Praktizierende dort zur Verteilung ein. Die von uns verteilte Menge an Materialien war riesig. Einige Hersteller konnten die Nachfrage nicht mehr erfüllen, deshalb druckten sie nur noch und baten die Mitpraktizierenden, die Informationsmaterialien zu Hause selbst zu binden. Eine Gruppe von sieben Praktizierenden erledigte diese Arbeit erfolgreich und zur Zufriedenheit aller. Sie tun dies seit 15 Jahren.

Während der 20 Jahre, in denen ich mich bemühte, meine Aufgabe gut zu erledigen, unterstützten mich mein Mann und meine Tochter. Wenn ich beschäftig oder unterwegs war, half meine Tochter aus, holte die Drucksachen ab und lieferte sie schnell weiter. Wenn wir Mitpraktizierende an weit entfernten Orten beliefern mussten, fuhr mich mein Mann mit dem Motorrad.

Manchmal traf ich Familienangehörige von Praktizierenden, die sich nicht kultivierten. Einige von ihnen fürchteten sich vor der Politik der Kommunistischen Partei und beschimpften mich. Einige jagten mich sogar hinaus. Ich wusste, dass solche Situationen der Erhöhung meiner Xinxing dienten. Doch manchmal konnte ich mich auch nicht beherrschen und wollte meinem Ärger Luft machen. Dann sagte ich Dinge wie „Sie verstehen die Tatsachen nicht“ oder: „Sie haben einen schlechten Charakter“ usw.

Danach beruhigte ich mich und schaute nach innen. Ich fand viele Anhaftungen wie: Beschwerde, Groll, den Wunsch, die Dinge zu erledigen, Ungeduld, Angeber-Mentalität und Streben nach gutem Ruf und Ansehen. Diese Anhaftungen wurden zum Hindernis auf meinem Kultivierungsweg. Auch die nach der Geburt gebildeten Anschauungen müssen vernichtet werden. Warum begegnete ich diesen Problemen? Weil ich das Fa zu wenig lernte und die Dinge einfach nur schnell erledigen wollte. Das war für mich schon Kultivierung. Nun begreife ich, dass wahre Kultivierung nicht nur bedeutet, mehr zu leiden, mehr zu ertragen oder mehr für die anderen herzugeben. Es geht bei der Kultivierung darum, die Xinxing wirklich zu erhöhen.

Wie ich meine Anhaftungen durch Konflikte mit anderen Praktizierenden beseitigte

Mit der Zeit wuchs mein Ego. Ich hatte das Gefühl, dass alle Informationsmaterialien, die Listen der Personen, die aus der Partei ausgetreten waren, die Banknoten und Weiteres von mir verwaltet werden musste. Als ich hörte, dass einige Praktizierende ihre Materialien von anderen erhielten, fühlte ich mich unausgeglichen. Der Meister gab mir die Chance, meine Xinxing zu erhöhen.

So viele Jahre lang belieferte ich Annie, Bing Bing, Caning und Dandi mit allem, was sie sich wünschten. Aber im Frühjahr 2022 erklärten sie alle, dass sie meine Hilfe nicht mehr benötigen würden. Annie sagte: „Du brauchst mir keine Materialien mehr zu bringen. Ich besorge sie mir woanders.“ Bing Bing hatte ursprünglich Geldscheine mit Aufschriften über Falun Dafa im Wert von 2000 Yuan bestellt. Sie meinte, dass sie auch diese mittlerweile von jemand anderem bekommen habe. Früher hatte ich ihr all die Materialien gebunden, bevor ich sie ihr zustellte. Als ich sie traf und sie fragte, wann sie sie brauchte, meinte sie nur: „Du brauchst mir keine mehr zu bringen, ich habe sie schon.“

Als ich eines Tages auf dem Gemüsemarkt mit den Menschen persönlich über Falun Dafa sprach, traf ich Dandi. Sie bat gerade eine andere Praktizierende um 3.000–4.000 Yuan in Noten. Ich sagte zu ihr, dass ich Banknoten im Wert von über 20.000 Yuan (rund 2.640 Euro) hätte. Sie zögerte einen Moment und sagte dann: „Ich nehme sie besser von ihr.“ Ich dachte: „Du machst dir keine Gedanken darüber, dass ein anderer Praktizierender deswegen mehr Arbeit hat. Ich habe hier welche, aber du willst sie nicht. Stattdessen bittest du andere, sie dir zu bringen. Was soll das?“

Eines Tages erzählte mir Annie, dass sie ihre Liste mit den Austrittserklärungen einer anderen Praktizierenden geben würde, damit  sie sie statt meiner abgibt, da in ihrem Haus eine Fa-Lerngruppe stattfinde. Ich erwiderte: „Es ist egal, wer sie einreicht.“ Obwohl ich das sagte, schmerzten mich ihre Worte. Ich dachte: „Diese Praktizierenden sind so unvernünftig. Früher habe ich ihnen alle Materialien geliefert, obwohl es so schwierig war. Jetzt, wo sich die Lage entspannt hat, wollen sie nicht, dass ich ihnen helfe. Sogar Nicht-Praktizierende achten auf ihren guten Ruf!“

Ich fing an, mich über diese Praktizierende zu beschweren, und vergaß, dass dies ein Arrangement des Meisters sein musste, damit ich meine Anhaftung erkannte. Ich dachte sogar, dass ich seit mehr als zwanzig Jahren Materialien verteilen würde und dass diese Praktizierenden das doch alle wüssten. War vielleicht jemand eifersüchtig auf mich? Wilde Gedanken gingen mir durch den Kopf, ohne dass ich das eigentliche Problem verstand. Das mag wie eine Kleinigkeit erscheinen, aber ich konnte es auch nach einigen Monaten nicht loslassen. Der Meister sah, dass ich es wirklich nicht erkennen konnte, und so wandte er eine andere Methode an, um mir zur Erleuchtung zu verhelfen. Dadurch wurde mir klar, dass nichts bei der Kultivierung eine Kleinigkeit ist. Es geht nicht, wenn wir nur die Arbeit zur Fa-Bestätigung gut machen – selbst die kleinste Anhaftung muss beseitigt werden.

Eines Tages ging ich zu einer Praktizierenden nach Hause, um meinen USB-Stick gegen einen neuen auszutauschen, der einen Artikel zum Erfahrungsaustausch enthielt. Ich wollte mich auch mit ihr über meine Kultivierung austauschen. Ich wollte sie fragen, was ich falsch gemacht hatte, in der Hoffnung, dass sie mich auf meine Anhaftung hinweisen würde. Ich wollte sie auch fragen, warum sie keine Informationsmaterialien mehr von mir wollte.

Während ich darüber nachdachte, nahm ich meinen USB-Stick heraus und legte ihn auf den Tisch neben den USB-Stick eines anderen Praktizierenden. Ich drehte mich um und zog meine Jacke an. Als ich mich wieder umdrehte, waren die beiden Sticks verschwunden, ich konnte sie nirgends mehr finden. Als ich aufschaute, sah ich zwei selbstschließende Umschläge auf der Fensterbank liegen. In jedem Umschlag befand sich ein USB-Stick. Einer gehörte dem Praktizierenden, den anderen kannte ich nicht. Mein Stick hatte 16 GB und eine rote Rückseite, aber dieser war schwarz. In der Mitte befand sich ein kleiner gelber Aufkleber, der im Sonnenlicht funkelte. Auf dem Aufkleber standen die Worte „Authentisches Produkt“. Ich war fassungslos. Hatte der Stick sich in nur zwei Minuten verwandelt? Das war unglaublich!

Ich verstand sofort, dass es ein Hinweis des Meisters für mich war, meine Xinxing zu erhöhen. Ich sagte zum Meister: „Meister, ich bin im Unrecht. Andere Praktizierende zu bitten, sich mit mir über meine Kultivierung auszutauschen, um mir meine Anhaftung aufzuzeigen, bedeutet, im Außen zu suchen! Ist es meine Absicht, anderen Praktizierenden die Schuld zu geben? Es ist auch nicht aufrichtig, die Praktizierende zu fragen, warum sie keine Dafa-Materialien mehr von mir haben möchte. Ich muss diesen Pass selbst überwinden!“ Ich schämte mich. Es war so eine Kleinigkeit, aber ich war nicht erleuchtet genug und erkannte nicht, worin meine Anhaftung bestand.

Dann beruhigte ich mich und schaute nach innen. Ich bewertete mich nach dem Fa und verstand, dass dies vom Meister arrangiert worden war, damit ich mich kultivieren konnte, damit ich die Vollendung erreiche und meine Kultivierung im Falun Dafa vollendete. Gleichzeitig erinnerte ich mich daran, dass der Meister in Lektion 4 des Zhuan Falun von „Vier Gewinne auf einen Schlag“ gesprochen hatte. Die Arrangements des Meisters sind wunderbar.

Das Gefühl des Verlustes, das mich in den letzten Monaten überkam, verschwand. Auf dem Weg der Kultivierung schauen die Gottheiten nicht darauf, wie viel man getan oder wer das Problem verursacht hat. Egal, wie viele Dinge ein Praktizierender tut, wenn er sie nicht auf der Grundlage des Fa macht, ist es nur menschliche Arbeit, und es hilft nicht bei der Kultivierung. Ich habe verstanden, dass wir Dafa-Praktizierende uns alle kultivieren, ganz gleich, an welchem Projekt wir teilnehmen oder welche Rolle wir haben. Wir alle müssen unsere Xinxing erhöhen und unsere Arbeit in den Projekten gut machen. Nur wenn wir uns gut kultivieren, können wir unsere Xinxing erhöhen und noch mehr Lebewesen erretten. Nur wenn wir die Dinge gemäß den Fa-Grundsätzen tun, können wir Umwege vermeiden und stoßen auf weniger Schwierigkeiten.

Zwar hatte ich einige meiner Anhaftungen erkannt, doch die Ursache für diesen Konflikt hatte ich noch nicht gefunden. Es schien, dass es noch einige tief verborgene Anhaftungen gab, die ich noch nicht gefunden hatte. Als ich diesen Erfahrungsbericht schrieb, dachte ich noch tiefer darüber nach.

So viele verworrene und negative Gedanken kamen an die Oberfläche, als die Praktizierenden ihre Informationsmaterialien nicht mehr von mir bekommen wollten. Das zeigte mir meinen Neid, dass ich nach Ruhm strebte, dass ich mich gerne aufspielte und dass ich auf meiner Meinung bestand. Als ich diese Angelegenheit anhand des Fa betrachtete, konnte ich die Lücken in meiner Kultivierung entdecken.

Lange Zeit hatte ich den Verdacht gehegt, dass diese Mitpraktizierenden neidisch auf mich waren. Als ich mich jedoch selbst betrachtete, wurde mir klar, wie stark mein eigener Neid war. Wenn die Praktizierenden ihre Materialien nicht von mir bekamen, war es dann nicht die Anforderung dessen, was der Meister wollte, dass es überall in Festlandchina kleinere Materialproduktionsstätten geben sollte? War das nicht eine gute Sache? Warum fühlte ich mich unausgeglichen?! Wie könnte ich die Vollendung erlangen, ohne diese Anhaftungen loszuwerden? Wie kann ich dem Meister in diesem Zustand nach Hause folgen? Das ist das barmherzige Arrangement des Meisters, um mir zu helfen, meine Xinxing zu erhöhen, meinen Neid aufzulösen, mich zu verbessern und meine Ebene zu erhöhen. Vielen Dank, Meister, für dieses wohlwollende Arrangement!

In den letzten zwanzig Jahren hat mich der großartige Meister mit Hilfe des Fa von einer schwachen und unwissenden Praktizierenden zu einer unzerbrechlichen Dafa-Jüngerin gemacht. Mein Verständnis über die Fa-Grundsätze wird immer klarer. Meine Gedanken werden immer reiner und ich immer reifer, wenn ich die drei Dinge tue, während ich auf meinem Weg zur Göttlichkeit vorankomme. Ich fühle mich so geehrt!

Nachdem ich durch viele Höhen und Tiefen gegangen bin, weiß ich, dass der Meister mich stets beschützt. Worte können meine Dankbarkeit nicht ausdrücken, dass ich in die unermessliche Gnade des Meisters eintauchen durfte. Ich danke Ihnen, Meister!