(Minghui.org) Im April 1998 begann ich, Falun Dafa zu praktizieren. Aufgrund meiner begrenzten Schulbildung zögerte ich, einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich hatte lediglich eine Anzeige gegen Jiang Zemin, den ehemaligen Führer der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), wegen der Verfolgung von Falun Dafa erstattet. Doch nachdem ich auf Minghui.org den Aufruf zur Einreichung von Beiträgen für die 22. China Fahui gesehen hatte, beschloss ich, über meine Erfahrungen zu schreiben.
Als ich Falun Dafa zu praktizieren begann
Bevor die KPCh im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Dafa begann, diente mein Haus als Übungsort. Es war ein großes Haus, über 30 Personen konnten sich im Esszimmer versammeln. Als ein Koordinator fragte, ob wir mein Haus als Übungsort nutzen könnten, stimmte ich ohne Zögern zu, denn Falun Dafa ist so gut.
Da ich in einem großen Unternehmen arbeitete, kannten mich viele, und einige von ihnen begannen ebenfalls, Falun Dafa zu praktizieren. Ich ließ mir drei große Bilderrahmen anfertigen: einen für ein Porträt vom Meister und Gründer von Falun Dafa, einen für den Schriftzug „Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht“ und den letzten für den Text „Über Dafa“. Ich stellte sie in die Mitte des Raumes und sie sahen heilig und feierlich aus.
Wir sahen uns oft Videos von den Vorträgen des Meisters an und lasen seine Artikel. Gelegentlich kamen auch Praktizierende von einem anderen Übungsplatz dazu, um mit uns die Videos anzusehen und das Fa zu lernen. Ich fühlte mich von der tiefen Barmherzigkeit Falun Dafas durchdrungen. Innerhalb von drei bis vier Wochen waren all meine Beschwerden verschwunden und ich war von tiefer Dankbarkeit erfüllt.
Entschlossen, weiter zu praktizieren
Etwa ein Jahr nachdem ich mit dem Praktizieren angefangen hatte, begann die KPCh, Falun Dafa zu verfolgen. Tagtäglich liefen diffamierende Propagandasendungen im Fernsehen; die Praktizierenden wurden aufgefordert, mit Falun Dafa aufzuhören und ihre Dafa-Bücher abzugeben. Ich war schockiert: „Falun Dafa ist so gut; warum verbietet es die KPCh?“ Die örtliche Koordinatorin kam zu mir und sagte, wir hätten keine Wahl, da die Verfolgung landesweit stattfände. Sie schlug vor, jeder sollte bei sich zu Hause üben. Mein Haus war kein Ort mehr für die Gruppenübungen. Darum verstaute ich die Rahmen mit dem Porträt des Meisters, „Über Dafa“ und „Wahrhaftigkeit-Güte-Nachsicht“ an einem sicheren Ort. Ich holte sie erst wieder hervor, als ich umzog.
Aufgrund meiner Arbeit wussten viele Menschen, darunter auch meine Kollegen, dass ich Falun Dafa praktizierte. Beamte an meinem Arbeitsplatz sprachen oft über die Verfolgung. Sie konnten nicht verstehen, warum die KPCh die Praxis verfolgte. Aber sie sagten, da die KPCh eine landesweite Unterdrückungskampagne gestartet habe, sollten wir die Praxis einstellen. Ein Beamter sagte mir unter vier Augen: „Da Ihr Sohn in einer anderen Stadt lebt, könnten Sie als Angestellte [statt als Beamte] in den Ruhestand gehen, damit Ihnen niemand Probleme bereitet.“ Nach der Geburt meiner Enkelin folgte ich seinem Rat und der Antrag wurde genehmigt.
Suche nach anderen Praktizierenden
Ich zog in eine neue Stadt, wo mich niemand fragte, ob ich Falun Dafa praktizieren würde. Da ich keine anderen Praktizierenden finden konnte, machte ich mir Sorgen. Mir waren zum Lesen nur die Dafa-Materialien geblieben, die mir Praktizierende an meinem alten Arbeitsplatz gegeben hatten.
Ich ging in die umliegenden Parks, um nach Praktizierenden zu suchen. Dabei half mir der Meister und tatsächlich traf ich jemanden. Ich war überglücklich und dem Meister zutiefst dankbar, dass er dies für mich arrangiert hatte. Kurz darauf lernte ich auch die Praktizierenden am örtlichen Übungsplatz kennen, wo wir uns in der Gruppe austauschten und Informationsmaterialien verteilten.
Oft ging ich morgens hinaus, um Materialien zu verteilen und den Menschen die wahren Umstände über Dafa zu erzählen. Ich hatte keine Angst und ging schnell. Eines Tages bemerkte ich eine Frau, die weit vor mir ging. Ich beschleunigte meine Schritte, um sie einzuholen; dabei bewegte mich so schnell, dass es sich anfühlte, als würde ich fliegen. Schließlich ging ich neben ihr und konnte mich mit ihr unterhalten. Sie akzeptierte, was ich sagte, und erklärte sich bereit, die KPCh-Organisationen zu verlassen. Ich war dem Meister dankbar für seine Hilfe.
Als ich auf belebte Straßen ging, um mit Menschen zu sprechen, sah ich einige junge Leute, die Informationen über den Kauf neuer Immobilien verteilten. Kaum jemand nahm die Broschüren an, aber ich nahm von jedem, der mir eine anbot, eine und unterhielt mich dann mit ihm über Falun Dafa. Sie freuten sich, mit mir zu sprechen, kündigten ihre Mitgliedschaften in den Organisationen der KPCh, und akzeptierten die glückverheißenden Worte: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Wann immer ich sie wiedersah, grüßten sie mich, und viele erinnerten sich an das Pseudonym, das ich ihnen zum Austritt aus den KPCh-Organisationen gegeben hatte.
Es gab zahlreiche Verkaufsaktionen für neuer Immobilien wie kostenlose Besichtigungsfahrten. Eine Kaufverpflichtung bestand nicht und der Verkäufer erhielt für jeden Teilnehmer eine Prämie. Deshalb sagte ich immer zu, wenn mich jemand zur Mitfahrt einlad. Der Fahrer, der Manager und die Verkäufer vor Ort kannten die Fakten über Falun Dafa noch nicht, also erzählte ich sie ihnen während der Fahrt. Sie erklärten sich daraufhin bereit, ihre Verbindungen zur KPCh abzubrechen. Manche Fahrten dauerten lange, sodass ich erst gegen 14 oder 15 Uhr nach Hause kam. In der Überzeugung, dass die Menschen auf diese Weise die wahren Begebenheiten erfahren konnten, machte ich weiter.
Wenn mich Leute aus meiner Heimatstadt zu Festlichkeiten einluden, bemühte ich mich hinzugehen. Jedes Mal konnte ich Dutzenden von Menschen helfen, die KPCh-Organisationen zu verlassen, daher waren die Reisen sinnvoll.
Im Polizeiwagen
Ich hatte keine Angst und sprach mit jedem, dem ich begegnete, über Dafa – von Grundschülern bis zu hohen Beamten. Weil es gut lief, entwickelte ich mit der Zeit Übereifer, ohne es zu merken.
2016 kam ich in einem Park mit einem Mann von etwa vierzig oder fünfzig Jahren ins Gespräch und sprach über Dafa. Ich bemerkte seinen unfreundlichen Gesichtsausdruck und wechselte das Thema. Als ich später mit jemand anderem sprach, hielt ein Polizeiwagen neben mir. Mehrere Polizisten stiegen aus, umringten mich und brachten mich zur Polizeiwache. Wie sich herausstellte, hatte mich der Mann angezeigt.
Auf der Wache sprach ein politischer Instrukteur mit mir. Nach ein paar Worten, als er merkte, dass ich nicht kooperierte, ging er wieder. Kurz darauf kam ein Mann herein, der wie ein Arzt aussah, und wollte mir Blut abnehmen. Ich weigerte mich. Er redete viel und meinte, die Blutabnahme sei nur eine Formalität, danach könne ich noch am selben Abend nach Hause gehen. Daraufhin ließ er zwei Personen kommen, die mich festhielten, während mir gegen meinen Willen Blut abgenommen wurde. Anschließend machten sie noch ein Foto und danach beachtete mich niemand mehr.
Ich begann, aufrichtige Gedanken auszusenden und bat den Meister um Hilfe. Draußen begann es in Strömen zu regnen, als ob der Himmel wüsste, dass ich zu Unrecht festgehalten wurde. Gegen 19 Uhr ließ der Regen nach und der Polizeichef sagte: „Sie werden eine Woche lang in einer Haftanstalt festgehalten. Eigentlich sollten es zwei Wochen sein, aber wir haben es wegen Ihres Sohnes auf eine Woche verkürzt.“ Ich sagte nichts, sandte weiterhin aufrichtige Gedanken aus, und bat den Meister um Hilfe.
Dann kam ein junger Polizist mit Handschellen herein. „Sind diese Handschellen für mich?“, fragte ich. „Sie können sie mir nicht anlegen, weil ich unschuldig bin.“ Ich versprach ihm, nicht wegzulaufen, damit er nicht seinen Job verlor. Er meinte: „In Ihrem Alter sollten Sie zu Hause bleiben und das Leben genießen. Warum bestehen Sie darauf, hinauszugehen und mit Leuten zu reden?“
Bevor ich antworten konnte, kam der Fahrer herein und wir stiegen alle in einen Polizeiwagen. Auf dem Weg zum Gefängnis erklärte ich, dass der ehemalige KPCh-Chef die Verfolgung aus Neid begonnen hatte, weil es mehr Falun-Dafa-Praktizierende als KPCh-Mitglieder gab. Ich sagte, die KPCh müsse nun die Konsequenzen tragen, weil sie so viele Gräueltaten begangen habe, und erinnerte sie an Bo Xilai, einen hohen KPCh-Funktionär, der an der Zwangsorganentnahme an lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden beteiligt war, und wie es für ihn endete. Ich erzählte vom Stein der verborgenen Schriftzeichen, der in der Provinz Guizhou gefunden wurde und dessen Schriftzeichen natürlich entstanden waren: „Die Kommunistische Partei Chinas wird zusammenbrechen“. Außerdem erinnerte ich sie an das Sprichwort unserer Vorfahren: „Gutes wird mit Gutem vergolten, Böses mit Bösem.“ Sie hörten schweigend zu.
Ich sagte dem Fahrer, er sei auf der sicheren Seite, wenn er „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht sind gut“ rezitiere. Zudem schlug ich ihm vor, unter einem Pseudonym aus den KPCh-Organisationen auszutreten. Er war einverstanden und erzählte, er sei der Jugendliga und den Jungen Pionieren beigetreten. Als ich ihn nach seiner Familie fragte, berichtete er, seine Frau und seine Tochter seien ebenfalls den Jungen Pionieren beigetreten. Er würde mit ihnen darüber sprechen, meinte er, und ihnen raten, ihre Mitgliedschaften in den KPCh-Organisationen aufzugeben.
Ich rieg dem jungen Polizisten, aus den Organisationen der KPCh auszutreten, um sich selbst zu schützen, falls die KPCh eines Tages zur Verantwortung gezogen werde. Er stimmte zu und sagte, dass seine Eltern auch den Jungen Pionieren beigetreten seien. Ich bat ihn, ihnen von seinem Austritt aus den KPCh-Organisationen zu erzählen, und er versprach, dies zu tun.
Es nieselte noch, als wir im Gefängnis ankamen, und der Fahrer gab mir einen Regenschirm. Ich war froh, dass beide nun die Fakten über Falun Dafa und die Verfolgung kannten.
Im Gefängnis
Es war bereits nach 22 Uhr. Ling, die Zellenleiterin, brachte mich zu einer ärztlichen Untersuchung. Ich schaute nach innen, um zu verstehen, warum ich inhaftiert war, und bemerkte, dass ich Anhaftungen hatte: Überschwang, Angeberei, Angst und Sentimentalität. Außerdem war ich mit anderen Dingen beschäftigt, anstatt mich an der Lehre des Dafa auszurichten. Ich war so traurig, dass ich weinte, und mich beim Meister entschuldigte. Aber da ich nun schon mal hier war, würde ich mein Bestes geben, um den Menschen zu helfen.
Am nächsten Morgen sagte eine Gefangene, sie würde noch am selben Tag entlassen werden. Bevor ich mit ihr sprechen konnte, rief jemand ihren Namen, und sie ging. Ich hoffte, ein anderer Praktizierender könnte mit ihr über den Austritt aus den KPCh-Organisationen sprechen.
Ich begann, mit jeder Gefangenen zu sprechen, angefangen mit denen, die als Erste entlassen werden sollten. Am vierten Tag sagte Ling, sie würde bald entlassen werden, so informierte ich sie über den Austritt aus den KPCh-Organisationen. Sie stimmte ohne zu zögern zu.
Nachdem Ling gegangen war, wurde Ming die Leitung der Zelle übertragen. Die anderen weigerten sich, auf sie zu hören, sodass Ming weinte. Im Gespräch mit mir gestand sie, dass Heimweh habe. Wir sprachen über Falun Dafa und den Austritt aus den KPCh-Organisationen. Sie war den Jungen Pionieren beigetreten und erklärte sich bereit, auszutreten.
Fast täglich kamen und gingen Menschen. Neben dem Aussenden aufrichtiger Gedanken und der Meditation konzentrierte ich mich darauf, die wahren Hintergründe von Falun Dafa und die Verfolgung zu erklären und ihnen beim Austritt aus der KPCh zu helfen. Ich hatte keine Angst und alles verlief gut.
Während dieser sieben Tage im Untersuchungsgefänghis verhalf ich 21 Personen zum Austritt aus den Organisationen der KPCh.
Fazit
Während der Pandemie waren viele Einrichtungen geschlossen, weshalb ich nicht hinausgehen und mit anderen Menschen sprechen konnte. Mein Mann war im Krankenhaus und brauchte Hilfe, daher blieb ich die meiste Zeit zu Hause. Mit der Zeit verstärkten sich meine Neigung zu Bequemlichkeit und materiellem Gewinn, hinzu kamen Angst und Groll.
Der Meister sagte:
„Kultivieren wie am Anfang, Vollendung gewiss.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz des Großraums New York 2013, 19.05.2013)
Nachdem ich dies kürzlich gelesen hatte, wurde mir klar, dass ich mich erhöhen musste. Nur wenn wir die drei Dinge gut machen, können wir unsere Mission erfüllen, die Menschen zu erretten, und mit dem Meister heimkehren.
Danke, Meister! Danke, liebe Mitpraktizierende!
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