(Minghui.org) Seit 20 Jahren praktiziere ich Falun Dafa und freue mich, meine Erfahrungen während der 22. China-Fa-Konferenz auf Minghui.org mit euch zu teilen.

Familienmitglieder

Anfang 2006 begann ich mich zu kultivieren. Zu diesem Zeitpunkt waren die Neun Kommentare über die Kommunistischen Partei bereits über ein Jahr veröffentlicht. Da mir bewusst war, wie wichtig es ist, die wahren Umstände zu erklären, arbeitete ich mit einer anderen Praktizierenden aus meiner Familie zusammen. Alle Mitglieder meiner Familie, insgesamt über 20 Personen, traten aus den Organisationen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) aus, darunter die Partei selbst, der Jugendverband und die Jungen Pioniere.

Ich wusste, dass ich auch der Familie meines Mannes die wahren Umstände erklären musste. Da ich sie nur einmal im Jahr besuchte, war ich mir unsicher, wie ich mit ihnen sprechen sollte. Die Praktizierenden haben ein Projekt, bei dem sie mit automatisierten Anrufen vorab aufgezeichnete Nachrichten versenden. Ich schickte ihnen diese Nachrichten und bat einen anderen Praktizierenden, jeden einzelnen Angehörigen meines Mannes anzurufen. Aber keiner von ihnen war bereit, die Parteiorganisationen zu verlassen. Mir war klar, dass ich ihnen persönlich erklären musste, wie wichtig ein Parteiaustritt ist.

Zum Glück gab eine der Schwestern meines Mannes eine Party. Ich stellte Pakete mit DVDs, Software zur Umgehung der Internetsperre und Kopien eines kurzen Briefes zusammen. Ich beschloss, mit ihnen einzeln zu sprechen und begann mit den beiden Neffen meines Mannes. Es lief gut, und sie traten sofort aus der Partei aus. Zuversichtlich wandte ich mich dann an zwei seiner Nichten.

Beide Nichten sind Regierungsbeamtinnen, und ich hatte sie in der Vergangenheit kostenlos unterrichtet. Beeinflusst von der Verfolgungspolitik der KP wagte eine von ihnen nichts zu sagen, stimmte aber stillschweigend zu. Die andere war zunächst zögerlich, stimmte aber schließlich auch zu. In Zukunft werde ich ihnen noch mehr erklären, damit sie die aktuelle Situation vollständig verstehen.

Gespräche mit Gleichaltrigen fielen mir viel leichter, auch mit den Geschwistern meines Mannes und deren Ehepartnern. Niemand hatte Einwände, wahrscheinlich weil sie die Fakten aus den aufgezeichneten Nachrichten kannten oder meine positiven Veränderungen miterlebt hatten. Denn nachdem ich mit Falun Dafa begonnen hatte, war ich freundlicher und rücksichtsvoller geworden. Auch die Dafa-Materialien, die ich mitbrachte, nahmen sie an.

Später erfuhren sie Segen. Eine Nichte erkrankte an Lymphdrüsenkrebs und musste ihre Wohnung verkaufen, um die Behandlungskosten zu decken. Ihr Gesundheitszustand verbesserte sich deutlich, nachdem sie die Parteiorganisationen verlassen hatte. Mein Neffe und seine Frau machten Karriere, nachdem sie die Verbindungen zur Partei abgebrochen hatten. Sie bekamen zwei Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Niemand in der Familie meines Mannes ist arbeitslos oder verschuldet.

Ehemalige Kollegen – mit Glück gesegnet

Vor meiner Pensionierung leitete ich ein Lehr- und Forschungsteam, daher brachten mir meine ehemaligen Kollegen großen Respekt entgegen. Sie traten problemlos aus den Organisationen der KP aus. Eine von ihnen ist Fen, eine gute Freundin von mir. Kurz nachdem wir ins Gespräch gekommen waren, erwähnte ich Falun Dafa und die Verfolgung. Sie verstand die Situation und bat mich, ihrer ganzen Familie beim Austritt aus der Partei und ihren Unterorganisationen zu helfen. Ich sagte ihr, dass sie selbst zustimmen müssten, und sie versprach, dies mit ihnen abzuklären. Später erzählte sie mir, dass ihr Mann zögere.

Fen wohnt in meiner Nähe, und ich traf sie und ihren Mann eines Tages zufällig auf der Straße. Nach einem Gespräch mit ihnen willigte ihr Mann ein, aus der Partei auszutreten. Ihre ganze Familie hat die KPCh bereits vor über 20 Jahren verlassen, und Fens Familie hat enorm davon profitiert. Sie verdienten Geld mit dem Verkauf mehrerer Wohnungen. Ihre Tochter und ihr Schwiegersohn gingen ins Ausland und bekamen dort zwei Kinder. Die ganze Familie scheint zufrieden zu sein.

Qing ließ sich nach einem Streit von ihrem Mann scheiden, bereute es aber später. Als ich mit ihr über den Parteiaustritt sprach, stimmte sie sofort zu. Sie half auch ihrem Sohn, ihrer Tochter und einer Freundin, dasselbe zu tun. Sie und ihr Mann heirateten wieder, und ihre Kinder haben gute Arbeitsstellen.

Rong, eine andere Kollegin, trat nach meinem Gespräch ebenfalls aus, und ihre Tochter tat es ihr gleich. Rongs Arbeitsleistung war durchschnittlich, aber sie wurde früher als qualifiziertere Kollegin zur „höheren Fachkraft“ befördert. Ihre Pension ist aufgrund einer Gehaltserhöhung kurz vor ihrem Ruhestand ebenfalls hoch. Rong erzählte mir, sie sei erstaunt gewesen.

Zwei weitere Kollegen, Gang und Jian, hatten von mir gelegentlich von Falun Dafa gehört. Als Praktizierende außerhalb Chinas anriefen, um sie zum Austritt aus der KP und ihren Organisationen zu ermutigen, stimmten beide zu.

Es gibt viele solche Geschichten. Bis zu meiner Pensionierung hatten die meisten meiner Kollegen und Freunde die Verbindungen zur Partei abgebrochen. Auch sie waren sich einig, dass die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gut sind.

Meine ehemaligen Mitschüler

Klassentreffen sind sehr beliebt. Ich habe an über zehn Klassentreffen teilgenommen – von der Grundschule über die weiterführende Schule bis hin zur Universität –, darunter auch 30- und 40-jährige.

Ich nutze jede Gelegenheit, um über Falun Dafa und die Verfolgung zu sprechen. Früher war ich in der Schülervertretung und hatte gute Noten, deshalb mochten mich die anderen und waren überrascht, dass ich Falun Dafa praktiziere. So kam es auf natürliche Weise dazu, dass ich das Thema auf Falun Dafa lenken konnte. Besonders bei Gruppenfotos oder beim Anstoßen fällt es meinen ehemaligen Mitschülern leicht, die Kommunistische Partei und ihre Unterorganisationen zu verlassen. Einer sagte: „Viele haben schon mit mir darüber gesprochen, aber ich habe nie zugestimmt. Ich vertraue dir und sage heute Ja.“

Viele Jahre sind seit unserem Abschluss vergangen, und einige meiner Mitschüler sind heute Direktoren, Parteisekretäre der Disziplinarkommission, Chefärzte, Schulleiter oder Lehrer. Ich bin Meister Li (dem Begründer von Falun Dafa) dankbar, dass er mir diese Möglichkeiten gegeben hat, Menschen die wahren Umstände zu erklären und ihnen zu helfen, gerettet zu werden.

Für unser 50-jähriges Klassentreffen plante das Organisationskomitee Aufführungen. Ich wurde nicht in die Planung einbezogen, da man mich angeblich telefonisch nicht erreichen konnte. Am Tag der Veranstaltung bemerkte ich, dass auf dem Programm zwei Lieder standen, die während der Kulturrevolution populär gewesen waren und die KP Chinas lobten: eines als Solo und eines als Gruppenlied. Meine Mitschüler hatten die Partei und die Unterorganisationen bereits verlassen. Warum sollten sie so etwas tun, fragte ich mich.

Ich sprach die Mitschüler, die das Gruppenlied singen sollten, daraufhin an und erklärte ihnen meine Bedenken. Sie stimmten zu, das Lied nicht zu singen. Anschließend sprach ich die Solistin an und sagte ihr, dass das Lied, das sie singen sollte, auf Parteipropaganda basiere. Auch sie verstand und beschloss, das Lied nicht zu singen. Ich freute mich für sie.

Nach meiner Pensionierung zahlte ich keine Parteibeiträge mehr. Laut Parteisatzung wird jeder, der sechs Monate lang keine Beiträge zahlt, automatisch ausgeschlossen. Nachdem ich 2016 den ehemaligen KP-Chef Jiang Zemin wegen der Verfolgung von Falun Dafa verklagt hatte, begannen Funktionäre, mich zu schikanieren. Sie forderten Parteibeiträge von mir und kritisierten mich auf einer Hochschulkonferenz.

Obwohl dies eine große Herausforderung war, blieb ich ruhig und schrieb Briefe an den Rektor, den Parteisekretär der Schule, den Parteisekretär des Rentnerverbands und den Leiter des Büro 610. Ich schilderte ihnen die Vorteile von Falun Dafa, widerlegte die verleumderische Parteipropaganda und prangerte die Verfolgung, einschließlich der erzwungenen Organentnahme, an.

Am nächsten Tag dankte mir die Parteisekretärin des Rentnerverbands für den Brief und teilte mir mit, dass sie bald in den Ruhestand gehen würde. Danach forderte niemand mehr Parteibeiträge von mir.

Über Dafa berichten

Neben Familie, Freunden und Verwandten, die ich informiert habe, gehe ich mit anderen Praktizierenden hinaus, um auch mit anderen Menschen über die Verfolgung von Dafa zu sprechen. Ein Mann mittleren Alters zeigte großes Interesse. Er stellte viele Fragen und wollte die Übungen lernen. Wir unterhielten uns über eine Stunde lang.

Ich sprach mit einer elegant gekleideten Geschäftsfrau mittleren Alters. Als ich erwähnte, dass sie ihre Mitgliedschaft in den Parteiorganisationen kündigen solle, sagte sie: „Ich habe einmal ein internes Video vom 4. Juni 1989 gesehen. Die Volksbefreiungsarmee eröffnete das Feuer auf die Studenten, und es floss Blut. Danach habe ich aufgehört, Parteibeiträge zu zahlen.“ Sie war froh, dass ich ihr beim Austritt aus der Partei und ihren Unterorganisationen helfen konnte.

Ein Mann, den ich in einem Park traf, erzählte mir, er habe Meister Li während einer neuntägigen Vortragsreihe in Shijiazhuang in der Provinz Hebei gesehen. „Ich habe dort gearbeitet“, erklärte er. Er erinnerte sich an diese schönen Tage und bat mich ihm Dafa-Bücher zum Lesen zu geben.

Aufrichtige Gedanken und meine persönliche Kultivierung

Manche Erlebnisse machten mich nervös. An einem Busbahnhof bemerkte ich einen Mann, der mich anstarrte. Er sagte, er beobachte mich schon eine Weile. Nachdem ich mich mit einigen Leuten über Dafa unterhalten hatte und gehen wollte, packte er mich und sagte: „Ich weiß, wer Sie sind. Ich weiß, was Sie tun. Ich habe für das Komitee für Politik und Recht gearbeitet, bin aber im Ruhestand. Jetzt weiß ich, was die Praktizierenden wirklich tun. Seien Sie bitte vorsichtig.“ Ich war sehr bewegt.

Ein anderes Mal traf ich einen Mann, der Sport machte, und sagte ihm, er solle sich merken: Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut. „Praktizieren Sie das noch?“, fragte er. Ich wusste nicht, was ich antworten sollte. Dann fragte er, ob ich Herrn Li Hongzhi jemals gesehen hätte, und ich verneinte. „Wenn Sie ihn einmal sehen, grüßen Sie ihn bitte von mir“, bat er mich. Ich war erleichtert und sprach mit ihm über den Parteiaustritt. Er war einverstanden.

Einmal stritt ich mich mit meinem Mann. Als ich später mit Leuten über Dafa sprach, wollte mich jemand bei der Polizei anzeigen. Zum Glück konnte ich entkommen. Ein anderes Mal fiel ich durch die Prüfung der sexuellen Begierde. Als ich Leute bat, die KP zu verlassen, wollte ein alter Mann meine Telefonnummer. Rückblickend scheinen all diese Vorfälle mit meinen Anhaftungen zusammenzuhängen.

Um diese Situation zu ändern, verbringe ich mehr Zeit damit, das Zhuan Falun zu lesen, die Übungen zu machen und aufrichtige Gedanken auszusenden. Das hilft sehr. Im Moment reagieren nur noch sehr wenige Menschen negativ und die Zahl der Parteiaustritt steigt.

Einmal traf ich einen Veteranen, der vor etwa 60 Jahren der KPCh beigetreten war. Seine Tochter praktiziert Falun Dafa, aber er hatte seine Parteimitgliedschaft nicht gekündigt. Er wusste, dass Falun Dafa gut ist, wollte aber die Partei nicht verlassen, weil er ihr schon so lange angehörte.

Ich erklärte ihm, wie die Partei dem chinesischen Volk in ihren zahlreichen politischen Kampagnen geschadet hat und warum ein Verbleib in der Partei schwerwiegende Folgen haben würde, wenn sie zur Rechenschaft gezogen wird und für ihre Verbrechen büßen muss. Er stimmte zu und dankte mir für meine Hilfe.

Das sind meine persönlichen Erfahrungen. Bitte weist mich auf Dinge hin, die nicht dem Fa entsprechen.