Rente ausgesetzt – 62-Jähriger erleidet Schlaganfall und stirbt zwei Jahre später

(Minghui.org)

Lu Chunyang

Einem Anwohner von Sanhe, Provinz Hebei, wurde im Jahr 2022 wegen seines Glaubens an Falun Dafa die Rente gestrichen. Nachdem er zuvor jahrzehntelang wegen seines Glaubens verfolgt worden war, war der Verlust der Rente ein Schlag, den Lu Chunyang nicht mehr verkraften konnte. Kurze Zeit später erlitt er einen Schlaganfall und starb am 15. Januar 2025 im Alter von 62 Jahren.

Lu, ehemaliger Büroleiter der Sanhe Export Company, und seine Frau Li Yonglian, einst Lehrerin an der 4. Grundschule in Sanhe, begannen 1997 mit Falun Dafa. Nachdem die Verfolgung zwei Jahre später angeordnet worden war, wurden sie mehrmals von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verfolgt.

Am 20. Juli 1999, dem Tag, als die Verfolgung offiziell begann, fuhr das Ehepaar nach Peking, um für Falun Dafa zu appellieren. Beide wurden festgenommen und in die Stadt Baoding, Provinz Hebei, gebracht. Dort mussten sie den ganzen Tag über im Freien unter der sengenden Sonne verbringen. In der Nacht wurde Lu zu seinem Arbeitsplatz gebracht und unter Druck gesetzt, Erklärungen über den Verzicht auf Falun Dafa zu schreiben. Seine Frau wurde in einem Hotel festgehalten und danach in ein anderes Hotel verlegt. Zwei Tage später befahl ihr ein Beamter der Stadt, im Fernsehen Falun Dafa zu diffamieren. Als sie sich weigerte, drohte ihr die Schulleitung mit „einer harten Zeit“, da sie es gewagt hatte, den Stadtbeamten herauszufordern. Daraufhin wurde sie in ihre Schule gebracht und dort ohne jeglichen Kontakt zu ihrer Familie festgehalten.

In der Nacht des 23. September 1999 schliefen die Eheleute und ihre Tochter tief und fest, als jemand gegen 23 Uhr an die Tür klopfte. Als Lu die Tür öffnete, stürmten ungefähr acht Beamte des Polizeireviers Beicheng in seine Wohnung. Sie beschlagnahmten alle Falun-Dafa-Bücher und nahmen seine Frau fest. Li wurde für unbekannte Dauer in der Haftanstalt in Sanhe festgehalten.

Im April 2000 fuhr Li nach Peking, um sich für Falun Dafa einzusetzen, wurde verhaftet, nach Sanhe zurückeskortiert und in die dortige Haftanstalt eingesperrt. Aus Protest trat sie in den Hungerstreik und wurde sieben Tage später freigelassen, als sie extrem geschwächt war. Drei Tage später wurde sie jedoch abermals von der Polizei festgenommen und auf dem Polizeirevier Beicheng festgehalten. Lu bemühte sich um ihre Freilassung und wurde von Polizeichef Zhao Yongkang verprügelt. Nach 38 Tagen Gewahrsam auf dem Polizeirevier brachten sie Li in ihre Schule und hielten sie dort weitere zwei Wochen lang fest.

Erneute Verhaftung

Am 28. August 2000 wurde das Ehepaar bei der Arbeit verhaftet und ihre Wohnung durchsucht. Als Lu es ablehnte, den Haftbefehl zu unterschreiben, wies der stellvertretende Leiter der Polizeibehörde von Sanhe, Zhang Shangli, mehrere Beamte an, ihn festzunehmen. Sie drückten ihn nach unten und drehten ihm eine Hand auf den Rücken, um sie mit der anderen Hand, die sie ihm von vorne über die Schulter zogen, zu fesseln. Lu schrie vor Schmerzen. Danach brachten sie ihn in die Haftanstalt des Bezirks Dachang. Die Handschellen schnitten in sein Fleisch und es dauerte lange, bis die Polizei sie entfernen konnte. Die Spuren der Verletzungen an seinen Handgelenken verschwanden erst mehrere Monate später. Seine Frau wurde auf dieselbe Weise gequält, woraufhin ihre Finger mehrere Monate lang gefühllos blieben.

Hundert Tage später wurde Lu freigelassen, nachdem die Beamten seine Familie zur Zahlung von 5.000 Yuan (etwa 658 Euro) erpresst hatten. Seine Frau wurde Ende Dezember 2000 zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Das Arbeitslager in Tangshan lehnte ihre Aufnahme jedoch zweimal ab, nachdem man bei ihr eine Herzerkrankung und hohen Blutdruck diagnostiziert hatte. Die Polizeibehörde des Bezirks Dachang verlangte als Gegenleistung für ihre Freilassung 9.000 Yuan (etwa 1.184 Euro). Lu konnte lediglich 3.000 Yuan zahlen, woraufhin seine Frau erst 129 Tage später freigelassen wurde. Außerdem erpresste die Haftanstalt des Landkreises Dachang von den Eheleuten weitere 3.985 Yuan (etwa 520 Euro) für Unterkunft und Verpflegung während ihrer Haftzeit.

Im September 2000 setzte der Arbeitgeber von Lu während dessen Inhaftierung sein Gehalt aus. Nach seiner Freilassung Mitte Dezember 2000 erlaubte man ihm nicht, an seinen Arbeitsplatz zurückzukehren und kündigte ihm 2002 offiziell. Im Jahr 2000 verlor auch seine Frau ihre Arbeitsstelle und das Ehepaar wurde im Fernsehen durch den Schmutz gezogen.

Im Dezember 2000 fuhr Lu nach Peking, um Gerechtigkeit für Falun Dafa einzufordern. Pekinger Polizisten überwältigten ihn und schlugen ihm auf den Rücken. Anschließend wurde er zurückgebracht und sechs Wochen lang in der Haftanstalt in Sanhe festgehalten. Seine Frau wurde im April 2001 verhaftet, nachdem jemand sie wegen des Verteilens von Informationsmaterialien angezeigt hatte. Sie wurde in sie Haftanstalt in Sanhe überstellt, wo sie aus Protest in Hungerstreik trat. Aufgrund ihrer Schwäche ließen die Wärter sie am siebten Tag wieder frei.

Im Mai 2001 wurde Li abermals festgenommen, als sie mit dem Fahrrad zur Wohnung einer Mitpraktizierenden fuhr. Die Polizei, die sie beschattet hatte, zerrte sie vom Fahrrad und schlug ihr ins Gesicht. Nachdem sie Li auf das Polizeirevier Beicheng gebracht hatten, trat der Beamte Ai Guangliang sie mit Füßen. Anschließend wurde sie in der Haftanstalt in Sanhe eingesperrt. Sie trat erneut in Hungerstreik und wurde vier Tage lang zwangsernährt. Während der brutalen Zwangsernährung lockerten sich ihre Zähne, ihre Kleidung zerriss und sie hatte blaue Flecken auf den Handrücken. Später brachten die Wärter sie ins Krankenhaus, wo ihr Infusionen verabreicht wurden.

Nachdem die Eheleute ihre Arbeit verloren hatten, arbeiteten sie in einer Obstplantage, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Am 25. September 2002 tauchten in der Obstplantage mehr als zehn Beamte der Polizeistation Beicheng auf und nahmen Lu fest. Sie kamen in mehreren Zivilfahrzeugen, mit Fernrohren und Funkgeräten in der Hand. Zwei jüngere Beamte schlugen Lu auf den Kopf, was zu einer großen Beule und anschließenden Kopfschmerzen führte. Er schrie: „Die Polizei schlägt Menschen!“ Daraufhin stopften sie ihm den Mund mit Sand und brachten ihn zu einem Minivan. Er durfte nicht einmal seinen Mantel und seine Schuhe anziehen.

Die Polizei brachte Lu in ein Krankenhaus, wo man ihm Medikamente gegen seine Kopfverletzung verabreichte. Es ist unklar, ob er die Behandlungskosten von mehr als 600 Yuan selbst bezahlen musste. Bei ihm wurde extrem hoher Blutdruck festgestellt (ein systolischer Blutdruck von fast 200 mmHg, während der normale Wert bei 120 oder darunter liegt). Trotzdem verfrachtete ihn die Polizei nach der Untersuchung in einen Lieferwagen und brachte ihn in die Gehirnwäsche-Einrichtung Langfang, wo man ihn 20 Tage lang festhielt. Sein früherer Arbeitgeber, die Sanhe Export Company, wurde angewiesen, der Gehirnwäsche-Einrichtung für seine Freilassung 8.000 Yuan (etwa 1.050 Euro) zu zahlen.

Vater traumatisiert

Lus Vater wurde durch die Verfolgung seines Sohnes traumatisiert und erkrankte. Der ältere Mann wurde mehrmals ins Krankenhaus eingeliefert und starb im Jahr 2009. Lus Mutter erkrankte an Demenz und musste rund um die Uhr betreut werden. Sie verstarb im Jahr 2015. Traumatisiert durch die Verfolgung ihrer Eltern verschlechterten sich die schulischen Leistungen ihrer Tochter.

Am 25. Dezember 2020 rief das örtliche Straßenkomitee Lus Tochter an und verlangte zu erfahren, wo sich ihre Eltern aufhielten. Sie behaupteten, die Erdgasleitungen müssten überprüft werden. Die Tochter verweigerte jegliche Antwort und legte auf. Am nächsten Abend führte Li Yongliang, der örtliche Dorfsekretär, drei Regierungsangestellte, darunter einen mit dem Nachnamen Xin, zu Lus Wohnung. Als einer von ihnen sein Handy zückte, um ein Video von der Wohnung aufzunehmen, hielt ihn Lus Frau davon ab.

Der stellvertretende Polizeichef Li Fengxue der Polizeistation Nancheng tauchte am 22. April 2021 mit vier Beamten in der Wohnung auf, um Lu zu schikanieren. Als Lu die Rechtswidrigkeit der Verfolgung darlegte, versprach Li, sich über die einschlägigen Gesetze zu informieren.

Die Schikanen gegen Lu und seine Frau hörten nicht auf. Die Polizei und das Straßenkomitee tauchten mindestens einmal im Jahr auf, manchmal sogar mehrmals pro Jahr, und setzten das Ehepaar unter Druck, Falun Dafa aufzugeben.

Im Jahr 2022 reduzierte Sun Yong, der Leiter der Rentenabteilung der Stadt Sanhe, die Dienstjahre von Lu und seiner Frau auf Null und setzte damit ihre Rentenbeträge auf Null zurück. Lu war darüber derart erschüttert, dass er kurze Zeit später einen Schlaganfall erlitt. Er erholte sich nie wieder und starb am 15. Januar 2025.

Frühere Berichte:

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