(Minghui.org) Ich habe im Jahr 1997 angefangen, Falun Dafa zu praktizieren. Damals arbeitete ich in einer staatlichen Verwaltungsbehörde. Durch die Kultivierung verstand ich, dass ich als Praktizierender strenge Anforderungen an mich selbst stellen und ein guter und selbstloser Mensch sein muss. Das erreiche ich, indem ich den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folge. Wenn ich also Menschen bei ihren Anliegen half, nahm ich keine Geschenke an. Ich hielt es für meine Pflicht, Menschen zu helfen und ihre Probleme zu lösen.
In den Jahren 2000 bis 2005 war ich Leiter der Abteilung für Bildungsangelegenheiten. Es war dort üblich, Geschenke zu verlangen oder anzunehmen. Ich war für die Überprüfung der Berichte zur Bewertung der beruflichen Qualifikation von Lehrern an Grund- und weiterführenden Schulen in der gesamten Region verantwortlich mit der Befugnis, die Berichte zur Genehmigung zu empfehlen. Einige Lehrer wollten mich treffen und mir privat Geschenke überreichen, damit ich ihre Berichte positiv bewertete. Das lehnte ich ab. Sie kamen jedoch in mein Büro und legten dort heimlich Geschenkkarten oder teure Kleidung ab.
Ich teilte mir ein Büro mit anderen Mitarbeitern und konnte die Geschenke der Lehrer vor den anderen nicht ablehnen, da dies die Lehrer, die sie mir gegeben hatten, in Verlegenheit gebracht hätte. Deshalb notierte ich mir ihre Kontaktdaten und traf mich später allein mit ihnen, um ihnen die Geschenke wieder zurückzugeben. Ich sagte aufrichtig zu ihnen: „Ich verhalte mich nach den Maßstäben Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ich werde Ihre langjährigen Dienste und Leistungen berücksichtigen, Ihre Berichte ordnungsgemäß empfehlen und mich an die Regeln halten.“ Dann bat ich sie, sich keine Sorgen zu machen. Nachdem ich so etliche Geschenke zurückgegeben hatte, verbreitete sich schnell die Nachricht, dass dieser Leiter keine Geschenke annähme. Daraufhin hörten die Geschenke allmählich auf, bis ich keine Geschenke mehr erhielt. Das ersparte mir viel Mühe.
Es gab eine Zeit, in der ich mit vielen Sozialunternehmen in unserer Region zu tun hatte. Die Geschäftsführer kamen vor den chinesischen Neujahrsfeiertagen in mein Büro und hinterließen Umschläge mit Bargeld, die sie trotz meiner Bitten nicht zurücknehmen wollten. Während der Feiertage nutzte ich die Gelegenheit, Familien in ländlichen Gebieten zu besuchen, die in finanziellen Schwierigkeiten waren. Dort verteilte ich das Geld im Namen der Geschäftsführer an Bedürftige. Diese Familien freuten sich sehr über das Geld.
Nach den Neujahrsfeiertagen erstellte ich eine Liste über diese Geldgeschenke und wie ich sie verwendet hatte. Ich gab den Geschäftsführern Kopien dieser Liste, wenn sie zu Geschäftsterminen in mein Büro kamen. Ich erklärte ihnen, dass ich nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht leben und keine Geschenke für meine Arbeit annehmen würde. Ich sagte ihnen, dass ich in ihrem Namen eine gute Tat vollbracht hätte, indem ich den bedürftigen Familien geholfen hätte. Sie waren alle zufrieden. Damals erzählte ich niemandem, dass ich ein Falun-Dafa-Praktizierender bin, ich handelte einfach nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.
An einem Sommerabend im Jahr 2000, als ich nach der Arbeit aus dem Tor der Einrichtung kam, traf ich einen Mann, der gekommen war, um gegen die Ein-Kind-Politik zu protestieren. Er kannte mich und erzählte mir, dass seine Frau mit inneren Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Er habe Sozialhilfe beantragen wollen, aber der zuständige Beamte habe ihm gesagt, er solle am nächsten Tag wiederkommen. Er erzählte mir, dass er kein Geld und seine Frau nichts zu essen hätten. Er sah erschöpft und verwirrt aus. Ich holte sofort 50 Yuan (ca. 6 Euro) heraus und gab sie ihm. „Kaufen Sie sich erst einmal etwas zu essen“, schlug ich ihm vor. Er war so bewegt, dass er fast geweint hätte, und eilte dann aus dem Tor hinaus.
Zu dieser Zeit hatten meine Frau und ich nur ein begrenztes Einkommen, unsere Haushaltskasse war knapp und wir konnten uns nur billige Kleidung kaufen. Aber ich hätte nie daran gedacht, mir mit unlauteren Mitteln persönliche Vorteile zu verschaffen. Ich wollte einfach nur hart arbeiten und ein reines Gewissen haben.
Später verlor ich meine Arbeit, weil ich mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Daraufhn wurde ich von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verfolgt. Als die Menschen von meiner Situation erfuhren, sagten alle, dass ich ein guter Mensch sei und es ein großer Verlust für sie sei, dass man mich aus meiner Arbeit vertrieben habe.
Wenn die KPCh Falun Dafa nicht verfolgen würde, könnten viele Beamte in China Falun Dafa praktizieren und ehrlich und aufrichtig sein. Sie würden den moralischen Maßstab der Menschen anheben. Das würde China sehr zugutekommen!
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