(Minghui.org) Falun-Dafa-Praktizierende folgen den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, um gute und noch bessere Menschen zu werden. Aber was bedeutet es, ein „guter“ Mensch zu sein?
Wir wissen, dass der alte Kosmos die Phasen von Entstehung, Bestehen, Verderben und Verfall durchläuft. Die Veränderungen werden im Lauf der Zeit immer deutlicher. Auch die alten Dynastien Chinas durchliefen diese Phasen. Was die menschliche Gesellschaft für richtig hält, muss nicht unbedingt richtig sein. Die Maßstäbe können sich mit dem Wandel der gesellschaftlichen Ansichten über Moral ändern.
Falun Dafa zu praktizieren und sich selbst zu kultivieren bedeutet, dass wir uns ständig erhöhen und veredeln wollen, angefangen damit, dass wir in unserem Alltag gute Menschen sind. Wir beseitigen nach und nach die verdorbenen Faktoren, bis unser angeborenes wahres Selbst die Führung übernimmt. Praktizierende wissen, dass es wichtig ist, den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu folgen und damit die richtigen Maßstäbe für ein gutes Leben zu erfüllen.
Die traditionelle chinesische Kultur bietet bereits viele Beispiele für die richtigen Grundsätze. Hier möchte ich drei chinesische Sprichwörter vorstellen, die vielleicht blinde Flecken aufdecken.
1. Hao da xi gong (Auf großartige Taten stolz sein)
Dieses Sprichwort bezieht sich auf jemanden, der immer daran denkt, Großes zu tun, ohne sich um die grundlegenden Dinge zu kümmern. Solche Menschen streben oft nach Erfolg, indem sie übertreiben oder Abkürzungen gehen wollen.
Hier sind einige Beispiele für die Verwendung dieses Begriffs.
Beispiel 1: Er ist jemand, der auf großartige Taten stolz ist – er behauptet vielleicht, für eine Leistung, die drei Punkte wert ist, zehn Punkte erzielt zu haben.
Beispiel 2: Hochmut kann sich in verschiedenen Verhaltensweisen äußern, wie zum Beispiel im Streben nach Anerkennung, Stolz auf großartige Taten oder durch Angeberei.
Das gegenteilige Verhalten (von „auf großartige Taten stolz sein“) umfasst Bescheidenheit, echte Anstrengung und einen leichten Umgang mit Anerkennung.
Wenn Praktizierende sich über großartige Taten freuen, könnten sie unbewusst nach Anerkennung oder oberflächlichem Erfolg streben, was keine solide Kultivierung bedeutet. Wenn das so weitergeht, verschwenden wir möglicherweise die Gelegenheiten, uns zu kultivieren.
2. Bi zhong jiu qing (Das Wichtige vermeiden und sich auf Nebensächlichkeiten konzentrieren)
Dieses Sprichwort beschreibt jemanden, der sich vor wichtigen Aufgaben drückt und nur einfache Aufgaben übernimmt. Es bezieht sich auch auf Situationen, in denen eine große Krise auftritt und jemand nur an einfachen Problemen arbeitet und es vermeidet, das Hauptproblem anzugehen.
Ein Beispiel für die Verwendung dieses Begriffs ist, wenn wir bestimmte Themen diskutieren und die Person das Wichtige vermeidet und sich auf Nebensächlichkeiten konzentriert.
Das gegenteilige Verhalten (von „das Wichtige vermeiden und sich auf Nebensächlichkeiten konzentrieren“) umfasst den Mut, die Führung zu übernehmen, Probleme direkt anzugehen und alles zu tun, um die Dinge zu erledigen.
Praktizierende legten in der Vorzeit das Gelübde ab, dem Meister bei der Errettung der Menschen zu helfen. Nach so vielen Jahren der Kultivierung sind manche Praktizierenden möglicherweise noch in menschliche Anschauungen verstrickt. Aber Kultivierung ist wie das Besteigen eines Berges – ohne solide Anstrengungen und kontinuierliches Erhöhen des Selbst kann man keinen Erfolg haben.
Schauen wir uns noch einmal das Gedicht des Meisters an:
„Hohe Stufen erklimmen, ein Weg, Tausende von Chi,Gewunden, hin und her, steil, schwer der Schritt;Blick zurück, sehen die Kultivierung des orthodoxen Fa,Zur halben Höhe anhalten, erlöst zu werden schwer.Herz fassen, Füße heben, unsäglich schwer die Beine,Bitternis erdulden, stetig voran, Eigensinn beseitigen;Dafa-Schüler, Dutzende von Millionen,Vollbracht, vollendet, in der Höhe.“(Taishan besteigen, 15.04.1996, in: Hong Yin I)
3. Zhi nan er tui (Bei Schwierigkeiten einen Rückzieher machen)
Die ursprüngliche Bedeutung dieses Sprichworts bezieht sich darauf, dass man angesichts von Schwierigkeiten oder Herausforderungen aufgrund des Gefühls, nur über begrenzte Fähigkeiten zu verfügen, aufgibt oder sich zurückzieht. Später wurde das Sprichwort verwendet, um einen strategischen Rückzug zu beschreiben, um kurzfristig die Verluste zu reduzieren. Heute bezieht sich dieses Sprichwort auf eine Person, die angesichts von Problemen aufgibt und einen Rückzieher macht – anstatt sie anzugehen.
Beispiel: Angesichts von Hindernissen oder Druck entschied er sich einen Rückzieher zu machen, um seinen Lebensstil beizubehalten.
Das gegenteilige Verhalten (von „bei Schwierigkeiten einen Rückzieher machen“) umfasst das Annehmen von Herausforderungen, Entschlossenheit und Unerschütterlich wie ein Diamant. Unerschütterlich wie ein Diamant zu sein bedeutet, dass man angesichts von Veränderungen oder Störungen unbeeindruckt und standhaft bleibt.
Man kann sich aus Schwierigkeiten zurückziehen, um Ressourcen zu schonen oder weitere Verluste zu vermeiden, oder vielleicht weil man nicht bereit ist, zu leiden.
Aber der Meister sagte:
„Bitternis ertragen für Freude halten.“(Das Herz leiden lassen, 17.12.1976, in: Hong Yin I)
Wenn ein Praktizierender bei Schwierigkeiten nicht durchhält und aufgibt, bei Konflikten pessimistisch wird oder sich aufgrund vergangener Erfolge gut fühlt, wie könnten wir dann unser abgelegtes Gelübde erfüllen? Das wiegt schwerer als alles, was wir in dieser Menschenwelt ertragen müssen.
Mit diesen drei Sprichwörtern möchte ich darauf hinweisen, dass es nicht ausreicht, nur bestimmtes Wissen zu erwerben, um ein guter Mensch zu sein, sondern dass man sich von moralischen Werten leiten lassen muss. Diese göttliche Weisheit kann uns helfen, zu unserem wahren Selbst zurückzufinden. Die Zeit ist begrenzt.
Der Meister sagte:
„… man soll die Wahrheit sagen, wahrhaftig handeln, ehrlich sein, zum Ursprung und zum wahren Selbst zurückkehren. (Zhuan Falun 2019, S. 20)
Wir müssen uns in diesem Bereich bemühen.
Ich hoffe, wir können alle aufholen und uns fleißig kultivieren.
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