(Minghui.org) Ding Lebin (oder: Ding Le Bin), männlich, etwa 38 Jahre alt, stammt aus der chinesischen Provinz Shandong und studierte am Chinesisch-Deutschen Kolleg der Tongji-Universität in Shanghai. Im April 2005 soll er auf Minghui.org eine „Ernsthafte Erklärung“ veröffentlicht haben, um die Kultivierung wieder aufnehmen zu können. Im Jahr 2012 verließ Ding Lebin Festlandchina und kam nach Deutschland; derzeit lebt er in Berlin. Er hat in Deutschland und anderen Regionen das getan, was die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) gerne tun möchte.
Beispielsweise erklärte Ding Lebin nach seiner Ankunft in Deutschland, dass seine Familienangehörigen in Festlandchina wegen des Praktizierens von Falun Gong verhaftet worden seien. Unter dem Vorwand, Hilfe zu benötigen, bat er darum, bei einem einheimischen westlichen Praktizierenden wohnen zu dürfen. Aus Güte und Mitgefühl nahm der Praktizierende ihn auf und begleitete ihn zu Besuchen bei mehreren Dutzend Abgeordneten.
Im Sommer 2013 sagte Ding, er werde künftig nicht mehr gemeinsam mit den Mitpraktizierenden Abgeordnete besuchen. Kurz darauf wurde Dings Mutter (Ma Ruimei) freigelassen. Die Praktizierenden der Gruppe für die Aufklärung über die Verfolgung gegenüber Abgeordneten stellten jedoch fest, dass Ding zwar erklärte, keine Begleitung mehr zu benötigen, um Politiker zu treffen, stattdessen aber begann, in großem Umfang und sehr häufig privat deutsche Politiker zu kontaktieren. Er sammelte Informationen über Politiker sowie über Falun-Gong-Praktizierende mit entsprechenden Netzwerken und erreichte damit rasch, dass die Kontakte zwischen örtlichen Praktizierenden und Politikern blockiert wurden. Ein Anzeichen dafür war, dass Praktizierende bei der Terminvereinbarung mit Abgeordneten häufig zu hören bekamen: „Herr Ding hat uns gerade erst kontaktiert.“
Ein weiteres Anzeichen war, dass einzelne Abgeordnete sich aufgrund der zu häufigen Kontaktaufnahme durch Ding Lebin stark bedrängt fühlten und sich infolgedessen von der Gemeinschaft der Falun-Gong-Praktizierenden distanzierten. In dieser Zeit erlangte Ding Lebin in New York den Titel des Europa-Direktors der Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong. Unter diesem Titel erweiterte er seinen Kontaktbereich von Deutschland auf andere Länder der Europäischen Union. Nachdem die Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong Ding Lebin näher kennengelernt hatte, hat die Organisation Ende 2016 die Zusammenarbeit mit ihm eingestellt.
Da Ding Lebin sich weigerte, mit den örtlichen Praktizierenden der Projektgruppe für die Erklärung der wahren Umstände an Politiker zu kommunizieren oder zu kooperieren, trat der Deutsche Falun Dafa Verein mehrmals an ihn heran, um mit ihm zu sprechen und auf die Unangemessenheit seines Vorgehens hinzuweisen. Dennoch setzte Ding seine Kontaktaufnahme zu Politikern weiterhin im Namen eines Falun-Gong-Praktizierenden fort. Nach der Kritik durch den Deutschen Falun Dafa Verein zog er sich für eine Zeitlang zurück (von Ende 2016 bis 2023).
Im Mai 2023 nahm Ding Lebin unter dem Vorwand, seine Eltern seien verhaftet worden und müssten gerettet werden, erneut in großem Umfang direkten Kontakt zu Politikern auf. Dieses Mal reichte sein Aktionsradius weit über Deutschland hinaus. Innerhalb von zweieinhalb Jahren sammelte er eine beträchtliche Menge an Informationen über Politiker aus verschiedenen europäischen Ländern, die Falun Dafa unterstützen. Dabei verweigerte er weiterhin die Kommunikation mit der Projektgruppe für die Erklärung der wahren Umstände an Politiker.
Neben dem häufigen Kontakt zu zahlreichen Regierungsvertretern und dem Anfertigen von Gruppenfotos mit ihnen berichteten mit Ding vertraute Praktizierende, dass er gezielt den Kontakt zu Koordinatoren von Dafa-Projekten sowie zu Praktizierenden mit umfangreichen Netzwerken suchte. Selbst wenn es keine geeigneten Gelegenheiten gab, bemühte er sich, solche Gelegenheiten zu schaffen.
Beispiel 1) Am 8. Juni 2024 fand in Dresden der europäische regionale Kampfkunstwettbewerb von New-Tang-Dynasty-Television statt. Der Vorsitzende reiste eigens aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland und NTD Television entsandte ein Dokumentarfilmteam aus den USA nach Dresden, um den Wettbewerb live zu begleiten. Am Tag des Wettbewerbs nahm Ding Lebin an einer Veranstaltung in einem anderen Land teil, rief jedoch das deutsche Veranstaltungsteam an und verlangte nachdrücklich, an den Aktivitäten des folgenden Tages teilzunehmen. Als man ihm mitteilte, dass es am nächsten Tag keine offiziellen Aktivitäten geben werde, sondern lediglich ein gemeinsames Mittagessen der Mitarbeiter, bestand Ding Lebin unter dem Vorwand, „US-Praktizierende treffen zu wollen“, weiter auf seiner Teilnahme, bis die Mitglieder des Veranstaltungsteams seinem Wunsch widerwillig zustimmten. Während des Mittagessens am nächsten Tag zeigte Ding Lebin starkes Interesse an mehreren aus den USA angereisten Praktizierenden und stellte zahlreiche Fragen, die in keinerlei Zusammenhang mit ihm standen. Sein Verhalten rief bei den beteiligten Praktizierenden Wachsamkeit hervor.
Beispiel 2) Nachdem Ding Lebin erfahren hatte, dass ein junger Falun-Dafa-Praktizierender aus Deutschland an der Northern Academy in den USA aufgenommen worden war und sich auf die Aufnahmeprüfung für Shen Yun Performing Arts vorbereitete, suchte er diesen jungen Praktizierenden auf, um mit ihm ein gemeinsames Foto zu machen, obwohl der Betroffene ihn kaum kannte. Dieses Vorgehen erschien den Eltern des jungen Praktizierenden befremdlich und versetzte sie in große Unruhe.
Beispiel 3) Vor dem 20. Juli 2025 gingen Berliner Praktizierende gemeinsam zur chinesischen Botschaft, um dort friedlich gegen die Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh zu protestieren. Ding Lebin stellte sich an die Spitze der Gruppe, hielt ein Schild mit der Forderung nach der Errettung seiner Eltern hoch, bat andere Praktizierende, Fotos von ihm zu machen, und verließ den Ort dann unmittelbar nach den Aufnahmen. Den Praktizierenden wurde dabei bewusst, dass er zwar Kleidung mit der Aufschrift „Falun Dafa“ trug, sich jedoch außerhalb der Kultivierungsgemeinschaft bewegte und dass offenbar die kollektiven Aktivitäten der Praktizierenden für ihn lediglich als Hintergrundkulisse für Fotos dienten.
Seit Mai 2023 hat Ding Lebin innerhalb von zweieinhalb Jahren häufig an von Falun-Dafa-Praktizierenden in ganz Europa organisierten Veranstaltungen teilgenommen und dort Reden gehalten. Er nutzte diese Gelegenheiten, um eine Reihe von Abgeordneten aus unterschiedlichen europäischen Ländern kennenzulernen, die die Bemühungen der Praktizierenden im Widerstand gegen die Verfolgung unterstützen. Bei entsprechenden Veranstaltungen ergriff Ding Lebin jede Gelegenheit, um Fotos mit den anwesenden Abgeordneten zu machen, die Falun Dafa unterstützen. Gleichzeitig nahm er unter der Identität eines Falun-Dafa-Praktizierenden Kontakt zu Menschenrechtsorganisationen auf und beteiligte sich an deren Aktivitäten. Bei all diesen Gelegenheiten war das Fotografieren ein zentraler Bestandteil seines Vorgehens.
Praktizierende, die ihm zufällig begegneten, stellten fest, dass Ding Lebin in vielen Situationen tatsächlich überhaupt keine Gelegenheit hatte, mit Politikern zu sprechen, geschweige denn, ihnen die wahren Begebenheiten von Falun Dafa zu erläutern. Sein Ziel schien vielmehr zu sein, sich den Politikern zu nähern und Fotos mit ihnen zu machen, wenn diese Medieninterviews gaben oder Fragen von Teilnehmern beantworteten. Diese Fotos veröffentlichte er anschließend in sozialen Medien, schickte sie an ihm bekannte Politiker und zugleich an verschiedene von Falun-Dafa-Praktizierenden betriebene Medien. Er übersandte seine Fotos und Informationen wiederholt an die Redaktionen dieser Medien in unterschiedlichen Sprachen.
Bei einer stichprobenartigen Überprüfung im April 2025 stellte Minghui.org fest, dass innerhalb von weniger als zwei Jahren Korrespondenten aus verschiedenen Regionen insgesamt 48 Berichte über Ding Lebin verfasst und veröffentlicht hatten – nahezu ein Bericht alle zwei Wochen. Dabei handelt es sich lediglich um die Statistik einer einzigen Website, nämlich Minghui.org. Nach Rücksprache mit dem Deutschen Falun Dafa Verein hat Minghui.org sämtliche Artikel über Ding Lebin entfernt.
Sind die „besonderen Interessen“ Ding Lebins lediglich auf Charakterprobleme oder kulturelle Unterschiede zurückzuführen? Oder gibt es andere Ursachen?
Nach Ding Lebins eigener Darstellung sind beide Eltern Falun-Dafa-Praktizierende und wurden am 12. Mai 2023 von der Polizei der KPCh illegal verhaftet. Seine Mutter wurde bald darauf freigelassen, doch sein Vater Ding Yuande wurde illegal zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Seitdem reist Ding häufig zwischen verschiedenen europäischen Ländern umher und nimmt an großen wie kleinen Veranstaltungen von Falun-Dafa-Praktizierenden teil. Er besuchte sogar Informationstage in kleineren Städten außerhalb Deutschlands. Unabhängig vom jeweiligen Thema – selbst bei Filmvorführungen, die sich nicht auf die Verfolgung von Falun Dafa konzentrierten – kontaktierte Ding die Veranstalter wiederholt mit der Bitte, bei der Veranstaltung eine Rede halten zu dürfen, um fotografiert zu werden, in Berichten erwähnt zu werden und sein Netzwerk auszubauen. Da das von ihm gewünschte „Rettungsthema“ häufig nicht mit dem jeweiligen Veranstaltungsthema übereinstimmte, brachte er die Organisatoren damit nicht selten in Verlegenheit.
Die Verfolgung der Falun-Dafa-Praktizierenden durch das KPCh-Regime dauert nun 27 Jahre an und ist allumfassend. Jeder einzelne Verfolgungsfall enthält eine gewisse Informationsfülle. Wenn Medien jedoch über lange Zeit hinweg immer wieder über dieselbe Person oder denselben Fall berichten, ohne dass es zu substanziellen Fortschritten kommt oder die Hintergründe des Falls vertieft werden, führt dies nicht nur zur Ermüdung beim Publikum, sondern auch zur Abstumpfung und Abschirmung gegenüber den gemeinsamen Bemühungen der Praktizierenden im Widerstand gegen die Verfolgung. Das gezielte Stören von Projekten zur Aufklärung über die wahren Umstände von Falun Dafa im Ausland und die bewusste Destabilisierung des Umfelds für Kultivierung und Menschenerrettung entsprechen dabei genau den Zielen der KPCh.
Störungen treten in vielfältigen Formen auf, auch in anderen Regionen außerhalb Chinas. Bei einer kürzlich in der Region Middletown im Bundesstaat New York abgehaltenen Versammlung teilten Geheimdienste den Teilnehmern mit, dass sich unter ihnen bereits mehrere Hundert Agenten befinden würden.
Warum finden solche Personen in von Falun-Dafa-Praktizierenden organisierten und von ihnen getragenen Aktivitäten überhaupt Raum? Diese Frage verdient eine ernsthafte Selbstreflexion aller wahren Kultivierenden. Kultivieren wir uns selbst gut, können wir auch das äußere Umfeld befrieden. Schwindet die aufrichtige Energie, werden die Herzen der Menschen verdorben und chaotische Zustände übernehmen die Oberhand. Ist die aufrichtige Energie stark, werden sich die Bösen entweder dem Guten zuwenden oder in panischer Angst fliehen.
Deutscher Falun Dafa Verein12. Januar 2026
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