(Minghui.org) Schon als Kind habe ich begonnen, mit meinen Eltern Falun Dafa zu praktizieren. Jetzt bin ich Mitte 30. Heute möchte ich meine Erfahrungen mitteilen, wie ich in mit meiner nicht praktizierenden Geschäftspartnerin in unterschiedlichen Situationen ruhig geblieben bin.

Letztes Jahr gründete ich mit Xie (Pseudonym), die ich schon seit einiger Zeit kannte, ein kleines Unternehmen. Nachdem wir eine Immobilie gemietet und Kapital investiert hatten, sagte sie, dass sie sich um die Buchhaltung kümmern wolle. Sie würde die täglichen Einnahmen auf ihr Bankkonto einzahlen und mir jeden Monat die Kontodaten zeigen, damit ich den Gewinn überprüfen konnte. Ich akzeptierte diesen Wunsch.

Anfangs verlief alles reibungslos und das Geschäft ging gut. Sie zeigte mir jede Transaktion und ich trug die Kontobewegungen in ein Buch ein. Doch nach einem Monat war sie nicht mehr bereit, mir die Geschäftsabläufe zu zeigen. Sie sagte, sie würde alle Einnahmen auf ihr Konto einzahlen, mir aber keinen Gewinn mehr auszahlen, weil sie weiter in das Geschäft investieren wolle. Sie zahlte mir nur das Geld aus, das ich mit meinen Aufträgen verdient hatte. Auch zeigte sie mir keine Geschäftseinnahmen mehr. Ich war überrascht und wütend. Warum hielt sie sich nicht an ihr Wort? Nach all diesen Vorkommnissen wollte ich aus dieser Partnerschaft aussteigen. Sie sagte: „Wenn du aussteigst, werde ich dir das investierte Geld nicht zurückgeben. Ich möchte unser Geschäft ausbauen. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen.“

Es schien, als befänden wir uns in einer Sackgasse. Als Praktizierende sollte ich mit ihr nicht um persönliche Interessen streiten, sondern dem natürlichen Lauf folgen. Ich hatte ihr bereits gesagt, dass ich Falun Dafa praktizierte. Deshalb musste ich mich nach einem höheren Maßstab richten und so stimmte ich ihrer Forderung zu.

Mit der Zeit wuchs unser Geschäft, sodass wir sogar eine Aushilfskraft einstellen mussten. Xie bat mich, eine Frau im Ruhestand einzustellen, um die Kosten niedrig zu halten. Sie sagte, die Frau würde 600 Yuan bekommen. Die Frau half uns 20 Tage lang. Als sie fertig war, wollte Xie sie nicht bezahlen. Ich war fassungslos, versuchte aber, ruhig zu bleiben, und betrachtete es als eine Gelegenheit, meine persönlichen Interessen loszulassen. Doch als Praktizierende musste ich verlässlich sein und der Frau das versprochene Geld geben. Sie hatte gute Arbeit geleistet und anstatt der ursprünglich vereinbarten 10 Tage 20 Tage für uns gearbeitet. Und so zahlte ich ihren Lohn von 1.200 Yuan aus meiner eigenen Tasche. Xie sagte ich nichts davon, weil ich befürchtete, dass es ihr peinlich sein könnte.

Später stellte ich fest, dass Xie mehrmals Geld aus meinen Bestellungen unterschlagen hatte. Sie überwies mir auch nicht den mir zustehenden Gewinn, sondern immer weniger. Wir hatten anfangs vereinbart, dass keiner von uns eine Provision aus den Aufträgen des anderen erhalten sollte. Mehrmals sah ich mir die Kontodaten auf ihrem Handy an und sah, was sie getan hatte. Als ich mich wieder beruhigt hatte, dachte ich, dass nichts zufällig sei. Vielleicht schuldete ich ihr noch Geld aus einem früheren Leben. Auf diese Weise zahlte ich es ihr zurück. Als Praktizierende soll ich nicht nur oberflächlich beurteilen, wer Recht und wer Unrecht hat. Das Problem war bestimmt meine Anhaftung an persönliche Interessen. Ich ließ die Sache auf sich beruhen und arbeitete weiter, als wäre nichts geschehen.

Es gab viele solche Vorfälle. Ich verstand, dass diese Dinge passierten, weil meine Xinxing nicht dem Maßstab entsprach. Der Meister musste diese Vorfälle genutzt haben, um mich zu prüfen und damit ich mich erhöhte. Ich musste diese Gelegenheiten nutzen, um meine persönlichen Interessen loszulassen. Der Verlust sollte mir keine Sorgen bereiten. Später kaufte ich mit meinem Geld Waren für unseren Laden und ließ mir das Geld nicht von Xie erstatten.

Als Xie herausfand, dass ich mit meinem Geld Waren gekauft und der Frau Lohn gezahlt hatte, aber nie um eine Erstattung gebeten oder die Geschäftskonten überprüft hatte, war sie sehr gerührt und ließ ihre anfängliche Abwehrhaltung mir gegenüber fallen. Schließlich sagte sie: „Ich sehe ganz klar den Unterschied zwischen einem Falun-Dafa-Praktizierenden und anderen Menschen. Du denkst nicht an deinen eigenen Vorteil. Als du mir von Falun Dafa erzählt hast, habe ich an deinen Worten gezweifelt. Jetzt bewundere ich euch Praktizierende von ganzem Herzen. Was die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) behauptet, ist falsch.“

Seitdem vertraut Xie mir. Als ich unseren Kunden die wahren Umstände über Falun Dafa erklärte, glaubten mir einige nicht und berichteten es ihr. Darauf sagte sie zu ihnen: „Das ist ihr Glaube. Ihr wisst nicht, was sie durchgemacht hat. Ihr solltet sie nicht diffamieren. Wir haben doch alle die Freiheit zu glauben, oder?“ Ich war überrascht von ihrem Sinneswandel. Ich hatte eher erwartet, dass sie mich bitten würde, nicht mit unseren Kunden über Falun Dafa zu sprechen, aus der Befürchtung heraus, ich würde sie damit abschrecken. Doch stattdessen stand sie mir zur Seite. Sie beruhigte mich und sagte, sie würde sich darum kümmern.

Später erkrankte Xie schwer und wurde zu Neujahr ins Krankenhaus eingeliefert. Ich besuchte sie im Krankenhaus und sagte: „Wenn du daran glaubst, dann rezitiere immer wieder ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘. Wenn du diese Worte aufrichtig wiederholst, wird dein Leben gerettet werden.“ Sie hörte auf mich. Später erzählte sie mir, dass sie, als sie einmal in Not war und dachte, sie würde sterben, die beiden Sätze immer wieder wiederholt und den Meister anfleht habe, sie zu retten. Als sie einen Lichtstrahl vor ihren Augen sah, spürte sie, dass sie gerettet wurde. Danach verliefen die medizinischen Behandlungen erfolgreich und es dauerte nicht mehr lange, bis sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Seitdem praktiziert auch sie Falun Dafa. Das ist die Kraft von Falun Dafa.

Nach den letzten sechs Monaten bin ich zutiefst davon überzeugt, dass ich körperlich und psychisch erschöpft oder verzweifelt wäre, wenn ich mich in persönliche Interessen verstrickt hätte. Oder wenn ich ständig nachgedacht hätte, wie ich mich verteidigen und mit meiner Geschäftspartnerin streiten könnte und Angst vor dem Verlust meiner persönlichen Interessen gehabt hätte. Aber da ich alles losgelassen habe, bin ich auf eine höhere, glücklichere Ebene gekommen!