(Minghui.org) Bevor ich mit dem Praktizieren von Falun Gong begann, war ich nervös, schüchtern, anfällig für Depressionen und fühlte mich angesichts von Schwierigkeiten verloren.
Während des Studiums kam es häufig zu Konflikten mit meinen Kommilitonen. Ich konnte nur schwer damit umgehen, was oft dazu führte, dass sie mich mieden. Sogar einige meiner engen Freunde begannen, sich von mir zu distanzieren. Obwohl ich versuchte, den Kontakt zu ihnen aufrechtzuerhalten, brachen sie aus irgendeinem Grund den Kontakt zu mir ab.
Diese Vorfälle bereiteten mir großen Kummer und ich wusste nicht, was ich besser machen sollte. In Wirklichkeit legte ich zu viel Wert auf Ansehen, Geld und Beziehungen. Hinzu kam meine impulsive Art und so zerbrachen mit der Zeit alle meine Freundschaften.
Ruhe bewahren
Nachdem ich begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, erinnerte ich mich an die Worte des Meisters:
„Wenn wir auf diese Art Konflikt stoßen, sollen wir zuerst gefasst und ruhig bleiben. Wir sollen uns nicht so verhalten wie er.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 194)
Im Jahr 2000 war ich zusammen mit etwa zwölf Mitpraktizierenden aus meiner Region in Peking, wo wir uns für Falun Dafa eingesetzt hatten. Wir wurden unrechtmäßig eingesperrt und in einer örtlichen Haftanstalt festgehalten. Einige Tage später wurde uns klar, dass wir in der Haft eine Umgebung schaffen mussten, in der wir die Übungen praktizieren konnten.
Gleich am Morgen begannen mehrere Praktizierende in unserer Zelle, die Übungen zu praktizieren. In den ersten beiden Tagen kamen die Wärter, um uns davon abzuhalten, und schrien uns an, damit wir mit dem Üben aufhörten. Einige Praktizierende hatten Angst und trauten sich nicht zu praktizieren, während andere sagten: „Wovor haben wir Angst? Lasst uns weitermachen.“
Am dritten Tag beschloss ich, aufzustehen und die Übungen zu praktizieren. Als die Gefängniswärterin hereinkam, schrie sie mich nicht an, sondern sagte: „Üben verboten.“ Ich antwortete ruhig: „Wir müssen praktizieren. Wenn Sie nicht schreien, wir machen keinen Lärm. Wir üben leise und stören niemanden.“ Danach sagte sie: „Ich muss das melden.“ Ich antwortete: „Das ist in Ordnung, aber wir müssen weiterhin üben.“ Dann ging sie.
Eines Tages rief der Gefängnisleiter einige von uns zu einem Gespräch. Wir erzählten ihm von Falun Dafa und sagten, dass wir weiter üben würden. Er machte uns keine Schwierigkeiten. Das war das erste Mal, dass ich spürte, welche Kraft es hat, wenn man eine ruhige und friedliche Haltung bewahrt.
Früher wurde ich an meinem Arbeitsplatz in einer Fabrik für Dinge verantwortlich gemacht, die nichts mit mir zu tun hatten oder für die ich nicht zuständig war. Das passierte oft, aber ich blieb immer ruhig und gelassen, regte mich nicht auf und nahm es nicht ernst. Selbst wenn ich zu Unrecht beschuldigt wurde, lachte ich einfach darüber, und die Angelegenheit war meist schnell vergessen.
Alle wussten, dass ich großzügig und nachsichtig bin, und schätzten meinen Charakter. Die meisten meiner Kollegen haben ihre Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) beendet und sind aus der Partei ausgetreten. Durch die Kultivierung lernte ich allmählich, bei Schwierigkeiten ruhig zu bleiben. Ich bin dankbar für die Anleitung des Meisters.
Dankbarkeit kultivieren
Mein Mann hat seine Mutter in jungen Jahren verloren. Sein Vater war jähzornig und behandelte ihn oft schlecht. In der Vergangenheit wurde seine Familie wegen ihres Grundbesitzes verfolgt und diskriminiert. Dieses Umfeld führte dazu, dass mein Mann sehr introvertiert wurde. Er war nicht in der Lage, mir, seiner Frau, Fürsorge und Rücksichtnahme entgegenzubringen.
Kurze Zeit, nachdem wir verheiratet waren, kam mein Schwiegervater zu Besuch. Zu dieser Zeit hatten wir nur ein Zimmer. Am Abend sagte mein Mann zu mir, ich solle bei meinen Eltern übernachten. Ich dachte, er würde mich dorthin begleiten, aber sobald ich das Zimmer verlassen hatte, schlug er die Tür hinter mir zu. Ich stand in der stockdunklen Nacht da und musste mich alleine auf den Weg zu meinen Eltern machen.
Als ich während des Besuchs ein Huhn für den Schwiegervater zubereiten wollte, sagte mein Mann: „Du hast selbst Appetit auf das Huhn und benutzt unseren Gast als Ausrede.“ Ein anderes Mal hatte ich bei dem Teig für die gedämpften Brötchen zu viel Backpulver verwendet. Ich erzählte ihm von meinem Missgeschick, in der Hoffnung, er würde mich trösten. Doch er beschimpfte mich noch: „Du hast keine Fähigkeiten und einen schlechten Charakter. Was kannst du denn überhaupt?“
Ich war neidisch auf die Frauen, die von ihren Männern freundlich und rücksichtsvoll behandelt wurden. Mein Mann behandelte mich jedoch nicht gut. Er sprach oft schroff und harsch mit mir. In all den Jahren spürte ich weder Wärme noch Fürsorge. Obwohl ich zutiefst verzweifelt war, unterdrückte ich meinen Ärger. Wenn ich doch einmal wütend wurde, sprach ich tagelang nicht mit ihm, doch er schien das weder zu bemerken noch kümmerte es ihn. Manchmal war ich so wütend, dass ich das Gefühl hatte, ich würde explodieren, aber er tat so, als wäre nichts geschehen. Ohne es zu merken, entwickelte ich ihm gegenüber einen starken Groll.
Einmal erzählte ich einer anderen Praktizierenden von meiner Situation und sie sagte: „Gib ihm keine Schuld, du sollst dankbar sein.“ Zu dieser Zeit war meine Kultivierung noch nicht sehr solide, ich hatte ein starkes Verlangen nach menschlichem Glück, sodass ich keine Dankbarkeit empfinden konnte. Später wurden wir beide verfolgt und mein Mann verlor seinen wertvollen Arbeitsplatz. Doch als er mehr das Fa lernte und sich in der Kultivierung erhöhte, veränderte er sich grundlegend und wurde rücksichtsvoller gegenüber seiner Familie. Mein Groll ihm gegenüber ließ nach.
Dennoch hatten wir weiterhin Konflikte und häufige Auseinandersetzungen; keiner von uns war bereit, nachzugeben oder Kompromisse einzugehen. Es gab viele Kleinigkeiten, die ich bei meinem Mann nicht tolerieren konnte. Immer wieder kritisierte und beschwerte ich mich bei ihm, in der Hoffnung, er würde sich ändern. Doch dann sagte er: „Ich tue das zu deinem Besten.“ Viele Jahre lang verstand ich seine Worte nicht und hielt an bestimmten Anschauungen der gewöhnlichen Menschen fest.
Erst in den letzten Jahren gelang mir ein Durchbruch. Durch das Lernen des Fa und das Lesen von Erfahrungsberichten auf Minghui gewann ich ein tieferes Verständnis des Fa. Nun verstehe ich den Ursprung und die Mission der Dafa-Jünger. Der Meister hat mich oft in meinen Träumen erleuchtet, bis ich schließlich erkannte, dass das Leben auf der Erde nur ein vorübergehender Aufenthalt ist.
Mit der Zeit verstand ich den Grundsatz, auch dann nach innen zu schauen, wenn ich die Unzulänglichkeiten anderer sehe. Eines Tages beschwerte ich mich wieder über die Unordnung, die mein Mann in der Küche hinterlassen hat. Dreimal hintereinander sagte er: „Ich zeige dir das!“ Ich war schockiert und erkannte, dass es ein Arrangement des Meisters war. Mein Mann war hier, um mir zu helfen, mich zu kultivieren und zu erhöhen.
Wir können uns in jeder Umgebung kultivieren, auch bei kleinen Dingen. Endlich habe ich dieses Prinzip verstanden. Ich bin dem Meister für seine Anleitung und seine Hilfe bei meinem Vorankommen sehr dankbar. Später erkannte ich, dass der Ausgangspunkt wirklich entscheidend ist. Man muss wirklich den Wunsch haben, sich zu kultivieren und zu erhöhen, um zur Erkenntnis zu kommen. Wenn man das wirklich erreichen kann, wird man dem anderen aufrichtig dankbar sein.
Von da an war ich meinem Mann nicht mehr böse. Früher ließ er seine Schuhe an der Tür stehen und blockierte die Badezimmertür. Ich regte mich jedes Mal darüber auf und ärgerte mich. Jetzt bücke ich mich, stelle sie auf das Schuhregal und sage mir: „Danke, dass du mir die Gelegenheit gibst, meinen Umgang mit bestimmten Dingen zu ändern.“
Ich bin dem Meister dankbar, dass er seinen Schülern ermöglicht, sich auch bei Kleinigkeiten zu kultivieren. Dadurch wird unser Charakter gestärkt, Karma abgebaut und unsere Natur geändert. Früher fühlte ich mich verletzt, wenn mein Mann mich kühl behandelte. Jetzt denke ich, wenn andere mich so behandeln, muss es bei mir etwas geben, an dem ich arbeiten muss. Immer wenn ich ärgerlich oder wütend bin, sage ich mir sofort: „Danke, dass du mir hilfst, mich zu kultivieren.“
Ärger beseitigen
Aufgrund der Verfolgung meiner Familie durch die Kommunistische Partei Chinas hatte ich ein schweres psychologisches Trauma und war lange Zeit depressiv. Immer wenn ich an die Polizisten dachte, die mich vor Jahren verhaftet und verfolgt hatten, empfand ich Groll. Obwohl ich wusste, dass es falsch war, konnte ich den Groll lange Zeit nicht loslassen, und manchmal tauchte er unerwartet in meinen Gedanken auf.
Schließlich erkannte ich, dass der Groll einen Mangel an Barmherzigkeit offenbart. Ich hatte mich nicht gut genug kultiviert und es nicht nur versäumt, die Polizisten zu erretten, sondern auch dazu beigetragen, dass sie Verbrechen gegenüber Dafa begangen haben.
Vielleicht bin ich ihnen aus einem früheren Leben etwas schuldig oder habe sie verletzt. Als Kultivierende muss ich mich selbst kultivieren, damit ich andere erretten kann. Von da an hegte ich keinen Hass mehr gegenüber den Polizisten.
Das ist mein Verständnis auf meiner derzeitigen Ebene. Bitte weist mich gütig auf alles hin, was nicht mit dem Fa übereinstimmt.
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