(Minghui.org) Ich habe im Jahr 1994 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Damals war ich noch jung. In diesem Jahr besuchte ich die Hochschule in Jinan. Meine Eltern waren zusammen mit vielen anderen aus unserer Heimatstadt nach Jinan gekommen, um an einem Qigong-Kurs teilzunehmen. Sie erzählten mir, dass Falun Dafa (auch bekannt als Falun Gong) sehr gut sei, dass viele Menschen es gelernt hätten und dass ihre Familien dadurch harmonischer geworden seien. Sie fragten mich, ob ich es lernen wolle. Ich war interessiert und stimmte zu. So meldeten sie mich für die neuntägigen Vorträge in Jinan an. Heute empfinde ich dies als eine große Ehre.
Die Vorträge fanden in der Huangting-Sportarena statt. Ich erinnere mich noch gut an die Situation. Ich hatte das Gefühl, dass die Arena riesig groß war. Damals hatte ich das Glück, mitten in der Arena auf dem Boden sitzen zu dürfen. Heute weiß ich, was für eine Ehre das war! Als der Meister eintrat, applaudierten die Anwesenden begeistert. Der Meister lächelte und winkte den Schülern zu. Als ich den Meister zum ersten Mal sah, hatte ich ein heiliges Gefühl: Ah, das ist wunderbar! Der Saal wurde augenblicklich still. Ich empfand die Stimme des Meisters als sehr freundlich, und dann hörte ich den Meister über prähistorische Kultur sprechen.
Obwohl ich damals noch jung war, empfand ich die prähistorische Kultur als real und war daher sehr interessiert. Ich hörte dem Meister aufmerksam zu und hatte das Gefühl, dass der Vortrag kurz war. Tatsächlich hatte der Meister jedoch fast anderthalb Stunden lang gesprochen, aber es kam mir wie fünf Minuten vor.
In den nächsten Tagen kam der Meister früh zum Veranstaltungsort, um Fragen der Schüler zu beantworten. Danach begann er mit seinem Vortrag. Ich dachte, dass der Lehrer alles wusste.
In den letzten beiden Unterrichtstagen machte ich etwas falsch. Da ich Falun Dafa so gut fand, nahm ich einen guten Freund mit zum Vortrag. Um Geld zu sparen, wendete ich einen Trick an: Ich ließ ihn mit meiner Eintrittskarte durch die Vordertür eintreten, während ich mit meinem abgelaufenen Studentenausweis durch die Hintertür hineinging. Als ich durch die kleine Tür trat, hörte ich die donnernde Stimme des Meisters: „Ein Student lässt sogar eine andere Person mit seiner Eintrittskarte durch die Vordertür eintreten, während er seinen abgelaufenen Studentenausweis benutzt, um durch die Hintertür hereinzukommen. Wir lehren euch hier, gute Menschen zu sein, aber ihr betrügt noch unsere Mitarbeiter.“
Ich fühlte mich, als hätte mich ein Donnerschlag getroffen und blieb wie angewurzelt stehen. Ich war fassungslos! Ich dachte: „War das nicht ich?“ Ich hatte mich geirrt! Ich schämte mich zutiefst und wollte am liebsten im Boden versinken. Der Meister sagte auch noch sehr ernst, dass selbst wenn eine solche Person hereinkäme, sie nichts bekommen würde. Ich erinnere mich heute noch lebhaft daran.
Während der Vortragsreihe erhielt ich Antworten auf viele Fragen, die ich zuvor nicht verstanden hatte. Durch die Lehre des Meisters wusste ich auch, dass ich endlich den Weg zur Unsterblichkeit gefunden hatte, nach dem ich seit meiner Kindheit gesucht hatte.
Gegen Ende der Vorträge bat der Meister alle, eine Reflexion über das Gelernte zu schreiben, und sagte, dass er jede einzelne ohne Ausnahme lesen würde. Obwohl ich nicht viel Erfahrung hatte, dachte ich, ich müsse auf den Lehrer hören, und so schrieb ich eine Seite und sagte dem Meister, dass ich alles verstanden hätte. Ich wusste, dass der Weg der Kultivierung sehr schwer sein musste. Ich wusste nicht, ob ich bis zum Ende durchhalten könnte, daher schrieb ich am Ende meiner Erfahrungen nur diesen einen Satz: „Ich weiß, wie ich mich wie ein Praktizierender verhalten muss.“ Ich fasste den Entschluss, egal wie schwer es auch sein würde, das Ziel der Kultivierung zu erreichen.
Jetzt, wenn ich darüber nachdenke, ist es wirklich so, wie der Meister gesagt hat:
„Ich denke, diejenigen, die unmittelbar dabei sein können, wenn ich die Übungen und das Fa unterrichte – ich sage, das ist wirklich … Später wirst du es verstehen, du wirst es für eine sehr erfreuliche Zeit halten. (Zhuan Falun, 2019, Seite 2)
Nach diesem Kurs kehrte ich unter normale Menschen zurück. Obwohl ich dachte, dass ich ein Praktizierender sei, verbesserte sich meine Mentalität nicht wesentlich; wenn ich auf Probleme stieß, konnte ich die Prüfungen nicht bestehen.
Nach meinem Hochschul-Abschluss im Jahr 1995 fand ich in meiner Heimatstadt einen Ort, an dem eine Gruppe praktizierte. Ich folgte anderen Praktizierenden, und wir stellten den Menschen Falun Dafa vor. Ich nahm auch an verschiedenen Aktivitäten zur Verbreitung des Fa teil, manchmal organisierten wir neuntägige Kurse, wo die Videos mit den Vorträgen des Meisters gezeigt wurden. Auch an großen Gruppenaktivitäten nahm ich teil. Während dieser Zeit hatte ich das Gefühl, dass sich mein Charakter nicht wesentlich verbesserte, aber glücklicherweise gab es ein Umfeld für das gemeinsame Fa-Lernen. Hätte es kein gemeinsames Lernen des Fa und des Praktizierens gegeben, bei dem sich alle gegenseitig ermutigten, wären wahrscheinlich von uns zurückgefallen.
Auf diese Weise wurden uns bis zum 20. Juli 1999 die neuen Schriften des Meisters sowie die Videos seiner Vorträge im Ausland schnell übermittelt. Ich hatte großes Glück, dass ich sie schnell erhalten und ansehen konnte.
Zu dieser Zeit verbreitete sich Falun Dafa sehr schnell. Wir organisierten in meiner Heimatstadt Gruppenübungsaktivitäten mit Tausenden von Menschen.
Am 20. Juli 1999 begann die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) mit der Verfolgung von Falun Dafa. Viele Übungsplätze und Lerngruppen wagten nicht mehr, öffentlich weiterzumachen. Auch unsere Gruppe wurde aufgelöst. Nach Beginn der Verfolgung dachte ich, dass ich nicht ins Gefängnis gehen wollte; was wäre, wenn ich der Folter nicht standhalten könnte und im Gefängnis dem Meister gegenüber etwas Falsches tun würde? Ich wusste, dass ich nichts tun durfte, was den Meister und Dafa verraten würde! Aber ich würde auf jeden Fall weiter praktizieren. Eines Tages würde der Meister zurückkommen – auf diesen Tag würde ich warten.
Als mein Arbeitgeber mich später aufforderte, eine Garantieerklärung zu unterzeichnen, in der ich mich zum Verzicht auf das Praktizieren verpflichtete, schrieb ich, dass ich mich nicht an einer Sekte beteiligen oder an Sektenaktivitäten teilnehmen würde. Danach hat mich mein Arbeitgeber nie wieder schikaniert. Später wurde mir klar, dass dies nicht richtig gewesen war, deshalb schrieb ich eine feierliche Erklärung, in der ich diese Garantieerklärung für ungültig erklärte. Ich schrieb auch, dass ich Falun Dafa nicht aufgeben würde.
Nachdem ich meine Kultivierungsumgebung verloren hatte, wurde ich nachlässig beim Fa-Lernen und beim Praktizieren der Übungen. Ich war fast schon in einem Zustand, indem ich mich von der Kultivierung losgelöst hatte. Lange Zeit machte ich weder die Übungen noch lernte ich das Fa. Ich wollte mich eigentlich verbessern, war aber nicht fleißig. Wie ein gewöhnlicher Mensch trank ich Alkohol und beging Fehler in Bezug auf sexuelle Begierde. Glücklicherweise gab der Meister mich nicht auf. Ich konnte alle neuen Vorträge des Meisters erhalten und Kontakt zu Dafa-Schülern aufnehmen.
Seit 1996 arbeitete ich und wollte der Kommunistischen Partei beitreten. Ende 2004 hatte ich endlich die Gelegenheit, der Partei beizutreten. Nur wenige Tage vor der Überprüfung kam ein Mitpraktizierender zu mir, der gerade die Qualen eines Arbeitslagers hinter sich hatte und sehen wollte, wie es mir ging. Als er hörte, dass ich in die Partei eintreten wollte, sagte er zu mir: „Warum willst du das tun? Die KPCh verfolgt uns gerade. Wir sollten ihr nicht beitreten, denk gut darüber nach! “
Nachdem er gegangen war, dachte ich über diese Frage nach: „Soll ich beitreten oder nicht?“ Letztendlich entschied ich mich dagegen. Anfang 2005 veröffentlichte Minghui die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei, und es kam zu einer Welle von Austritten aus der KPCh und den ihr angeschlossenen Organisationen. Ich war froh, dass ich damals nicht in die Partei eingetreten war, denn sonst hätte ich austreten müssen.
Später verließ ich meine Heimatstadt, um in einer anderen Stadt zu leben. Ich wollte mich mit lokalen Praktizierenden verbinden. Vielleicht sah der Meister mein Herz, denn er half mir, einen Mitpraktizierenden zu finden, der seit Jahren in dieser Stadt Informationsmaterialien zur Aufklärung der wahren Umstände druckte und verteilte.
Nachdem wir Kontakt aufgenommen hatten, lernte ich, wie man NTDTV-Satellitenempfänger installiert. Seitdem habe ich die Shen-Yun-Aufführung jedes Jahr gesehen. Später lernte ich auch, wie man Informationsmaterialien über Falun Dafa herstellt, Computersysteme installiert und so weiter.
Obwohl ich mit anderen Praktizierenden zusammenarbeitete, um die wahren Umstände aufzuklären, habe ich es über all die Jahre hinweg nicht geschafft, mit dem Fa-Lernen und den Übungen Schritt zu halten. Ich war auf dem Weg der Kultivierung nicht fleißig. Oft traf ich mich mit gewöhnlichen Freunden und trank auch Bier. Kurz vor dem chinesischen Neujahr 2024 fasste ich den Entschluss, wieder gut zu praktizieren. Egal was passierte, ich würde entschlossen kein Bier und keinen Wein mehr trinken. Seitdem habe ich keinen Alkohol mehr angerührt.
Auf Anweisung des Meisters nahm ich an einer Fa-Lerngruppe teil. Seit etwa Oktober letzten Jahres begannen wir auf Anregung eines anderen Praktizierenden das Fa auswendig zu lernen. Wir überwanden unsere anfängliche Angst vor Schwierigkeiten. Jetzt lernen wir den Unterabschnitt „Die Xinxing erhöhen“ aus der vierten Lektion auswendig. Vielleicht weil ich das Fa auswendig lerne, habe ich in letzter Zeit das Gefühl, dass meine sexuelle Begierde viel geringer geworden ist, so dass ich sie kontrollieren kann. Wenn ich die Übungen mache, spüre ich auch, dass ich zur Ruhe komme. Ich denke, das hat etwas mit dem Auswendiglernen des Fa zu tun. Ich hätte wirklich früher damit anfangen sollen!
Obwohl ich nun seit anderthalb Jahren am Fa-Lernen teilgenommen habe, haben sich mein Charakter und meine Denkweise nicht wesentlich verbessert. Einige hartnäckige Anschauungen sind schwer zu überwinden, außerdem kann ich verschiedene persönliche Anhaftungen kaum loszulassen. Es gab auch Probleme mit meinem Temperament. In den letzten zwei Jahren habe ich mich mit Kollegen und Nachbarn nicht gut verstanden. Selbst während Konflikten war ich nicht bereit, mich selbst zu ändern, was die Konflikte nur noch verschärft hat. Aus Angst oder weil ich Herausforderungen vermeiden wollte, wurde ich auf eine Stelle versetzt, mit der ich nicht besonders zufrieden bin. Ich habe einen großen Rückschlag in meiner Arbeit erlebt, der mich seit einiger Zeit innerlich ziemlich beschäftigt.
Andere Praktizierende kommunizierten mit mir in der Fa-Lerngruppe. Mit ihrer Hilfe erkannte ich viele meiner Probleme, wie Neid, Konkurrenzdenken, Stolz, Groll, Angeber-Mentalität sowie das Streben nach Ansehen und Reichtum. Ich schaute nach innen und stellte fest, dass es an der Zeit war, diese Anhaftungen vollständig loszulassen.
Während dieser Zeit las ich „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ und hörte mir „Die Parteikultur auflösen “ an. Ich fragte mich: „Was unterscheidet mich vom kommunistischen Geist? Der kommunistische bösartige Geist besteht aus Hass und degenerierter Materie von niedrigeren Ebenen. Mein Konkurrenzdenken und mein Kampfgeist entspringen dem Hass und einem Gefühl der Benachteiligung. Ich strebe nach Anerkennung und Erfolg, streite gerne und widerspreche, neige zu Konfrontationen und scharfen Wortgefechten. Wenn ich die Oberhand gewinne, bin ich selbstgefällig. Wenn alles nach meinem Willen läuft, bin ich zufrieden, wenn nicht, bin ich unglücklich. Inwiefern unterscheide ich mich von einem gewöhnlichen Menschen?“
Ich sollte diese Anhaftungen wirklich loswerden. Als ich mit diesen Dingen konfrontiert wurde, lernte ich gerade das vierte Kapitel im Zhuan Falun auswendig. Ich dachte viel darüber nach.
Ich erkannte, wenn andere mich schlecht behandeln und ihre Beherrschung verlieren, helfen sie mir dabei, mein Karma zu beseitigen. Wenn ich bei Konflikten mit anderen an diese Grundsätze denken könnte, würde ich mich dann wie die andere Partei verhalten? Würde ich wütend auf den anderen sein? Könnte ich ihm von ganzem Herzen danken? Ich muss ihm wirklich danken! Der Meister hat uns gebeten, wahre Praktizierende zu sein. In all den Jahren bin ich weit zurückgefallen und habe sehr schlechte Arbeit geleistet, wodurch ich viel Zeit verschwendet habe.
Der barmherzige, großartige Meister hat mich nicht aufgegeben. Er hat sich immer um mich gekümmert. Ich wurde auf meinem ganzen Weg vom Meister beschützt. Obwohl es mir nicht gut ging, hat er mich dennoch zur Kultivierung zurückkehren lassen. Der Meister ist wirklich großartig! Ich möchte aufholen, die drei Dinge gut machen und mit dem Meister zurückkehren! Danke, Meister!
Nachdem die Aufforderung zur Einreichung von Beiträgen für diese Fahui veröffentlicht worden war, erinnerte ich mich daran, dass der Meister damals am Ende jeder Vorlesung die neuen Schüler gebeten hatte, ihre Erfahrungen aufzuschreiben. Der Meister sagte damals, er würde jeden Bericht lesen. Also dachte ich, dass ich unbedingt das tun musste, was der Meister gesagt hat, egal wie gut oder wie schlecht ich auf meinem Weg gegangen bin.
Nachdem ich diese Reflexion geschrieben hatte, hatte ich das Gefühl, meine Reise vom Erhalten des Fa bis zur Gegenwart beschrieben zu haben. Ich hatte den Eindruck, dass ich die ganze Zeit im Fa gewesen war und dass alles vom Meister arrangiert worden war. Der Meister hatte mich die ganze Zeit über beschützt.
Wir dürfen die Barmherzigkeit und die Leiden des Meisters nicht verraten. Die Lebewesen im Himmel warten auf uns, unzählige Wesen hoffen darauf, von uns gerettet zu werden. Wir müssen unsere Gelübde erfüllen!
Bitte korrigiert mich, wenn ich etwas gesagt habe, das nicht im Einklang mit dem Fa steht.
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